Beim Besuch in den USA bedankt sich Kanzlerin Merkel für deren Hilfe beim Fall der Mauer - und findet deutliche Worte in Sachen Afghanistan und Klima.von Antje Passenheim
Wow, die Umme aus der Uckermark durfte im Kapitol sprechen! Wie erst vor kurzem Gordon Brown, Nicolas Sarkozy und Silvio Berlusconi. Und die Medien kreischen: Historisch! Sensation!
Klar, die haben viel geklattscht. Aber die klattschen immer viel. Das gehört sich bei amerikanischer Politik-Inzenierung so. Da wird auch der Präsident von seinen schärfsten Gegner beklatscht.
Bei der Passage bezüglich der Klimapolitik war auf Seiten der Konservativen Stille angesagt. Das kann also als Unhöflichkeit gewertet werden.
Und zu Afghanistan sagte sie zusammengefasst doch nichts anderes als: Macht ihr man, wir machen mit.
Doch der verweis auf George W. Bush war eine echte Entgleisung:
Weil wir nach den Anschlägen des 11. September mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush die Überzeugung geteilt haben, dass von Afghanistan aus nie wieder die Sicherheit der Welt bedroht werden darf, steht Deutschland dort seit 2002 mit dem drittgrößten Truppenkontingent.
Der Mann hatt doch keinerlei völkerrechtliche Legitimation für seinen Angriff.
Aber egal. Die Knopfleiste (Priol) durfte auch mal im Kapitol sprechen.
Offenbar wollen/sollen deutschlands Medien unsere führende Vertreterin des Kapitals mal wieder so richtig hochjazzen.
Sie war da, sie hat geredet und sich nicht blamiert hätte als Nachricht vollkommen ausgereicht.
04.11.2009 15:32 Uhr
von ole:
von taz: Den größten Applaus erhielt die deutsche Kanzlerin überraschenderweise bei einem Thema, das den Kongress eigentlich spaltet: dem Klima.
Bitte?? Haben Sie nur abgeschrieben oder die ÖR zitiert?
Den größten Applaus erhielt sie eindeutig beim Thema Iran und Israel. Beim ihren Bemerkungen zum Thema Klima sind noch nicht einmal 1/3 der Kongressabgeordneten aufgestanden.
Peinlich taz.
04.11.2009 13:40 Uhr
von Carolus Magnus erodierendes Imperium:
Eine glanzvolle rede hat sie da hingelegt im US-congress, "unsere" Angela. Durch und durch inspirierend, nuancenreich getragen, mit zwischentönen rhetorisch verfeinert, ein betont flammender appell an das gewissen und die zivilcourage, einfach umwerfend! Queen Elizabeth und Prinz Charles werden diesem deutschen medienereignis sicher vor ihren TV-geräten beigewohnt und sich dabei die frage gestellt haben, warum es im Vereinigten Königreich nirgendwo eine so eloquente und wortgewandte politikerin gibt?
Ja, "wir" Deutschen sind doch immer wieder die besten, wenn wir nur felsenfest davon überzeugt sind, es tunlichst vermeiden, über den tellerrand zu blicken und der nachwachsenden generation weiterhin eintrichtern, dass reden silber ist und schweigen gold, nicht wahr?
Jede Zweit- oder Drittklässlerin hätte es dem ehemaligen FDJ-Mädel Merkel gleichgetan! Wie vom Blatt gelesen, schön hast du das gemacht...
04.11.2009 11:10 Uhr
von klömpi:
Der Auftritt von Fr. Merkel war ausnahmsweise überraschend gut gelungen, ich kann daher die unsachliche Kritik nicht nachvollziehen. Wenn man über die Rede in den USA diskutiert, kann man wohl kaum mit Hartz 4 argumentieren, so wie es einige Stinkstiefel hier tun. An sich ist es aber generell müßig diesem Thema so eine mediale Aufmerksamkeit zu widmen, ist die deutsche Politik doch scheinbar bedeutungslos geworden.
04.11.2009 10:56 Uhr
von Michael:
@stacco: Richtig heißt es Super Bowl.
04.11.2009 10:39 Uhr
von HRolf :
In der NY-Times erscheint die Rede von Merkel an d r i t t l e t z t e r Stelle der Spalte Politik. Diese Rangfolge zeigt den wirklichen Stellenwert, den die deutsche Politik in der amerikanischen Presse einnimmt.
