Wer sich gläsern fühlt, gewinnt nicht an Selbstvertrauen. Ein Glück, dass immerhin die zentrale Erfassung von Streiktagen wohl wieder aus dem Elena-Katalog gestrichen wird.
Wer nichts zu verbergen habe, habe auch von der Vorratsdatenspeicherung nichts zu befürchten, möchte ich mit einem historischen Beispiel widersprechen: Bei der Volkszählung 1930 wurde auch auf den ersten Blick unverfänglich - die Konfession der Bürger des Deutschen Reiches erfasst. Diese auf IBM-Lochkarten gespeicherten Daten haben dann die Nazis ab 1938 bei der Judenverfolgung genutzt. Dies sollte sich die Bundesregierung auch einmal vor Augen halten. Auch wenn dies evtl. der bedeutungsschwerste Vergleich ist...
29.12.2009 10:24 Uhr
von Amos:
Wenn man schon peu a peu mit der fortlaufenden Durchleuchtung des Bürgers die Demokratie abschaffen will,kann der Wähler sie ja auch selbst abwählen. Man wählt schließlich nicht demokratisch um dann keine Demokratie mehr zu bekommen, Genügt es nicht,dass das Kapital hier die Politik bestimmt, muss der Bürger auch noch seine Freiheit einbüßen?
28.12.2009 22:18 Uhr
von mar:
Elena heißt wohl mit Nachnamen immer noch Ceaucescu...
28.12.2009 20:23 Uhr
von franziska.qu:
Was, liebe Leute, hat ELENA noch mit Demokratie zu tun. Wo bleibt hier der Aufschrei? Sogar die Gewerkschaften protestieren lautlos leise. Die Bürgerrechtsbewegten? Die Grünen? Die Medien? War da mal was...?
28.12.2009 14:08 Uhr
von Joachim Schwarz:
Die Formulierung "Unantastbarkeit des Downloads ist wohl eine Anbspielung auf die Piratenpartei. Die hat sich aber durchaus mit ELENA befasst: http://wiki.piratenpartei.de/Das-ELENA-Verfahren
Es wurden auch Flyer zu ELENA in verschiedenen Städten verteilt.
28.12.2009 12:27 Uhr
von Monika Fath-Kelling:
Halleluja für Elena für eine noch umfassender gerechte Erfassung der persönlichen Bürgerbelange schlage ich die direkte Kommunikation mit denselben vor. In einer Art inquisitorischer Befragung könnte sich der Bürger nach gründlicher Gewissenserforschung anhand eines staatsbürgerlichen Beichtspiegels selbst bezichtigen: mea culpa, mea maxima culpa, der Boden ist durch einschlägige Jenseits- und Höllenvorstellungen ja bestens bereitet. Wie aber ist es mit der Absolution, die Kirche als Trostschnuller nach der peinlichen Befragung bereithält? Ich schlage eine Art Ablaßhandel vor, das spült Geld in die Staatskassen, oder Freikauf durch Senken der Rentenansprüche: x Jahre Berufstätigkeit minus Fehltage als neue Rentenformel. Merke: von Kirchen lernen heißt Siegen lernen. 1. 2000 Jahre praktische Erfahrung in Manipulation, Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung, effektiver Verwaltung: Lobet "unseren" Herrn alle Tage, sonst gehört ihr zu den Unbotmäßigen, Fremden, Anderen und für die gibt's werbewirksam aus Maul. Selig die Armseligen und Beladenen, die die Hand küssen die sie schlägt. 2. Paradiese sind immer jenseitig z.B. der Grenzen: Steuerparadiese fallen mir da ein, aber halt nur für die Auserwählten....
28.12.2009 08:41 Uhr
von jugen:
"Das Thema ist, leider auch an Journalisten, eher unauffällig vorbeigegangen." ?????
Diese Aussage ist mehr als schmeichelhaft.
28.12.2009 08:21 Uhr
von eMCe:
Man muss sich allerdings zunehmend auch die Frage stellen - Wer zieht nutzen - aus den ganzen Datenbanken, Freiheitsberaubung und Demokratieunterwanderungen. An dieser und anderen Datenbanken hat die Bundesregierung kein Interesse, ihr Interesse liegt an der Wiederwahl und dicken Diäten, da sind die Datenbanken nicht hilfreich(außer natürlich den schwarzen Koffern die es dafür gibt).
Es sind wohl eher die Chefs selber, Manager, Bosse und das ganze zeug. Man versucht bis rauf in die letzten 5% zu selektieren, 0.2% erhöhtes Krankeitssrisiko(eKrankenkassenkarte) vererbt durch die Oma...sie könne wir nicht als Parkeinweiser gebrauchen, usw. usf. Im Grunde ist es doch das umgehen des, ach so bösen, Kündigungsschutzes von einer anderen stelle aus. Bevor man die Leute nicht wieder los wird, weil sie sich auf ihr Recht zu streiken berufen.... stellen wir sie erst garnicht ein.
27.12.2009 20:15 Uhr
von stanley williams:
wie schön.... die taz fängt gleich an zu heulen.
ob ihr in 4 jahren auch noch bullshit über die piratenpartei schreibt?
