• 03.06.2009

Kennzeichnung für Lebensmittel

Erste Ampel im Supermarkt

Der Lebensmittelkonzern Frosta führt bei vier Produkten eine Kennzeichnung der Inhalte in Rot, Gelb und Grün ein. Andere Anbieter wie Nestlé verweigern die Ampel.von Jost Maurin

  • 17.06.2010 02:36 Uhr

    von vr____:

    Die Ampelkennzeichnung ist bei "Nahrungsmittel"-Lobbyisten sehr beliebt - zur schnellen Orientierung bei ihren betriebswirtschaftlichen Analysen. Klar, eine Chipstüte ist zu komplex dafür.

  • 04.06.2009 13:29 Uhr

    von kaidoh:

    Wie schön, dass es die netten Lobbyisten gibt, die den armen Politikern den Willen des Verbrauchers erklären: die verstehen die jetzigen Regeln schon, werden andererseits durch die Ampeln verwirrt und wollen natürlich nicht noch eine Verordnung. Und was macht der verwirrte Politiker: Er hält das Lobbyistengeschrei für die nüchterne Stimme der Wahrheit, hat offenbar kein allzu großes Interesse an einer aufgeklärten Bevölkerung und hält das Thema ansonsten fern vom Tisch (solldochmaldieEUmachen).

    Glücklicherweise gibt es Organisationen wie foodwatch, die z.B. mit der Seite
    http://www.abgespeist.de
    immer wieder klar machen, wie dummdreist die Großkonzerne ihre Kundschaft belügen und in die Irre führen. Also: Seite lesen, weitersagen, den Fraß der großen einfach nicht mehr kaufen (es ist tatsächlich nicht so schwer - ich für meinen Teil spende heute noch eine Kleinigkeit an foodwatch!)

  • 04.06.2009 11:54 Uhr

    von Thomas Redeleit:

    Die Ampelkennzeichnung bei Chips bzw. Süssigkeiten ist natürlich eher überflüssig. Es gibt aber genug Produkte, die einem einen gesunden Nährwert vorgaukeln, aber im Grunde genommen Zucker- und Fettbomben sind. Und genau diese Produkte werden durch die Ampel entlarvt und dem Verbraucher ein wenig mehr Transparenz gegeben.

  • 04.06.2009 10:06 Uhr

    von Christian D.:

    Das Ampelsystem ist ja nun nicht der Weisheit letzter Schluß. Chips: rot: echt, bin ich aber total überrascht, was? Schokolade ist auch nicht so gesund? echt? Danke, AMPEL! Wie wäres denn mit Grundkenntnissen über Ernährung? Zu uncool, schon klar, der arme Kunde hat ja vieles anderes zu tun...
    Wird auch mal Zeit, dass die taz mehr über Frosta berichtet, waren schließlich die ersten, die ihren Produkten keinerlei Zusätze (auch keine "Nichtzutaten!)beifügten. Hat es der Markt (Kunde) gedankt? Nein!

  • 04.06.2009 09:23 Uhr

    von P.Neumann:

    Wenn das nicht mal wieder bezeichnend ist: In England ist die Ampel von den Unternehmen freiwillig eingeführt worden, und bei uns in Deutschland wird gleich wieder ein Gesetz nötig... Wird langsam echt mal Zeit, daß sich der Verbraucher seiner Macht entsinnt!

  • 04.06.2009 06:22 Uhr

    von vic:

    Sehr gut, dass Frosta die Ampel einführt. Es wäre schön dies würde Pflicht. Leider sind da jedoch unsere Volksparteien vor.
    Ich plädiere aber mindestens auf ein Gesetz das besagt, die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen nicht kleiner abzudrucken als die Werbebotschaft.
    Und auch nicht in der Quantität "Zwei Kekse", sondern in 100g.
    Von Nestlé kauf ich schon lange gar nichts mehr. Die wissen weshalb sie sich gegen Transparenz zur Wehr setzen.

