• 19.08.2010

Der Irakkrieg war ein schwerer Bruch des Völkerrechts. Dennoch klingen die Berichte vieler US-Medien jetzt wie Heldengesänge. Dabei gibt es zu Stolz keinen Anlass.

Desaströse Bilanz im Irak

KOMMENTARvon Andreas Zumach

  • 21.08.2010 08:13 Uhr

    von vic:

    @ Tschabaladores
    Rot/Grün?
    Es gibt nur ein Rot, und die SPD ist das nicht.

    Außerdem, was die SPD mit den Geünen begonnen hat, darf die CDU mit den Gelben trotzdem beenden.
    Dem Atomausstieg fühlen sie sich ja auch nicht verpflichtet.

  • 21.08.2010 02:24 Uhr

    von Tyler Durden:

    @ Atan
    Ihr Kommentar ist erstens albern, da die Regime zB in Burma oder Nord Korea unvergleichlich menschenverachtender sind.

    Und strotzt zweitens von Unkenntnis, da die Amis selber diese Konstellation im Nahen Osten herbeigefährt haben und diesen Saddam, solange er die Drecksarbeit für die Amis verrichtete, mit Geld und Waffen (zB gegen den Iran) unterstützt haben. Erst als sich Saddam diesem verweigerte und begann seine eigenen Interessen (gegen Kuweit) wahrnahm, hat sich das Blatt gewendet.
    Und selbst dann wären die Amis niemals gegen ihn vorgegangen, wenn es dabei nicht Ölvorräte gegangen wäre, wie man an den bereits genannten Beispielen Nordkorea und Burma sehr einfach erkennen könnte, wenn man nur wollte...

  • 20.08.2010 14:25 Uhr

    von Atan:

    Nein, ein Erfolg war der Irakkrieg sicher nicht. Man sollte aber nicht vergessen, dass Saddam Hussein einer der furchtbarsten Schlächter war, desse Angriff allein auf die Kurden zwischen 100.000 und 180.000 Opfer forderte und im Krieg gegen den Iran 1 Million Tote, weiter unzählige Ermordete und Verstümmelte nicht zu vergessen.
    Zudem besitzen die Kurden zum ersten Mal in der Geschichte eine Art selbstregiertes Gebiet.
    Dies stellt aber keine Rechtfertigung des US-Angriffes dar, weil das Hussein sich über lange Zeit auf westliche Unterstützung verlassen konnte.

  • 20.08.2010 11:19 Uhr

    von deduk:

    #Es muss einem angst und bange werden für die Menschen #in Afghanistan, das derzeit mit denselben Methoden #befriedet und stabilisiert werden soll.

    Eins vorneweg, ich kann nicht in die Zukunft sehen.
    Nur, diese gigantischen Summen:
    "..tatsächlichen Kosten für die US-Volkswirtschaft auf bis zu drei Billionen Dollar."

    Was könnten die Menschen, ziviles, damit alles
    anfangen?
    Außer Kriege, Reiche subventionieren, Banken- und Staatsbailouts ?

  • 20.08.2010 10:09 Uhr

    von william wolfo:

    Vielen Dank für diesen Bericht, der die menschliche Interpretion über die allseits vorfindbare Propaganda stellt. Gott vergelts!

  • 20.08.2010 09:19 Uhr

    von Tschabaladores:

    Unsere Rot-Grünen Kriegshelden bitte nicht vergessen: Erst Jugoslawien, dann Afghanistan. Früher überfiel man andere Völker, um ihnen unsere Zivilisation und christlichen Glauben zu bringen. Heute nennt man das: Freiheit und Menschenrechte werden am Hindukusch verteidigt. 1945 hieß es: Niemals soll von deutschem Boden wieder Krieg ausgehen. Krieg ist das schlimmste Verbrechen, was man Menschen antun kann. Von CDU bis SPD habe ich nach der Wiedervereinigung und dem machtpolitischen Erstarken Deutschlands auf der Weltbühne nichts anderes erwartet... aber die Grünen sind wesentlich aus der Friedensbewegung hervorgegangen und was ist aus ihnen geworden? Pazifismus ohne grundsätzliche Analyse und Kritik der weltpolitischen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse geht eben nicht. Mit gefälschten und manipulierten Informationen wird dann Politik gemacht. Und da wird plötzlich der Angriffskrieg gegen Jugoslawien zum antifaschistischen Kampf gegen den neuen 'Hitler' von Belgrad (Milosevic) umgedeutet oder in Afghanistan es zur feministischen Pflicht, die Frauen vom Joch der Taliban zu befreien. Das ist eine Kolonialherrenmoral, deren Weg mit Leichen gepflastert ist und welche die wahren Hintergründe verschleiern soll. Um dem us- und westeuropäischen Kapital den Weg freizuschießen (Zugang zu Märkten und Rohstoffen, geostrategische Kontrolle von Schlüsselregionen Balkan, Zentralasien) werden die dreistesten Lügen erdacht und selbst der schmutzigste Krieg noch als humanitäre Aktion dargestellt - einfach nur pervers!

