Echte Verantwortung aus westlicher Sicht – aus deutscher Sicht! – würde bedeuten, bei einem Abzug aus Afghanistan den vielen gefährdeten zivilen Kräften ein Angebot zu machen.
@ Werner G: Die Taliban-Regierung in Afghanistan wäre kooperativ gewesen gegen Terroristen. Sie machte entsprechende Angebote; gegen die Zusicherung der USA, Afghanistan nicht anzugreifen. Allerdings wollte das die US-Regierung unter keinen Umständen annehmen. Von Seiten der USA wurde auch dieser Krieg gewollt.
Ansonsten: "Mit großer moralischer Geste ist Deutschland vor bald einem Jahrzehnt in den Afghanistaneinsatz gestartet. Es ging um internationale Verantwortung, um humanitäre Hilfe, um Frauenrechte, kurz um einen entwicklungspolitischen Einsatz in Uniform". Wie sonst sollten ausgerechnet die SPD und v.a. die Grünen gegenüber ihrer Klientel den Krieg rechtfertigen? Also wurde die zitierte Mär konstruiert. Jeder hätte es auch damals anders wissen können. Aber den Kriegslügen der Regierung wird nicht nur unter schwarz-gelb von den Medien immer noch zu gern geglaubt. V.a. bei den fadenscheinigen Kriegsbegründungen der SPD/Grünen-Regierung halfen die Medien (v.a. auch die taz!) als Multiplikatoren. Baff war ich über diese Kriegsbegeisterung in den deutschen Medien! Erinnern Sie sich noch Frau Petersen, mit welchem Enthusiasmus Sie noch zu Beginn des Jahres eine Aufstockung der Truppen im Namen der zitierten hehren Ziele forderten? Krieg ist immer das Problem, nicht die Lösung. Auch wenn uns dies der Kriegsnobelpreisträger Obama mit seiner (frei zitierten) Formel vom "Krieg ist Frieden" weis machen möchte.
29.07.2010 23:38 Uhr
von Krause:
"Das müsste konsequenterweise lauten, sie in die westlichen Gesellschaften aufzunehmen, deren Einsatz sie mitgetragen haben."
Och nöh, lieber nicht. Eine Morsal reicht.
29.07.2010 17:57 Uhr
von Mirko Dietrich:
Diesen Krieg kann ich Rot-Grün nicht so leicht verzeihen, vielleicht irgendwann mal... Wer jetzt damit kommt dass die LINKE dagegen war und ich diese Wählen soll dem sage ich die NPD ist auch dagegen, d.h. eine Partei zu wählen nur weil sie gegen den Krieg ist ist ziemlich dumm.
Ich bin Nichtwähler.
29.07.2010 17:51 Uhr
von Werner G.:
Ich versuch's jetzt zu X-sten Mal. Es ging bei diesem Krieg nie um Menschenrechte, sondern darum, dass Bush irgendjemand hinrichten musste. Es gab vor dem Einmarsch in Afghanistan ein Ultimatum der Bushclique an die Taliban: Entweder ihr liefert Ussama bin Laden aus, oder wir marschieren in Afghanistan ein. Das heißt: Hätten die Taliban bin Laden ausgeliefert, hätten sich Bush,Cheney, ihr Rumsbums und ihre damaligen Enddarmbewohner - die Schröderfischers - für die Menschenrechte in diesem geplagten Land genauso interessiert wie vor NINE ELEVEN, nämlich einen Sch...dreck.
29.07.2010 16:38 Uhr
von vic:
Wenn die Bundeswehr das Land verlässt, was ich noch nicht sehe, dann soll gefälligst ihr Auftraggeber "aufräumen" (was soll das bedeuten?) Und da Bush nicht mehr da ist, heißt der jetzt Obama.
29.07.2010 14:34 Uhr
von Frank:
Meinen Sie das wirklich ernst? Sehen Sie nicht, wie unsere liberale Gesellschaft von der 68iger Generation geschaffen immer mehr in eine konservative moslemische gesellschaft verfällt? (zumindest in den Großstätten)
29.07.2010 12:39 Uhr
von Raus_Aus_Afghanistan:
Wer mir den Abzug verspricht bekommt meine Stimme - und sei es die FDP!
29.07.2010 10:28 Uhr
von Dr. Hendrik Faßmann:
Dieses Zitat fand ich heute (29.7.2010) in der Süddeutschen Zeitung in einem Leserkommentar zum Afghanistankrieg. Man sollte es sich unter Berücksichtigung dessen, der diese zynischen Ausführungen gemacht hat, auf der Zunge zergehen lassen!
18. April 1946. Abend im Gefängnis. Görings Zelle: " ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." Zitat von Herrmann Göring (S. 270) Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.
29.07.2010 06:59 Uhr
von vic:
"Es ging um internationale Verantwortung, um humanitäre Hilfe, um Frauenrechte, kurz um einen entwicklungspolitischen Einsatz in Uniform."
Ich zweifle nicht daran, dass einige das geglaubt haben. Aber darum ging es nie. Die Bundeswehr war und ist dort für die USA. Die hatten immer völlig andere Beweggründe, die zudem mit humanitären Einsätzen nicht kompatibel sind.
