Kein Politikwechsel im Fall Guantánamo?
US-Bericht hält Lager für "human"
Eine Pentagon-Untersuchung des Gefangenenlagers auf Kuba nährt Zweifel am Richtungswechsel in Washington. Auch die Häftlinge im afghanischen Lager Bagram sollen nicht mehr Rechte erhalten.
Leserkommentare
24.02.2009 10:27 Uhr
von Carl:
Bildunterschrift oben: "Straßenschild in Kuba. Zehn Kilometer weiter warten Gefangene auf die Änderung ihrer Haftsituation. Womöglich vergeblich. Foto: dpa"
Sehr richtig. Das Ortsschild bezieht sich nämlich auf die kubanische Stadt Guantanamo, welche nördlich der US-Enklave Guantanamo Bay liegt. Im kubanischen Guantanamo gibt es ein berüchtigtes Gefängnis nach kubanischer Sitte, und dort haben die Gefangenen allemal Grund, auf eine Änderung ihrer Haftsituation zu hoffen. Aber das hat der taz-Autor dieser Bildunterschrift wohl nur ahnungslos gemeint.
24.02.2009 09:43 Uhr
von Nixmehr:
Die USA wollen offensichtlich im Nachhinein ihr Tun reinwaschen. Das Ganze mit den Folterlagern (und dem Menschen verschleppen, kennt man sonst nur von lupenreinen Demokraturen und Diktaturen jeglicher Art)ist von den USA illegal und verbrecherisch. Die 'Haltung' dieser Menschen in dem 'Gefängnis' (und allen anderen 'Sonder'Gefängnissen) war und ist ein Verbrechen, alle Gefangenen wurden systematisch und nachweisbar gefoltert. Die USA haben dies selbst mit den veröffentlichten Fotos und Filmen dokumentiert. Wieso wird diskutiert, ob überhaupt Folter stattfand/findet? Was ist Folter, wenn nicht Entzug sämtlicher Sinnesreize? Wieso muß diskutiert werden, was Folter ist, wenn die Leute auf den Bildern zum Knien gezwungen werden, lichtdichte Brillen, Ohrenverschlüsse und Mundverschlüsse tragen? Zum Verhör liegend gefahren werden usw. Das ist Reizentzug in reinster/ in jeder Form.
(= Sensorische/perzeptuelle Deprivation, s. Wiki).Das ist Folter.
Zu RAF Zeiten wurden Ansätze davon in den Haftanstalten als Isolationshaft bezeichnet,es war da allerdings wirklich -nur- in Ansätzen vorhanden.
Die USA haben in den 60/70ern systematisch daran geforscht und setzen es in ihren Lagern um. Weiße Folter.
Zu Obama: ein Paradigmenwechsel sieht anders aus. Ausgeträumt.
23.02.2009 22:13 Uhr
von Cornelia Jaskosch:
Ich kann nur hoffen, dass Obama weiterhin eine Schliessung Guantanamos anstrebt und nicht einen Sinneswandel entdeckt auf Grund dieses Berichtes.
23.02.2009 21:23 Uhr
von UweRietmöller:
Und noch mehr Ungemach droht Obama.
Wie in der Onlineleserbriefseite der taz zu lesen, wird Obama in den Augen des Leser Doktor K. disqualifiziert sein, wenn er sich dessen Ansichten nicht beugt. Man überlegt schon, mit welchem rhetorischen Trick die Anwendung der Nazi-Keule auch auf Menschen dunkler Hautfarbe anwendbar ist.
23.02.2009 12:36 Uhr
von Axel Dörken:
Polemik?
Ich kenne den Bericht nicht persönlich. Dahe weiß ich nicht, ob er sich auf die aktuelle Lage bezieht und ob diese zur früheren gleigeblieben ist.
Ich denke, dass ein Interview mit Barack Obama mehr Klarheit bringen kann, als Diffamierungen und vorschnelle Verurteilungen.
Liebe Grüße
Axel
23.02.2009 12:11 Uhr
von Hugues de Fer:
Veglichen mit Gefängnissen zwischenalexandria und Kapstadt und Amman und Djakarta ist Guantanamo gewiß ein sanatorium.
23.02.2009 09:13 Uhr
von Johan Schreuder:
Yes we can....But we won't
23.02.2009 00:07 Uhr
von bien fait:
pour vos sales geules!
22.02.2009 21:03 Uhr
von Rudi:
Hihihi :-))
Da habt ihr euren tollen Obama, der so lieber und ganz anders sein wollte, als sein Vorgänger.
22.02.2009 19:50 Uhr
von Doktor K:
Das ist ja so als würde unser Innenministerium einen Bericht über die Einhaltung der Bürgerrechte in der Gesetzgebung Schäubles verfassen. Wenn Obama auf Grundlage dieses Pamphletchens irgendeine Entscheidung trifft, ist er für mich disqualifiziert. Aber ich vertraue ganz auf seine Vernunft.
22.02.2009 19:20 Uhr
von Hans Wulsten:
Nanu, nanu?
Die Obama-Begeisterung der taz bekommt wohl einen ersten Knick?
Das tut mir jetzt aber wirklich leid,daß sich die Wirklichkeit dem Wunschdenken so wenig anpaßt....
22.02.2009 18:45 Uhr
von Walter Wasilewski:
Ein Land das sich das Recht nimmt in andere Länder einzumarschieren mit Bomben und Raketen Tausende von Menschen Frauen und Kinder tötet mit der Begründung für Menschenrechte und Freiheit zu kämpfen selbst aber mehr als fragwürdige "Gefangenenlager" unterhält dessen Verhörmethoden als Folter bezeichnet werden muss unabhängige Untersuchungen zulassen. So dreist und häufig wie nachweislich bisher gelogen wurde ist eine unabhängige UNtersuchung notwendig. Die ASA können nicht dauernd für sich Sonderrechte in Anspruch nehmen. Die Bündnispartner sind in der Pflicht !
Walter Wasilewski