Ja, Vic, so sehe ich das auch. In Köln hat man für dieses Verhalten nach dem 2. Weltkrieg das schöne Wörtchen "fringsen" geprägt. http://www.wikiweise.de/wiki/Fringsen Ich verstehe sowieso nach wie vor nicht, wie man aus einem Land wie Deutschland heraus, vor dem Hintergrund unserer Geschichte das Werfen von Sprengstoff auf Menschen aus sicherer Höhe unterstützen kann. Das hat hier die Leute nicht gegen die Naziherrschaft aufgebracht, im Irak die Bevölkerung nicht gegen Saddam und es wird auch in Afghanistan niemanden zum Verjagen der Taliban bewegen. Leute die mit Sprengstoff beworfen werden haben offenbar einfach andere Sorgen!
30.10.2009 01:45 Uhr
von vic:
Sie erzählen uns totalen Blödsinn. Der völlg unangemessene Luftangrifff eines ausgeflippten Kommandeurs wird mit potentiellen Gefahren gerechtfertigt. Man geht davon aus, dass alle Getöteten gefährliche Verbrecher waren. Die paar Zivilisten nimmt man in Kauf... Was, wenn ich davon ausgehe, dass mit dem geklauten Sprit Essenskocher betrieben und Krankenwagen betankt werden sollten? Da lagen festgefahrene Benzinlaster brach, das war eine günstige Gelegenheit für alle, sich zu bedienen. Jedenfalls kein Grund, alle Beteiligten auf diese Weise zu verdampfen.
29.10.2009 17:51 Uhr
von FRITZ:
Dem Gedankengang (ein leichter Euphemismus) des Autors könnte man folgen, wenn es irgendwie so gewesen wäre, das Afghanistan und die Bombadierung der geklauten Tanklaster nicht öffentlich diskutiert worden wären. Soweit ich mich erinnere, waren die Gazetten aber voll davon und zwar wochenlang und die Wohlfühlpopulisten von der SEDPDSLinken haben vehement die sofortige Kapitulation gefordert. Könnte es nicht sein, dass es DESHALB kein dominantes Thema im Wahlkampf wurde, weil sich die 4 (halbwegs) ernst zu nehmenden Parteien bzgl. Afghanistan im Großen und Ganzen einig sind und es deshalb nicht so richtig was zu streiten gab? Wenn das so einfach wäre, müsste man vielleicht gar keine Verschwörungstheorien entwickeln. Aber womit würde man dann das Käs'blättchen vollschreiben?
29.10.2009 17:33 Uhr
von gregor:
Es gibt eine Logik der Militärmaschine. Oleg Sebastian beschreibt in seinem Roman über den Afghanistan-Krieg dieses Denken so: "„Dieser Krieg diente nicht der Lösung einer einfachen Aufgabe und deswegen hatte die Militärmaschine aus allen möglichen Zielen das einfachste Ziel gefunden – die Selbsterhaltung. Ihre Teile wurden ständig ersetzt, sie wurde neu reguliert, sie knirschte, lieferte verkehrte Resultate, aber sie schlug erbarmungslos im Falle einer Existenzbedrohung zu. Und das Ergebnis ihrer Arbeit war nur Blut. Hinter der Vielfalt verschiedener Anordnungen versteckte sich Verwirrung von denjenigen, die sie erteilten. Man hatte die Kraft ihrer Einfachheit begriffen und gefürchtet – die Militärmaschine vernichtet und mehr nicht.“ Deshalb hat der Oberst Klein alles richtig gemacht - innerhalb der Vernichtungslogik. Mehr darüber: Hier http://gregorhecker.wordpress.com/2009/10/29/sieger-oder-befreier-der-krieg-in-afghanistan-aus-sicht-der-sowjetischen-armee-–-der-russische-film-„zwei-schritte-von-der-stille-entfernt“/
29.10.2009 17:32 Uhr
von gregor:
Es gibt eine Logik der Militärmaschine. Oleg Sebastian beschreibt in seinem Roman über den Afghanistan-Krieg dieses Denken so: "„Dieser Krieg diente nicht der Lösung einer einfachen Aufgabe und deswegen hatte die Militärmaschine aus allen möglichen Zielen das einfachste Ziel gefunden – die Selbsterhaltung. Ihre Teile wurden ständig ersetzt, sie wurde neu reguliert, sie knirschte, lieferte verkehrte Resultate, aber sie schlug erbarmungslos im Falle einer Existenzbedrohung zu. Und das Ergebnis ihrer Arbeit war nur Blut. Hinter der Vielfalt verschiedener Anordnungen versteckte sich Verwirrung von denjenigen, die sie erteilten. Man hatte die Kraft ihrer Einfachheit begriffen und gefürchtet – die Militärmaschine vernichtet und mehr nicht.“ Deshalb hat der Oberst Klein alles richtig gemacht - innerhalb der Vernichtungslogik. Mehr darüber: Hier http://gregorhecker.wordpress.com/2009/10/29/sieger-oder-befreier-der-krieg-in-afghanistan-aus-sicht-der-sowjetischen-armee-–-der-russische-film-„zwei-schritte-von-der-stille-entfernt“/
Leserkommentare
30.10.2009 12:48 Uhr
von Olaf Mertens:
Ja, Vic, so sehe ich das auch. In Köln hat man für dieses Verhalten nach dem 2. Weltkrieg das schöne Wörtchen "fringsen" geprägt. http://www.wikiweise.de/wiki/Fringsen
Ich verstehe sowieso nach wie vor nicht, wie man aus einem Land wie Deutschland heraus, vor dem Hintergrund unserer Geschichte das Werfen von Sprengstoff auf Menschen aus sicherer Höhe unterstützen kann. Das hat hier die Leute nicht gegen die Naziherrschaft aufgebracht, im Irak die Bevölkerung nicht gegen Saddam und es wird auch in Afghanistan niemanden zum Verjagen der Taliban bewegen. Leute die mit Sprengstoff beworfen werden haben offenbar einfach andere Sorgen!