Wenn die deutschen "Leitmedien" durch übertriebene Aufmacher diese Angelegenheit heute so hochspielen, dann merkt man erst, wie provinziell unsere Angelegenheiten in der Weltpoltik sind. Bleiben wir auf dem Fußboden - und bitte: keine Hochstapelei!
04.11.2009 09:27 Uhr
von maiki:
Seit dieser Rede schäme ich mich für Merkel und unsere politischen Vertreter. Eine anbiederndere Rede habe ich selten gehört. Man kann sich ja durchaus für manch in der Vergangenheit Getanes bei den USA bedanken. Allerdings, über andere Länder, wie zB Iran, zugleich dermaßen abwertend herzuziehen, obwohl die USA, der Empfänger dieser Dankesorgie, ein Folterstaat sind, Menschenrechte nicht achten, Menschen verschwinden lassen oder ohne jegliche Anklage unbegrenzt gefangen halten. Die USA führen nach Lust und Laune Angriffskriege, stacheln, wie in Pakistan, Regierungen zum Krieg gegen die eigene Bevölkerung an, morden weltweit Menschen ohne Anklage mit Drohnen aus der Luft. Tote Unbeteiligte sind in Kauf genommen usw. Merkels Rede war die Erklärung eines Vasallen an die Hegemonialmacht. Somit sind die Verhältnisse geklärt. Den Anstand und politischen Willen, eine derartige Dankesorgie auch in Moskau zu halten, hat sie im Übrigen wohl nicht. Ohne die Sowjetunion und deren Politiker des Jahres 1989 gäbe es die geeinte Bundesrepublik nicht.
04.11.2009 08:23 Uhr
von schlemmertheke:
mann mann mann, was für ein schäbicher aufmacher, angesichts ihrer rede und dazu gleich die passenden kleingeistigen kommentare hingefurzt. es stinkt gewaltig nach wessiverdauungsproblemen, womit ich ausdrücklich nicht diesen artikel oder den us-kongress gemeint wissen will! mal sehen wie lange es noch dauert, bis einige herrschaften endlich mal kapiert haben, dass sie die bundeskanzlerin ist und bleibt. ich weiss, das fällt euch schwer, intelligente frauen sind eure lieblinge nicht.
04.11.2009 08:11 Uhr
von Gerd:
Nun hassen wir alle mal wieder `ne Runde ... Toll!
04.11.2009 07:58 Uhr
von Centaurium:
Begreife ich nicht, was diese Frau da in Amerika zu schwätzen hat. Als Kanzlerin ist sie verantwortlich auch für das, was durch das H4-System den Leuten angetan wird. Sie hat die Bodenhaftung verloren. "Vor den Untersuchungsausschuss" - diesem Wunsch schließe ich mich gern an!
04.11.2009 07:56 Uhr
von Walter H. Diebold:
Herr Jesinghaus: "Amerikanisch" sprechen? Was ist das denn? Ich dachte immer, wir sprechen englisch.
04.11.2009 07:33 Uhr
von stacco:
in den us medien fand die rede und der besuch von frau merkel praktisch keinerlei beachtung. it´s not important enough to talk about, by the way who will win the superball this year?
04.11.2009 05:55 Uhr
von chris:
Taz,
bitte mal den Kommentar von Luke erklaeren!
04.11.2009 02:14 Uhr
von vic:
Die Frau ist mir einfach nur peinlich, und ich mag derlei Lobhudeleien nicht auch noch in der taz lesen müssen. Not in my Name, Mrs.Merkel.
03.11.2009 23:15 Uhr
von Moschus:
War ein klasse Opener. Erstmal dem Amerikanischen Kongress auf die Schulter geklopft. Tut den gebeutelten Kongresslern bestimmt gut.
Find schon das Merkel eigene Interessen vorrantreibt. Der Punkt Klimaschutz hat ganz klar auf Arbeitsplätze gezielt. Und Deutschland würde bei einer konsequenten Umrüstung auf Klimaschutz profitieren mit seiner großen Industrie und den Forschungen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Verstehe nicht warum die Alten sowenig Applaus für das Thema Klimaschutz übrig haben. Meiner Meinung nach ist das ein Thema das die jüngeren Gernerationen beflügeln könnte.
