• 20.02.2009

Kampagne gegen Werbelügen

"Irreführung bis zur Zahnfäule"

Wer lügt am dreistesten? Das fragt der Verbraucherverband Foodwatch - und stellt fünf Produkte zur Wahl. Alles Lebensmittel, die besonders gesund oder erlesen sein sollen.von Benjamin Laufer

  • 12.05.2009 08:24 Uhr

    von KauTippa:

    Das erinnert mich, auch wenn es nichts mit Nahrung zu tun hat, an die damalige Citroen oder Renaultwerbung. Es wurde suggeriert das das neue Modell der Schrottpresse standhaelt, nein sogar die Schrottpresse beim Versuch das Auto zu zerdruecken zerbarst.
    Nun gingen doch ein paar Komiker hin und leihten sich das Auto beim Haendler aus und kurze Zeit spaeter brachten sie einen quadratischen Klumpen Schrott zurueck (natuerlich ein altes Modell)
    Unbeschreiblich schoen die Blicke der Verkaeufer!

  • 25.02.2009 13:00 Uhr

    von Heinrich Farr:

    Die Wirtschaft lernt doch nur von der Politik. Die Einen bespitzeln und die Anderen belügen und täuschen die Kundschaft. Wie kann man da Gesetzte erwarten, die vor diesem, inzwischen selbstverständlichen Verhalten, schützen?

  • 24.02.2009 12:19 Uhr

    von Benjamin Laufer (Autor):

    Gewiefte Redakteure wissen hingegen: das 'c' an dieser Stelle hat sehrwohl seine Berechtigung :)

  • 24.02.2009 10:52 Uhr

    von Haarspalter:

    "Keineswegs, lautet das Urteil der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Sie hält die Werbung des Herstellers für "activen Etikettenschwindel"."

    Rechtschreiborganisationen halten diese Aussage zudem für akuten Rechtschreibschwindel.

  • 23.02.2009 20:55 Uhr

    von Rod:

    "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" ... das war 1784. Wer der Lebensmittelindustrie ohne nachzufragen, also ohne sich seines Verstandes zu bedienen, alles 1:1 glaubt lebt ohne Zweifel in der Vergangenheit.

  • 23.02.2009 18:56 Uhr

    von mcharlie:

    @ s.seglin:

    würden Sie bitte Ihre Behauptung mit Argumenten und Belegen untermauern?
    Einfach nur in die Runde der Diskussionsteilnehmer hineinbeißen ist doch ein wenig zu einfach.

  • 23.02.2009 14:51 Uhr

    von Frisse, Heidrun:

    Ach ja, der mündige Verbraucher, wie ihn der Charlie fordert... Das ist ja alles schön und gut, aber bewusste Irreführung sollte doch bekämpft werden. Vor allem wenn es um die Ernährung von Kindern geht, wo übersüßtes klebriges Zeug einem überall begegnet. Nichts gegen Süßes: Gegen eine Honigschrippe zum Frühstück oder mal einen Pfannkuchen (Berliner) zum Kaffee und Kuchen ist nichts einzuwenden. Aber wie soll man einem Dreijährigen (und seinen Großeltern!) erklären, dass etwa Fruchtjoghurt, Fertig-Grießbrei und Fertig-Milchreis keine Nahrungsmittel sind, sondern Süßgikeiten, die allenfalls in kleinen Mengen als etwas ganz Besonderes gegessen werden dürfen. Ich habe das Zeug gegessen: Es schmeckt so widerwärtig süß, dass ich am liebsten die Hersteller wegen Beihilfe zur Körperverletzung - nichts anderes ist es, Kinder mit Fett und Zucker vollzustopfen - verklagen würde.

  • 23.02.2009 14:40 Uhr

    von Max:

    "Von Chefkoch:
    Der erste und wichtigste Schritt zu gesunder Ernährung ist nach wie vor: Nichts kaufen,wofür im Fernsehen Reklame gemacht wird!"

    Schwierig wirds nur wenn man seine Glotze abgeschafft hat und deshalb nicht weiß was in der Werbung kommt und deshalb nicht weiß welche Produkte man meiden sollte...

  • 22.02.2009 18:32 Uhr

    von s.seglin:

    @mcharlie
    Selten sowas Arrogantes gelesen. Du beklagst Denkfaulheit und hast offensichtlich keine Sekunde nachgedacht, bevor du dich hier ausgelassen hast.
    Gute Besserung!

