• 05.01.2009

Israels fatale Strategie

Hamas hoch zehn

Israel begründet seinen Krieg im Gaza-Streifen mit dem Raketenbeschuss der Hamas. Doch Israel hat das Ende der Waffenpause bewusst provoziert.von Uri Avnery

  • 16.01.2009 14:28 Uhr

    von Stopp de Krieg:

    Es ist toll wenn man aus seinem Land vertrieben wird, zusammengepfercht wird wie Vieh, erst Kilometer lange Tunnel graben muss um an Medikamente zu kommen! Das ist Toll. Sagt doch mal, was würden wir tun wenn jemand kommt und sagt, eh das ist mein Land hier, aber ich hab euch gleich dahinten einen schönen unfruchtbaren Bereich abgesteckt, da könnt ihr leben! Jeder von uns wäre begeistert, oder? Und dann wunderen sich Menschen darüber das Radikale Gruppen entstehen, diese Gruppen sind der halt der Bevölkerung. Dies passiert aber nur wenn die Bevölkerung alleine gelassen wird.
    Hier wird so viel geschrieben, politischer blödsinn wo kein Kind, keine Mutter und auch kein Vater was mit anfangen kann, und ihnen damit auch nicht geholfen wird. Es muss gehandelt werden bevor noch mehr unschuldige ihr leben lassen! Dieser Krieg ist eine Provokation die von Israel ausging. Die Zeiten wo in Israel Heiligenscheine verteilt worden sind ist nun lange vorbei, nur erkannt hat es wohl noch keiner.

  • 13.01.2009 22:29 Uhr

    von P. Mai:

    Mehr Verschleierung von Tatsachen und gezielte Fehlinformation der Leserschaft findet man höchstens noch in der Bildzeitung ...

  • 13.01.2009 19:35 Uhr

    von Ronald:

    Lieber Uri Avnery alias Helmut Ostermann, als ex-Mitglied der Terror-Irgun sollten sie die Gewaltmechanismen doch besser verstehen. Sie glaubten (oder glauben?) damals an ein von Gott gegebenes Israel über Palästina Jordanien und Teile von Syrien. Die Irgun mußte schlußendlich auch per Gewalt gestoppt werden. Es gab keine Irgun hoch Zehn. Es blieb ein Friedensnobelpreis und die Erinnerung.
    Übrigens, woher wissen sie von Tunnels in Richtung Israel?? Die IDF wäre an diesen Infos sehr interessiert. Als Erklärungsschlüssel für den jetzigen Feldzug taugt er leider nicht.
    Die Hamas hat jetzt Erntezeit. Es freuen sich Dritte in Nahost. Was mit den Gaza-Palästinensern passiert interessiert Hamas einen Dreck. Kinder in die Schußlinien einzubetten und vom Kindergarten an zu indoktrinieren sind alleine schon Belege wie weit die Hamas bereit ist zu gehen.
    Wir brauchen dringend Frieden mit den Palästinensern nicht aber mit der Hamas.
    Beruhigend das sie das auch erkannt haben.

  • 10.01.2009 06:38 Uhr

    von Thomas:

    Danke für Ihre Einschätzung Herr Avneri,

    Bei einigen Kommentaren kann man nur noch den Kopf schütteln. Enweder bekommen hier einige Geld dafür, oder sind wirklich nicht fähig zu denken. Steckt euch eure Antisemitismuskeule sonst wo hin, das interessiert mittlerweile niemanden mehr. Wenn ihr damit nicht klar kommt, das jemand Kritik an Israel übt, dann tut ihr mir Leid. Was Israels Regierung abzieht ist das allerletzte und da sollte keiner mehr mit Schuld Komplexen aus Nazi Zeiten als billige Psycho Keule argumentieren. Diese Regierung ist zu tiefst korrupt und das nicht erst seid kurzem. Ich erinnere an die A Bomben, Blut für Wasser. Dieser Artikel ist bis jetzt der einzige Artikel in einem größeren Medium, welcher die Dinge aus anderer Sicht beleuchtet. Danke dafür.

  • 10.01.2009 02:30 Uhr

    von kerner:

    Wann endlich beginnen europäische Politiker damit, klar gegen den Terrorkrieg Stellung zu beziehen, den Israel gegen die palästinensische Zivilbevölkerung führt?

  • 09.01.2009 12:47 Uhr

    von xiong:

    Ich bewundere den Mut der TAZ Artikel zuzulassen, die versuchen sich der Wahrheit anzunähern. Sich nicht von der Antsemitismus-Keule abschrecken zu lassen. Tatsache ist, daß Deutschland (und Österreich natürlich auch) unter dem Mäntelchen "Staatsraison" das eigentlich von ihnen verursachte Problem Israel "ausgelagert" haben und die Palästinenser für die (Un)taten ihre Vorfahren, durch eine vertierte israelische Soldateska büssen lassen.

  • 09.01.2009 04:26 Uhr

    von Sami Negm:

    Mein Gott ist das billig. Jeder der das Ermorden von Kindern durch die IDF missbilligt, wird als Antisemit bezeichnet.

  • 08.01.2009 08:57 Uhr

    von Martell:

    Wie schön, dass der Antisemtitismus wieder ein Forum hat. Aus der Präambel der Hamas-Charta: "Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat." (Präambel) Betrachtungen über die Zeit "vor" der Gründung Israels sind müsig. Wo will man anfangen? Bis zum Anfang des 7 Jhds. war Palästina christlich. Waren also die Kreuzzüge gerechtfertigt? Ich denke: Ja.

  • 07.01.2009 09:44 Uhr

    von Freund Israels:

    Hallo ihr Olmert- und Broder-Fans,
    von euch tummeln sich ja erstaunlich viele unter den taz-Lesern. Oder hat euch nur jemand den Tip gegeben, dass da publizistische Gefahr droht für den Pro-Olmert+Barak-Propagandafeldzug?

    An alle anderen:
    Ich fürchte, dass Avnery mit seiner Einschätzung der Wahrnehmung des Konfliktes in der arabischen und muslimischen Welt Recht hat.

    Die Hamas und ihre Ideologie sind aus unserer Sicht keine erfreuliche Veranstaltung. Kultur und Politik der Mehrheit Israels stehen uns wesentlich näher als Hamas + Co. Aber diese sind Realität in Palästina, eine Realität, für die israelische Politik stark mit gesorgt hat. Israels Libanonfeldzug hat die Hisbollah stark gemacht, es macht jetzt die Hamas, evtl. auch noch wesentlich radikalere Kräfte stark.

    Wenn Uri Avnerys Einschätzung, Israel werde künftig "mit einer einförmigen fundamentalistischen arabischen Welt konfrontiert sein, mit Hamas hoch zehn", zutrifft, betrifft dann spätestens auch den Rest der Welt. Wenn uns nicht schon die Bilder aus Gaza kümmern, sollten wir schon aus europäischem Eigeninteresse massiv auf das befreundete Israel einwirken, dass es endlich einen gerechten Frieden mit seinen Nachbarn schließt.

  • 06.01.2009 22:19 Uhr

    von Charlie Osten:

    Mit dem, was Israel in Gaza abzieht, was es den arabischen Völkern der Region seit seiner Staatsgründung angetan hat, sollte es jegliche Glaubwürdigkeit bei allen trotz Globalisierung und Neoliberalismus immer noch menschlich gebliebenen Menschen verloren haben. Wer die Zivilbevölkerung mit Phosphor, Clusterbomben und abgereichertem Uran in einem großräumigen Gefangenenlager, das man auch gut mit einem modernen Konzentrationslager assoziieren kann, attackiert, dem sollte wohl die offizielle Übernahme von faschistischem Gedankengut in die Staatspolitik unterstellt werden dürfen.
    Faschismus ist nirgends auf der Welt tolerierbar.
    Es ist auch nicht tolerierbar, wenn unsere Regierung einseitige Schuldzuweisungen trifft: Was dürfen wir von unserer sogenannten Volksvertretung halten? Wer vertritt hier wen? Wer versteckt hinter seinen Worten welche Absichten? Geld trifft Geld? Kaufe Waffen - verkaufe Waffen? Kaufe Macht - verkaufe Macht? Oder hat das System bereits alles im Griff? Dann sollte das Volk über seine eigene Zukunft nachdenken und handeln, denn das Geschehen in der Ferne ist das Geschehen morgen hier.

