• 06.07.2011

Koichiro Uchida über Waldkindergärten

"Japan ist ein technikgläubiges Land"

Kinder müssen selbst etwas unternehmen, ist Koichiro Uchida überzeugt. Der Japaner versucht mit seinen Waldkindergärten das japanische Umweltbewusstsein zu fördern. von CHRISTIAN FÜLLER

  • 26.07.2011 02:50 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Es ist sicherlich schwierig zwischen
    Pest (normaler Kindergarten) und Cholera
    (Waldkindergarten) zu entscheiden.
    Gibt es denn eigentlich keine normalen
    Erziehungsmethoden in der Kindererziehung?
    Seit der Nachkriegszeit gibt es nur noch schlechte
    Erziehungsstile.
    Nachteile herkömmlicher Kindergärten:
    - giftiges Spielzeug, giftiges Wohnmobiliar
    - zuviel Lärm (schädlich für ErzieherInnen
    und Kinder)
    - zuviele Kinder auf engsten Raum
    - Persönlichkeitsdeformation durch Tyrannentum,
    sexueller Gewalt der Kinder auch untereinander
    - "Lieblingskinder" der ErzieherInnen
    - einseitige Erziehungshoheit der Frauen gegenüber
    den Knaben (keine männlichen Vorbilder)
    - unausgereifte kognitive, individuelle Förderung
    - fehlende gesundheitliche Abhärtung

    Nachteile der Waldkindergärten
    - Gefahr von Fuchsbandwurm, Zeckenbefall(FSME,
    Borreliose)
    - Gefahr des Verzehrs giftiger Früchte
    - fehlender Schutz vor Kriminellen und
    totale Abhängigkeit gegenüber Erzieher/in
    - da kein Umgang Werkzeug erlaubt, können die
    Kinder nicht wirklich viel machen
    - kaum echte eigene Entfaltungsmöglichkeiten

    - in Japan: Gefahr des radioaktiven Fall-outs
    auch in Wäldern möglich

    Kinder sollten sowohl in der Natur als auch
    in der Zivilisation sich zurechtfinden können.
    Deshalb sind ein obligatorischer Besuch
    der Polizei, der Feuerwehr, Krankenhaus,
    Schule, Universität, Gericht,
    ein paar Abstimmungsverfahren innerhalb der Gruppe,
    ein paar Wildreservatebesuche,Theaterbesuche
    und ein paar Museumsbesuche absolute Grundpflicht,
    wenn sie sich von den gestrigen Pfuschertum
    abheben will.

    In die frühkindliche Erziehung sollte
    der Instrumenten-und Gesangsunterricht einsetzen.
    Zeichnen und Bastelmöglichkeiten müssen auch
    von anfang an das naturalistische Zeichnen
    Schritt für Schritt kindgerecht anstreben.
    Dieses geistige Reifestadium sollte nicht
    ungenutzt belassen werden.

    Als Gemeinschaftsprojekt könnte man
    den "Garten Eden" mit eigenen Planungsparzellen für
    jedes Kind in Angriff nehmen, wo durch eine
    zusätzlich von Hand ausgeführte Feldbestellung
    die muskuläre Entwicklung und die Zähigkeit
    verbessert wird.
    Die Laubenanlagen könnten unter Aufsicht der Erwachsenen kindgerecht gefertigt und von Kindern
    produziert werden. Ein kollegialer Umgangsstil
    sollte den Kindern früh beigebracht werden mit
    eigenen kleinen Taschengeldverdienst (vom Kindergeld
    entlohnt), um die Selbstständigkeit zu verbessern.
    So sähe ordentliche Erziehung aus.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder