• 18.11.2009

Kinofilm "This is Love"

Das Verhängnis genießen

Kneipe, saufen, vergessen und singen: Alles scheint verschleiert in Matthias Glasners, dem Tragischen verfallenen, Film "This is Love".von Bert Rebhandl

  • 29.01.2010 17:19 Uhr

    von jones dow:

    Der Film ist absolut sehenswert.
    Die Thematik der Pädophilie wird allerdings zu hoch eingeschätzt. Sicherlich werden hier bewusst Grenzen überschritten und der Zuschauer hat mehrmals angewiedertes Empfinden des Gezeigten. Aber die "reine Liebe" findet keineswegs zwischen Kind und altem Mann statt. Der Film behauptet ja, dass es reine Liebe gar nicht gibt. Sondern immer nur einen Zustand postiver oder auch negativer Emotion. Das Mädchen ist es, dass zwar körperlich ein Kind ist, aber durch ihre Erfahrungen in Saigon seelisch schon so verwundet ist, wie eine erwachsene Kommissarin. Für mich dient die Beziehung zwischen Chris und Jenjira genau wie die zwischen dem verliebten Kommissar und seiner Kollegin, der Darstellung der Fatalität menschlichen Empfindens. Die Liebe, das sowohl größte als auch grausamste Gefühl auf Erden kann man nur durch die Überschreitung von Grenzen und Sehgewohnheit erreichen. Die angedeutete Pädophilie dient nur der Annäherung an die Gefühle des Zuschauers. Mit einer 08/15 Liebesgeschichte wie man sie heute den ganzen Tag auffindet, hätte der Regisseur keine intensive Studie drehen können. Am Ende ist es ein Film der zeigt wie sehr sich Menschen bewusst und unbewusst verletzen können und was daraus für seelische Zerstörungen entstehen. Diese rechtfertigen dann nicht moralisches Fehlverhalten, können uns aber eine Begründung geben auf die Frage: Warum. Ich empfehle weiterhin das Liebesgedicht Marienbader Elegie von Goethe (aus Triologie der Leidenschaft)

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