Kabinett beschließt Stipendienprogramm
Bund fördert Eliten
Das Stipendienprogramm für Studenten kommt - jedoch ohne Beteiligung der Länder - ab 2011. Bildungsministerin Schavan hofft nun auf ein Entgegenkommen bei der Bafög-Erhöhung.von Gordon Repinski
Leserkommentare
13.09.2010 15:26 Uhr
von Irene:
Ich glaube nicht, dass die Stipendien der Eliteförderung dienen. Während meines Studiums waren die Studenten, die reiche Eltern hatten, nicht die Hellsten.
09.09.2010 16:19 Uhr
von alles beim Alten:
Wieso man das Stipendiensystem als Bevorzugung der Elite (Welcher eigentlich?) geißelt, finde ich schon sehr fragwürdig. Die Stipendien stehen doch jedem offen, der die nötigen Noten schafft. Somit können auch Studierende aus ärmeren Schichten ihr Studium finanzieren.
In Rumänien konnte ich sehen, dass das System sehr gut funktioniert. Allerdings waren dort die Privilegien andere. Es gab ein Studentenwohnheim, mit Doppelbelegung der Zimmer und funktionierenden Duschen und Toiletten, gegenüber einem Standard von Fünffachbelegung und gelegentlich funktionierenden Toiletten.
09.09.2010 13:43 Uhr
von Ralph:
Da kann man nur den Kopf schütteln. In meinem Studiengang gab es bereits viele Stipendien für die besten Studenten. Die haben natürlich diejenigen bekommen, die bereits erfolgreich studiert haben, d.h. vor allem auch, deren Studienfinanzierung gesichert war und die dafür in den meisten Fällen nicht einmal einen Finger rühren mussten (d.h. nicht dass die Eltern unbedingt reich waren!). Die haben sich von dem Geld - und das ist jetzt keine Übertreibung - Beamer zum Filme gucken, goldene Uhren, schicke Klamotten, Neuwagen (als Student in einer Großstadt!) oder eine Mitgliedschaft im Golfclub geleistet. Die Wackelkandidaten, die nicht unbedingt schlechtere Studenten waren, zur Finanzierung des Studiums aber mitunter mehrere Jobs annehmen mussten und daher schon die geforderten Credit Points pro Semester nicht erreichen konnten, erhielten natürlich keinen Cent. Aber der Horizont der meisten Menschen, und damit meine ich nicht nur Politiker, reicht halt nur bis zum Rand des Untertellers ihrer morgendlichen Tasse Kaffee. Und das wird sich niemals ändern (lassen).