In der Kunstzeitschrift "Monopol" wird protestiert. Künstler, Designer und Architekten kämpfen gegen die sinnlose und kulturfeindliche Einführung der Energiesparlampe.von Brigitte Werneburg
Leider wimmelt ihr Beitrag ebenfalls von Viertelwissen:
Wolfram kann man recyclen, so wie 99% einer Glühbirne, das Gewicht ist so gering das man es nur mit Laborwaagen überhaupt messen kann.
Eine Energiesparlampe enthält neben Quecksilber auch noch allerlei Elektronik und damit Elektroschrott,Kunstoff etc. nicht einmal das Glas lässst sich wegen der selbstredend giftigen Beschichtung recyclen!
Beim Quecksilber geht es auch weniger um die Umweltbelastung, sondern um die erhebliche Kontamination von Atemluft und Interieur,wenn so eine Umweltbombe zu Bruch geht,die sich nur mit einer aufwendigen Sanierung beseitigen lässt!
Der anhnungslose Verbraucher hat mangels Warnhinweisen keinen blassen Schimmer davon, mit welchem Teufelszeug er da hantiert!
@Chuck
Wenn es fest wäre würde es gar nicht funktionieren. Im Glaskolben befindet sich Quecksilberdampf!
In der Elektronik befindet sich u.a Tantalium, das aus dem seltenen Contanerz gewonnen wird. Das wird im Kongo nicht nur unter schrecklichen Bedingungen abgebaut, sondern ist Grund für anhaltende kriegerische Konflikte in der Region!
27.04.2010 16:50 Uhr
von Onkel Hotte:
@susi: http://dict.leo.org/?lp=ende&search=man
27.04.2010 07:30 Uhr
von Moritz:
Oh mein Gott,
die Menge an Halb- und Falschwahrheiten hier ist ja kaum noch zu ertragen!
1. Quecksilber: In einer Energiesparlampe ist ein Bruchteil des Quecksilbers enthalten, das ein gewöhnliches Kohlekraftwerk in den Kamin (respektive die Rauchgasreinigungsanlage) entlässte, wenn es den Strom zum Betrieb der acht Glühlampen erzeugt, die einer ESL entsprechen. Soviel zu der "schrecklichen" Quecksilbermenge.
Im Übrigen sind seit Jahr und Tag in allen Leuchtstoffröhren die gleichen (bei alten noch viel größere) Quecksilbermengen enthalten. Und in Industrie und Büros gibt es _nur_ Leuchtstoffröhren.
2. Die Lichtqualität. Ja es stimmt, die Farbwahrnehmung bei gewöhnlichen Sparlampen ist schlechter als bei Glühlampen. Aber wer betreibt zu Hause ein Museum? Und in Museen lässt sich (wenn man mal von den Lichtinstallationen absieht) alles genau so gut mit Hochdrucklampen illuminieren.
3. Das Märchen vom Ein- und Ausschalten. Angeblich braucht eine Sparlampe beim Einschalten so viel Strom, dass man davon eine Glühlampe stundenlang brennen lassen könnte. Wenn dem so wäre, müssten in der Industrie morgens beim Schichtbeginn alle Sicherungen und Transformatoren durchbrennen. Als Elektrotechniker kann ich sagen, dass eine Sparlampe selbst dann weniger Energie als die Glühlampe verbraucht, wenn man sie im Sekundentakt ein- und ausschalten würde. Ich bin gerne zu Vorführungen bereit.
Alles in allem: Wenn unabhängiger Journalismus gleich schlechter Journalismus ist, frage ich micht, wie das die Welt retten soll. Und wer hier schreibt, sie oder ihn habe dieser Artikel überzeugt, kann auch gleich den Zeugen Jehovas beitreten. Die bringen ähnlich fundierte Argumente, wenn sie einem an der Haustür die Schöpfungsgeschichte in 8000 Jahren verkaufen.
26.04.2010 18:45 Uhr
von Fabian:
Der Artikel ist zurecht im Greenpeace Lügendetektor. Bisher hatte ich ja einen guten Eindruck von der Qualität der Artikel gehabt, hatte mich wohl geirrt.
Das Blöde an Energiesparlampen ist doch, dass man sie einschalten muss, um Energie zu sparen.
:-)
26.04.2010 15:15 Uhr
von Chuck:
Zu der Umweltproblematik von Energiesparlampen vs. Glühbirnen noch ein Beitrag:
In Energiesparlampen ist zwar Quecksilber drin, aber heute meist als Almagan, i.e. fest bei Raumtemepratur.
Und Glühbirnen sind kaum "umweltschonend" in der Herstellung: Das verwendete Wolfram der Glühfäden kommt nahezu immer aus chinesischen Minen und zur Umweltbilanz chinesischer Minen kann man im Netz genug lesen...
25.04.2010 20:52 Uhr
von M.D.:
Ich möchte bitte selbst entscheiden, wo ich welche Leuchtmittel einsetze. Das Licht der Glühbirne ist mir angenehmer, dafür läuft der PC ca. 15 Minuten pro Tag und ich sehe nicht fern. Alle Elektrogeräte mit "Total-Aus". Und die Effizenz unter Berücksichtigung von Herstellung und Entsorgung möchte ich bei den Energiesparlampen bezweifeln.
23.04.2010 18:06 Uhr
von Günther:
Liebe Leute - kann mir einer sagen, warum die tolle Künstlerschaft erst jetzt - Monate nach der Verordnung - auf die glorreiche Idee kommt, gegen die Verwendung der "Sparlampen" zu protestieren. Vor kurzer Zeit hatten wir doch die Probleme mit der Rechtschreibreform. Auch da hatten Schriftsteller u.Ä. sich Monate und Jahre Zeit gelassen dagegen zu protestieren. Ich habe mir wenigstens einen netten Vorrat an Lampen gekauft, die ich glaube haben zu müssen, um meine Wohnung auf viele Jahre stimmungsvoll zu beleuchten. Nennt mich ruhig "Raffke" oder "Eichhörnchen" - ich werde mir mit den quecksilberhaltigen Sparlampen dann wenigstens das Fieber messen können - Glückauf G.B.