  • 06.01.2009 01:36 Uhr

    von Mr. Füsch:

    Jenseits des ganzen belämmerten und blockierten Positionen-Treibens (Pro und Contra und Anti und Nicht): Glaubt irgend jemand wirklich, dass diese Strategie der Eskalation irgendeiner Seite, ob Israel oder Palestina, irgendetwas bringt als noch mehr Eskalation, und damit ein unfröhliches weiter so? Was ich zum Kotzen finden, ist der politische Wille dahinter, der in Konsequenz nichts weiter heisst, als ewigen Krieg. Und dafür fehlen die klaren Worte der Welt.

    Uri Avnery ist in solchen Momenten eine Stimme, die ins Bewusstsein ruft, dass der Nahe Osten nicht nur von Stimmen des Krieges bestimmt wird. Es hilft dabei, eine differenzierte Sicht jenseits von Gut und Böse zu bewahren. Ohne die sind wir nur beim Pro-Contra-Positionenkampf - und wer hat was davon?

  • 05.01.2009 22:56 Uhr

    von Gabi:

    Hallo @Honk,
    wer sollte denn geholt werden, damit du dein "gutes Gefühl" hast?
    Das wäre besonders heute gut zu wissen!
    Langsam habe ich die Nase voll von all denen, die sich mal schnell auf die "richtige Seite" schlagen wollen.
    Mannomann, wir haben das Jahr 2009; wir fliegen im Weltall herum...!
    Aber irgendwie scheinen wir uns wieder ins Mittelalter zu bomben.
    Hängt doch noch ein paar Hexen auf. Hauptsache, der Mainstream wird beibehalten. Da hängen ja schließlich einige Pöstchen dran für einige Wenige!
    Über die eigentlichen Probleme guckt man da gerne weg. Das bringt ja nichts! Zumindest nichts in den Geldbeutel.
    "Der Mensch soll seinen freien Willen haben!"
    Das sagte mal ein Mensch!
    Heute weiß ich, weshalb er es gesagt hat.
    Wir sind doch eigentlich alle bescheuert!

  • 05.01.2009 15:14 Uhr

    von M. Atçi:

    Erwiderung zum Leserkommentar vom 04.01.2009 21:43 Uhr, von Uwe K.:

    Lieber Uwe K.,

    an deinem Vergleich sieht man, dass du nicht die Bohne über diesen Konflikt informiert bist. Es macht einen einfach wütend und traurig, dass Leute mit einem beschränkten Halbwissen meinen, sie müssten die systematische Vernichtung von bisher 500 Menschenleben durch die hochentwickelte israelische Armee mit fragwürdigen Beispielen rechtfertigen. Bei Gaza, lieber Uwe K., handelt es sich um ein von Israel abgeriegeltes Gebiet, ein Ghetto, das von der Außenwelt abgeriegelt ist. Die Einfuhr von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Energie u.a. ist von der Willkühr Israels abhängig. Den Menschen ist es nicht möglich, schwerstkranke Angehörige und Freunde an den israelischen Straßenperren vorbei in ein Krankenhaus im Westjordanland oder Israel zu bringen.
    Dieses Elend muss ein Ende haben. Und Israel muss als politische, wirtschaftliche und militärische Macht den Palästinensern so weit wie möglich entgegen kommen. Erst wenn Israel wirkliches Interesse an einer Zwei- oder gar Einstaatenlösung zeigt, wird es Frieden geben. Und erst ein Einlenken Israels wird zu einer Schwächung der Extremisten auf palästinensischer Seite führen. Nur dann, wenn die Menschen in Gaza und den anderen palästinensichen Gebieten genug zu Essen haben, medizinisches versorgt sind, einer Beschäftigung nachgehen, die Kinder zur Schule gehen können, kurz gesagt, ein normales Leben führen, wird den extremistischen Kräften der Boden unter den Füßen weggezogen. Um dieses zu erreichen, muss Israel den ersten Schritt tun. Dafür müssten jedoch in Israel andere Politiker das Ruder übernehmen, solche Politiker, die nicht in militärischen Schritten denken.

  • 05.01.2009 14:12 Uhr

    von Huhu:

    Aus dem Artikel geht hervor, dass die Rakten der Hamas immer größere Reichweiten haben. Demnächst werden sie folglich alle israelischen Städte erreichen können. Das führt zu einer Eskalation. Vernichten kann Israel die Palästinenser nicht, das würde massive Proteste hervorrufen. Eine Besatzung wäre die Alternative, aber weder "lean" also teuer für die Eliten, noch beliebt beim Volk, welches die realen Verluste tragen muss. Deswegen wird der nächste Konflikt also noch blutiger und totaler, da auf Einsicht keine Hoffnung besteht. Die Machtposition des Westens schwindet halt selbstverschuldet überall, durch die vielen Opfer rücksichtstloser "Politiker".

  • 05.01.2009 13:36 Uhr

    von Trucker:

    Ich wusste schon lange das "Europa" sich Blind und taub stellen kann, aber sich so dumm anstellen und einfach die Augen zumachen, dann rufen "wir sehen nichts", ist doch etwas zu naiv oder? In ehemaligen Jugoslawien haben wir es schon gesehen und jetzt sehen wir es wieder. Es wird Völker-Mord begangen und keine sieht es...armes Europa.

  • 05.01.2009 13:06 Uhr

    von Berliner Schnauze:

    Avneris Kommentar spricht bei Weitem nicht für die Mehrheit der israelischen Bevölkerung. Dennoch ist es ja möglich, dass eine Minderheit die Dinge vielleicht richtig sieht. Also muss man sich mit den Fakten beschäftigen, um seinen Kommentar an den Stellen zu widerlegen, wenn man anderer Meinung ist. - 1. Von einer Blockade des Gazastreifens zu sprechen ist irgendwie nicht richtig: Der Gazastreifen ist insbesondere im Süden bei Rafah löchrig wie ein Schweizer Käse, so dass bei einigen Wohngebieten schon Einsturzgefahr bestand. Aber anstatt dass dieses Tunnelsystem primär dazu genutzt, die eigene Bevölkerung zu versorgen, wurden für teures (EU-?) Geld Material für den Waffenbau und iranische Raketen hineingeschmuggelt. Hätte Israel die Grenzen gelockert, wäre das Ausmaß noch viel schlimmer.Ausserdem: Das "leidende" palästinensiche Volk hat aber erstaunlich viel Geld zur Verfügung. Vielleicht sollte man das Geld mal nicht für teure Waffen ausgeben.- 2. Die Hamas will keinen Frieden. Ihr erklärtes Vereinsziel ist die Vernichtung Israels (siehe Charta der Hamas von 1988 (vorzugsweise Artikel 2, 6 und 7)) Dazu wählt sie den Guerillakrieg indem Kinder in der Kampfzone bleiben. Die unbestätigten Bilder von blutenden Kindern werden dann den internationalen Presseagenturen übergeben. Anders zu berichten könnte für Reporter in Gazastreifen lebensgefährlich sein. So gewinnt man das Mitleid der Weltöffentlichkeit. - 3. Anderes was Avneri schreibt klingt schon überzeugender, obgleich der Beweis für seine Aussagen fehlt. Dass sich jedoch Christen hinter die vom Iran unterstützen Hizbollah versammeln, ist ein schlechter Witz. Im Iran werden Christen total unterdrückt. Eher gründet Donald Rumsfeld mit Gerhard Schröder und Joschka Fischer eine Beratungsfirma.

