• 14.01.2012

Kollektiver Konsum per Mausklick

Hecke statt Miete

Seit die Währung wackelt, wird wieder fleißig getauscht. Carsharen und Couchsurfen gehören längst zur gängigen Praxis. Aber wie nachhaltig ist der Tauschhandel?von Michael Klitzsch

  • 16.01.2012 16:57 Uhr

    von Simon Baumann:

    Das Internet macht heute komfortabel und selbstverständlich, was früher etwas für Hippies war. Zum Beispiel Mitfahrgelegenheiten: Die Seite www.mitfahrgelegenheit.de von carpooling.com ist eines der erfolgreichsten Beispiele für Collaborative Consumption. Da werden jeden Monat eine Million Leute zu ihrem Ziel befördert. Ich denke, das trägt schon zu einer erheblichen Reduzierung der CO2-Emissionen bei.

  • 16.01.2012 13:32 Uhr

    von Veit Pakulla:

    "von Johnny Cynic:
    Und warum wurde die geniale Idee des 'Public Newspaper', die Printausgabe der 'taz' wird gescannt und umweltschonend, CO2-neutral und resurcenbewahrend ins Netz gestellt, von Euren Abmahnanwälten gekillt?"

    Echt?! Falls dem so ist, vielleicht, weil die taz gern auch regulär Geld einnehmen will, über das althergebrachte Geschäftsmodell "Schrift auf Papier gleich Materie, entgolten durch Geld; nicht mehr freiwilliger Cyberspace als nötig bzw. möglich"?
    (kein taz-Mitarbeiter)

  • 15.01.2012 11:24 Uhr

    von Georg Beckmann:

    Schön, dass Ihr die Seite gefunden habt. Eine weitere harrt noch der Entdeckung:
    http://elderpair.com

    Hier geht es um Möglichkeiten für Ältere, nutzbringend ihre Zeit im Ausland zu verbringen, nämlich als
    - alsAupair
    - als Helfer bei allen möglichen Tätigkeiten rund um den Haushalt
    - beim Unterrichten, Sprachen usw.
    - bei medizinischen Tätigkeiten
    - bei Freiwilligendienste und im sozialen Bereich

    Mit freundlichen Grüßen
    Georg Beckmann

  • 15.01.2012 00:02 Uhr

    von Melanie Weber:

    Das Thema wird in den nächsten Jahren vorhandenes auf dem Kopf stellen!
    Erst im Dezember wurde im Rahmen der Socialbar in unserem Taz-Café ein toller Vortrag zum Thema Kollaboratover Konsum (Ko-Konsum!) und p2p-Carsharing gehalten.

  • 14.01.2012 18:02 Uhr

    von Johnny Cynic:

    Und warum wurde die geniale Idee des "Public Newspaper", die Printausgabe der "taz" wird gescannt und umweltschonend, CO2-neutral und resurcenbewahrend ins Netz gestellt, von Euren Abmahnanwälten gekillt?

  • 14.01.2012 17:14 Uhr

    von Enzo Aduro:

    Tauschhandel schafft aber auf gar keinen Fall Arm und Reich ab. leider.

  • 14.01.2012 17:09 Uhr

    von nzeug:

    Natürlich "muss" es nicht bedeuten, dass ein CarSharer automatisch einen ressourcenschonenden Lebensstil innehat. Aber wenn man allein z.B. die Dienstleistung "Mobilität" vergleicht, dann ist es wohl besser, als ein Auto zu besitzen. Nur der Effizienz zu vertrauen und Hoffnungen in den technologischen Fortschritt zu stecken kann ja auch nicht die Lösung sein. Am Ende gibt es keine nachhaltige Produkte, sondern eben nur nachhaltige Lebensstile. Dies unterstützt nur die Suffizienz als einzige Nachhaltigkeitsstrategie, welche wohl auch hinter dem kollektiven Konsum steht. Das bedeutet nicht, dass Effizienz und Konsistenz nicht benötigt werden, aber ohne Suffizienz geht es eben auch nicht.

  • 14.01.2012 15:27 Uhr

    von seltsam:

    Hä? Was hat Tauschhandel mit der Währung zutun? Wir bezahlen alle mit € hier in Deutschland und da ist es völlig egal wie der € zum Dollar oder Yen oder Pfund oder CHF steht? Was hat denn ein Internetportal zum Werkzeug ausleihen mit dem Devisenmarkt zutun? Anyone?

  • 14.01.2012 14:53 Uhr

    von Jakob:

    1.Früher war es das Auto, heute ist es irgendein Apple-Kram.
    Statussymbole sind halt die jeweils teuersten und/oder neuesten Dinge.
    2.Bei dem Teilen vom Eigentum wird ja der Konsum nicht eingeschränkt, sondern nur sinnvoll über das vorhandene Eigentum verteilt. Das schränkt also natürlich nur den Verbrauch von Ressourcen ein und nicht konsumbedingte Faktoren wie CO2-Ausstoß.

  • 14.01.2012 11:05 Uhr

    von Gosig Mus:

    Auch vor solchen Seiten haben sich die Leute schon das Auto von den Eltern oder den Bohrer von Freunden geliehen und im Urlaub auf einer Couch von (entfernten) Bekannten oder Verwandten gepennt.

  • 14.01.2012 10:51 Uhr

    von Josef Švejk:

    Nette Geschichte. Fragt sich nur, wie man damit "Staat machen" kann.
    Derselbe pflegt ja seine Aktivitäten zu finanzieren, indem er aus den Wirtschafts- und Tausch-Aktivitäten seiner Bürger einen Obulus abzweigt - genannt Steuern.
    Und spätestens, wenn es um "Soziales" geht -
    da wird ja die Zahlungsfähigkeit des Staates mit Vehemenz eingefordert.
    Also woher? Mehrwert- und Einkommenssteuer zahlen die Tausch-Genossen auf ihre Aktivitäten nicht.
    Dieses System klingt immerhin anders als "bedingungslose Grundeinkommen". In diesem Utopia-Staat kommt doch das zu verteilende Geld aus einer Mehrwertsteuer in Höhe von 100 Prozent. (oder?)
    Solche wie die hier beschriebenen Tausch-Aktivitäten der Bürger am Finanzamt vorbei gingen da also noch heftiger gegen das System als im gegenwärtigen "realen" Staat.
    Aber alles, was "anders" als das real Existierende ist, darf erstmal als schick und hübsch gelten.
    Wenn das eine das Gegenteil des anderen ist - was solls.

  • 14.01.2012 10:46 Uhr

    von Hanno:

    Couchsurfing ist KEIN Tausch-Projekt, sondern genau genommen ein Schenk-Projekt.

    Ich muss nichts dafür tun, wenn ich bei jemandem übernachte und ich erwarte keine Gegenleistung, wenn jemand bei mir übernachtet.

    Das ist ein absolut zentraler Aspekt.

  • 14.01.2012 09:22 Uhr

    von Mat:

    "Für die älteren Generationen ist Eigentum eher ein Statussymbol."

    Mal nur kuz ne Frage, wurde dieser Artikel auf einem Macbook geschrieben? Oder wenigstens auf einem I-Pad? Oder nur auf einem normalen PC?
    Die jüngeren Generationen definieren sich genauso über Statussymbole, nur das diese sich von sozialer Schicht zu sozialer Schicht unterscheiden.

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