Koichiro Uchida über Waldkindergärten
"Japan ist ein technikgläubiges Land"
Kinder müssen selbst etwas unternehmen, ist Koichiro Uchida überzeugt. Der Japaner versucht mit seinen Waldkindergärten das japanische Umweltbewusstsein zu fördern. von
CHRISTIAN FÜLLER
Leserkommentare
26.07.2011 02:50 Uhr
von guntherkummerlande:
Es ist sicherlich schwierig zwischen
Pest (normaler Kindergarten) und Cholera
(Waldkindergarten) zu entscheiden.
Gibt es denn eigentlich keine normalen
Erziehungsmethoden in der Kindererziehung?
Seit der Nachkriegszeit gibt es nur noch schlechte
Erziehungsstile.
Nachteile herkömmlicher Kindergärten:
- giftiges Spielzeug, giftiges Wohnmobiliar
- zuviel Lärm (schädlich für ErzieherInnen
und Kinder)
- zuviele Kinder auf engsten Raum
- Persönlichkeitsdeformation durch Tyrannentum,
sexueller Gewalt der Kinder auch untereinander
- "Lieblingskinder" der ErzieherInnen
- einseitige Erziehungshoheit der Frauen gegenüber
den Knaben (keine männlichen Vorbilder)
- unausgereifte kognitive, individuelle Förderung
- fehlende gesundheitliche Abhärtung
Nachteile der Waldkindergärten
- Gefahr von Fuchsbandwurm, Zeckenbefall(FSME,
Borreliose)
- Gefahr des Verzehrs giftiger Früchte
- fehlender Schutz vor Kriminellen und
totale Abhängigkeit gegenüber Erzieher/in
- da kein Umgang Werkzeug erlaubt, können die
Kinder nicht wirklich viel machen
- kaum echte eigene Entfaltungsmöglichkeiten
- in Japan: Gefahr des radioaktiven Fall-outs
auch in Wäldern möglich
Kinder sollten sowohl in der Natur als auch
in der Zivilisation sich zurechtfinden können.
Deshalb sind ein obligatorischer Besuch
der Polizei, der Feuerwehr, Krankenhaus,
Schule, Universität, Gericht,
ein paar Abstimmungsverfahren innerhalb der Gruppe,
ein paar Wildreservatebesuche,Theaterbesuche
und ein paar Museumsbesuche absolute Grundpflicht,
wenn sie sich von den gestrigen Pfuschertum
abheben will.
In die frühkindliche Erziehung sollte
der Instrumenten-und Gesangsunterricht einsetzen.
Zeichnen und Bastelmöglichkeiten müssen auch
von anfang an das naturalistische Zeichnen
Schritt für Schritt kindgerecht anstreben.
Dieses geistige Reifestadium sollte nicht
ungenutzt belassen werden.
Als Gemeinschaftsprojekt könnte man
den "Garten Eden" mit eigenen Planungsparzellen für
jedes Kind in Angriff nehmen, wo durch eine
zusätzlich von Hand ausgeführte Feldbestellung
die muskuläre Entwicklung und die Zähigkeit
verbessert wird.
Die Laubenanlagen könnten unter Aufsicht der Erwachsenen kindgerecht gefertigt und von Kindern
produziert werden. Ein kollegialer Umgangsstil
sollte den Kindern früh beigebracht werden mit
eigenen kleinen Taschengeldverdienst (vom Kindergeld
entlohnt), um die Selbstständigkeit zu verbessern.
So sähe ordentliche Erziehung aus.