  • 05.01.2009 12:49 Uhr

    von René:

    @ Dirk Gobe, sorry aber Du bringst hier wieder nur ein Totschlagargument,
    soweit ich sehen kann, haben viele hier wirklich sachlcihe Argumente hervorgebrach. Aus deinem und den vielen ähnlichen Komentaren entnehem ich leider nur pauschale Abfertigungen.
    ok R.M hat mit dem wirklich verständlichen Trauma Israels, bzw. der Juden argumentiert.Es ist unmittelbar nachvollziehbar, dass Israel aus geschichtlichen Erfahrungen kaum anders reagieren kann als es eben tut. Um so wichtiger sind aber israelische Stimmen wie die Uri Avnery's, die es schaffen aus dem traumageleiteten Handeln und Denken herauszukommen, das offensichtlich seit Jahrzehneten immer nur zu weiterer Gewalt geführt hat.
    Und im Moment ist es einfach so, und das ist schlicht ein Fakt, dass das größere Unrecht den Plästinensern widerfährt, die Menschen eines ganzen Volkes haben aufgrund der Politik Israels seit Jahrzehenten keine Chance auf ein würdiges Leben.
    Ist die Situation der Palästinenser nicht auch eine, die deren Verzweiflung erklärt?
    Ich versteh euch wirklich nicht, und kann die Totschlagargumente wirklich nicht mehr hören.

  • 05.01.2009 12:26 Uhr

    von honk:

    Uri Avnery wird immer geholt um der interessierten sog. linken LeserInnenschaft das gute Gefühl zu geben immer auf der richtigen Seite zu stehen. Es ist beschämend zu wie wenig Selbstkritik die Pali-Soli- Fraktion in der Lage ist. Es gibt genügend hervorragend fundierte Beiträge in denen auch aus linker Sicht das alte antizionistische Weltbild der deutschen Linken entrümpelt wurde (mensch lese mal konkret, jungle world oder lizaswelt). Der Antisemtismusvorwurf kommmt ja vor allem daher, dass sich die Israelfeindschaft gerade auch der Linken nicht ernsthaft rational begründen lässt. Das kommt in einigen Kommentaren hier auch direkt zum Ausdruck, z.B. "Schade, dass das nur ein Jude scheriben darf" oder so ähnlich. Ständig irgendwelche Verschwörungstheorien (bewusst die Hamas provoziert etc.), das Wahlkampfargument...

  • 05.01.2009 12:25 Uhr

    von Norbert Kozicki:

    Ich finde es äußerst befremdlich von der Redaktion, dass sie den letzten Absatz von Uri Avnerys Artikel in der deutschen Übersetzung einfach weg lässt. Deshalb hier das Ende seines Artikels im Englischen:
    "My Taxi Driver in Tel-Aviv the other day was thinking aloud: Why not call up the sons of the ministers und memembers of the Knesset, form them into a combat unit and send them off to head the coming ground attack to Gaza ?"
    Ich finde das ist in jedem Krieg eine gute Frage.
    Norbert Kozicki

  • 05.01.2009 11:53 Uhr

    von Sissipus:

    Man soll zwar seine eigenen Worte wählen, um seine Gedanken zu äußern, aber mnachmal sagt ein Lied mehr als tausend Worte. Deswegen möchte ich hier gerne einen Text zitieren. Da mehrere Personen dieses Lied gesungen haben, kann ich den Autor leider nicht mit absoluter Gewißheit nennen:

    Erst bauen wir Waffen, dann verkaufen wir sie weiter.
    Dann wird ein Krieg geführt, natürlich ein gescheiter.
    Dann stellen wir uns auf irgendeine Seite.
    Die andere geht dann selbstverständlich pleite.
    Dann finden wir das alles ganz gemein,
    und sammeln unsere Waffen wieder ein.

    Dann gilt es einen Krisenherd zu schaffen.
    Der braucht dann dringend unsere alten Waffen.
    Und währenddessen bauen wir an etwas neuem,
    um einen potentiellen Gegner zu erfreuen.
    Die muss man dann natürlich ausprobieren.
    Am lebenden Objekt studieren.
    Begleiterscheinungen wie Hungertod und Qual
    sind zwar ein Schaden, jedoch nur kollateral.

    Dann zündet wieder ergendwer die Welt an,
    dann kommt der richtige mal wieder an mehr Geld ran.
    Das macht dann irgendjemanden zu schaffen,
    schon braucht man wieder neue Waffen.
    Und während wir weiter emsig produzieren,
    kommen wir kaum noch nach mit produzieren.
    Wir züchten weiter emsig Patrioten
    Und halten sie als nützliche Idioten.

    Dann brauchen wie noch einen Bösen,
    von denen wir dann die freie Welt erlösen.
    Und gibt es gerade keinen,
    dann basteln wir uns eben einen.
    Es ist doch klar dass jeder andere schlecht ist,
    solange unsere Sache einzig richtig und gerecht ist.
    Drum lasst uns weiter Waffen bauen,
    die wir den anderen um die Ohren hauen.
    Man kann das nennen wie man will.
    Humanitärer Overkill.
    Heiliger Krieg, gerechte Sache,
    die Fanhe hoch, das ich nicht lache.
    Die ganze Sache schenk ich Ihnen,
    beim Krieg geht's immer nur ums Geld verdienen.
    Und die Freiheit ist, auch dieses Lied beweist es,
    nur die des Marktes und nicht die des Geistes.

    Das ständige Gerede von Gut und Böse, gerecht und ungerecht, Opfer, Täter, Unschuld, Schuld ist nichts weiter als leere Worte. Leute, hier geht es doch nicht um Menschenrechte! Hier geht es alleine um Macht und Geld. Die Fäden werden auch nciht von Israel gezogen!

  • 05.01.2009 11:44 Uhr

    von WoBu:

    Der Vergleich mit den raketenschießenden Friesen aufs Festland, das das natürlich "mal nachschaun" müßte, hat mich besonders amüsiert. Da haben also die Friesen mal ganz Deutschland besessen und jetzt hat Deutschland Friesland okkupiert? Das ist mir wirklich neu.
    In den Kommentaren Pro-Israel stößt man immer wieder auf eine Geschichtsbetrachtung, die 1948 einsetzt. Aber Palästina hat auch eine Geschichte davor! Man sollte immer an die Wurzel gehen, wenn man die Früchte beurteilt, und das heißt auch, man sollte sich anhand verbürgter geschichtlich Dokumente die Frage beantworten: Wann und wie ist Palästina eigentlich von der Landkarte verschwunden?

