Vertreter der Bio-Branche rufen dazu auf, die Ernährung umzustellen und weniger Fleisch zu essen. Dann könne Deutschland zu 100 Prozent mit Öko-Produkten versorgt werden.von Jost Maurin
das schöne an der anzustrebenden veganen ernährung ist auch, dass die reichhaltige esskultur der menschen, die bislang sehr fleisch-, milch- und eierzentriert ist, nicht verloren gehen muss. es gibt ja wirklich zahlreiche gute fleisch/milch/eialternativen und massig know-how zur kunstvollen abwandlung und veredelung des essens. leider ist dieses know-how jedoch noch sehr nischenhaft. aber vielleicht gibt es in zukunft endlich mal vegan-bio-öko-fair-kochsendungen im fernsehen. zu wünschen wäre es ja und die gesellschaftlichen wirkungen wären auch spürbar.
29.08.2008 15:57 Uhr
von Elisabeth Petras:
Manche Menschen glauben, man müsse Fleisch oder Fisch essen, um seinen Eiweißbedarf zu decken. Schließlich propagierte die Werbung lange Zeit Fleisch als gesund, was heute nicht mehr erlaubt ist. Fakt ist jedoch, dass auch Vegetarier in Deutschland in der Regel das Doppelte ihres Eiweißbedarfs aufnehmen - und dass zuviel Eiweiß zur Übersäuerung des Körpers führen kann.
Wer Milch trinkt, sollte wissen, dass eine Milchkuh jedes Jahr kalben muss, um so viel Milch zu produzieren. Rindfleisch von Milchkühen ist somit ein Produkt, dass nebenbei anfällt. Extensive Haltungsformen tragen zum Schutz großer Weideflächen bei, die auch wieder durch Pflanzen Co2 aufnehmen. Zudem wird die Artenvielfalt erhöht oder erhalten - auch dies ist ein wichtiges ökologisches Ziel!
Eine unabhängige, nicht durch Landwirtschaftsinteressen verzerrte Ernährungsaufklärung ist bitter nötig! Doch leider ist diese immer noch in Händen des Landwirtschaftsministeriums. Die deutsche Landwirtschaft setzt aber immer noch sehr stark auf "Veredlungsprodukte" - also auf Fleisch, Milch und Eier.
28.08.2008 10:57 Uhr
von Tobias Hagenbäumer:
Mit dieser Studie belegt Foodwatch das was PETA Deutschland e.V. schon lange fordert. Eine Fleischsteuer wäre aber nicht nur aus dem Aspekt des CO2 Ausstoßes die einzige Lösung den ständig steigenden Fleischkonsum einzudämmen, sondern ebenso aus Umweltschutzgründen und aufgrund der mit der Fleischproduktion einhergehende Wasserverschwendung. Eine fleischhaltige Ernährung verursacht nicht nur, je nach Anbaumethode, zwischen 7 und 15 mal mehr CO2; sie verbraucht auch doppelt so viel Wasser. In Zahlen umgesetzt: ein Fleischesser ist für 1,5 Tonnen mehr CO2 im Jahr verantwortlich und er verschwendet während eines Tages gute 2500 Liter mehr an Wasser als ein Vegetarier, dagegen stehen die täglich Menge von nur 150 Liter Wasser für Trinken, Waschen und Körperpflege, was das Ausmaß der Verschwendung eindeutig sichtbar macht. Hinzu kommt, dass die Tierwirtschaft verantwortlich ist für Regenwaldabholzung, Feinstaub, Sauren Regen, Erosionen und Gewässerverschmutzung. Wir müssen endlich damit anfangen den tatsächlichen Preis für Güter zu ermitteln und die damit verbundene Verantwortung übernehmen, dazu gehören auch ganz klar Klima- und Umweltaspekte.
26.08.2008 08:29 Uhr
von Thomas:
Das Zauberwort für eine klima-, umwelt- und tierfreundliche Welt lautet "Vegan". http://www.tierbefreier.de/vegan/index.html
25.08.2008 22:19 Uhr
von bernhard wagner:
Eine drastische internationale Besteuerung von Schiffsdiesel (wg. der Futtermittelimporte, die in der konventionellen Tierhaltung normal sind), sowie von Stickstoffkunstdünger dürfte eine wirksame Kombination an Maßnahmen sein - zusätzlich zu anderen. Übrigens decken die Italiener ihren Proteinbedarf stärker durch sog. Meeresfrüchte als die Deutschen. Das sollten die Deutschen aber nicht nahahmen, denn dann würde die Überfischung der Meere noch weiter zunehmen.
Allgemein dürfte ein Land, dessen Menschen sich nicht von frei schwimmenden Fischen ihrer Gewässer und frei lebendem Großwild, neben wilden Beeren, Obst, Nüssen und evtl. auch ein wenig ladwirtschaftlicher pflanzlicher Nahrung ernähren kann, für eine Lebensweise, die wirklich als "umweltfreundlich" bezeichnet werden könnte, zu dicht besiedelt sein. Die Leute hierzulande und anderswo zu einer freiwilligen 1-Kind-Familie zu überreden wäre daher auch ein langfristig für Alle Menschen und viele andere Lebewesen vorteilafter Fortschritt.
25.08.2008 18:00 Uhr
von nigel:
Letztendlich lässt sich mit dem vollkommenen Verzicht auf Fleisch eine große Menge an Tierfutter sparen, für dessen Herstellung riesige Flächen gebraucht werden. Um 1 kg Fleisch herzustellen müssen meines Wissens 15 kg planzlichen Futters verfüttert werden. Wen man damit alles satt kriegt...