03.11.2009 22:41 Uhr
von Klaus Kosiek:
Merkwürdiger Artikel, der brav Kernaussagen der Rede referiert, mit kühnen Metaphern ( es "hagelt" Bravo-Rufe )operiert und zustimmende Stimmen zitiert. Aber nirgendwo ein eigener Gedanke, der Versuch einer Einordnung, ein Vorbehalt oder gar der Anflug von Kritik. Na gut, das kann ja noch anderswo in der taz kommen. Trotzdem die Frage: Kann es sein, dass die taz sich entschlossen hat, an der Heiligsprechung der Kanzlerin mitzuwirken?
03.11.2009 22:22 Uhr
von zat:
war das jetzt ein gastbeitrag von welt.de? Natürlich kann sie viel versprechen, deswegen isse ja auch Aknzlerin geworden. Dass die Taten dann ganz anders aussehen ist dann eigentlich nur Nebensache. Eigentlich ähneln sich insofern Frau Merkel und Herr Obama, so wie die Klimakanzlerin bisher nur übers Klima geredet hat, hat der Friedensnobelpresident bisher eben auch nur über Frieden geredet.
03.11.2009 21:39 Uhr
von Boris:
Afghanistan bedroht(e)die Sicherheit der Welt,die USA misst dem Klimaschutz eine hohe Bedeutung zu. Zwei falsche Behauptungen in einer "historischen" Rede.
Merkel:"Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in Ihrer Arbeit dem Schutz unseres Klimas eine hohe Bedeutung beimessen."
Kernpunkt des US-Vorschlags ist eine Absage an das Kyoto-Protokoll von 1997. Dieses Protokoll verpflichtet 37 Industrieländer, bis 2012 ihre klimaschädlichen Treibhausgase zu vermindern. Die USA haben es nie unterzeichnet. Ziel der Obama-Regieerung ist nun ein neues Abkommen, das endgültig mit dem Kyoto-Protokoll bricht und langfristig bis zum Jahr 2050 orientiert ist. Konkrete Vorschläge für mittelfristige Reduktionsziele etwa der Industrieländer machten die USA jedoch nicht. http://www.zeit.de/online/2009/25/klimaschutz-usa
03.11.2009 21:28 Uhr
von joHnny:
...und jetzt erhält hr. Obama die erlaubnis, seine rede vor´m Brandenburger Tor zu halten...
03.11.2009 21:09 Uhr
von paul:
ohje,
recht eigentlich müsstet ihr die Bürgerin Merkel jeden verdammten Tag wegen ihrer zahlreichen Verbrechen gegen das deutsche Volk, ihrer unerträglichen arroganten dreisten Heuchelei und Ignoranz anklagen und was tut ihr? Theo Lingen würde sagen "Traurig, traurig traurig"
03.11.2009 20:20 Uhr
von Bodo Bender:
Sicherlich war dies ein Höhepunkt in Merkels Karriere. Natürlich bediente sie amerikanische Erwartungen. Von sich zu erzählen, von seinem Leben - das wollen die Amerikaner eben hören. Klar darf der "amerikanische Traum" nicht fehlen, auch nicht, ganz trivial, der Traum der DDRlerin von den Levis Jeans. So jagte ein Klischee das andere: Leben hinter Stacheldraht, Sehnsucht nach Freiheit, Luftbrücke. Kotau vor den USA ohnedies. Wer wollte es ihr verdenken. Insoweit war die Rede ebenso platt wie wirkungsvoll komponiert. Das lieben die Amerikaner, das macht sie happy und das danken sie mit standing ovations und Zurufen.
Manches in der Rede war reichlich kleinteilig - oder kleinkariert. Deutsche Vereinigung: Die Verdienste gleich mehrer amerikanischer Präsidenten werden betont - Gorbatschow auch? Fehlanzeige. Auch Kohl natürlich - aber Brandt? Den doch nicht!
In der Sache nichts Konkretes. Afghanistan: "Partnership in Leadership" - was das bedeutet, weiß der Teufel. Mehr deutsche Truppen, wie Obama verlangt? Keine Auskunft.
In der Klimapolitik wurde sie konkreter - und leistete - das deutete sich im Vorfeld schon an - Schützenhilfe für Obama. Ob das möglicherweise ein Rohrkrepierer wird wie der Friedensnobelpreis? Jedenfalls gab es da keinen einhelligen Beifall vor dem Haus, keine standing ovations. Die Republikaner und ein Teil der Demokraten mag Merkels deutliche Äußerungen hierzu eher als Einmischung von außen empfinden..