  • 05.01.2009 11:29 Uhr

    von Florentine:

    Ich wundere mich über die Leute, die Israel und die israelische Politik bedingungslos verteidigen. Mensch, man kann doch für Israel sein, ohne deswegen reflexhaft die Augen vor dem Handeln Israels zu verschließen. Stellt euch 'mal vor, irgendein anderes Land auf dieser Welt würde aktuell gegenüber Nachbarn so handeln. Unter dem Schutzschirm der USA ist Israel eine aggressive Macht. Ihr Augen-Verschließer, wieso tut ihr so als ob es keine israelische Besatzung in Palästina mehr gäbe? Checkpoints, Mauern, willkürliche Verhaftungen, Tötungen von sogen. Aktivisten mitten im Waffenstillstand, völkerrechtswidrige Siedlung und Annektion? Der Rückzug aus dem Gazastreifen? Hat diesen zum größten Gefängnis der Welt gemacht, hat 1,5 Millionen Menschen der Willkür Israels ausgeliefert. Nach Kriegsrecht ist die Besatzungsmacht für die Versorgung der Bevölkerung zuständig. Also ist Israel 'raus, erpresst aber die Menschen in Gaza und läßt sie nach Gutdünken mit Lebensmittelhilfe versorgen...oder eben nicht.Freies Land Gazastreifen? Lächerlich, wer glaubt so was? Und die Farce mit der sogen. palästinensischen Regierung liest sich gut auf Papier und läßt viel vermuten. Vor dem Hintergrund des Besatzungsregimes der Israelis soll es uns blenden, so dass die Menschen im 'Westen' die Wahrheit über die Besatzung vergessen. Und die Verdummungsstrategie wirkt ja. Wir müssen uns nur die meisten Medien und Aussagen 'unserer' Politiker anschauen. Meiner Meinung nach hat Israel kein wirkliches Interesse an Frieden mit den Palästinensern. Denn nur in dieser Atmosphäre der ständigen Unsicherheit und potentiellen Aggression kann Israel seine völkerrechtswidrige Siedlungs- und Annektionspolitik in Palästina fortführen. Wer, wie Merkel, so einem Staat "uneingeschränkte Solidarität" ausspricht, unterstützt dessen menschenverachtende Politik in Palästina. Merkel nimmt sich und Deutschland damit auch jegliche Handlungsfähigkeit. Wie soll so jemand zum Frieden beitragen? Geschweige zu einem gerechten. Und die Aussagen des tschechischen Außenministers und momentan EU-Sprechers, des Adligen Schwarzenberger, offenbaren auch seinen Horizont. Deutschland und die EU sind als Vermittler disqualifiziert. Bleiben die USA.Da Bush diesen israelischen Krieg sicher mit Obama abgesprochen hat, schaut es meiner Ansicht nach düster aus für den nahen Osten und die Palästinenser. Ein -gerechter- Frieden ist außer Reichweite. Und zu diesem ganzen Antisemitismus-Gerede wenn es um Kritik an Israel geht: das Handeln Israels ist Politik, und Politik muß kritisierbar sein dürfen.Israels Politik genau so wie die der USA, Rußlands usw.Wer hier sofort mit Antisemitismus argumentiert, schwingt ein Totschlagwort; damit soll Schweigen erreicht werden.

  • 05.01.2009 11:27 Uhr

    von Halbstark und Antideutsch:

    Genau, viele hier habens erkannt, alle Rechts- und Linksextremen denken die Juden wären die Nazis und die Palästinenser die Juden. Dabei sind die Juden ja Juden und die Palästinenser die Nazis, wie kann man nur so blind sein!Schließlich finden ja alle dort unsern Adolf so toll, da müssen sie ja Nazis sein. Und zwar alle! usw usf

    Mich pissen die Antideutschen langsam echt an: sich so zu verbiegen, dass man sich plötzlich an der Seite Merkels und Bushs und der reaktionären Sphäre Israels befindet, kann nur aus unreflektierter Übernahme pubertärer Denkstrukturen stammen.

    Außerdem sollten sich die Antideutschen mal klar machen, dass ihre Position so spezifisch deutsch ist, wie sonst nur die Liebe zur Arbeit oder Autos. Ich fass es echt nicht, alles was hier verzapft wird: klar Hamas ist fanatisch und gehört abgeschafft, aber auf diesem Wege? 500 Tote, Frauen und Kinder darunter? Wer dafür kein Mitleid hat, gehört nach Gaza verschifft.

  • 05.01.2009 11:23 Uhr

    von halfaduo:

    Israel betreibt Völkermord, das ist offensichtlich. Den Palästinensern vorzuwerfen nicht an Frieden interessiert zu sein und deren verschriftlichten Willen Israel zu vernichten halte ich für absurd, da es klar ist wer hier wen vernichtet. Der Palästinensern wird vorgeworfen Israel vernichten zu wollen... Israel tut das mit Palestine!
    Einzig Israel, als mächtigerer Staat ist in der Lage über Krieg und Frieden zu entscheiden, die Palästinenser können nur reagieren.

    Andrei Serbej (Initiative Pro Atomkrieg)

  • 05.01.2009 11:15 Uhr

    von Magensonde:

    Warum unterstellt man einem, der mit der aktuellen politischen Handlung in Amerika nicht einverstanden ist Antiamerikanismus? Warum unterstellt man einem, der mit der aktuellen politischen Handlung Israels nicht einverstanden ist Antisemitismus? Bin ich auch ein Antideutscher, wenn ich die deutsche Politik anklage? Oder ist es vielleicht nur eine geschickte Strategie, die immer wieder gerne zum Einsatz kommt, um Kritiker mundtot zu machen?
    Vielleicht können mir einige hier aber einmal erklären wie man folgendes nennt: Deutsche kaufen sich Gasmasken, setzen sich vor dem Fernseher und beobachten, wie in Israel Familien mit Gasmasken in Bunkern flüchten müssen, um den mit Giftgas bestückten Raketen zu entkommen. Die 'Giftgasköpfe' dieser Raketen stammen aus Deutschland und wurden unter Genehmigung unserer Regierung an den Irak verkauft, der nie ein Geheimnis daraus gemacht hat, wohin er diese Raketen schießen wird. So ist es im ersten Golfkrieg geschehen! Ist das jetzt bloß freie Marktwirtschaft??

    @Thomas Mank
    Gute Frage. Wer profitiert eigentlich an dieser ganzen Misere? Fanatische Islamisten? Inwiefern?? Mir will sich der tiefere Sinn dieser Behautung nicht erschließen. Sind es nicht eher die gefüllten Kassen der Rüstungsindustrie die sich die Hände danach lecken? Oder etwa doch noch ganz andere? Vielleicht geht es ja gar nicht um Religionen, Recht oder Unrecht, sondern lediglich um strategisch wichtige Orte für weitere Kriegseinsätze im nahen Osten? Vielleicht geht es auch nur um eine neue Weltordnung und nicht um eine Weltanschauung.

  • 05.01.2009 11:13 Uhr

    von JOSHUAH:

    Mein Kommentar ist nur kurz: Ob Mugabe-Simbabwe oder Olmert-Israel, gehupft wie getupft. Unterstützt werden beide Terrorrorganisationen vom Amerikanischen Westen, und was man davon erwarten kann sieht man seit 60 Jahren.

  • 05.01.2009 10:54 Uhr

    von Dirk Gober:

    Wie sich die Kommentare in Neo-Nazi-Foren und linken Foren/Publikationen doch gleichen...erschreckend.
    Konsens bei beiden Gruppen der "Ich-bin-kein-Judenhasser-sondern-nur-Israel-kritisch"-Schreiber ist: die Israelis sind die wahren Nazis, die Palästinenser die wahren Juden und ewige Opfer (übertragen).
    In einem sind die Braunen allerdings ehrlicher: manche von denen versuchen gar nicht erst, sich hinter "Kritik" zu verstecken, sondern lassen ihrem Judenhass freien Lauf, während die Roten es (noch) elegant umschreiben.