  • 22.02.2009 17:39 Uhr

    von Mark:

    "Von Chefkoch:
    Der erste und wichtigste Schritt zu gesunder Ernährung ist nach wie vor: Nichts kaufen,wofür im Fernsehen Reklame gemacht wird!"

    Cooler Satz. Kann ich nur wiederholen.
    Der zweite Schritt ist wieder selbst zu Kochen und Fertigprodukte - soweit es geht - zu meiden.
    Toller Nebeneffekt: man lernt etwas voneinander und es macht einfach Spaß, mit den Kindern oder der WG zusammen zu kochen.


    Zu mcharlie:

    Leider sind viele Bürger in Sachen Ernährung total ungebildet und glauben, die Werbung hilft ihnen beim Abnehmen (siehe total lächerliche Diätprodukte, obwohl selbst das "Meine Ilse" Blatt vom Kiosk schreibt, dass nur eine Ernährungsumstellung und Bewegung schnellen und dauerhaften Gewichtsverlust garantiert; Jojo-Effekt usw), beim Besserfühlen (Joghrt), Magenschmerzen (siehe "Ennie äumt den Agen auf") und Liebeskummer (siehe Schokoladenverkauf) usw und so fort bis in alle Ewigkeit der Dummheit...

    Die Auswirkung des Mangels an Informationen über körpergemäße Ernähurng bei den Erwachsenen, ist für Kinder und Jugendliche enorm schlimmer, als für die Erwachsenen selbst.
    Jahrelange falsche Ernährung im Kindes- und Jugendalter fördert viele Volkskrankheiten, die man sonst eher im Rentenalter vermutet.


  • 22.02.2009 16:51 Uhr

    von Eric Manneschmidt:

    Das Hässliche bei den Aktionen von Foodwatch ist, dass deren Geschäftsführer, der große Dr. Thilo Bode, sich ganz gerne auf Propaganda-Veranstaltungen der Tabakindustrie tummelt bzw. getummelt hat (mindestens bis 2006).
    Und da hat er auch schon mal solche Sachen gesagt - und in den "Social Report" von BAT drucken lassen:
    "Gehen Sie davon aus, selbst wenn es mit letzter Sicherheit nicht nachgewiesen werden kann, dass eine Cigarette ungesund ist. Und meine Empfehlung wäre, darauf Ihre Kommunikationsstrategie aufzubauen. Dann kann man ganz anders argumentieren." (BAT Social Report 2002, S. 36)
    Während das Büro von Herrn Bode spontan alles dementierte hat mir BAT in einem Brief vom 18.04.06 bestätigt:
    "Die namentlich aufgeführten Teilnehmer waren hingegen als Experten geladen. Diese haben für ihre Zeit und eingebrachte Expertise eine Aufwandsentschädigung erhalten."

    Es ist sicherlich kein großer Gewinn für die Zivilgesellschaft, wenn jene, die die Irreführungen und Lügen der Lebensmittelindustrie anprangern, derartig eng mit einer anderen großen Lügen- und Irreführungsindustrie verbandelt sind - auch wenn deren Produkte wohl eher Todes- als Lebensmittel (und in diesem Sinne dann auch kaum zu beanstanden) sind.

  • 22.02.2009 14:24 Uhr

    von gaston lagaffe:

    selbstbestimmung in allen ehren, aber wenn yoghurt-drinks als gesund angepriesen werden, aber mehr zucker enthalten ist als bei cola, dann ist das schlicht und einfach gelogen. das regelungen geschaffen werden wie weit die "kreativität" von Werbetextern gehen darf, hat meiner meinung nach, auch nichts mit entmündigung der bürger zu tun.

    und nährwerttabellen, so wie sie in deutschland gebräuchlich sind, bieten kaum die möglichkeit einer einschätzung ob das produkt "gesund" oder eher "ungesund" ist. Schließlich wird selbst der hohe zuckergehalt durch solche angaben wie "entspricht 10% der empfohlenen tagesdosis" wieder relativiert.

    aber wie bei der ampel-regelung (die ich persönlich sehr gut finde) werden auch regelungen für werbetexte durch eine aktive lobby-arbeit der produzenten verhindert - so wie eigentlich alle guten gesetzte zum schutz der bürger - siehe rauchergesetz ect...

  • 22.02.2009 14:10 Uhr

    von Chefkoch:

    Der erste und wichtigste Schritt zu gesunder Ernährung ist nach wie vor: Nichts kaufen,wofür im Fernsehen Reklame gemacht wird!

  • 22.02.2009 14:03 Uhr

    von kundrys:

    Wasn Skandal.