Leserkommentare
09.01.2010 00:20 Uhr
von Olav Guntermann:
Wer nichts zu verbergen habe, habe auch von
der Vorratsdatenspeicherung nichts zu befürchten, möchte ich mit einem
historischen Beispiel widersprechen: Bei der Volkszählung 1930 wurde auch
auf den ersten Blick unverfänglich - die Konfession der Bürger des
Deutschen Reiches erfasst. Diese auf IBM-Lochkarten gespeicherten Daten
haben dann die Nazis ab 1938 bei der Judenverfolgung genutzt. Dies sollte
sich die Bundesregierung auch einmal vor Augen halten. Auch wenn dies evtl. der bedeutungsschwerste Vergleich ist...
29.12.2009 10:24 Uhr
von Amos:
Wenn man schon peu a peu mit der fortlaufenden Durchleuchtung des Bürgers die Demokratie abschaffen will,kann der Wähler sie ja auch selbst
abwählen. Man wählt schließlich nicht demokratisch um dann keine Demokratie mehr zu bekommen, Genügt es nicht,dass das Kapital hier die Politik bestimmt,
muss der Bürger auch noch seine Freiheit einbüßen?
28.12.2009 22:18 Uhr
von mar:
Elena heißt wohl mit Nachnamen immer noch Ceaucescu...
28.12.2009 20:23 Uhr
von franziska.qu:
Was, liebe Leute, hat ELENA noch mit Demokratie zu tun. Wo bleibt hier der Aufschrei? Sogar die Gewerkschaften protestieren lautlos leise. Die Bürgerrechtsbewegten? Die Grünen? Die Medien? War da mal was...?
28.12.2009 14:08 Uhr
von Joachim Schwarz:
Die Formulierung "Unantastbarkeit des Downloads ist wohl eine Anbspielung auf die Piratenpartei. Die hat sich aber durchaus mit ELENA befasst:
http://wiki.piratenpartei.de/Das-ELENA-Verfahren
Es wurden auch Flyer zu ELENA in verschiedenen Städten verteilt.
28.12.2009 12:27 Uhr
von Monika Fath-Kelling:
Halleluja für Elena
für eine noch umfassender gerechte Erfassung der persönlichen Bürgerbelange schlage ich die direkte Kommunikation mit denselben vor. In einer Art inquisitorischer Befragung könnte sich der Bürger nach gründlicher Gewissenserforschung anhand eines staatsbürgerlichen Beichtspiegels selbst bezichtigen: mea culpa, mea maxima culpa, der Boden ist durch einschlägige Jenseits- und Höllenvorstellungen ja bestens bereitet. Wie aber ist es mit der Absolution, die Kirche als Trostschnuller nach der peinlichen Befragung bereithält? Ich schlage eine Art Ablaßhandel vor, das spült Geld in die Staatskassen, oder Freikauf durch Senken der Rentenansprüche: x Jahre Berufstätigkeit minus Fehltage als neue Rentenformel.
Merke: von Kirchen lernen heißt Siegen lernen.
1. 2000 Jahre praktische Erfahrung in Manipulation, Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung, effektiver Verwaltung: Lobet "unseren" Herrn alle Tage, sonst gehört ihr zu den Unbotmäßigen, Fremden, Anderen und für die gibt's werbewirksam aus Maul. Selig die Armseligen und Beladenen, die die Hand küssen die sie schlägt.
2. Paradiese sind immer jenseitig z.B. der Grenzen: Steuerparadiese fallen mir da ein, aber halt nur für die Auserwählten....
28.12.2009 08:41 Uhr
von jugen:
"Das Thema ist, leider auch an Journalisten, eher unauffällig vorbeigegangen." ?????
Diese Aussage ist mehr als schmeichelhaft.
28.12.2009 08:21 Uhr
von eMCe:
Man muss sich allerdings zunehmend auch die Frage stellen - Wer zieht nutzen - aus den ganzen Datenbanken, Freiheitsberaubung und Demokratieunterwanderungen.
An dieser und anderen Datenbanken hat die Bundesregierung kein Interesse, ihr Interesse liegt an der Wiederwahl und dicken Diäten, da sind die Datenbanken nicht hilfreich(außer natürlich den schwarzen Koffern die es dafür gibt).
Es sind wohl eher die Chefs selber, Manager, Bosse und das ganze zeug.
Man versucht bis rauf in die letzten 5% zu selektieren, 0.2% erhöhtes Krankeitssrisiko(eKrankenkassenkarte) vererbt durch die Oma...sie könne wir nicht als Parkeinweiser gebrauchen, usw. usf.
Im Grunde ist es doch das umgehen des, ach so bösen, Kündigungsschutzes von einer anderen stelle aus.
Bevor man die Leute nicht wieder los wird, weil sie sich auf ihr Recht zu streiken berufen.... stellen wir sie erst garnicht ein.
27.12.2009 20:15 Uhr
von stanley williams:
wie schön.... die taz fängt gleich an zu heulen.
ob ihr in 4 jahren auch noch bullshit über die piratenpartei schreibt?