  • 05.01.2009 10:51 Uhr

    von R.M.:

    Man sollte sich doch auch einmal bitte vor Augen führen, dass ein Volk, welches überwiegend in der Diaspora leben musste, an dem ein Genozid verübt worden ist und dass nun in seiner vergleichsweise kurzen Geschichte als Staat Israel ständigen Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt war, deren Existenzrecht darüber hinaus erst seit Ende der 70er Jahre von einigen überwiegend muslimischen Ländern anerkannt wurde, sich natürlich in seiner Existenz und Identität bedroht fühlen darf. Wer, wenn nicht der Staat Israel? Einige arabische Staaaten und die Hamas bestreiten das Existenzrecht noch heute in aggressiver Form. Diese Tatsachen anzuerkennen, bedeutet m.E. nicht das individuelle Leid eines vom Krieg betroffenen palästinensischen Zivilisten zu verharmlosen oder ein gewisses Verständnis für den Groll einer Mutter, die ihre Kinder verloren hat aufzubringen. Dennoch sollte man gleichzeitig in der Lage sein zu erkennen, dass eine Hamas die bereits uniformierte Kinder auf Krieg drillt, diese Situation nutzt, um weiteren Hass zu schüren und antizionistische Propaganda zu verbreiten. Mal ganz realistisch...welcher westliche Staat würde auf diese Form der Bedrohung nicht reagieren bzw. hätte nicht schon längst mit aller Härte, Entschiedenheit und "Unterstüzung von Verbündeten" reagiert? Wieso empören sich so viele Personen über das Verhalten des israelischen Staates? Wo bleibt die Empörung in Bezug auf die Aggression Chinas gegenüber Tibet oder gegenüber anderem Leid. Dieser unreflektierte Antizionismus (wenn nicht z.T. sogar Antisemitismus), der einem immer häufiger auch in der Linken begegnet ist zwar nichts neues, aber doch erschreckend.

  • 05.01.2009 10:38 Uhr

    von knt:

    Ich kann diese Antisemitismus Vorwürfe gegen jene die Istrael kritisieren nicht mehr hören! Das ist eine Schande, eine Schande und eine Verharmlosung der Faschistischen Ideologie!

    Antisemitismus ist Diskriminierung einer von den Faschisten konstrukierten Semitischen Rasse. Wer dieses Wort benutzt, kann dies nur innerhalb der Faschistischen Rassenlehre tuen. Allein schon aus diesem Grund ist jeder Antisemitismus Vorwurf ein Verbrechen - und zwar ein Nationalsozialistisches!

    Die Semiten sind all jene die Semitische Sprachen sprechen, und dazu gehört neben dem Hebräisch auch das Arabisch und das Syrisch. Will der Antisemitismus-Schreier also argumentieren - er argumentiere nicht auf Basis der faschistische Rassenlehre - so muss er einsehen das der Vorwurf des Antisemitismus in einem Konflikt zwischen Semiten hanebüchener Unsinn ist!

    Und überhaubt - selbst innerhalb der faschistischen Ideologie ist Antisemitismus Vorwurf unzutreffend. Den der Antisemitismus faschistischer Ideologie ist Diskriminierung der Juden als unwerten Rasse. Deutschen Linke kritisieren Israel aber nicht wegen "ihrer unwerten Rasse" - nicht im Leben würde uns das einfallen!

    Ich verachte den Israelischen Staat weil er systematisch Menschen umbringen, Menschen foltert und diskriminiert! Ich verachte den Israelischen Staat weil er nicht in der Lage ist die Spirale der Gewalt zu beenden. Das sind die Gründe nicht irgendein konstrierter "latenter Antisemitismus".

  • 05.01.2009 10:34 Uhr

    von Eyman Nawwas:

    Gründe sind unterschiedlich, Ziel bleibt nach wie vor das gleiche:
    Widerstandsgeist des palästinensischen Volks zu brechen.
    Dies wird Israel auch mit ihren "treuen Freunden" in dieser Welt nicht erreichen.

  • 05.01.2009 10:31 Uhr

    von dadoni:

    das schrecklichste an der sache ist, dass die meisten menschen hier glauben: die vernünftigen und liebevollen israelis haben mit fanatischen und hasserfüllten palestinesern zu tun.
    und man stellt sich immer erneut (wie eine mantra) die frage nach existenzrecht israels (es existiert bedingunglos), und unterdrückt gleichzeitig das existenzrecht palestina (es existiert nicht oder nur schwer bedingt). ach stimmt, die sind ja von haus aus fanatisch, sie können ja keine logische beweggründe haben von daher ist derren vernichtung sehr angemessen. oder?

  • 05.01.2009 10:26 Uhr

    von Florian:

    Die Reaktion Israels auf die dauernden Aggressionen durch die terroristische Hamas sind in der Tat unangemessen.
    Aber: Ich frage mich, weshalb niemals Menschen auf die Straßen gehen (weltweit!) und dagegen protestieren, dass mal wieder Raketen und/oder andere Anschläge durch die Hamas gegen Israel, d.h. friedliche israelische Bürger - ja die gibt es tatsächlich, ebenso wie auf Seiten der Palästinenser - durchgeführt werden.
    Mir ist das eindeutig zu einseitig: Böse mächtige Israelis und gute unterdrückte Palästinenser...

  • 05.01.2009 10:24 Uhr

    von Günter Kolowski:

    Schuld steht gegen Schuld. Hamas ist nicht unschuldig und Israel erst recht nicht. (Stellt euch vor die Polen hätten genügend Macht auf deutschem Boden Siedlungen zu bauen, wie wohl wir Deutsche reagieren würden?)Radikalisierung der islamischen Welt: Schuldig ist die Politik des Westens und solange die westlichen Politiker das nicht kapieren, solange wird die Radikalisierung weiter gehen. Ja sie betrachten ihre Fanatismus als heilig, aber ihre Alternativen sind seit der Kolonialismus stets gescheitert.

  • 05.01.2009 10:23 Uhr

    von Kalem:

    Einseitig geschrieben aber sehr treffend. Gerade der letzte Absatz. Die Führer von morgen sind die Kinder, deren Eltern heute einen sinnlosen Tod erleiden. Die Langzeitkonsequenz dieses Krieges ist eine stärkere Radikalisierung - die Hamas wird höchstens durch eine radikalere Organisation ersetzt und die Fatah wird keiner mehr hören. Eine kriegerische "Endlösung" in der eine solche Organisation bis auf alle Mitglieder ausgelöscht wird ist unmöglich.

  • 05.01.2009 09:24 Uhr

    von Theloneous Honk:

    "Ihr koennt jede regierung waehlen ausser Hamas!"
    (the master speaks)

  • 05.01.2009 09:09 Uhr

    von hans kurzweil:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    Hochachtung liebe taz !!
    Ansonsten ist die veröffentlichte Meinung eine
    Katastrophe - wissen das die Kollegen nicht
    besser oder ???
    Leider darf auch in der taz nur ein Jude so
    schreiben...

  • 05.01.2009 07:52 Uhr

    von Reiner Wolf:

    Die Hamas diktierte mit ihren Raketenangriffen gegen Israel den Zeitpunkt der Reaktion der israelischen Armee. Vor dem christlichen Fest Weihnachten sehnen sich alle nach Frieden.
    Genau der richtige Zeitpunkt, Israel herauszufordern und als Aggressor vorzuführen.