Zur Mehrung von Merkels Ansehen wird dieser Auftritt einiges beitragen. Ob auch zur Festigung der deutsch-amerikanischen oder gar der Merkel-Obama-Beziehungen - das wohl eher nicht.
03.11.2009 20:19 Uhr
von Texas View:
Wer etwas ueber diese Darbietung in USA TV Nachrichten sehen wollte, musste aber sehr aufpassen: Erst kam Karadzic in DenHaag, dann die Governeurswahlen in Virginia und New Jersey, dann einige Sekunden - eine aeltere Dame von "Germany" hat da eine Rede im Congress gehalten...dann das Wetter von heute...and now a commercial break... "Oil change special $ 19.95"...
03.11.2009 19:46 Uhr
von Richard Detzer:
Entweder herrscht Krise oder Merkel. Da ist mir Krise weitaus lieber.
03.11.2009 19:04 Uhr
von aaa:
toll.. wirklich.,. da darf die vor dem wichtigsten kongress der welt sprechen und hat nichts besseres zu tun als jeden einzelnen anwesenden arsch zu küssen.
bleibt nur zu hoffen das merkel so tief in einem der ärsche gekrochen ist das sie nicht wieder zurück kommt!!
03.11.2009 19:02 Uhr
von Ihr NamePeter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede, leider nicht in amerikanisch. Nun kommt Donnerstag noch der Wizekanzler und Außenminister Westerwelle in die USA, na der wird doch wohl amerikanisch sprechen.
03.11.2009 19:00 Uhr
von Luke:
"Den größten Applaus erhielt die deutsche Kanzlerin überraschenderweise bei einem Thema, das den Kongress eigentlich spaltet: dem Klima." taz.de
"And, whereas at other times in her speech she received full standing ovations, when she mentioned the climate change deal only part of her audience rose to applaud." nytimes.com
Ohne Worte
03.11.2009 18:58 Uhr
von Ihr Name Peter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede.Leider nicht in amerikanisch, wo man doch in den USA war. Nun lernen die USA am Donnerstag noch den Wizekanzler und Außenminister kennen, naja der wird doch amerikanisch sprechen, denn die Ansprüche stellt der auch an andere.
03.11.2009 18:58 Uhr
von ladygaga:
Großer Tag einer großen Frau
03.11.2009 18:57 Uhr
von Ihr Name Peter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede.Leider nicht in amerikanisch, wo man doch in den USA war. Nun lernen die USA am Donnerstag noch den Wizekanzler und Außenminister kennen, naja der wird doch amerikanisch sprechen, denn die Ansprüche stellt der auch an andere.
03.11.2009 18:49 Uhr
von symphatisant:
Es gibt eben Orte, wo Phrasen, Worthülsen und Binsenweisheiten, Geschichtsstunden oder gar Geschichtsklitterung, also die normalen Bestandteile der meißten politischen Reden einem Ausländer adhok übel genommen werden. Beispielsweise im amerikanischen Kongress.
Aus diesem Grunde einen Glückwunsch an jeden, der nie in diese Verlegenheit kommt, so eine Rede halten oder verfassen zu müssen. Und etwas Mitgefühl für alle, die es nicht geschafft haben oder nicht vernünftig genug waren, sich davor zu drücken.
03.11.2009 18:15 Uhr
von jps-mm:
Merkel blamiert Deutschland auf ganzer Linie
Auch die Kongressabgeordneten wissen über das Ausmaß der Bürger- und Menschenrechtsverletzungen in Deutschland Bescheid. In den kritischen Blicken der Kongressabgeordneten steht daher geschrieben: Merkel missachtet Menschenrechte. In Anbetracht der fortgesetzten Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art ist es kaum verwunderlich, dass die Kongressabgeordneten bei dem Schauspiel der Merkel lediglich pflichtschuldig klatschen. In Deutschland werden Menschenrechte in schwerster Weise verletzt.
Die Merkel muss vor den Untersuchungsausschuss - und sonst nirgendwohin.
03.11.2009 17:52 Uhr
von ottonormal:
Mit ihrer vornehmen Zaghaftigkeit wird Frau Merkel nicht mal die mindesten eigenen Ziele in den USA durchsetzen können.
