• 02.06.2008

Kenias Arme hungern

Der Kampf ums Maismehl

Was global "neue Hungerkrise" genannt wird, ist für Kenianer vor allem in den Slums schlicht der Alltag. Die Kosten für das wenige, was sie konsumieren, steigen ständig.von Marc Engelhardt

  • 04.06.2008 19:26 Uhr

    von H Hoeffler:

    Sehr guter und wirklichkeitsnaher Artikel. Habe ihn am selben Tag auf einer Veranstaltung der Heinrich-Boell-Stiftung in Berlin in der Diskussion verwendet - siehe auch http://www.boell.de/veranstaltungen/demokratie-541_35323230.html

  • 04.06.2008 00:49 Uhr

    von Bark Wind:

    Ein gut informierender Artikel. Allg. zum Thema Welthunger hat ja die Deutsche Welthungerhilfe neulich eine sehr gute Broschüre publiziert, und auch bei www.inkota.de ist neulich ebenfalls ein sehr gutes Dossier zu Hunger & globale Landwirtschaft erschienen.

    Bemerkenswert finde ich auch in Kenia, dass die Landwirtschaft immer mehr durch Monokultivierung von Pestiziden und Kunstdünger abhängig wurde - im Zuge von Entwicklungen, die der IWF u.a. jahrzehnte lang ganz toll fanden. Bäume in Kombination mit den Feldern würden dagegen die Bodenaustrocknung mindern und die extremen Schwankungen der Niederschläge in Bezug auf das Grundwasser abfedern.

    Grotesk ist auch, dass Länder wie Kenia Tausende Hektar für Exportprodukte wie Blumen, Schwarztee, Kaffee verwenden, während Millionen Menschen chronisch mangelernährt sind. Kurzfristig sind für die PlanagenarbeiterInnen natürlich die Blumen etc eine Einnahmequelle (v.a. aber für die Plantagenbesitzer), aber langfristig ist das Konzept sehr fragwürdig.

    Und dass die Regierung bis heute eine direkte Unterstützung der Ärmsten für Grundbedürfnisse wie Ernährung & sauberem Wasser ablehnt, finden viele Marktliberale weltweit, auch der IWF, seit Jahrzehnten vorbildlich. Es ist aber eine Missachtung der 1948 in der UNO Charta proklamierten Menschenrechte!

    Die NGO's, die diese einfordern, auch in Kenia, sollten direkter unterstützt werden.

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