@Gor: Diese Lampen gibt es seit Jahren auch in Deutschland. Es sind energieoptimierte Halogen-Glühlampen. Die Lebensdauer ist mit 2000h angegeben (Glühlampen 1000h). Die Effizienzklasse D ist verglichen mit Klasse A (Standard bei Energiesparlampen oder LED) nicht sonderlich gut. Ca. 30% Energieeinsparung im Vergleich zur Normalglühlampe, aber auch 20-30 Prozent weniger Helligkeit (laut Stiftung Warentest 2/2009). Sie sind allerdings nur noch in Klarglasoptik zu haben, und werden ab 2016 vom Markt verschwinden.
@susi: Danke für den Hinweis bzgl. der Gender-Problematik des Markennamens Megaman. Wir erwägen nunmehr, Zweitmarke Megamanwoman zu kreieren, wenn das noch nicht geschützt ist. Mit Sparlampen der politisch korrekten Marke LightMe sollte freilich auch Feministinnen und Feministen ein energieeffizientes Licht aufgehen können.
Auch wenn die Ergebnisse der hier erwähnten Studien fragwürdig sind, so bleibt am Ende doch einiges zu sagen:
Energiesparlampen benötigen bei ihrer Herstellung viel mehr Energie als die alte Glühbirne. Das Licht der klasischen Energiesparlampe wird subjektiv als unangenehmer empfunden als das der alten Glühbirne. Energiesparlampen bestehen aus Materialien die die Umwelt weitaus mehr belasten, als die alte Glühbirne. Energiesparlampen, sparen nur dort Energie, wo das Licht dauerhaft an ist. Ständiges an und aus Knipsen benötigt sogar noch mehr Energie als bei der alten Glühbirne. Energiesparlampen sind teurer als die alte Glühbrine.
Solange an anderer Stelle Energie zu Tonnen sinnlos verballert wird, erscheint der Versuch der erzwungenen Energiesparlampe nur noch lächerlich zu sein. Wir hängen uns Energiesparlampen ins Haus und vor der Tür fahren noch immer die LKS von Deustchland nach Marokko um dort die Krabben pulen zu lassen. Asnchließend geht die ganze Fahrt wieder zurück. Der Weg der Wäsche von Hotels ist da etwas kürzer. Sie werden nur nach Polen gebracht. Das ist eben etwas billiger.
22.04.2010 16:49 Uhr
von susi:
Megaman stellt (abgesehen vom macho-patriarchalischen Markennamen) übrigens die miesesten Energiesparlampen her (finde ich persönlich). Halten nicht lange und geben kaltes Licht ab.
22.04.2010 13:41 Uhr
von Gor:
Ich habe mir rechtzeitig einen Glühlampenvorrat zugelegt. Einen Vorteil hat das Verbot, ich habe mich schlau gemacht und in der Schweiz Glühlampen gefunden, die 3mal so lange halten wie die übliche Osram oder Philips, und dabei 12% weniger Strom verbrauchen (Effizienzklasse D). Und die Lampen waren gemessen an der Lebensdauer nicht teurer. Im Gebrauch sind diese Lampen und ihr Licht von Standardglühampen nicht zu unterscheiden.
Also: Osram und Philips haben jahrzehntelang mit minderwertigen Produkten Energie verschwendet und uns unnötig oft in die Geschäfte getrieben. Der Stand der Technik bei Glühlampen ist Effizienzklasse D, nicht E, und wenn die EU das vorgeschrieben hätte, wäre es OK gewesen. Glüh- und Energiesparlampen zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen.
21.04.2010 14:00 Uhr
von Birgit:
Könntet ihr mir bitte den link zu dieser Defra-Studie schicken?
Vielen lieben Dank :) /Birgit
21.04.2010 12:59 Uhr
von Christoph Seidel, Megaman Energiesparlampen:
Es gibt Studien der britischen Regierungsorganisation MTP, die sich damit beschäftigen, ob und in welchem Maße alle mögliche "nützliche" Abwärme von Stand-by-Elektrogeräten, E-Herden, Glühlampen usw. bei Abschalten/Ersatz dieser Geräte durch die Heizung kompensiert werden muss. Ergebnis: Die Heizung ist die wirtschaftlichere und umweltfreundlichere Alternative, und Energiesparlampen sind ein sinnvoller Ersatz für Glühlampen.
Es gibt KEINE britische Studie über die kalte "gefühlte Temperatur" von Energiesparlampen mit der Folge entsprechender Zuheizung durch den Nutzer. Diesen Blödsinn hat die deutsche Zeitschrift "Professional Lighting Design" vor geraumer Zeit in die Welt gesetzt, weil deren Autor die o.a. Studie nicht kapiert hat oder nicht kapieren wollte.
Und wer's nicht glaubt, das hat mir die MTP dazu geschrieben: "...our Briefing Note BNXS29 is being cited in the German media on this topic of cool light and its psychological effects. However this information does not come from an MTP source, and BNXS29 is unfortunately being cited incorrectly on this matter. Even if there were evidence of this phenomenon, CFLs now come in 'warm' shades so we would be surprised if people actually behaved in this way."
MfG Christoph Seidel, Pressesprecher Fa. MEGAMAN
21.04.2010 12:37 Uhr
von Andreas:
Atomkraftwerke gehören zu unserer Energieerzeugungskultur. In diesem Sinne ein Hoch auf die Glühbirne. Übrigens bin ich Architekt.
21.04.2010 11:39 Uhr
von Thomas Fluhr:
Das Verbot der Glühbirne ist eine grosse Verarsche und Beleidigung des Konsumenten. Der Mensch lässt sich nicht auf Zahlen reduzieren. Außerdem ist der Verbrauchsanteil minimal. Wie siehts denn mit dem WWW aus, keiner will wissen wie viel Energie da verbraten wird und Umwelt gestört wird, man könnte ja ein schlechtes Gewissen bekommen. Der einzige Gewinner ist die Industrie, die horrend teuren Sondermüll erzeugt. Wird Licht?
