• 23.04.2009

Klage gegen Genmais-Anbauverbot

Biotechkonzern Monsanto wehrt sich

Der Biotechkonzern Monsanto hat Klage gegen das Anbauverbot für Gentech-Mais eingereicht. Die CSU will auch keine Freilandversuche mehr.von Wolfgang Löhr

  • 23.04.2009 10:19 Uhr

    von derNoergler:

    "Wem nützt es?".

    Grob gesagt: "Uns allen."

    Einen Spieler wie Monsanto aus einem Markt herauszuhalten, kann nie schlecht sein; die Privatisierung des Saatgutes und eine zunehmende Mono- oder Oligopolisierung der weltweiten Nahrungsvorräte ist ein Übel, dass wir unbedingt verhindern müssen. Was passiert, wenn sich wenige einen Markt teilen, sieht man bei Strom oder Benzin/Öl, was passiert, wenn Monsanto dabei ist, sieht man in Indien (-> "Selbstmorgürtel") oder den USA, wo sie ihre eigene StaSi haben, und was passiert, wenn es nicht mehr nur Strom oder Öl ist, sondern Lebensmittel, kann sich wohl jeder ausmalen.

    Man kann schon froh sein, dass im Gesetz steht, dass Monsanto, respektive die Bauern, wirtschaftliche Ausfälle bei nicht Monsanto-Bauern kompensieren müssen. Dass Monsanto anschließend aber Lizenzgebühren von den Bio- und konventionellen Bauern verlangen wird, wie sie es überall sonst auch tun, dazu steht, soweit ich weiss, nichts im Gesetz.


    Was dann passiert, ist in etwa so, als würde ich jemanden mit dem Auto anfahren und anschließend Spritgeld von ihm verlangen.

  • 23.04.2009 09:37 Uhr

    von Mathias:

    Die moderne Maschinenstürmerei nimmt in Deutschland immer neue Formen an. Früher hieß es, wer sich schneller als 15 km/h bewegt, trägt gesundheitliche Schäden davon.
    Interessant wird es, wenn man sich die Frage eines bekannten linken Ideologen stellt: "Wem nützt es?".

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