Leserkommentare
04.11.2009 18:43 Uhr
von Nordwind:
Wow, die Umme aus der Uckermark durfte im Kapitol sprechen! Wie erst vor kurzem Gordon Brown, Nicolas Sarkozy und Silvio Berlusconi. Und die Medien kreischen: Historisch! Sensation!
Klar, die haben viel geklattscht. Aber die klattschen immer viel. Das gehört sich bei amerikanischer Politik-Inzenierung so. Da wird auch der Präsident von seinen schärfsten Gegner beklatscht.
Bei der Passage bezüglich der Klimapolitik war auf Seiten der Konservativen Stille angesagt. Das kann also als Unhöflichkeit gewertet werden.
Und zu Afghanistan sagte sie zusammengefasst doch nichts anderes als: Macht ihr man, wir machen mit.
Doch der verweis auf George W. Bush war eine echte Entgleisung:
Weil wir nach den Anschlägen des 11. September mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush die Überzeugung geteilt haben, dass von Afghanistan aus nie wieder die Sicherheit der Welt bedroht werden darf, steht Deutschland dort seit 2002 mit dem drittgrößten Truppenkontingent.
Der Mann hatt doch keinerlei völkerrechtliche Legitimation für seinen Angriff.
Aber egal. Die Knopfleiste (Priol) durfte auch mal im Kapitol sprechen.
Offenbar wollen/sollen deutschlands Medien unsere führende Vertreterin des Kapitals mal wieder so richtig hochjazzen.
Sie war da, sie hat geredet und sich nicht blamiert hätte als Nachricht vollkommen ausgereicht.
04.11.2009 15:32 Uhr
von ole:
von taz:
Den größten Applaus erhielt die deutsche Kanzlerin überraschenderweise bei einem Thema, das den Kongress eigentlich spaltet: dem Klima.
Bitte??
Haben Sie nur abgeschrieben oder die ÖR zitiert?
Den größten Applaus erhielt sie eindeutig beim Thema Iran und Israel.
Beim ihren Bemerkungen zum Thema Klima sind noch nicht einmal 1/3 der Kongressabgeordneten aufgestanden.
Peinlich taz.
04.11.2009 13:40 Uhr
von Carolus Magnus erodierendes Imperium:
Eine glanzvolle rede hat sie da hingelegt im US-congress, "unsere" Angela. Durch und durch inspirierend, nuancenreich getragen, mit zwischentönen rhetorisch verfeinert, ein betont flammender appell an das gewissen und die zivilcourage, einfach umwerfend!
Queen Elizabeth und Prinz Charles werden diesem deutschen medienereignis sicher vor ihren TV-geräten beigewohnt und sich dabei die frage gestellt haben, warum es im Vereinigten Königreich nirgendwo eine so eloquente und wortgewandte politikerin gibt?
Ja, "wir" Deutschen sind doch immer wieder die besten, wenn wir nur felsenfest davon überzeugt sind, es tunlichst vermeiden, über den tellerrand zu blicken und der nachwachsenden generation weiterhin eintrichtern, dass reden silber ist und schweigen gold, nicht wahr?
Jede Zweit- oder Drittklässlerin hätte es dem ehemaligen FDJ-Mädel Merkel gleichgetan! Wie vom Blatt gelesen, schön hast du das gemacht...
04.11.2009 11:10 Uhr
von klömpi:
Der Auftritt von Fr. Merkel war ausnahmsweise überraschend gut gelungen, ich kann daher die unsachliche Kritik nicht nachvollziehen. Wenn man über die Rede in den USA diskutiert, kann man wohl kaum mit Hartz 4 argumentieren, so wie es einige Stinkstiefel hier tun.
An sich ist es aber generell müßig diesem Thema so eine mediale Aufmerksamkeit zu widmen, ist die deutsche Politik doch scheinbar bedeutungslos geworden.
04.11.2009 10:56 Uhr
von Michael:
@stacco:
Richtig heißt es Super Bowl.
04.11.2009 10:39 Uhr
von HRolf :
In der NY-Times erscheint die Rede von Merkel an d r i t t l e t z t e r Stelle der Spalte Politik. Diese Rangfolge zeigt den wirklichen Stellenwert, den die deutsche Politik in der amerikanischen Presse einnimmt.
