• 06.09.2010

Die Atomkonzerne haben sich auf ganzer Linie durchgesetzt. Der Umweltminister steht mit leeren Händen da. Entscheidend ist nun der Druck der Anti-Atom-Bewegung.

Röttgens Niederlage

KOMMENTARvon Malte Kreutzfeldt

  • 07.09.2010 22:48 Uhr

    von Rosemarie Finke-Thiele:

    Klare Worte von Malte Kreutzfeldt!
    Und nicht nur der Umweltminister hat eine Niederlage erlitten - sondern die gesamte schwarz- gelbe Regierung.
    Die Quittung folgt bei der nächsten Bundestagswahl.
    Keine Regierung kann sich auf Dauer mit Klieentenpolitik und schon gar nicht gegen den Willen der Mehrheit in der Bevölkerung an der Macht halten.
    DAS sollte Frau Dr. Merkel doch wissen ...

  • 07.09.2010 18:15 Uhr

    von Werner G.:

    Dieser Kniefall vor der Atomlobby fand im Januar
    1999, unmittelbar nach der Wahl des 'Genossen der
    Bosse' zum Bundeskanzler statt, als die "Grünen",
    um ihre Pöstchen nicht zu gefährden, vor Schröder und
    seinen Kumpels in den Konzernzentralen in die
    besagten Knie gegangen sind!
    Jeder halbwegs Denkfähige hat damals gewusst,
    dass dieses ganze Ausstiegs- und Konsensgelaber
    sofort zu Makulatur wird, wenn es eine schwarz-
    gelbe Mehrheit gibt.

  • 07.09.2010 16:13 Uhr

    von Amos:

    Solch eine volksfeindliche Regierung hatten wir noch nie; alles fürs Kapital. Das Stimmvieh zählt nicht mehr. Koalitionen werden geschlossen, die kaum jemand haben will. Das liegt aber auch am Wähler-, der sich vor krassen Veränderungen fürchtet und sie aber doch durch seine Gefühlsduselei nicht verhindern kann. Das Gefahrenpotential, was sich aus den 8- nicht gegen Flugzeugabstürze gefeiten AKWs ergibt, wird einfach ignoriert: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf".
    Ob man sich darauf verlassen kann? Den schwanzwedelnden Hündchen der Atomlobby ist das egal-, unseren Enkeln nicht. Der Tag wird kommen...

  • 07.09.2010 13:29 Uhr

    von Walter Manzey:

    Wir sollten uns über dieses Horrorstück deutscher Politik nicht zu sehr aufregen, auch wenn es schwer fällt. Vermutlich wird es nur eine Saison aufgeführt. Entweder das Verfassungsgericht kippt diese "Revolution" mit rechtlichen Mitteln, oder das besorgt die nächste Regierung. Unausweichlich ist aber - und das wird dann wirklich grauenvoll - Murphys Gesetzt: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Fast 25 Jahre nach Tschernobyl und 31 Jahre nach Harrisburg, ganz zu schweigen von Hunderten unspektakulärer Unfälle bis in die Gegenwart, ist der nächste Gau - irgendwo in der Atomwelt - sowieso wieder reif , allen Versprechungen der "Sicherheits-Experten" zum Trotz. Die notwendige Müll-Entsorgung in nicht vorhandene sogenannte "Endlager", die es mit Jahrtausende langer Garantie so nie geben kann, wird ebenfalls dazu beitragen, dieses von Atom-Lobbyisten finanziertes Trauerspiel hoffentlich bald zu beenden.

  • 07.09.2010 13:10 Uhr

    von Banana Joe:

    Ein Kommentar, den man so stehen lassen kann.

    Ergänzung: zum Kommentar passt thematisch die Umfrage zu Stuttgart 21 (rechts neben diesem Kommentar)...

    ...wie war das noch gleich mit "Vertragsbindung"?!?

    Während man bei Stuttgart 21 damit die Unmöglichkeit des Ausstiegs rechfertig, waren die Verträge mit den Energiekonzernen beim Atomausstieg kein Hinderungsgrund!

    Pippi Langstrumpf würde dazu sagen: "...ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt..."

  • 07.09.2010 09:58 Uhr

    von Simon M.:

    Der schlechteste Scherz an der Sache ist ja, dass Röttgen den "Kompromiss" jetzt auch noch als großen Erfolg verkauft. Er ist viel charakterloser als ich dachte. Any way the wind blows…

  • 07.09.2010 09:18 Uhr

    von guapito:

    Röttgen steht nicht mit leeren Händen da.
    Er wird seine Belohnung von den Geldhaien schon bekommen.
    Warten wir ab was sein Folgejob sein wird.

  • 07.09.2010 00:23 Uhr

    von medienmuffel:

    Warum ist Atomenergie in den meisten EU-Ländern eine Zukunfts- und Schlüsseltechnologie? Wollen wir wirklich weg von Forschung, ...Auto, ...Glühbirne,
    ...Zukunft. Welchen Anteil haben die Medien an den Kampagnen für Windräder (gegen Vögel und Wild) und Solartechnik, die auf Dächern nicht gelöscht werden kann und nie den Bedarf im Winter decken wird. Alle Diskussion ist weit weg von der Realität und führt uns wieder wie Ende der 90er an Europas Ende, weg vom in kurzer Frist und trotz Krise erreichten Platz 1 - mit CDU und FDP! Da gibt es Patente auf Thermoenergie und ...

  • 06.09.2010 23:24 Uhr

    von vsteuer:

    als Ph/Ma-Lehrer aus einer Kohleregion sollten sich alle mal nicht nur von Gefühlen, sondern Zahlen und Verstand leiten lassen. Mit dem Beschluss keine neuen AKWs mehr zu bauen, hat Deutschland schon den intern. Trend, Forschung und Mitsprache blockiert.
    Der neue Beschluss ist einerseits unter dem Blickwinkel von Wirtschaftskrise, Grundlast und Energie der Zukunft zu sehen. Das sich in Deutschland Konzerne über Abwrackprämien od. eben längere Laufzeiten freuen ist das Wesen von Marktwirtschft und nicht Kommunismus. Wenn das Geld für die Erforschung der richtigen E-Quellen genutzt würde, wäre das gut - aber nicht für temporäre Energiequellen allein! Das Hauptproblem, das von sog. Spezialisten nicht genannt wird, in der E-Wirtschaft aber bekannt ist: Dank des Wind- u. Solarstroms ist die Energieerzeugung in deut. Kraftwerken z.T. gestiegen. In den Sommer-Sonnen-Zeiten müssen KWs abschalten, weil noch sinnloser Strom in die Netze kommt. An kalten Abenden ruht alle Last auf den Kraftwerken. Wie beim Auto führt ständiges Bremsen und Anfahren zu erheblich mehr Verbrauch. Den KWs freuts und der Normalo weiß es nicht. Also muss der Staat ran: Speichertechnik muss die Spitzen abfangen, so könnten >30% ! eingespart werden: Neue Pumpspeicherwerke, Tagebaue als Epot-Speicher, Wärmespeicher und die Förderung von elektr. Speichern (Kondensatoren). - Sonst ist alle Solar- und Windförderung kontraproduktiv und sogar umweltfeindlich. Wir wollen doch alle nicht nur bei Sonne oder Wind kommunizieren.

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