    Jeder der Lesen und Rechnen (Dreisatz genügt) kann, weiss über diese Produkte Bescheid. Hirn einschalten würde schon genügen.

    Im übrigen ist Foodwatch nicht unbedingt besser und verbreitet -wie die Hersteller der genannten Produkte- auch Halbwahrheiten.

    Betreff Maggi-Tütensuppe: Foodwatch fragt Maggi nach dem Glutamat im Hefeextrakt. Antwort Maggi: Der sei dort natürlicherweise enthalten. Große Aufregung bei Foodwatch: Warum setze man dann Hefeextrakt zu?

    Halbwahrheit von Seiten Maggis: Der Hefeextrakt kommt da tatsächlich rein, weil er Geschmacksverstärker enthält. So schmeckt die Tütensuppe tatsächlich nach etwas und man kann es mit "natürlich" deklarieren.

    Halbwahrheit von Seiten Foodwatchs: Glutamat kann wirklich natürlich vorkommen, und tatsächlich kommt es gehäuft in einigen Lebensmitteln vor.

    Glutamat ist nämlich eine Aminosäure und Bestandteil von jedem Eiweiss (sei es pflanzlich oder tierisch, sei es mehr oder weniger).

    Gehäuft kommt diese Aminosäure in Fleisch, Pilzen, Tomaten und...Hefeextrakt vor. Und zwar, tatsächlich, von Natur aus.

    Guanylat und Inosinat sind zwar auch Geschmacksverstärker, aber auch Abbauprodukte von DNA und lassen sich daher (zumindest in Spuren) in jedem Lebensmittel finden...

    Also kocht jeder, der mit vollreifen Tomaten oder frischen Pilzen arbeitet, mit Geschmacksverstärkern. Ist das nicht ein Skandal??

    Und mal ehrlich: Glaubt irgendjemand, dass man für 3-4 Euro ein Glas Pesto aus purem Basilikum, Olivenöl und Pinienkernen kriegt ?

  • 22.02.2009 13:32 Uhr

    von A.S. Reyntjes:

    Respice finem caelestem:

    Die neue PIUS-X-Fraternitas-Bibel zeigt den Weg zum Himmelreich als die Zielauffahrt der Gerechten und Gesunden und aller Bemühungen um Heil und Segen und Väterlichkeit des Heiligen Vaters Benedikt VXI:

    "IHR HABT NOCH NICHT BIS AUF BLUT WIDERSTANDEN; IM KAMPF GEGEN DIE SÜNDE; DIE WERBUNGEN FÜR DAS BÖSE UND DIE VERSCHWENDUNG!"
    (Der Großapostel Paulus im Brief an die Hebräer, 12,4)

  • 22.02.2009 08:54 Uhr

    von mcharlie:

    Warum dieses beanstanden?
    qualitativ hochwertige produkte sind mit nährwerttabellen ausgestattet, auch wenn vorne bunte übertreibungen das auge locken.
    menschen die einkaufen, sind erwachsen und für sich selbst verantwortlich, auch für ihre bildung.
    ich lehne es ab, daß mit immer tiefergreifenden reglementierungen menschen ihrer verantwortung für sich selbst enthoben werden.
    die folge dessen ist, daß sie denk- und bildungsfaul werden, eine entwicklung die sich ja bereits sehr deutlich abzeichnet.
    wenn ein konsument auf "fettfrei" bei gummibärchen reinfällt und glaubt, ein yoghurt ist eine niedliche kleine putzkolonne für den magen-darm-trakt, liegt der fehler nicht beim lebensmittelanbieter!

  • 22.02.2009 02:37 Uhr

    von und vodafone erst....:

    ja, aber vodafone erst, was vodafone zusammenlügt. kurz, nachdem blau.de seinen hot angebot gestartet hat, macht vodafone auf sich aufmerksam mit mobilen netzzugängen per prepaid. (die verkäufer werden zwar drauf trainiert, den leuten weißzumachen, daß das viel zu teuer ist im vergleich zu blablabla-vertrag, aber es gibt auch so haufen kunden, die halt lieber weniger blau vom himmel und auf full kostenkontrolle den daumen draufhalten.) also jedenfalls vodafone und von wegen "haben wir jetzt auch".

    und?

    und denkste. neulich letzter witz: "WIR HABEN GERADE NUR ZWEI DIESER STICKS IN DER STADT, ICH TELEFONIER MAL RUM, ABER WIRD SCHWIERIG", also verkäufer-o-ton.



    WUAHAHAHAHA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1




    ok, dann halt blau.

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