Wenn die deutschen "Leitmedien" durch übertriebene Aufmacher diese Angelegenheit heute so hochspielen, dann merkt man erst, wie provinziell unsere Angelegenheiten in der Weltpoltik sind. Bleiben wir auf dem Fußboden - und bitte: keine Hochstapelei!
04.11.2009 09:27 Uhr
von maiki:
Seit dieser Rede schäme ich mich für Merkel und unsere politischen Vertreter. Eine anbiederndere Rede habe ich selten gehört. Man kann sich ja durchaus für manch in der Vergangenheit Getanes bei den USA bedanken.
Allerdings, über andere Länder, wie zB Iran, zugleich dermaßen abwertend herzuziehen, obwohl die USA, der Empfänger dieser Dankesorgie, ein Folterstaat sind, Menschenrechte nicht achten, Menschen verschwinden lassen oder ohne jegliche Anklage unbegrenzt gefangen halten. Die USA führen nach Lust und Laune Angriffskriege, stacheln, wie in Pakistan, Regierungen zum Krieg gegen die eigene Bevölkerung an, morden weltweit Menschen ohne Anklage mit Drohnen aus der Luft. Tote Unbeteiligte sind in Kauf genommen usw.
Merkels Rede war die Erklärung eines Vasallen an die Hegemonialmacht. Somit sind die Verhältnisse geklärt.
Den Anstand und politischen Willen, eine derartige Dankesorgie auch in Moskau zu halten, hat sie im Übrigen wohl nicht. Ohne die Sowjetunion und deren Politiker des Jahres 1989 gäbe es die geeinte Bundesrepublik nicht.
04.11.2009 08:23 Uhr
von schlemmertheke:
mann mann mann, was für ein schäbicher aufmacher, angesichts ihrer rede und dazu gleich die passenden kleingeistigen kommentare hingefurzt. es stinkt gewaltig nach wessiverdauungsproblemen, womit ich ausdrücklich nicht diesen artikel oder den us-kongress gemeint wissen will! mal sehen wie lange es noch dauert, bis einige herrschaften endlich mal kapiert haben, dass sie die bundeskanzlerin ist und bleibt. ich weiss, das fällt euch schwer, intelligente frauen sind eure lieblinge nicht.
04.11.2009 08:11 Uhr
von Gerd:
Nun hassen wir alle mal wieder `ne Runde ...
Toll!
04.11.2009 07:58 Uhr
von Centaurium:
Begreife ich nicht, was diese Frau da in Amerika zu schwätzen hat. Als Kanzlerin ist sie verantwortlich auch für das, was durch das H4-System den Leuten angetan wird. Sie hat die Bodenhaftung verloren.
"Vor den Untersuchungsausschuss" - diesem Wunsch schließe ich mich gern an!
04.11.2009 07:56 Uhr
von Walter H. Diebold:
Herr Jesinghaus:
"Amerikanisch" sprechen? Was ist das denn? Ich dachte immer, wir sprechen englisch.
04.11.2009 07:33 Uhr
von stacco:
in den us medien fand die rede und der besuch von frau merkel praktisch keinerlei beachtung.
it´s not important enough to talk about, by the way
who will win the superball this year?
04.11.2009 05:55 Uhr
von chris:
Taz,
bitte mal den Kommentar von Luke erklaeren!
04.11.2009 02:14 Uhr
von vic:
Die Frau ist mir einfach nur peinlich, und ich mag derlei Lobhudeleien nicht auch noch in der taz lesen müssen.
Not in my Name, Mrs.Merkel.
03.11.2009 23:15 Uhr
von Moschus:
War ein klasse Opener. Erstmal dem Amerikanischen Kongress auf die Schulter geklopft. Tut den gebeutelten Kongresslern bestimmt gut.
Find schon das Merkel eigene Interessen vorrantreibt. Der Punkt Klimaschutz hat ganz klar auf Arbeitsplätze gezielt. Und Deutschland würde bei einer konsequenten Umrüstung auf Klimaschutz profitieren mit seiner großen Industrie und den Forschungen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Verstehe nicht warum die Alten sowenig Applaus für das Thema Klimaschutz übrig haben. Meiner Meinung nach ist das ein Thema das die jüngeren Gernerationen beflügeln könnte.
03.11.2009 22:41 Uhr
von Klaus Kosiek:
Merkwürdiger Artikel, der brav Kernaussagen der Rede referiert, mit kühnen Metaphern ( es "hagelt" Bravo-Rufe )operiert und zustimmende Stimmen zitiert. Aber nirgendwo ein eigener Gedanke, der Versuch einer Einordnung, ein Vorbehalt oder gar der Anflug von Kritik. Na gut, das kann ja noch anderswo in der taz kommen. Trotzdem die Frage: Kann es sein, dass die taz sich entschlossen hat, an der Heiligsprechung der Kanzlerin mitzuwirken?
03.11.2009 22:22 Uhr
von zat:
war das jetzt ein gastbeitrag von welt.de?
Natürlich kann sie viel versprechen, deswegen isse ja auch Aknzlerin geworden. Dass die Taten dann ganz anders aussehen ist dann eigentlich nur Nebensache.
Eigentlich ähneln sich insofern Frau Merkel und Herr Obama, so wie die Klimakanzlerin bisher nur übers Klima geredet hat, hat der Friedensnobelpresident bisher eben auch nur über Frieden geredet.
03.11.2009 21:39 Uhr
von Boris:
Afghanistan bedroht(e)die Sicherheit der Welt,die USA misst dem Klimaschutz eine hohe Bedeutung zu.
Zwei falsche Behauptungen in einer "historischen"
Rede.
Merkel:"Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in Ihrer Arbeit dem Schutz unseres Klimas eine hohe Bedeutung beimessen."
Kernpunkt des US-Vorschlags ist eine Absage an das Kyoto-Protokoll von 1997. Dieses Protokoll verpflichtet 37 Industrieländer, bis 2012 ihre klimaschädlichen Treibhausgase zu vermindern. Die USA haben es nie unterzeichnet. Ziel der Obama-Regieerung ist nun ein neues Abkommen, das endgültig mit dem Kyoto-Protokoll bricht und langfristig bis zum Jahr 2050 orientiert ist. Konkrete Vorschläge
für mittelfristige Reduktionsziele etwa der Industrieländer machten die USA jedoch nicht.
http://www.zeit.de/online/2009/25/klimaschutz-usa
03.11.2009 21:28 Uhr
von joHnny:
...und jetzt erhält hr. Obama die erlaubnis, seine rede vor´m Brandenburger Tor zu halten...
03.11.2009 21:09 Uhr
von paul:
ohje,
recht eigentlich müsstet ihr die Bürgerin Merkel jeden verdammten Tag wegen ihrer zahlreichen Verbrechen gegen das deutsche Volk, ihrer unerträglichen arroganten dreisten Heuchelei und Ignoranz anklagen und was tut ihr?
Theo Lingen würde sagen "Traurig, traurig traurig"
03.11.2009 20:20 Uhr
von Bodo Bender:
Sicherlich war dies ein Höhepunkt in Merkels Karriere. Natürlich bediente sie amerikanische Erwartungen. Von sich zu erzählen, von seinem Leben - das wollen die Amerikaner eben hören. Klar darf der "amerikanische Traum" nicht fehlen, auch nicht, ganz trivial, der Traum der DDRlerin von den Levis Jeans. So jagte ein Klischee das andere: Leben hinter Stacheldraht, Sehnsucht nach Freiheit, Luftbrücke. Kotau vor den USA ohnedies. Wer wollte es ihr verdenken. Insoweit war die Rede ebenso platt wie wirkungsvoll komponiert. Das lieben die Amerikaner, das macht sie happy und das danken sie mit standing ovations und Zurufen.
Manches in der Rede war reichlich kleinteilig - oder kleinkariert. Deutsche Vereinigung: Die Verdienste gleich mehrer amerikanischer Präsidenten werden betont - Gorbatschow auch? Fehlanzeige. Auch Kohl natürlich - aber Brandt? Den doch nicht!
In der Sache nichts Konkretes. Afghanistan: "Partnership in Leadership" - was das bedeutet, weiß der Teufel. Mehr deutsche Truppen, wie Obama verlangt? Keine Auskunft.
In der Klimapolitik wurde sie konkreter - und leistete - das deutete sich im Vorfeld schon an - Schützenhilfe für Obama. Ob das möglicherweise ein Rohrkrepierer wird wie der Friedensnobelpreis? Jedenfalls gab es da keinen einhelligen Beifall vor dem Haus, keine standing ovations. Die Republikaner und ein Teil der Demokraten mag Merkels deutliche Äußerungen hierzu eher als Einmischung von außen empfinden..