21.04.2010 11:34 Uhr
von Ralf Bönt:
Prima Beitrag!
Ich hoffe es kommt doch noch Bewegung in die Sache, bevor die ersten Feuerwehrmänner nach einem Großbrand erkranken, weil sie ihre verseuchten Anzüge natürlich beim Ausziehen mit den Fingern anfassen und ins Auto werfen, wo dann das Quecksilber wieder hübsch abdampft. Bevor wir Langzeitstudien vergleichen über die Verseuchung von Wohnräumen, in denen ganz überraschend mal Leuchtkörper zerbrachen. Schon heute besteht diese Gefahr überall, wo man hineingeht. All das, nachdem Quecksilberverbote grad endlich verhängt worden waren!
Man schaue auch
http://www.youtube.com/watch?v=3L_OTQKh1U0
schon wegen den Beiträgen des Lichtmediziners Alexander Wunsch.
21.04.2010 09:25 Uhr
von Bulb:
Für das _kalte Licht_ gibt es Farbfilter. Schade, dass die Industrie nicht stärker darauf setzt. Denn wer, als Otto-Normalverbraucher, schaut sich schon im Internethandel auch noch nach Filterfolien um. Zu viel Arbeit für Wohlbefinden und Umwelt?
21.04.2010 07:56 Uhr
von Hans:
Ein sehr schönes Beispiel für politischen Aktionismus im Namen eines vermeintlichen Klimaschutzes, der letztendlich die Umwelt gefährdet.
21.04.2010 04:10 Uhr
von einlicht:
Ein Artikel pro Glühlampe. Schön das es noch vernünftige RedakteurInnen gibt. Ich mag die junge taz.
Ich bin einer dieser Designer und habe in meiner Wohnung genau drei »Energiesparlampen« (als sie noch Neonröhren hießen, wollte sie keiner haben) verbaut — aus technischen Gründen, ein sog. Normlicht. Nie würde ich auf die Idee kommen meinen Lebensraum nur mit diesen Leuchtmitteln erhellen zu wollen. Der Mensch braucht kein Normlicht, der Mensch braucht Licht mit dem er sich wohlfühlt.
Und ja: In meiner Arbeit als Photograph und Kameramann setze ich sehr gerne Leuchtstofflampen ein — als Ergänzung zu den Klassischen Leuchten die in der Lage sind punktuelles und steuerbares Licht zu erzeugen. Tatsächlich muss ich aber zugeben dass sehr viele (wenn nicht die mehrzahl) der weltweit produzierten Filme ausschließlich mit Flächenleuchten, also Leuchtstoffröhren beleuchtet werden. Dieses Genre hat sogar einen Namen: Pornographie. (Seltsam: In einem Bordell würde man nicht allzuviele Neonröhren finden.)
Ich möchte die Leuchtstoffröhre nicht schlecht reden, sie hat definitiv eine Daseinsberechtigung und ist, wo es angebracht ist, eine unverzichtbare Lichtquelle neben der Glühlampe. Aber eben »neben«. Eigentlich macht es wenig Sinn diese Beiden Leuchtmittel zu vergleichen, denn sie haben einfach zu unterschiedliche Einsatzbereiche und Eigenschaften. Die reduzierung auf die Eigenschaft »gibt Licht« wird dem Thema nicht gerecht. Um es figurativ auszudrücken: Wir verbieten Äpfel, weil Birnen ihrer Form wegen effizienter zu transportieren sind, schließlich wachsen beide auf einem Baum.
Ich wünsche mir eine Sachkundige Diskussion zu diesem Thema, in der nicht nur Umweltschützer und Leuchtmittelhersteller zu Wort kommen.
Ohne Frage: Umweltschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer heutigen Gesellschaft. In meiner Wohnung habe ich alle konventionellen Glühlampen durch Halogenlampen ersetzt und spare damit knapp 60% Energie ein, das ist meiner Meinung nach ein sehr großer Schritt.
Also liebe EU: Wenn ihr die Glühlampe und die Halogenlampe verbietet nehmt ihr meinen KollegInnen und mir das wichtigste Werkzeug unserer Arbeit und ausserdem sieht Europa dann aus wie ein Porno, und das will keiner. Lasst uns wenigstens die Halogenleuchten, sonst steigen wir auf Kerzen um und die rußen... feinstaub... oh je...
21.04.2010 00:26 Uhr
von Onno:
Ich schmeiß die Energiesparlampe in den Hausmüll und Kohlestrom find ich super!
Klasse Text
20.04.2010 23:11 Uhr
von tron123:
Nett. Der Artikel ist natürlich tendenziös, also eher ein Kommentar oder eine Satire ?
Ich verwende schon seit Jahren Energiesparlampen - dort wo sie nicht stören. Interessant, habe eine GE Lampe aus 1998 mit einer 25-Jahr Hersteller Garantie. Die Lampe ist täglich im Einsatz und funktioniert noch. Lediglich das Licht ist nur noch 1/4 so hell, leicht gelblich und die Lampe braucht ca. 5 min. um wenigsten diese Leuchtstärke zu erreichen ;-)
Was mir an den Aussagen des Artikels gefällt, und was ich auch kritisiere, ist dieses absolute Verbot der Glühlampe. Ihr Licht ist halt Spektrallicht (wie das der Sonne) und hat nicht nur 3 Linien. Es strahlt Wärme aus, die man subjektiv als angenehm empfindet - auch im Sommer. Ich kann Künstlergruppen, Designer und Architekten gut verstehen.
20.04.2010 23:05 Uhr
von Julius:
Ein wirklich bodenloser Artikel. Wie David bereis angefügt hat ist es totaler quatsch das man keine Energie sparen würde. Außerdem glaube ich nicht das die Studie wirklich repräsentativ durchgeführt wurde.. das wäre ein enormer Aufwand. Dieser Artikel gibt den "Glühbirnen-Spinnern" nur neue Motivation. Seit vielen Jahren gibt es sehr gute Energiesparlampen mit warmen Licht und runder Form. Diese können auch im Bereich von Kunst etc. verwendet werden. Zudem sind die LEDs auf dem Vormarsch. Aber wer weiß weshalb das auch Teufelszeug ist. Also leisten auch sie ihren Beitrag zum Klimawandel und verfeuern sie Kohle und spalten Atome um eine völlig ineffiziente veraltete Technik am leben zu halten! Bravo...
20.04.2010 22:59 Uhr
von peter:
so ein quatsch mit soße! auf den schwachsinn mit dem heizdilemma muss ich hoffentlich nicht weiter eingehen, das wird wohl jedem klar sein, was für ein quatsch das ist.
künstler designer und architekten müssen eben lernen umzudenken. alternativen gibt es genüge (zb LED)
strom sparen ist die gegenwart, nicht die zukunft, dazu gehören nun eben auch energiesparlampen. und dass die entwicklung derer eben noch gepushed werden muss, ist verständlich. das sie energie einsparen, ist jedoch unbestritten.
20.04.2010 22:34 Uhr
von Karl:
Mir gefällt, der Artikel nicht. Eine "Anti"-Meinung wird mit schwer fassbaren Faktoren und Heizbilanzen gespickt. Nach dem Motto: "Lassen wir doch alles beim Alten". Palmöl mag zu mehr Abholzung führen - was schlecht ist - , aber E-Spar-Lampen doch nicht zu mehr Heizkosten! Oder gibt es in England keine Thermostate für die Heizung?
Die Sorgen dieser Künstler möchte ich auch haben... dann doch lieber Proteste gegen Palmöl, das übrigends auch in Margarine und anderen Speisen drin ist.
20.04.2010 22:04 Uhr
von Lacernella Rubra:
"Was für ein Schwachsinn! taz eure tage sind gezählt" (Reden)
Der einzige Schwachsinn, der hier zu finden ist, dürfte Ihr Kommentar sein. Denn Glühbirnenlicht sich anders auf das Empfinden der Menschen und auf Farben auswirkt als Energiesparlampen ist nun einmal Fact. Wenn Sie das nicht glauben, nehmen Se sich doch bspw. mal ein Stück Papier und 'nen Stift und betrachten das ganze unter beiden Lichtquellvarianten. Zum tatsächlichen Energieverbrauch bzw. -ersparnis möchte ich eine - zugegeben gewagte - Behauptung aufstellen:
Wenn die E-Lampe den ganzen Tag in Betrieb ist, da der Verbraucher glaubt, sie sei das Energiesparwunder schlechthin, dürfte der Gesamtverbrauch zum Tagesende nicht sonderlich geringer als der einer sinnvoll eingesetzten Glühbirne sein.
Was m.E. meist auch völlig außer Acht gelassen wird sind die Herstellung und die hierbei verwendeten Rohstoffe.
20.04.2010 21:58 Uhr
von Bernd Lünser:
>Glühlampen als Heizung mit elektrischem Strom zu heizen ist die schlechteste aller Varianten. Im Sommer sowieso, wenn evtl. die Klimaanlage diese ach so tolle Glühlampenwärme wegschaffen muss.
>Ästhetische Gesichtspunkte lasse ich gelten
>Lichtfarbe Mit modernen, guten, Energiesparlampen lassen sich beliebige Farbtemperaturen erzeugen von tageslichtweiß bis schummrig-orange. Mit LEDs auch. Wo ist das Problem?
>Insofern wundert es nicht, dass sie zukünftig verbannt werden soll. Sie können Ihre Aluhut wieder absetzen, Danke. m(
20.04.2010 21:51 Uhr
von susi:
Einige KommentatorInnen hier scheinen tatsächlich zu glauben, die Energie- und Schadstoffbilanz der Energiesparlampe sei auf die reine Gebrauchsphase beschränkt. Was ist mit Herstellung und Entsorgung?
Und vor allem: Es geht doch gar nicht um die Existenzberechtigung der Energiesparlampe, aber brauchen wir wirklich ein VERBOT der Glühlampenproduktion/-vermarktung? Mich jedenfalls hat der Artikel sehr überzeugt.
20.04.2010 21:30 Uhr
von Andy:
Schön, endlich mal einen Text zu lesen, der sich von dem austauschbaren Geblubbere, der von Osram und Philips in Gang gehaltenen Meinungsmaschinerie abhebt. Unabhängiger Journalismus ist offenbar doch noch nicht tot.
20.04.2010 21:00 Uhr
von Reden:
Was für ein Schwachsinn! taz eure tage sind gezählt
20.04.2010 20:47 Uhr
von David:
"Wenn die Wärmeemission herkömmlicher Glühfadenlampen reduziert wird, muss die so entstandene Differenz durch das Heizsystem wieder kompensiert werden." Damit ist der Spareffekt erst einmal weg. Jedenfalls im Vereinigten Königreich, wo beim Heizen kaum aufs Energiesparen geachtet wird. "
Jedenfalls auch im Sommer, da ist es ja immer kalt. Und dann muss das 1,4-fache reinvestiert werden? Obwohl die Elektrizität dezentral, die Heizenergie aber mit Primärenergie gewonnen wird? Und zu allem anderen, also noch auf die Zahl 1,4 obendrauf, erhöht jeder die Raumtemperatur um mehrere Grad? Also verbrauchen wir nur noch 10 Prozent der vormaligen Lichtenergie, aber sonst so ungefähr das Doppelte...
Sag mal, gehts noch? Vielleicht solltest Du noch mal die Quelle der Studie prüfen. Common sense, please!
20.04.2010 20:28 Uhr
von Piet:
Ha!
Die Sorgen dieser "Künstler, Designer und Architekten" möchte ich haben!
Leserkommentare
05.08.2010 19:36 Uhr
von Robbie:
@ moritz
Leider wimmelt ihr Beitrag ebenfalls von Viertelwissen:
Wolfram kann man recyclen, so wie 99% einer Glühbirne, das Gewicht ist so gering das man es nur mit Laborwaagen überhaupt messen kann.
Eine Energiesparlampe enthält neben Quecksilber
auch noch allerlei Elektronik und damit Elektroschrott,Kunstoff etc. nicht einmal das Glas lässst sich wegen der selbstredend giftigen Beschichtung recyclen!
Beim Quecksilber geht es auch weniger um die Umweltbelastung, sondern um die erhebliche Kontamination von Atemluft und Interieur,wenn so eine Umweltbombe zu Bruch geht,die sich nur mit einer aufwendigen Sanierung beseitigen lässt!
Der anhnungslose Verbraucher hat mangels Warnhinweisen keinen blassen Schimmer davon, mit welchem Teufelszeug er da hantiert!
@Chuck
Wenn es fest wäre würde es gar nicht funktionieren.
Im Glaskolben befindet sich Quecksilberdampf!
In der Elektronik befindet sich u.a Tantalium,
das aus dem seltenen Contanerz gewonnen wird.
Das wird im Kongo nicht nur unter schrecklichen Bedingungen abgebaut, sondern ist Grund für anhaltende kriegerische Konflikte in der Region!
27.04.2010 16:50 Uhr
von Onkel Hotte:
@susi:
http://dict.leo.org/?lp=ende&search=man
27.04.2010 07:30 Uhr
von Moritz:
Oh mein Gott,
die Menge an Halb- und Falschwahrheiten hier ist ja kaum noch zu ertragen!
1. Quecksilber: In einer Energiesparlampe ist ein Bruchteil des Quecksilbers enthalten, das ein gewöhnliches Kohlekraftwerk in den Kamin (respektive die Rauchgasreinigungsanlage) entlässte, wenn es den Strom zum Betrieb der acht Glühlampen erzeugt, die einer ESL entsprechen. Soviel zu der "schrecklichen" Quecksilbermenge.
Im Übrigen sind seit Jahr und Tag in allen Leuchtstoffröhren die gleichen (bei alten noch viel größere) Quecksilbermengen enthalten. Und in Industrie und Büros gibt es _nur_ Leuchtstoffröhren.
2. Die Lichtqualität. Ja es stimmt, die Farbwahrnehmung bei gewöhnlichen Sparlampen ist schlechter als bei Glühlampen. Aber wer betreibt zu Hause ein Museum? Und in Museen lässt sich (wenn man mal von den Lichtinstallationen absieht) alles genau so gut mit Hochdrucklampen illuminieren.
3. Das Märchen vom Ein- und Ausschalten. Angeblich braucht eine Sparlampe beim Einschalten so viel Strom, dass man davon eine Glühlampe stundenlang brennen lassen könnte. Wenn dem so wäre, müssten in der Industrie morgens beim Schichtbeginn alle Sicherungen und Transformatoren durchbrennen. Als Elektrotechniker kann ich sagen, dass eine Sparlampe selbst dann weniger Energie als die Glühlampe verbraucht, wenn man sie im Sekundentakt ein- und ausschalten würde. Ich bin gerne zu Vorführungen bereit.
Alles in allem: Wenn unabhängiger Journalismus gleich schlechter Journalismus ist, frage ich micht, wie das die Welt retten soll. Und wer hier schreibt, sie oder ihn habe dieser Artikel überzeugt, kann auch gleich den Zeugen Jehovas beitreten. Die bringen ähnlich fundierte Argumente, wenn sie einem an der Haustür die Schöpfungsgeschichte in 8000 Jahren verkaufen.
26.04.2010 18:45 Uhr
von Fabian:
Der Artikel ist zurecht im Greenpeace Lügendetektor. Bisher hatte ich ja einen guten Eindruck von der Qualität der Artikel gehabt, hatte mich wohl geirrt.
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5072&tx_ttnews[tt_news]=78097&tx_ttnews[backPid]=5069&cHash=e23d2f373b
26.04.2010 16:01 Uhr
von Martin:
Das Blöde an Energiesparlampen ist doch, dass man sie einschalten muss, um Energie zu sparen.
:-)
26.04.2010 15:15 Uhr
von Chuck:
Zu der Umweltproblematik von Energiesparlampen vs. Glühbirnen noch ein Beitrag:
In Energiesparlampen ist zwar Quecksilber drin, aber heute meist als Almagan, i.e. fest bei Raumtemepratur.
Und Glühbirnen sind kaum "umweltschonend" in der Herstellung: Das verwendete Wolfram der Glühfäden kommt nahezu immer aus chinesischen Minen und zur Umweltbilanz chinesischer Minen kann man im Netz genug lesen...
25.04.2010 20:52 Uhr
von M.D.:
Ich möchte bitte selbst entscheiden, wo ich welche Leuchtmittel einsetze.
Das Licht der Glühbirne ist mir angenehmer, dafür läuft der PC ca. 15 Minuten pro Tag und ich sehe nicht fern. Alle Elektrogeräte mit "Total-Aus".
Und die Effizenz unter Berücksichtigung von Herstellung und Entsorgung möchte ich bei den Energiesparlampen bezweifeln.
23.04.2010 18:06 Uhr
von Günther:
Liebe Leute -
kann mir einer sagen, warum die tolle Künstlerschaft erst jetzt - Monate nach der Verordnung - auf die glorreiche Idee kommt, gegen die Verwendung der "Sparlampen" zu protestieren.
Vor kurzer Zeit hatten wir doch die Probleme mit der Rechtschreibreform. Auch da hatten Schriftsteller u.Ä. sich Monate und Jahre Zeit gelassen dagegen zu protestieren.
Ich habe mir wenigstens einen netten Vorrat an Lampen gekauft, die ich glaube haben zu müssen, um meine Wohnung auf viele Jahre stimmungsvoll zu beleuchten. Nennt mich ruhig "Raffke" oder "Eichhörnchen" - ich werde mir mit den quecksilberhaltigen Sparlampen dann wenigstens das Fieber messen können -
Glückauf
G.B.
23.04.2010 13:06 Uhr
von funzel:
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5072&tx_ttnews[tt_news]=78097&tx_ttnews[backPid]=5069&cHash=e23d2f373b
23.04.2010 12:48 Uhr
von Christoph Seidel, Megaman Energiesparlampen:
@Gor: Diese Lampen gibt es seit Jahren auch in Deutschland. Es sind energieoptimierte Halogen-Glühlampen. Die Lebensdauer ist mit 2000h angegeben (Glühlampen 1000h). Die Effizienzklasse D ist verglichen mit Klasse A (Standard bei Energiesparlampen oder LED) nicht sonderlich gut. Ca. 30% Energieeinsparung im Vergleich zur Normalglühlampe, aber auch 20-30 Prozent weniger Helligkeit (laut Stiftung Warentest 2/2009). Sie sind allerdings nur noch in Klarglasoptik zu haben, und werden ab 2016 vom Markt verschwinden.
@susi: Danke für den Hinweis bzgl. der Gender-Problematik des Markennamens Megaman. Wir erwägen nunmehr, Zweitmarke Megamanwoman zu kreieren, wenn das noch nicht geschützt ist. Mit Sparlampen der politisch korrekten Marke LightMe sollte freilich auch Feministinnen und Feministen ein energieeffizientes Licht aufgehen können.
23.04.2010 12:03 Uhr
von Klima Lügendetektor:
http://www.klima-luegendetektor.de/2010/04/23/taz-blackout-bei-energiesparlampen/
23.04.2010 07:39 Uhr
von tratsch und klatsch:
Auch wenn die Ergebnisse der hier erwähnten Studien fragwürdig sind, so bleibt am Ende doch einiges zu sagen:
Energiesparlampen benötigen bei ihrer Herstellung viel mehr Energie als die alte Glühbirne.
Das Licht der klasischen Energiesparlampe wird subjektiv als unangenehmer empfunden als das der alten Glühbirne.
Energiesparlampen bestehen aus Materialien die die Umwelt weitaus mehr belasten, als die alte Glühbirne.
Energiesparlampen, sparen nur dort Energie, wo das Licht dauerhaft an ist. Ständiges an und aus Knipsen benötigt sogar noch mehr Energie als bei der alten Glühbirne.
Energiesparlampen sind teurer als die alte Glühbrine.
Solange an anderer Stelle Energie zu Tonnen sinnlos verballert wird, erscheint der Versuch der erzwungenen Energiesparlampe nur noch lächerlich zu sein. Wir hängen uns Energiesparlampen ins Haus und vor der Tür fahren noch immer die LKS von Deustchland nach Marokko um dort die Krabben pulen zu lassen. Asnchließend geht die ganze Fahrt wieder zurück. Der Weg der Wäsche von Hotels ist da etwas kürzer. Sie werden nur nach Polen gebracht. Das ist eben etwas billiger.
22.04.2010 16:49 Uhr
von susi:
Megaman stellt (abgesehen vom macho-patriarchalischen Markennamen) übrigens die miesesten Energiesparlampen her (finde ich persönlich). Halten nicht lange und geben kaltes Licht ab.
22.04.2010 13:41 Uhr
von Gor:
Ich habe mir rechtzeitig einen Glühlampenvorrat zugelegt. Einen Vorteil hat das Verbot, ich habe mich schlau gemacht und in der Schweiz Glühlampen gefunden, die 3mal so lange halten wie die übliche Osram oder Philips, und dabei 12% weniger Strom verbrauchen (Effizienzklasse D). Und die Lampen waren gemessen an der Lebensdauer nicht teurer. Im Gebrauch sind diese Lampen und ihr Licht von Standardglühampen nicht zu unterscheiden.
Also: Osram und Philips haben jahrzehntelang mit minderwertigen Produkten Energie verschwendet und uns unnötig oft in die Geschäfte getrieben. Der Stand der Technik bei Glühlampen ist Effizienzklasse D, nicht E, und wenn die EU das vorgeschrieben hätte, wäre es OK gewesen. Glüh- und Energiesparlampen zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen.
21.04.2010 14:00 Uhr
von Birgit:
Könntet ihr mir bitte den link zu dieser Defra-Studie schicken?
Vielen lieben Dank :)
/Birgit
21.04.2010 12:59 Uhr
von Christoph Seidel, Megaman Energiesparlampen:
Es gibt Studien der britischen Regierungsorganisation MTP, die sich damit beschäftigen, ob und in welchem Maße alle mögliche "nützliche" Abwärme von Stand-by-Elektrogeräten, E-Herden, Glühlampen usw. bei Abschalten/Ersatz dieser Geräte durch die Heizung kompensiert werden muss. Ergebnis: Die Heizung ist die wirtschaftlichere und umweltfreundlichere Alternative, und Energiesparlampen sind ein sinnvoller Ersatz für Glühlampen.
Es gibt KEINE britische Studie über die kalte "gefühlte Temperatur" von Energiesparlampen mit der Folge entsprechender Zuheizung durch den Nutzer. Diesen Blödsinn hat die deutsche Zeitschrift "Professional Lighting Design" vor geraumer Zeit in die Welt gesetzt, weil deren Autor die o.a. Studie nicht kapiert hat oder nicht kapieren wollte.
Und wer's nicht glaubt, das hat mir die MTP dazu geschrieben:
"...our Briefing Note BNXS29 is being cited in the German media on this topic of cool light and its psychological effects. However this information does not come from an MTP source, and BNXS29 is unfortunately being cited incorrectly on this matter. Even if there were evidence of this phenomenon, CFLs now come in 'warm' shades so we would be surprised if people actually behaved in this way."
MfG Christoph Seidel, Pressesprecher Fa. MEGAMAN
21.04.2010 12:37 Uhr
von Andreas:
Atomkraftwerke gehören zu unserer Energieerzeugungskultur. In diesem Sinne ein Hoch auf die Glühbirne. Übrigens bin ich Architekt.