  • 05.01.2009 02:52 Uhr

    von Johannes:

    Ich finde es a) traurig, dass manche Menschen immer noch glauben, einen Gewaltakt mit einem weiteren zu beantworten zu können und b) unverständlich, wie es die Weltgemeinschaft Israel erlauben kann seit mehreren Jahrzehnten mit seinen Siedlungen in palästinensische Gebiete einzudringen und dabei alle Menschenrechte zu missachten.
    Abgesehen davon sollte sich ein westlich orientiertes Land wie Israel langsam bewusst sein, dass man heutzutage nicht mehr gegen ein Land oder eine Regierung Krieg führt, sondern gegen eine vorherrschende Meinung oder Glaubensrichtung. Und da einige Anhänger der von Israel bekämpften Glaubensrichtung nicht vor dem Tod zurückschrecken ist es schlichtweg unmöglich sie genau damit zu bedrohen.
    Vielmehr sollten sich israelische Politiker bewusst werden, dass sie ausschließlich mit humanitärem Entgegenkommen und materieller Hilfe sowohl das palästinensische Volk als auch fundamentalistische Vereinigungen wie die Hamas für sich gewinnen können. Denn von keinem der beiden geht eine solche Gefahr aus, dass Israel unter Existenzängsten leiden sollte. (Damit schließt sich jeder Vergleich mit Nazideutschland aus.) Es gilt, die Hamas von anderen Organisationen wie der Hisbollah zu isolieren und damit ihre Unterstützung in der arabischen Welt zu untergraben.

    Meine Vision wäre ein gemeinsamer Staat Israel/Palästina in dem religiöse Toleranz beispielhaft ist. Doch ich sehe ein, dass dies in den nächsten Dekaden unmöglich ist. Es würde jedoch alle Grenzliniendebatten beenden.

  • 05.01.2009 02:41 Uhr

    von martin luther:

    Das ist alles nur das Vorspiel für den Angriff auf den Iran...

  • 05.01.2009 01:47 Uhr

    von Peter Becker:

    Abgesehen von brüchiger interner Argumentation geht der Autor fälschlich von zwei Voraussetzungen aus, die seine Thesen stützen sollen. Es ist jedoch leider so, das zeigen die letzten Jahrzehnte, dass

    1. weder Hamas noch Fatah einen eigenen Staat tatsächlich wollen. Vielmehr profitieren sie vom Status Quo, d. h. einem permanentem Terror- und Kriegszustand.

    2. dass Wohlstand und freier Waren- (und Waffen-) verkehr Frieden bedeuteten. Antisemitismus und Bereitschaft zu feiger Gewaltanwendung ist leider in allen Schichten dieser Region sehr stark.

    Es ist mir unverständlich, wie man als vorgeblicher Kenner der Situation solchen Fehlschlüssen erliegt oder zu erliegen den Anschein zu machen wünscht.

  • 05.01.2009 01:41 Uhr

    von Wehrhafte Demokratie:

    Wie immer kluge Analyse von Avnery und Zustimmung zu Mosche.

    Die Folgen der Proletarisierung werden auch hier in näherer Zukunft zu besichtigen sein. Also unbedingt weiter nach israelischem Vorbild massenhaft Bildungsferne einbürgern und Zuzug erleichtern. Dann klappts auch mit dem leicht zu manipulierenden Wahlvolk. Mal was Neues: Bundeskanzler Özdemir gewinnt 5% in den Umfragen, weil er die Prügelstrafe für Rechtsextremisten einführt. Wär das nicht toll?

  • 05.01.2009 00:51 Uhr

    von PORSHA Jekel:

    den indianern wurde auch land genommen,
    jetzt wurden sie entschädigt,in kanada,usa,australien, neuseland
    und leben auf neu zugeteiltem land und mit viel geld.
    ich war auch anhänger der palästinenser
    aber seit den primitiven selbstmordanschlägen auf busse (privatpersonen) usw.
    habe ich keinen funken interesse mehr für die.

  • 05.01.2009 00:45 Uhr

    von rubin:

    @WAnton: Sie sprechen wichtige Punkte an. Man sollte allerdings näher drauf eingehen, was die Besatzung "illegal" macht. Die Überlegung, die ja in 1967 kein non sequitur gewesen ist, war, dass der israelische Staat schon zwei Angriffskriegen ausgeliefert wurde, und deshalb aus Gründen der Sicherheit das Territorium, aus dem der Staat wiederholt angegriffen wurde, besetzt halten muß. Wir können die "Illegalität" vielleicht aus der immer wieder zitierten UN-Resolution 242 ableiten. Dabei müssen wir uns aber der Tatsache stellen, dass dies lediglich eine Kompromisslösung zwischen den verschiedenen damals vorgelegten Entwürfen darstellt. Diese Resolution drückt eine bis dahin im internationalen Recht unbekannte Sichtweise aus, wonach ein Krieg jeglicher Form nie eine territoriale Veränderung herbeiführen kann. Es versteht sich von sich selbst, dass man bei retroaktiver Anwendung dieses Prinzips den Verlauf der Staatsgrenzen der meisten europäischen Staaten ändern müsste. Zusätzlich ist in einer seriösen Debatte zu berücksichtigen, dass die erwähnte Resolution Israel nicht dazu ausruft, sich aus "allen" durch den Krieg erworbenen Gebieten zurückzuziehen, und dazu nachdrückliche Forderungen an beide Seiten beinhaltet.

    Man kann natürlich auch den UN-Berichterstatter Richard Falk zitieren, dessen Position ihm einige Gravität verleiht. Problematisch ist aber, dass Richard Falk für seine Position trotz der Tatsache ernannt wurde, dass er noch in 2007 einen berüchtigen Artikel mit dem Titel "Slouching toward a Palestinian Holocaust" geschrieben hat (kann man schnell im Internet ausfindig machen), und langfristig eine ernsthafte Untersuchung der Verschwörungstheorien über die Angriffe am 11. September 2001 forderte. Es ist deshalb zweifelhaft, ob diese Person ausgewogen urteilen und maßvoll denken kann. Und damit entstehen auch Zweifel an dem Menschenrechtsrat als ganzen, der den Richard Falk ernennt hat.

  • 05.01.2009 00:38 Uhr

    von vic:

    Den Vernichtungsfeldzug Israels aus dieser Sicht bekommt man leider nur noch in der taz zu sehen.
    Dank an die taz und an Uri Avnery.

  • 05.01.2009 00:22 Uhr

    von Everest:

    Und wieder ein Artikel der zeigt warum man diese Zeitung lesen sollte. Vielen Dank !
    Warum vergessen eigentlich so viele Menschen in Mitteleuropa instinktiv, dass die Entscheidung Israel erst zu gründen ganz klar darauf zielte die Konflikte mit der, ( zu recht !!!) auf angemessene Nachbearbeitung der Shoa drängenden "jüdischen" Bevölkerungsteile, flugs auf Kosten der Palästinenser in den mittleren Osten "outgesourct" wurde ?

  • 04.01.2009 23:44 Uhr

    von Ihr Name Udu:

    Ihren Kommentar hier eingeben@Von WAnton:
    „Die Hamas war übrigens schon die letzten Jahre bereit, Israel und dessen Existenzrecht anzuerkennen. Im Gegenzug allerdings gegen ein Palästina in den Grenzen von 1967. Jeder kann dies wissen, den es interessiert.“

    Seit wann bestimmen die Verlierer eines Krieges die Bedingungen eines Friedensvertrages?
    Wir haben nach dem verlorenen Krieg auch Gebiete verloren. Sind wir Bomben werfend in Polen eingefallen? Haben wir die Transsibirische Eisenbahn gesprengt?

    Die Hamas will die Juden immer noch ins Meer treiben und haben mehrfach verkündet, man werde den Staat Israel nie anerkennen.
    Israel will Frieden in sicheren Grenzen. Es sollte zu denken geben, dass man mit Jordanien, Ägypten und dem Libanon seit Jahren friedlich in Nachbarschaft zusammen lebt..
    Wenn Israel so schlimm und ein so großer Feind ist, warum will man unbedingt bei den Feinden arbeiten, wo man umgeben von liebenden Schwestern und Brüdern im Glauben ist?

  • 04.01.2009 23:14 Uhr

    von markus:

    so ist es, toller artikel!
    deutschland zahlt und israel bombadiert!!!!