Zur Mehrung von Merkels Ansehen wird dieser Auftritt einiges beitragen. Ob auch zur Festigung der deutsch-amerikanischen oder gar der Merkel-Obama-Beziehungen - das wohl eher nicht.
03.11.2009 20:19 Uhr
von Texas View:
Wer etwas ueber diese Darbietung in USA TV Nachrichten sehen wollte, musste aber sehr aufpassen: Erst kam Karadzic in DenHaag, dann die Governeurswahlen in Virginia und New Jersey, dann einige Sekunden - eine aeltere Dame von "Germany" hat da eine Rede im Congress gehalten...dann das Wetter von heute...and now a commercial break... "Oil change special $ 19.95"...
03.11.2009 19:46 Uhr
von Richard Detzer:
Entweder herrscht Krise oder Merkel. Da ist mir Krise weitaus lieber.
03.11.2009 19:04 Uhr
von aaa:
toll.. wirklich.,. da darf die vor dem wichtigsten kongress der welt sprechen und hat nichts besseres zu tun als jeden einzelnen anwesenden arsch zu küssen.
bleibt nur zu hoffen das merkel so tief in einem der ärsche gekrochen ist das sie nicht wieder zurück kommt!!
03.11.2009 19:02 Uhr
von Ihr NamePeter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede, leider nicht in amerikanisch. Nun kommt Donnerstag noch der Wizekanzler und Außenminister Westerwelle in die USA, na der wird doch wohl amerikanisch sprechen.
03.11.2009 19:00 Uhr
von Luke:
"Den größten Applaus erhielt die deutsche Kanzlerin überraschenderweise bei einem Thema, das den Kongress eigentlich spaltet: dem Klima."
taz.de
"And, whereas at other times in her speech she received full standing ovations, when she mentioned the climate change deal only part of her audience rose to applaud."
nytimes.com
Ohne Worte
03.11.2009 18:58 Uhr
von Ihr Name Peter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede.Leider nicht in amerikanisch, wo man doch in den USA war. Nun lernen die USA am Donnerstag noch den Wizekanzler und Außenminister kennen, naja der wird doch amerikanisch sprechen, denn die Ansprüche stellt der auch an andere.
03.11.2009 18:58 Uhr
von ladygaga:
Großer Tag einer großen Frau
03.11.2009 18:57 Uhr
von Ihr Name Peter Jesinghaus:
Sie redete eine Rede.Leider nicht in amerikanisch, wo man doch in den USA war. Nun lernen die USA am Donnerstag noch den Wizekanzler und Außenminister kennen, naja der wird doch amerikanisch sprechen, denn die Ansprüche stellt der auch an andere.
03.11.2009 18:49 Uhr
von symphatisant:
Es gibt eben Orte, wo Phrasen, Worthülsen und Binsenweisheiten, Geschichtsstunden oder gar Geschichtsklitterung, also die normalen Bestandteile der meißten politischen Reden einem Ausländer adhok übel genommen werden. Beispielsweise im amerikanischen Kongress.
Aus diesem Grunde einen Glückwunsch an jeden, der nie in diese Verlegenheit kommt, so eine Rede halten oder verfassen zu müssen. Und etwas Mitgefühl für alle, die es nicht geschafft haben oder nicht vernünftig genug waren, sich davor zu drücken.
03.11.2009 18:15 Uhr
von jps-mm:
Merkel blamiert Deutschland auf ganzer Linie
Auch die Kongressabgeordneten wissen über das Ausmaß der Bürger- und Menschenrechtsverletzungen in Deutschland Bescheid. In den kritischen Blicken der Kongressabgeordneten steht daher geschrieben: Merkel missachtet Menschenrechte. In Anbetracht der fortgesetzten Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art ist es kaum verwunderlich, dass die Kongressabgeordneten bei dem Schauspiel der Merkel lediglich pflichtschuldig klatschen. In Deutschland werden Menschenrechte in schwerster Weise verletzt.
Die Merkel muss vor den Untersuchungsausschuss - und sonst nirgendwohin.
03.11.2009 17:52 Uhr
von ottonormal:
Mit ihrer vornehmen Zaghaftigkeit wird Frau Merkel nicht mal die mindesten eigenen Ziele in den USA durchsetzen können.