21.04.2010 11:39 Uhr
von Thomas Fluhr:
Das Verbot der Glühbirne ist eine grosse Verarsche und Beleidigung des Konsumenten. Der Mensch lässt sich nicht auf Zahlen reduzieren. Außerdem ist der Verbrauchsanteil minimal. Wie siehts denn mit dem WWW aus, keiner will wissen wie viel Energie da verbraten wird und Umwelt gestört wird, man könnte ja ein schlechtes Gewissen bekommen. Der einzige Gewinner ist die Industrie, die horrend teuren Sondermüll erzeugt. Wird Licht?
21.04.2010 11:34 Uhr
von Ralf Bönt:
Prima Beitrag!
Ich hoffe es kommt doch noch Bewegung in die Sache, bevor die ersten Feuerwehrmänner nach einem Großbrand erkranken, weil sie ihre verseuchten Anzüge natürlich beim Ausziehen mit den Fingern anfassen und ins Auto werfen, wo dann das Quecksilber wieder hübsch abdampft. Bevor wir Langzeitstudien vergleichen über die Verseuchung von Wohnräumen, in denen ganz überraschend mal Leuchtkörper zerbrachen. Schon heute besteht diese Gefahr überall, wo man hineingeht. All das, nachdem Quecksilberverbote grad endlich verhängt worden waren!
Man schaue auch
http://www.youtube.com/watch?v=3L_OTQKh1U0
schon wegen den Beiträgen des Lichtmediziners Alexander Wunsch.
21.04.2010 09:25 Uhr
von Bulb:
Für das _kalte Licht_ gibt es Farbfilter. Schade, dass die Industrie nicht stärker darauf setzt. Denn wer, als Otto-Normalverbraucher, schaut sich schon im Internethandel auch noch nach Filterfolien um. Zu viel Arbeit für Wohlbefinden und Umwelt?
21.04.2010 07:56 Uhr
von Hans:
Ein sehr schönes Beispiel für politischen Aktionismus im Namen eines vermeintlichen Klimaschutzes, der letztendlich die Umwelt gefährdet.
21.04.2010 04:10 Uhr
von einlicht:
Ein Artikel pro Glühlampe. Schön das es noch vernünftige RedakteurInnen gibt. Ich mag die junge taz.
Ich bin einer dieser Designer und habe in meiner Wohnung genau drei »Energiesparlampen« (als sie noch Neonröhren hießen, wollte sie keiner haben) verbaut — aus technischen Gründen, ein sog. Normlicht.
Nie würde ich auf die Idee kommen meinen Lebensraum nur mit diesen Leuchtmitteln erhellen zu wollen. Der Mensch braucht kein Normlicht, der Mensch braucht Licht mit dem er sich wohlfühlt.
Und ja: In meiner Arbeit als Photograph und Kameramann setze ich sehr gerne Leuchtstofflampen ein — als Ergänzung zu den Klassischen Leuchten die in der Lage sind punktuelles und steuerbares Licht zu erzeugen.
Tatsächlich muss ich aber zugeben dass sehr viele (wenn nicht die mehrzahl) der weltweit produzierten Filme ausschließlich mit Flächenleuchten, also Leuchtstoffröhren beleuchtet werden.
Dieses Genre hat sogar einen Namen: Pornographie.
(Seltsam: In einem Bordell würde man nicht allzuviele Neonröhren finden.)
Ich möchte die Leuchtstoffröhre nicht schlecht reden, sie hat definitiv eine Daseinsberechtigung und ist, wo es angebracht ist, eine unverzichtbare Lichtquelle neben der Glühlampe. Aber eben »neben«. Eigentlich macht es wenig Sinn diese Beiden Leuchtmittel zu vergleichen, denn sie haben einfach zu unterschiedliche Einsatzbereiche und Eigenschaften. Die reduzierung auf die Eigenschaft »gibt Licht« wird dem Thema nicht gerecht.
Um es figurativ auszudrücken: Wir verbieten Äpfel, weil Birnen ihrer Form wegen effizienter zu transportieren sind, schließlich wachsen beide auf einem Baum.
Ich wünsche mir eine Sachkundige Diskussion zu diesem Thema, in der nicht nur Umweltschützer und Leuchtmittelhersteller zu Wort kommen.
Ohne Frage: Umweltschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer heutigen Gesellschaft.
In meiner Wohnung habe ich alle konventionellen Glühlampen durch Halogenlampen ersetzt und spare damit knapp 60% Energie ein, das ist meiner Meinung nach ein sehr großer Schritt.
Also liebe EU:
Wenn ihr die Glühlampe und die Halogenlampe verbietet nehmt ihr meinen KollegInnen und mir das wichtigste Werkzeug unserer Arbeit und ausserdem sieht Europa dann aus wie ein Porno, und das will keiner.
Lasst uns wenigstens die Halogenleuchten, sonst steigen wir auf Kerzen um und die rußen... feinstaub... oh je...
21.04.2010 00:26 Uhr
von Onno:
Ich schmeiß die Energiesparlampe in den Hausmüll
und Kohlestrom find ich super!
Klasse Text
20.04.2010 23:11 Uhr
von tron123:
Nett.
Der Artikel ist natürlich tendenziös, also eher ein Kommentar oder eine Satire ?
Ich verwende schon seit Jahren Energiesparlampen - dort wo sie nicht stören.
Interessant, habe eine GE Lampe aus 1998 mit einer 25-Jahr Hersteller Garantie. Die Lampe ist täglich im Einsatz und funktioniert noch. Lediglich das Licht ist nur noch 1/4 so hell, leicht gelblich und die Lampe braucht ca. 5 min. um wenigsten diese Leuchtstärke zu erreichen ;-)
Was mir an den Aussagen des Artikels gefällt, und was ich auch kritisiere, ist dieses absolute Verbot der Glühlampe. Ihr Licht ist halt Spektrallicht (wie das der Sonne) und hat nicht nur 3 Linien. Es strahlt Wärme aus, die man subjektiv als angenehm empfindet - auch im Sommer.
Ich kann Künstlergruppen, Designer und Architekten gut verstehen.
20.04.2010 23:05 Uhr
von Julius:
Ein wirklich bodenloser Artikel.