  • 04.01.2009 22:43 Uhr

    von F.B.:

    Ich habe kein Verständnis für abstruse Theorien, die die Wahl der rechtsradikalen Hamas rechtfertigen. Das geht dann doch zu weit. Und wenn ich jetzt bei Demonstrationen in Deutschland Sprüche wie "Tod den Juden" höre, muss ich mich übergeben. Mittendrin auch noch Linke, die ich hier und jetzt als Antisemiten bezeichne.

  • 04.01.2009 22:07 Uhr

    von Punta di Lancia:

    Uri Avnery gehört zu den bekannten Nestbeschmutzern. Das ist in Ordnung. Die gibt es immer und überall. Nicht in Ordnung ist, dass er diese flache Schuld-ist-immer-Israel-Tour auch so leicht verkaufen kann - eben auch der taz. Es sollten schon etwas mehr Intelligenz und analytische Kraft und deutlich weniger Anbiederung an antiisraelische Reflexe sein, um in einer seriösen Zeitung so viel Zeilen zu erhalten. Oder ist das mit "seriös" nicht so ernst gemeint bei der taz?

  • 04.01.2009 21:52 Uhr

    von Stefan K.:

    Ich verstehe die Leute nicht, die imer noch Argumente für diese Art "Verteidigungspolitik" immer noch Argumente finden!!Die Sachlage ist doch klar, seit über 40 Jahren schon!!
    Der Abzug aus Gaza 2005 war reiner Selbstschutz, ein Land zu besetzen birgt halt gewisse Risiken.
    Wie schon im Artikel gesagt, wenn es den verschiedenen israelischen Regierungen wirklich um Frieden ginge (gegangen wäre), hätten sie doch auf dieses elende, schikanierende "auf-un-zu"-Spiel an den Grenzen rund um Gaza verzichten können!
    Eine Militärmacht greift aufgebrachte Menschen an und unsere Kanzlerin "stärkt Israel den Rücken" und kriegt ihre Mundwinkel nicht mehr runter!Sorry, aber dieses verlogene Spiel ist zum Kotzen!

  • 04.01.2009 21:43 Uhr

    von Uwe K.:

    Liebe Leute,

    stellt Euch mal folgendes vor: Aus Ostfriesland kommt jede zwei Wochen eine Rakete geflogen. Tötet ein zwei Menschen, vielleicht auch dreim oder mehr. Wie lange würde es dauern bis man sich dort mal umsieht wer den wohl dahinter steckt!

    Darf Israel das nicht auch tun?

  • 04.01.2009 21:24 Uhr

    von Radzug:

    Niemand kann Israel besiegen, sie haben die Bombe und könnten, wenn es ernst würde, wirklich ernst, jeden ihrer Nachbarn militärisch vernichten. Und nicht nur militärisch. Die Hamas wird eine vernichtende Niederlage erleiden und danach wird der Libanon unter irgend einem Vorwand erneut zum Ziel. An der Diskussion, wer grad mal wieder angefangen hat, mag ich mich nicht beteiligen. Da wäre viel zu schreiben und jeder Aktion des einen lässt sich ausnahmslos eine vorangegangene des anderen voranstellen. Außerdem ist es egal. Israel ist der stärkere und wird am Ende des Jahres vor Kraft kaum noch laufen können.
    Vielleicht aber können sowohl die Leser, die Avnerys Artikel hassen als auch jene, die seine Meinung teilen, sich seine Schlussfolgerung am Ende des Artikels noch einmal anschauen. Ich halte sie für schlüssig. Sicher wird sich Israel auch nicht davor fürchten müssen, von einem Gürtel barbarisch-islamistischer "Staaten" umgeben zu sein. Vielleicht sollten wir uns mehr davor ängstigen. Die kommenden Jahre werden noch sehr viel schlechter, als wir es uns heute auch nur vorstellen können....

  • 04.01.2009 21:18 Uhr

    von bewegungsmelder:

    Unordentlicher Artikel von Uri Avnery wie gewohnt. Von einer vorgefassten Meinung unterwegs auf der Suche nach Beweisen für eben diese. Tendenzjournalismus in Reinform.
    In einigen Punkten hat er sicherlich recht. Israel hätte in der Vergangenheit durchaus geschickter mit der ein oder anderen Situation umgehen können. Allerdings ist es immer ziemlich anmassend, einen Staat, der permanent von seinen Nachbarn oder zumindest den orthodoxen religiösen Kräften in eben diesen in seiner Existenz bedroht wird, im Nachhinein (sprich: per nachträglicher Besserwisserei) vorzuhalten, dass das ein oder andere schief gegangen ist. Das ist exakt Stammtischniveau.
    Alles andere wie die angebliche Provokation der Hamas, Raketen auf Israel zu schiessen, damit die wiederum einen Grund für eine Offensive haben, ist schlicht Blödsinn. Denn wenn dem wirklich so wäre, hätte sich die Hamas bestimmt nicht dazu provozieren lassen, wegen der Beschiessung eines 'angeblichen!' Schmugglertunnels Raketen auf ziviles israelisches Land zu schiessen.
    Ob der Einmarsch der Israelis in den Gazastreifen tatsächlich auf Dauer zu einem guten Ergebnis sowohl für die dort lebenden friedlichen Palästinenser wie auch für die Israelis führt, ist zumindest eine offene Frage. Vielleicht behält Avnery ja recht ( so wie meine gute alte Grossmutter, die immer davor gewarnt hat, in die Kneipe zu gehen, denn dort laufen schlimme Typen rum, die mich evtl. zu kriminellen Schandtaten verführen....ist zwar nie wirklich passiert, aber wenn, hätte sie es schon immer gesagt gehabt....aber natürlich will ich eine Invasion nicht mit einer Invasion in Gaza vergleichen)
    Der Text ist mit viel gutem Willen immerhin ein als kunstgrifflich grundsätzlich interessanter Versuch zu verstehen, einen aus israelisch und damit betroffener Sicht anderen Blick auf das aktuelle Geschehen zu werfen. Sicherlich immer noch besser als der entweder hilflose oder widerlich agitatorische Versuch einiger Leserbriefschreiber hier, den Vernichtungswillen der Hamas gegenüber Israel zu leugnen oder klein zu reden. Der ist nämlich in der Tat in der Charta der Hamas wortwörtlich nachzulesen.
    Übrigens: die Israelis haben mit orthodoxen Religiösen ebenfalls einen Haufen Probleme, alleine, die jüdischen Orthodoxen in Israel haben es noch nicht geschafft, ihr ganzes Volk für ihre ideologischen und religiösen Ideen in Geiselhaft zu nehmen. Ob sie es jemals überhaupt vorhatten, ist ebenfalls noch die Frage. Aber wer weiss, vielleicht sind die Protokolle der Weise von Zion ja doch keine Fälschung.....

  • 04.01.2009 21:13 Uhr

    von C.G.:

    Ein grauenhaft schlechter Artikel.
    Die Hamas und ihr Hauptsponsor, das Mullahregime im Iran, sind ganz oben auf der Rangliste der derzeit existierenden faschistischen Systeme, getarnt im religiösen Kleide.
    Mit Hamas gibt es nichts zu verhandeln, sie halten die Palästinenser als Geisel und es schert sie einen Dreck, ob Bewohner im Gaza-Streifen umkommen.
    Jeder Tote Palästinenser dient der Hamas auschliesslich als Propagandamittel, um einen eigenen Opfer-Mythos zu errichten.
    Wie traurig, dass vor allem Linke auf diese krumme Tour stets bereitwillig hereinfallen.
    Der von den Israelis samt Familie getötete Hamas-Führer hatte keinerlei Skupel, Jahre zuvor seinen eigenen Sohn bei einem Himmelfahrtskommando zu verheizen. Mitleid für solche Leute ist fehl am Platze.
    Wenn gerade einmal keine Israelis zu bekämpfen sind, weil sie den Gaza-Streifen komplett geräumt haben, dann werden alternativ die Leute von der Fatah abgemetztelt - und wenn diese auch um die Ecke gebracht sind, werden Kollaborateure (sei es auch wehrlos im Krankenbett) umgebracht.
    Das ist die Hamas. Ein Ausbund widerwärtigster Eigenschaften, die der Mensch an den Tag legen kann.
    Pfui Teufel. Schämt Euch Ihr Hamas-Versteher.