Leserkommentare
13.10.2008 22:22 Uhr
von veganer_in objekt klein a:
das schöne an der anzustrebenden veganen ernährung ist auch, dass die reichhaltige esskultur der menschen, die bislang sehr fleisch-, milch- und eierzentriert ist, nicht verloren gehen muss.
es gibt ja wirklich zahlreiche gute fleisch/milch/eialternativen und massig know-how zur kunstvollen abwandlung und veredelung des essens. leider ist dieses know-how jedoch noch sehr nischenhaft. aber vielleicht gibt es in zukunft endlich mal vegan-bio-öko-fair-kochsendungen im fernsehen. zu wünschen wäre es ja und die gesellschaftlichen wirkungen wären auch spürbar.
29.08.2008 15:57 Uhr
von Elisabeth Petras:
Manche Menschen glauben, man müsse Fleisch oder Fisch essen, um seinen Eiweißbedarf zu decken. Schließlich propagierte die Werbung lange Zeit Fleisch als gesund, was heute nicht mehr erlaubt ist. Fakt ist jedoch, dass auch Vegetarier in Deutschland in der Regel das Doppelte ihres Eiweißbedarfs aufnehmen - und dass zuviel Eiweiß zur Übersäuerung des Körpers führen kann.
Wer Milch trinkt, sollte wissen, dass eine Milchkuh jedes Jahr kalben muss, um so viel Milch zu produzieren. Rindfleisch von Milchkühen ist somit ein Produkt, dass nebenbei anfällt. Extensive Haltungsformen tragen zum Schutz großer Weideflächen bei, die auch wieder durch Pflanzen Co2 aufnehmen. Zudem wird die Artenvielfalt erhöht oder erhalten - auch dies ist ein wichtiges ökologisches Ziel!
Eine unabhängige, nicht durch Landwirtschaftsinteressen verzerrte Ernährungsaufklärung ist bitter nötig! Doch leider ist diese immer noch in Händen des Landwirtschaftsministeriums. Die deutsche Landwirtschaft setzt aber immer noch sehr stark auf "Veredlungsprodukte" - also auf Fleisch, Milch und Eier.
28.08.2008 10:57 Uhr
von Tobias Hagenbäumer:
Mit dieser Studie belegt Foodwatch das was PETA Deutschland e.V. schon lange fordert. Eine Fleischsteuer wäre aber nicht nur aus dem Aspekt des CO2 Ausstoßes die einzige Lösung den ständig steigenden Fleischkonsum einzudämmen, sondern ebenso aus Umweltschutzgründen und aufgrund der mit der Fleischproduktion einhergehende Wasserverschwendung. Eine fleischhaltige Ernährung verursacht nicht nur, je nach Anbaumethode, zwischen 7 und 15 mal mehr CO2; sie verbraucht auch doppelt so viel Wasser. In Zahlen umgesetzt: ein Fleischesser ist für 1,5 Tonnen mehr CO2 im Jahr verantwortlich und er verschwendet während eines Tages gute 2500 Liter mehr an Wasser als ein Vegetarier, dagegen stehen die täglich Menge von nur 150 Liter Wasser für Trinken, Waschen und Körperpflege, was das Ausmaß der Verschwendung eindeutig sichtbar macht. Hinzu kommt, dass die Tierwirtschaft verantwortlich ist für Regenwaldabholzung, Feinstaub, Sauren Regen, Erosionen und Gewässerverschmutzung. Wir müssen endlich damit anfangen den tatsächlichen Preis für Güter zu ermitteln und die damit verbundene Verantwortung übernehmen, dazu gehören auch ganz klar Klima- und Umweltaspekte.
26.08.2008 08:29 Uhr
von Thomas:
Das Zauberwort für eine klima-, umwelt- und tierfreundliche Welt lautet "Vegan".
http://www.tierbefreier.de/vegan/index.html
25.08.2008 22:19 Uhr
von bernhard wagner:
Eine drastische internationale Besteuerung von Schiffsdiesel (wg. der Futtermittelimporte, die in der konventionellen Tierhaltung normal sind), sowie von Stickstoffkunstdünger dürfte eine wirksame Kombination an Maßnahmen sein - zusätzlich zu anderen. Übrigens decken die Italiener ihren Proteinbedarf stärker durch sog. Meeresfrüchte als die Deutschen. Das sollten die Deutschen aber nicht nahahmen, denn dann würde die Überfischung der Meere noch weiter zunehmen.
Allgemein dürfte ein Land, dessen Menschen sich nicht von frei schwimmenden Fischen ihrer Gewässer und frei lebendem Großwild, neben wilden Beeren, Obst, Nüssen und evtl. auch ein wenig ladwirtschaftlicher pflanzlicher Nahrung ernähren kann, für eine Lebensweise, die wirklich als "umweltfreundlich" bezeichnet werden könnte, zu dicht besiedelt sein. Die Leute hierzulande und anderswo zu einer freiwilligen 1-Kind-Familie zu überreden wäre daher auch ein langfristig für Alle Menschen und viele andere Lebewesen vorteilafter Fortschritt.
25.08.2008 18:00 Uhr
von nigel:
Letztendlich lässt sich mit dem vollkommenen Verzicht auf Fleisch eine große Menge an Tierfutter sparen, für dessen Herstellung riesige Flächen gebraucht werden. Um 1 kg Fleisch herzustellen müssen meines Wissens 15 kg planzlichen Futters verfüttert werden. Wen man damit alles satt kriegt...