Wie David bereis angefügt hat ist es totaler quatsch das man keine Energie sparen würde. Außerdem glaube ich nicht das die Studie wirklich repräsentativ durchgeführt wurde.. das wäre ein enormer Aufwand.
Dieser Artikel gibt den "Glühbirnen-Spinnern" nur neue Motivation. Seit vielen Jahren gibt es sehr gute Energiesparlampen mit warmen Licht und runder Form. Diese können auch im Bereich von Kunst etc. verwendet werden. Zudem sind die LEDs auf dem Vormarsch. Aber wer weiß weshalb das auch Teufelszeug ist.
Also leisten auch sie ihren Beitrag zum Klimawandel und verfeuern sie Kohle und spalten Atome um eine völlig ineffiziente veraltete Technik am leben zu halten!
Bravo...
20.04.2010 22:59 Uhr
von peter:
so ein quatsch mit soße!
auf den schwachsinn mit dem heizdilemma muss ich hoffentlich nicht weiter eingehen, das wird wohl jedem klar sein, was für ein quatsch das ist.
künstler designer und architekten müssen eben lernen umzudenken. alternativen gibt es genüge (zb LED)
strom sparen ist die gegenwart, nicht die zukunft, dazu gehören nun eben auch energiesparlampen. und dass die entwicklung derer eben noch gepushed werden muss, ist verständlich.
das sie energie einsparen, ist jedoch unbestritten.
20.04.2010 22:34 Uhr
von Karl:
Mir gefällt, der Artikel nicht. Eine "Anti"-Meinung wird mit schwer fassbaren Faktoren und Heizbilanzen gespickt. Nach dem Motto: "Lassen wir doch alles beim Alten". Palmöl mag zu mehr Abholzung führen - was schlecht ist - , aber E-Spar-Lampen doch nicht zu mehr Heizkosten! Oder gibt es in England keine Thermostate für die Heizung?
Die Sorgen dieser Künstler möchte ich auch haben... dann doch lieber Proteste gegen Palmöl, das übrigends auch in Margarine und anderen Speisen drin ist.
20.04.2010 22:04 Uhr
von Lacernella Rubra:
"Was für ein Schwachsinn!
taz eure tage sind gezählt" (Reden)
Der einzige Schwachsinn, der hier zu finden ist, dürfte Ihr Kommentar sein. Denn Glühbirnenlicht sich anders auf das Empfinden der Menschen und auf Farben auswirkt als Energiesparlampen ist nun einmal Fact. Wenn Sie das nicht glauben, nehmen Se sich doch bspw. mal ein Stück Papier und 'nen Stift und betrachten das ganze unter beiden Lichtquellvarianten. Zum tatsächlichen Energieverbrauch bzw. -ersparnis möchte ich eine - zugegeben gewagte - Behauptung aufstellen:
Wenn die E-Lampe den ganzen Tag in Betrieb ist, da der Verbraucher glaubt, sie sei das Energiesparwunder schlechthin, dürfte der Gesamtverbrauch zum Tagesende nicht sonderlich geringer als der einer sinnvoll eingesetzten Glühbirne sein.
Was m.E. meist auch völlig außer Acht gelassen wird sind die Herstellung und die hierbei verwendeten Rohstoffe.
20.04.2010 21:58 Uhr
von Bernd Lünser:
>Glühlampen als Heizung
mit elektrischem Strom zu heizen ist die schlechteste aller Varianten. Im Sommer sowieso, wenn evtl. die Klimaanlage diese ach so tolle Glühlampenwärme wegschaffen muss.
>Ästhetische Gesichtspunkte
lasse ich gelten
>Lichtfarbe
Mit modernen, guten, Energiesparlampen lassen sich beliebige Farbtemperaturen erzeugen von tageslichtweiß bis schummrig-orange. Mit LEDs auch. Wo ist das Problem?
>Insofern wundert es nicht, dass sie zukünftig verbannt werden soll.
Sie können Ihre Aluhut wieder absetzen, Danke.
m(
20.04.2010 21:51 Uhr
von susi:
Einige KommentatorInnen hier scheinen tatsächlich zu glauben, die Energie- und Schadstoffbilanz der Energiesparlampe sei auf die reine Gebrauchsphase beschränkt. Was ist mit Herstellung und Entsorgung?
Und vor allem: Es geht doch gar nicht um die Existenzberechtigung der Energiesparlampe, aber brauchen wir wirklich ein VERBOT der Glühlampenproduktion/-vermarktung? Mich jedenfalls hat der Artikel sehr überzeugt.
20.04.2010 21:30 Uhr
von Andy:
Schön, endlich mal einen Text zu lesen, der sich von dem austauschbaren Geblubbere, der von Osram und Philips in Gang gehaltenen Meinungsmaschinerie abhebt.
Unabhängiger Journalismus ist offenbar doch noch nicht tot.
20.04.2010 21:00 Uhr
von Reden:
Was für ein Schwachsinn!
taz eure tage sind gezählt
20.04.2010 20:47 Uhr
von David:
"Wenn die Wärmeemission herkömmlicher Glühfadenlampen reduziert wird, muss die so entstandene Differenz durch das Heizsystem wieder kompensiert werden." Damit ist der Spareffekt erst einmal weg. Jedenfalls im Vereinigten Königreich, wo beim Heizen kaum aufs Energiesparen geachtet wird. "
Jedenfalls auch im Sommer, da ist es ja immer kalt. Und dann muss das 1,4-fache reinvestiert werden? Obwohl die Elektrizität dezentral, die Heizenergie aber mit Primärenergie gewonnen wird? Und zu allem anderen, also noch auf die Zahl 1,4 obendrauf, erhöht jeder die Raumtemperatur um mehrere Grad? Also verbrauchen wir nur noch 10 Prozent der vormaligen Lichtenergie, aber sonst so ungefähr das Doppelte...
Sag mal, gehts noch? Vielleicht solltest Du noch mal die Quelle der Studie prüfen. Common sense, please!
20.04.2010 20:28 Uhr
von Piet:
Ha!
Die Sorgen dieser "Künstler, Designer und Architekten" möchte ich haben!