Leserkommentare
30.07.2010 12:03 Uhr
von Laila:
@ Werner G: Die Taliban-Regierung in Afghanistan wäre kooperativ gewesen gegen Terroristen. Sie machte entsprechende Angebote; gegen die Zusicherung der USA, Afghanistan nicht anzugreifen. Allerdings wollte das die US-Regierung unter keinen Umständen annehmen. Von Seiten der USA wurde auch dieser Krieg gewollt.
Ansonsten: "Mit großer moralischer Geste ist Deutschland vor bald einem Jahrzehnt in den Afghanistaneinsatz gestartet. Es ging um internationale Verantwortung, um humanitäre Hilfe, um Frauenrechte, kurz um einen entwicklungspolitischen Einsatz in Uniform".
Wie sonst sollten ausgerechnet die SPD und v.a. die Grünen gegenüber ihrer Klientel den Krieg rechtfertigen? Also wurde die zitierte Mär konstruiert. Jeder hätte es auch damals anders wissen können. Aber den Kriegslügen der Regierung wird nicht nur unter schwarz-gelb von den Medien immer noch zu gern geglaubt.
V.a. bei den fadenscheinigen Kriegsbegründungen der SPD/Grünen-Regierung halfen die Medien (v.a. auch die taz!) als Multiplikatoren. Baff war ich über diese Kriegsbegeisterung in den deutschen Medien!
Erinnern Sie sich noch Frau Petersen, mit welchem Enthusiasmus Sie noch zu Beginn des Jahres eine Aufstockung der Truppen im Namen der zitierten hehren Ziele forderten?
Krieg ist immer das Problem, nicht die Lösung. Auch wenn uns dies der Kriegsnobelpreisträger Obama mit seiner (frei zitierten) Formel vom "Krieg ist Frieden" weis machen möchte.
29.07.2010 23:38 Uhr
von Krause:
"Das müsste konsequenterweise lauten, sie in die westlichen Gesellschaften aufzunehmen, deren Einsatz sie mitgetragen haben."
Och nöh, lieber nicht. Eine Morsal reicht.
29.07.2010 17:57 Uhr
von Mirko Dietrich:
Diesen Krieg kann ich Rot-Grün nicht so leicht verzeihen, vielleicht irgendwann mal...
Wer jetzt damit kommt dass die LINKE dagegen war und ich diese Wählen soll dem sage ich die NPD ist auch dagegen, d.h. eine Partei zu wählen nur weil sie gegen den Krieg ist ist ziemlich dumm.
Ich bin Nichtwähler.
29.07.2010 17:51 Uhr
von Werner G.:
Ich versuch's jetzt zu X-sten Mal.
Es ging bei diesem Krieg nie um Menschenrechte, sondern darum, dass Bush irgendjemand hinrichten musste.
Es gab vor dem Einmarsch in Afghanistan ein Ultimatum der Bushclique an die Taliban:
Entweder ihr liefert Ussama bin Laden aus, oder wir marschieren in Afghanistan ein.
Das heißt:
Hätten die Taliban bin Laden ausgeliefert, hätten sich Bush,Cheney, ihr Rumsbums und ihre damaligen Enddarmbewohner - die Schröderfischers - für die Menschenrechte in diesem geplagten Land genauso interessiert wie vor NINE ELEVEN, nämlich einen Sch...dreck.
29.07.2010 16:38 Uhr
von vic:
Wenn die Bundeswehr das Land verlässt, was ich noch nicht sehe, dann soll gefälligst ihr Auftraggeber "aufräumen" (was soll das bedeuten?)
Und da Bush nicht mehr da ist, heißt der jetzt Obama.
29.07.2010 14:34 Uhr
von Frank:
Meinen Sie das wirklich ernst? Sehen Sie nicht, wie unsere liberale Gesellschaft von der 68iger Generation geschaffen immer mehr in eine konservative moslemische gesellschaft verfällt? (zumindest in den Großstätten)
29.07.2010 12:39 Uhr
von Raus_Aus_Afghanistan:
Wer mir den Abzug verspricht bekommt meine Stimme - und sei es die FDP!
29.07.2010 10:28 Uhr
von Dr. Hendrik Faßmann:
Dieses Zitat fand ich heute (29.7.2010) in der Süddeutschen Zeitung in einem Leserkommentar zum Afghanistankrieg. Man sollte es sich unter Berücksichtigung dessen, der diese zynischen Ausführungen gemacht hat, auf der Zunge zergehen lassen!
18. April 1946. Abend im Gefängnis. Görings Zelle: " ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." Zitat von Herrmann Göring (S. 270) Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.
29.07.2010 06:59 Uhr
von vic:
"Es ging um internationale Verantwortung, um humanitäre Hilfe, um Frauenrechte, kurz um einen entwicklungspolitischen Einsatz in Uniform."
Ich zweifle nicht daran, dass einige das geglaubt haben. Aber darum ging es nie.
Die Bundeswehr war und ist dort für die USA. Die hatten immer völlig andere Beweggründe, die zudem mit humanitären Einsätzen nicht kompatibel sind.