30.10.2009 01:45 Uhr
von vic:
Sie erzählen uns totalen Blödsinn.
Der völlg unangemessene Luftangrifff eines ausgeflippten Kommandeurs wird mit potentiellen Gefahren gerechtfertigt. Man geht davon aus, dass alle Getöteten gefährliche Verbrecher waren. Die paar Zivilisten nimmt man in Kauf...
Was, wenn ich davon ausgehe, dass mit dem geklauten Sprit Essenskocher betrieben und Krankenwagen betankt werden sollten?
Da lagen festgefahrene Benzinlaster brach, das war eine günstige Gelegenheit für alle, sich zu bedienen.
Jedenfalls kein Grund, alle Beteiligten auf diese Weise zu verdampfen.
29.10.2009 17:51 Uhr
von FRITZ:
Dem Gedankengang (ein leichter Euphemismus) des Autors könnte man folgen, wenn es irgendwie so gewesen wäre, das Afghanistan und die Bombadierung der geklauten Tanklaster nicht öffentlich diskutiert worden wären. Soweit ich mich erinnere, waren die Gazetten aber voll davon und zwar wochenlang und die Wohlfühlpopulisten von der SEDPDSLinken haben vehement die sofortige Kapitulation gefordert. Könnte es nicht sein, dass es DESHALB kein dominantes Thema im Wahlkampf wurde, weil sich die 4 (halbwegs) ernst zu nehmenden Parteien bzgl. Afghanistan im Großen und Ganzen einig sind und es deshalb nicht so richtig was zu streiten gab? Wenn das so einfach wäre, müsste man vielleicht gar keine Verschwörungstheorien entwickeln. Aber womit würde man dann das Käs'blättchen vollschreiben?
29.10.2009 17:33 Uhr
von gregor:
Es gibt eine Logik der Militärmaschine. Oleg Sebastian beschreibt in seinem Roman über den Afghanistan-Krieg dieses Denken so: "„Dieser Krieg diente nicht der Lösung einer einfachen Aufgabe und deswegen hatte die Militärmaschine aus allen möglichen Zielen das einfachste Ziel gefunden – die Selbsterhaltung. Ihre Teile wurden ständig ersetzt, sie wurde neu reguliert, sie knirschte, lieferte verkehrte Resultate, aber sie schlug erbarmungslos im Falle einer Existenzbedrohung zu. Und das Ergebnis ihrer Arbeit war nur Blut. Hinter der Vielfalt verschiedener Anordnungen versteckte sich Verwirrung von denjenigen, die sie erteilten. Man hatte die Kraft ihrer Einfachheit begriffen und gefürchtet – die Militärmaschine vernichtet und mehr nicht.“ Deshalb hat der Oberst Klein alles richtig gemacht - innerhalb der Vernichtungslogik. Mehr darüber: Hier http://gregorhecker.wordpress.com/2009/10/29/sieger-oder-befreier-der-krieg-in-afghanistan-aus-sicht-der-sowjetischen-armee-–-der-russische-film-„zwei-schritte-von-der-stille-entfernt“/
29.10.2009 17:32 Uhr
von gregor:
Es gibt eine Logik der Militärmaschine. Oleg Sebastian beschreibt in seinem Roman über den Afghanistan-Krieg dieses Denken so: "„Dieser Krieg diente nicht der Lösung einer einfachen Aufgabe und deswegen hatte die Militärmaschine aus allen möglichen Zielen das einfachste Ziel gefunden – die Selbsterhaltung. Ihre Teile wurden ständig ersetzt, sie wurde neu reguliert, sie knirschte, lieferte verkehrte Resultate, aber sie schlug erbarmungslos im Falle einer Existenzbedrohung zu. Und das Ergebnis ihrer Arbeit war nur Blut. Hinter der Vielfalt verschiedener Anordnungen versteckte sich Verwirrung von denjenigen, die sie erteilten. Man hatte die Kraft ihrer Einfachheit begriffen und gefürchtet – die Militärmaschine vernichtet und mehr nicht.“ Deshalb hat der Oberst Klein alles richtig gemacht - innerhalb der Vernichtungslogik. Mehr darüber: Hier http://gregorhecker.wordpress.com/2009/10/29/sieger-oder-befreier-der-krieg-in-afghanistan-aus-sicht-der-sowjetischen-armee-–-der-russische-film-„zwei-schritte-von-der-stille-entfernt“/