• 20.12.2009

Die Korruption sollte Afghanistans Präsident Karsai bekämpfen und "moderate" Taliban einbinden. Leider haben die Taliban keine Lust, sich einbinden zu lassen.

Planlos in Kabul

KOMMENTARvon Britta Petersen

  • 22.12.2009 01:55 Uhr

    von Martin:

    Planlos in Kabul, das ist ein zutreffender Titel, aber auch ihr Kommentar, Frau Petersen, erscheint planlos. Sie stellen Karsai als jemanden dar, der nur aus äußeren Zwängen das Schreckenskabinett der Korruption und der Warlords zusammenstellte, ein Kabinett mit Ministern, denen sogar die ebenfalls korrupte Staatsanwaltsschaft Verbrechen vorwirft. Und dann schreiben Sie, Korruption sei ein komplexes System, das sich nicht durch Personalentscheidungen bekämpfen läßt: 'Einzelne Minister abzusägen, bringt wenig'. Also dürfte es ja unproblematisch sein, korrupte Verbrecher an die Spitze des Staates zu setzen, von einem Wahlfälscher, dessen Halbbruder einer der wichtigsten Drogenbarone Afghanistans ist. Das 'komplexe System' der Korruption funktioniert zumindest ungestört, wenn es von korrupten Staatskriminellen geleitet wird. Was für eine Logik. Und dann Ihre Bemerkung: 'wer eine starke Polizei und eine starke Armee will, der muss wissen, dass dazu ein starker Staat notwendig ist'. Ein krimineller Staat mit den schlimmsten Foltergefängnissen auf der Welt.

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