  • 04.06.2009 01:07 Uhr

    von Frank Rabe:

    Kommentar zu taz online Bericht vom 03.06.2009: Kennzeichnung für Lebensmittel.
    Hallo Mit-Esser,
    …ja genau das zeigt dieser Bericht das man die Großkonzerne und sicher die kleinen Halunken explizit auch, per Gesetz auf den richtigen Weg bringen muß! Weil sie haben ganz andere Zielrichtungen: Platz 1.: Profit…
    Koste es was es wolle… Inhalte kümmern nur sekundär… Skrupel – kaum… Die Hauptsache ist, daß wir Kunden nicht allzu vordergründig zu Schaden kommen und ihr „Ding“ kaufen… Das wir im Durchschnitt zu Dick werden, damit haben sie auch natürlich nichts zu schaffen…
    Z. B.: Die Probiotischen Jogurt-Drinks sind ein einziger Werbegag… Hokus Pokus mit nichten so wirkungsvoll wie uns die Industrie uns glauben machen möchte, allenfalls ein prima Placebo… …Aber es verhält sich so: Die einen Glauben, wieder andere denken zu Wissen, noch andere wiederum meinen nichts dazu… …zumindest dazu hat der Werbeterror genützt, das ein bisschen aufzuzeigen was die Industrie eigentlich im Schilde führt…
    Fakt ist es geht um sehr viel Geld. Man stelle sich vor was wir alle im Monat für Lebensmittel ausgeben multiplizieren das mit 80 Mio. Einwohner und siehe da es ist tatsächlich sehr sehr viel Geld. Gleich Einfluss und Macht…
    UND es geht um unsere Gesundheit! Grenzwerte von Pestiziden, Fungiziden, Strahlungen, Pharmarückstände aller Art usw. etc. pp. (ganz lange liste…)
    UND es geht um eine Verhältnismäßigkeit in einer Umweltbilanz! Völlig absurd ist es Waren durch die halbe Welt zu ordern, die aber in gleichen Qualitäten bei uns um die Ecke wachsen – produziert – vertrieben werden….
    UND es geht um sinnvolle Um- Verpackungen, vermeidbarer Müll. Was uns da hingegen geboten wird ist teils exorbitant…
    Und sicher ist es geht um Ethik, Vertrauen, Verantwortung…
    Also Fakt ist das in Europa keine Politische Linie gibt die in die richtige Richtung etwas umsetzen kann, bestenfalls hier und da kleine Teilerfolge. Anderseits kann man es nicht für möglich halten was „erlaubt“ ist… …Fast alle Bemühungen die es in die „richtige“ Richtung zu ändern scheitern an den „großartigen“ Einfluss der Lobbyisten, weil trotz Finanzkrise, haben sie Geld genug um sich durchzusetzen, weil WIR sie jeden Tag drei mal ordentlich füttern… tja… the final trap…
    Nun ja, es geht auch anders: Siehe Präsident Obama, der hat in dieser kurzen Zeit soviel Gesetze auf dem Weg gebracht - dafür hätte die EU-Kommission 20 Jahre diskutiert um dann eine Reihe von Rohrkrepierern hinzubekommen. Dazu die 20 Jahre Zeit verplempert, sozusagen „zzgl. on top den Helmut Kohl Effekt“ des nichts tun’s, und wenn - das Falsche!
    Nächsten Sonntag ist Europa Wahl, eine Ampel auf dem Gebiet, na lieber nicht… Als Lebensmittel Kennzeichnung ein guter Anfang.

    09.06.03, Pressesprecher der tsdpvf, F. Rabe

  • 03.06.2009 19:34 Uhr

    von Caroline Mahler:

    Diese Ampel-Kennzeichnung wurde in Grossbritannien bereits von der Foods Standards Agency eingefuehrt (allerdings bisher auf freiwilliger Basis der Produzenten). Man sieht die "Ampel" hier in London immer oefter auf den Verpackungen abedruckt, und ich persoenlich finde diese Information sehr nuetzlich. Bei den in GB so beliebten "ready-meals" kommt es auch oefter vor, dass man bei allen Kategorien nur "rot" sieht, und mich wuerde interessieren, ob der Umsatz bei solchen Produkten seit der Einfuehrung der "Ampel" zurueckgegegangen ist.

  • 03.06.2009 19:12 Uhr

    von Johannes W:

    Lob an Frosta.

    Es darf nicht sein weil es zu einfach wäre, also wird es bei Nestlé nicht gemacht. So ist es doch zu interpretieren.

  • 03.06.2009 18:47 Uhr

    von Udo Radert:

    "Frosta" war mir persönlich schon immer sehr sympatisch: Keine Leibenmittelskandale, transparent (jedenfalls vergleichsweise) und schmecken tuts natürlich auch noch.

    Die anderen werden hoffentlich durch den Kunden - also durch UNS und UNSER Kaufverhalten - gezwungen nachzuziehen.

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