Klimafreundliches auf der IAA
Trend zum Auto mit Steckdose
Bei Hybridautos hinkt Deutschland hinterher: Während Toyota sein Modell schon in der dritten Generation anbietet, haben die deutschen Hersteller bei klimafreundlichen Modellen versagt.von Ingo Arzt
Leserkommentare
01.11.2009 17:10 Uhr
von Immo Lünzer:
Der Hinweis auf den Prius finde ich ganz richtig - hier gibt es bereits die dritte Generation zu kaufen und die deutsche Automobilindustrie hat soeben erst begonnen, erste Fahrzeuge dieser Art in der Oberklasse anzubieten.
Der Plugin-Prius der in Kürze kommt stellt m. E. einen guten Kompromiss da dann wird man sehen, wie sich das reine Elektromobil weiter entwickeln wird.
18.09.2009 16:54 Uhr
von hab wieder a bissal Zeit:
1. Ich gebe Daniel Recht, was seine Kritik an Martins Kommentar angeht. Was die Kritik an der Umfrage angeht: vielleicht war die Formulierung auch polarisierend und provozierend gedacht.
Es werden schon jetzt bei modernen Elektrofahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkumulatoren die erheblichen Mehrkosten für den Akkumulator durch den höheren Gesamtwirkungsgrad und die dadurch erheblich niedrigeren Energiekosten weitgehend ausgeglichen. Außerdem sind Standard-Li-Ionen-Akkus nur 25% so schwer, wie ein Bleiakku vergleichbarer Kapazität.
2. @ Martins 2. Beitrag:
- Gleichstrom-Hochspannungsnetze haben
- Elektromotoren können deutlich höhere Wirkungsgrade als 60% aufweisen (bis 99,5%). Dass die Elektromotoren in E-Autos einen sehr hohen Wirkungsgrad haben, zeigt die Tatsache, dass diese Motoren so wenig Wärme produzieren (Was ein Maß für die Ineffizienz eines Motors ist.), dass eine extra Heizung eingebaut werden muss, da der Motor nicht genug alleine heizt.
- Diesel- und Ottomotor laufen nicht ständig bei optimaler Drehzahl und Belastung, deshalb liegen die Mittelwerte deutlich unter den Maximalwirkungsgraden 45 % bzw. 30 %. Der reale Wirkungsgrad bei Verbrennungsmotoren leidet außerdem auch noch deutlich unter dem Energieverbrauch bei der Verarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen (Raffinerie(?)), hier werden die Treibstoffe unter Energieverbrauch verdampft und durch Destillation getrennt.
18.09.2009 03:30 Uhr
von vic:
Elektro Autos sind nicht klimafreundlich. Noch nicht.
Außerdem viel zu teuer.
Und selbst in der taz Umfrage schlägt der "ich will Spaß"-Faktor jede Vernunft und Verantwortung.
Die Klimavernichtungskanzlerin wird leichtes Spiel haben, ihre Konzerninteressen durchzudrücken.
Ist sogar wahrscheinlich, dass die Atomstromkonzerne für eine Verbreitung von E-Autos sorgen, schließlich kommen die fetten Gewinne von Atomstrom und nicht von Erdölprodukten.
17.09.2009 20:41 Uhr
von Martin:
@ Daniel:
Leider fast alles nicht korrekt.
In der Tat sind lange Stromleitungen ineffizient,
es gibt Verluste durch den Widerstand, durch Koronaentladungen und durch die Impedanz des Leiters.
Deutsche Kohlekraftwerke haben im Schnitt 35% WK.
Selbst wenn also der Elektromotor 60% WK hätte, dann wären das zusammen nur 20% WK. Ein Auto mit Verbrennungsmotor hat aber bereits einen WK von etwa 30-35% mit noch viel Potential nach oben. Eine Brennstoffzelle wäre sogar noch deutlich effizienter als ein Verbrennungsmotor.
17.09.2009 15:55 Uhr
von Daniel:
@taz:
zunächst möchte ich Ihre Umfrage kritisieren: Fahrspaß als Gegensatz zu E-Autos aufzustellen ist völlig unangebracht. Die Umfrage zeigt, dass zumindest von den Taz-Redakteuren scheinbar noch keiner in einem e-Auto saß. Denn mit e-Autos sind wesentlich höhere Drehmomente erreichbar, was auch zu der einhelligen Meinung führt, dass es wesentlich spaßiger ist damit zu fahren.
@Martin:
Prinzipbedingt hat der Elektromotor einen wesentlich höheren Wirkungsgrad. Auch Kohlekraftwerke haben einen verhältnismäig hohen Wirkungsgrad. Und genau das führt dazu, dass e-Autos, selbst wenn sie mit Kohlestrom betrieben werden, noch immer einen höheren Wirkungsgrad und damit weniger CO2-Ausstoß haben als Benziner.
Der Vergleich mit den Heizungen ist aber wirklich falsch. Sinn von Motoren ist es ja gerade die Energie _nicht_ in Wärme umzuwandeln, sondern in Bewegung.
Biosprit bringt ganz andere Probleme mit sich (zB Hungersnöte oder negative Energiebilanz), Brennstoffzellen ebenfalls (nicht speicherbar, schlechter Wirkungsgrad in Herstellung von H2 und schlechter Wirkungsgrad der Brennstoffzelle selbst). Dass lange Stromleitungen ineffizient wären, höre ich zum ersten mal.
Das Problem an e-Autos ist eigentlich ein ganz anderes: Die Akkus sind a) extrem teuer oder b) extrem schwer oder c) eigentlich beides ;)
Wenn jedes Auto erstmal mit 200kg Lithium oder 400kg Blei beschwert wird, dann bekommt das Wort Rohstoffknappheit nochmal eine ganz andere Bedeutung.
Aus meiner Sicht ist der Ansatz über Range-Extender soweit also ein ganz vernünftiger. Ansonsten bin ich dafür, dass die Bahn ausgebaut und kostenlos wird ;)
17.09.2009 13:29 Uhr
von Martin:
e-autos ansich sind nicht umweltfreundlicher als welche mit verbrennungsmotor. man kann e-autos mit kohle- oder atomstrom tanken, dann sind sie schlecht. oder man kann herkömmliche autos mit biosprit tanken, dann sind sie gut. außerdem sind e-autos meist klein und haben wenig leistung und sind alleine deshalb sparsam, das geht aber auch bei normalen autos, hat mit dem E wenig zu tun. diejenigen die jetzt e-autos propagieren haben entweder keine ahnung oder wollen die öffentlichkeit täuschen.
wenn E besser wäre als Verbrennung, warum gibt es dann kaum e-heizungen im gegensatz zur verbrennung? weil E eben weniger effizient ist. sonst wäre doch gerade bei den stationären Heizungen E ideal, weil dort keine akkus nötig sind, das größte problem der e-autos. sind die heizungen nicht sogar die größeren CO2-produzenten?
verbrennungsmotoren mit biosprit und -gas sind eher die zukunft, ebenso die brennstoffzelle. saharastrom zu wasserstoff und den per pipeline nach europa, das ist effizienter als lange stromleitungen.