Vergiftete Böden durch Baumwollanbau, Chemiekeulen zum Färben, Kinderarbeit zur Herstellung: Journalistin Kirsten Brodde erklärt, warum Ökokleidung sich lohnt. von Jost Maurin
Gute Infos gibt es auch unter http://korrekte-klamotten.de.
19.02.2009 12:42 Uhr
von Lars:
beim IVN-Naturtextil-Label ist beides drin, allerdings wird das nur von wenigen Herstellern genutzt. In unserem Laden für öko-faire Kleidung in Münster sind alle Sachen entweder gleich mindestens doppelt gesiegelt (Arbeitsbedingungen, Bio-baumwolle, meist auch noch Färbeprozesse und Aufdrucke) oder die Sachen werden in arbeiterInnengeführten Kooperativen genäht (ohne Chef, also nach "selbstbestimmten Bedingungen). Ein leider nur kleiner Teil wird auch in Deutschland produziert.
Als Siegel für faire Arbeitsbedingungen nach ILO Normen finde ich weitgehend ausschließlich das FWF-Siegel (Fair Wear Foundation) und das aus anderen Bereich bekannte Fair Trade Siegel überzeugend. Infos zur Aussagekraft einzelner Siegel gibts von der Verbraucher Initiative e.V. auf label-online.
Orte, an denen man öko-faire Kleidung bekommt findet man mit einer google-map bei bransparent.
18.02.2009 17:34 Uhr
von archimedes:
Sehr gutes Interview! Am Ende fehlt mir allerdings die Information, ob denn mit einem Biosiegel auch die am Ende angesprochenen ILO Standards der Arbeiterinnen und Arbeiter, z.B. Verbot von Kinderarbeit etc. gewährleistet sind. Meines Wissens ist das nämlich nich der Fall, und umso mehr ärgert mich, wenn das Wort "fair", das bekanntlich an das FairTrade Siegel anklingt, einfach oft von Bio Vermarktung mitverwendet wird, evtl. als bewusste Marketingstrategie, um zu suggerieren, dass "bio fair" sich nicht nur auf die Biostandards bezieht, auch wenn die - wie auch der Artikel deutlich macht - ihrerseits bereits wichtig sind (und indirekt zugleich auch den Menschen zugute kommen, die z.B. via Grundwasser etc. sonst von Giften belastet werden).
Weiß dazu jemand genauer bescheid? (z.B. welche "Öko"Siegel zugleich ILO Normen berücksichtigen)?
Leserkommentare
19.02.2009 14:44 Uhr
von Thomas Hell:
Gute Infos gibt es auch unter http://korrekte-klamotten.de.
19.02.2009 12:42 Uhr
von Lars:
beim IVN-Naturtextil-Label ist beides drin, allerdings wird das nur von wenigen Herstellern genutzt. In unserem Laden für öko-faire Kleidung in Münster sind alle Sachen entweder gleich mindestens doppelt gesiegelt (Arbeitsbedingungen, Bio-baumwolle, meist auch noch Färbeprozesse und Aufdrucke) oder die Sachen werden in arbeiterInnengeführten Kooperativen genäht (ohne Chef, also nach "selbstbestimmten Bedingungen). Ein leider nur kleiner Teil wird auch in Deutschland produziert.
Als Siegel für faire Arbeitsbedingungen nach ILO Normen finde ich weitgehend ausschließlich das FWF-Siegel (Fair Wear Foundation) und das aus anderen Bereich bekannte Fair Trade Siegel überzeugend.
Infos zur Aussagekraft einzelner Siegel gibts von der Verbraucher Initiative e.V. auf label-online.
Orte, an denen man öko-faire Kleidung bekommt findet man mit einer google-map bei bransparent.
18.02.2009 17:34 Uhr
von archimedes:
Sehr gutes Interview! Am Ende fehlt mir allerdings die Information, ob denn mit einem Biosiegel auch die am Ende angesprochenen ILO Standards der Arbeiterinnen und Arbeiter, z.B. Verbot von Kinderarbeit etc. gewährleistet sind. Meines Wissens ist das nämlich nich der Fall, und umso mehr ärgert mich, wenn das Wort "fair", das bekanntlich an das FairTrade Siegel anklingt, einfach oft von Bio Vermarktung mitverwendet wird, evtl. als bewusste Marketingstrategie, um zu suggerieren, dass "bio fair" sich nicht nur auf die Biostandards bezieht, auch wenn die - wie auch der Artikel deutlich macht - ihrerseits bereits wichtig sind (und indirekt zugleich auch den Menschen zugute kommen, die z.B. via Grundwasser etc. sonst von Giften belastet werden).
Weiß dazu jemand genauer bescheid? (z.B. welche "Öko"Siegel zugleich ILO Normen berücksichtigen)?