  • 20.08.2010 01:55 Uhr

    von vic:

    Es macht mich tief betroffen, dass ein humanitäres Desaster von diesem Ausmaß als Erfolg gewertet werden könnte.
    Zudem ist es ja nicht so, dass die USA nun "fertig" wären mit dem Irak. Es sind noch genug bewaffnete Weltverbesserer im Land.
    Wie Sie richtig sagen geht das Schlachten in Afghanistan weiter - und derzeit wird das überschwemmte Pakistan bereits wieder mit Bombardements beglückt.
    Die USA sind der einzig wahre Schurkenstaat, und die BRD der Komplize.









  • 20.08.2010 00:04 Uhr

    von Klaus Schlichtmann:

    OK! Aber was haben wir getan, solche Alleingänge von "Koalitionen der Willigen" zu verhindern? Als Anfang der neunziger Jahre von allen Seiten der Ruf nach einer effektiven UNO ertönte, die solche Alleingänge hätte verhindern können, steckten die Deutschen den Kopf in den Sand und entschieden sich gegen das kollektive Sicherheitssystem in der UNO-Charta für ein auf Europa beschränktes Konzept. Beschränkt, in der Tat, und eine Entscheidung, die fatale Auswirkungen gehabt hat. Dabei sollte die Bundesrepublik nach dem Grundgesetz eine Vorreiterrolle übernehmen und die in der Verfassung ausdrücklich als Staatsziel genannte kollektive Sicherheit und die damit einhergehende allgemeine und umfassende Abrüstung auf den Weg bringen. Wenn Deutschland dem Frieden der Welt dienen will, muss es das in der Verfassung bestimmte Friedensgebot in die Tat umsetzen. Sie macht sich sonst der kriminellen Inkaufnahme schuldig, d.h. sie selbst hat die Zustände im Irak und anderswo ursächlich mitzuverantworten. Nur eine starke und einige Friedensbewegung kann eine Änderung dieser Politik bewirken. Die Amerikaner hätten sicher nichts dagegen, von ihrer vermeintlichen Verantwortung und den damit verbundenen horrenden Kosten, die sie sich selbst aufgebürdet haben, befreit zu werden. Dann aber müsste wie gesagt der UNO die Hauptverantwortung übertragen werden. Bislang blockiert die Bundesrepublik diese Entwicklung, und das leider nicht erst seit Beginn der neunziger Jahre.

  • 19.08.2010 23:26 Uhr

    von Martin Fuchs:

    [ Bitte setzen Sie hier einen Kommentar ein, der sich auch Ausbeutung, Politischer Ökonomie und Mehrwert reimt ]

  • 19.08.2010 23:19 Uhr

    von Tyler Durden:

    "Wie Heldengesänge klingen die Berichte vieler US-Medien über den Abzug der letzten amerikanischen Kampfbrigade aus Irak."

    Mir scheint der Autor war wohl noch nie in Amerika und kennt auch keine Amerikaner, sonst hätte ihn das wohl kaum überrascht...

  • 19.08.2010 23:04 Uhr

    von hartmuk:

    Man spricht immer nur über Opfer unter den amerikanischen Soldaten und unter der Zivilbevölkerung. Was ist mit den irakischen Soldaten? Wenn die USA, UK und ihre Verbündeten den Irak überfallen haben, hatten die Soldaten doch jedes recht, ihr Land zu verteidigen. Warum erwähnen Sie sie noch nicht einmal?
    Doppelmoral? Armer GI - blöder Araber? Jetzt auch in taz?

  • 19.08.2010 19:19 Uhr

    von MoritzH:

    Eine Randnotiz:

    Die USA selbst haben Saddam Hussein nicht mit Waffen versorgt. Sie haben allerdings nichtmilitärische Unterstützung geleistet.

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