  • 04.01.2009 21:12 Uhr

    von M. Saour:

    Israel hat das grösste Ghetto der Welt geschaffen. Das ist leider so. Gaza hatte nie eine echte Überlebenschance. Es war und ist vom See- wie vom Landweg abgeschnitten. Der von europäischen Steuergeldern finanzierte Flughafen wurde von Israel zerstört. Milliardenschwere Waffenhilfen kommen seit Jahren aus den USA. Wer verdient daran?
    Israel erfüllt die seit Jahren bestehenden Uno-Resolutionen nicht. Wer marschiert in Israel ein?
    Israel hat Massenvernichtungswaffen. Von wem?
    Die Palästinenser haben ihr Land verloren. Millionen Palästinenser leben seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern. Uno-Resolutionen fordern die Rückkehr der Flüchtlinge nach Palästina. Ach ja , gibt's ja nicht mehr, Israel ist jetzt der Besitzer des Landes. Wer hat es ihnen gegeben?
    Die Palestinenser wurden von Zionisten getötet, von Hashemiten (1970 in Jordanien)getötet, von Christen (im Libanon - Sabra und Chatilaa) unter den wohlwollenden Augen der Israelis getötet. Jetzt sehen auch die Ägypter aus nächster Nähe zu.
    Die einzig wirkliche Hoffnung auf Frieden, in der Person von Rabbin wurde von einem Israeli zur Strecke gebracht. Die Palästinenser haben einem Frieden in Camp David zugestimmt. Israel hat ihn damals mit unakzeptabelen Forderungen verhindert. Das wurde zwar zuerst anders dargestellt, ist aber mittlerweile allgemein anerkannt.Hamas akzeptiert Israels Existenzrecht in den Grenzen von 1967 konform mit allen Uno-Resolutionen. Israels Kolonialpolitik steht dem entgegen.
    Die USA haben die Taliban geschaffen, Israel die Hamas, die zudem demokratisch gewählt wurde.
    Jetzt regieren sowohl in Israel wie auch in den Palästinensergebieten die religiösen Fundamentalisten und um die nächsten Wahlen zu gewinnen wird jetzt mal wieder die Zivilbevölkerung Gazas hingeschlachtet und Europa und die USA klatschen Beifall. Bravo Frau Merkel! Bravo Herr Bush!
    Oder wird hier etwa dem nächsten Krieg, dem gegen Iran der Weg geebnet?

  • 04.01.2009 20:57 Uhr

    von Arno:

    "Im arabischen Raum besteht aber nur eine Alternative: die des islamischen Fundamentalismus."
    Diese Aussage vom Autor spricht doch für sich. Keine Ideen, außer Gewalt oder die Aufgabe Israels. Vielleicht sollte man die Palestinenser umerziehen. Hat bei den Deutschen auch geholfen, sonst würden die wahrscheinlisch noch an der polnischen Grenze sitzen, Raketen werfen auf das Essen auf Rädern von der Uno warten und schauen was das Schicksal, das natürlich nicht von Ihrem Handeln abhängig ist (überall Verschwörung)so bringt. Ist ja sowieso nur ne übergangszeit bis zum Paradies. Nebenbei kann man ja den Kindern noch Uniformen anziehen und in Waffenführung drillen und Frauen in Sprengstoffgürtel unterweisen. Wenns hilft.

  • 04.01.2009 20:47 Uhr

    von christian:

    sehr gut dargestellt.

  • 04.01.2009 20:15 Uhr

    von Ralph:

    Pflichtlektüre für Frau Merkel!!! Aber die hat sich ja schon mal zu Schröders Kanzlerzeit damit unbeliebt gemacht, Staatsterroristen in den Allerw... zu kriechen (damals G.W.Bush).Feine Kanzlerin haben wir da!

  • 04.01.2009 20:10 Uhr

    von Massin:

    Avnery ist ein Friedenaktivist aus Israel, er ist bekannt für seine Objektivität, die ihm auch die eine oder andere Verhaftung gebracht hattte!
    Danke !

  • 04.01.2009 19:50 Uhr

    von am geschehen:

    an J ripalda und die anderen maerchenmenschen: tatsaechlich ist uri avnery etwas naeher dran...wer wie auch ich in israel lebt, hat keine probleme, die ach so objektive israelische presse zu verfolgen und dem alltaeglichen rassismus ins auge zu sehen - von juden gegen juden und gegen araber. wenn die araber nicht hier waeren, haetten sich die "israelis" schon laengst gegenseitig zerfleischt -aber so ein kleiner krieg alle nase lang ist gut fuer die nationale einheit. und leider, leider schlaeft der kleine rassist in uns allen - 487 tote in gaza bis heute, knapp die haelfte frauen und kinder. was waere wohl die offizielle reaktion bei sovielen toten israelis? frau merkel? fuer die europaeer sind araber immernoch keine richtigen menschen, eher halbaffen. ist nicht so schlimm, wenn die draufgehen. gibt eh' zuviele davon. nein? im uebrigen empfehle ich die kommentare von gideon levy und tom segev und zvi barel auf haaretz.com

  • 04.01.2009 19:41 Uhr

    von Thomas Mank:

    Viele "Linken" lassen ihrem latenten Antisemitismus gerne an Israels Politik freien Lauf, weil sie reflexartig in Israel die Verkörperung eines kapitalistischen militärisch-industriellen Komplexes zu erkennen glauben.
    Tatsächlich ist Israels Militärmacht das Ergebnis der Notwendigkeit, sich vom ersten Tag der Staatsgründung an gegen feindliche Übergriffe zur Wehr setzen zu müssen. Diesen Attacken liegt nicht nur der Kampf ums Land und Wohnrecht zugrunde, sondern immer auch ein gerade in muslimischen Gesellschaften seltsam weiterverbreiteter radikaler Antisemitismus, der vor dem Wunsch nach physischer Vernichtung nicht halt macht, sondern im Gegenteil, diesen versucht in die Tat umzusetzen.
    Bevor man sich also gutmenschlich demonstrierend für die palästinensische Sache einsetzt sollte man erst das Hirn einen Gang weiter schalten und überlegen, wem die aktuelle Lage eigentlich nutzt. Dabei wird man vielleicht weder auf "die Juden" oder "die Israelis" noch die leidende palästinensische Bevölkerung kommen, sondern womöglich auf jene allzu zahlreichen Fanatiker, in deren Köpfen die eigene Weltvorstellung alles, das Leben Anderer nichts gilt.

  • 04.01.2009 19:36 Uhr

    von Säkulant:

    Wenn sich einige hier auf die Charta der Hamas berufen, was ist dann mit dem Talmud?

    Danke, für den Artikel. Endlich bekommt man auch die Wahrheit zu hören.

  • 04.01.2009 19:27 Uhr

    von rolf:

    ... traurige bilder aus israel - traurige aus palestina sind nicht erlaubt ...

  • 04.01.2009 19:24 Uhr

    von WAnton:

    @ Christoph Grote + Jan: Israelische völkerrechtswidrige Besatzung und Besatzungspolitik in Palästina...War da 'mal was...oder gibt's das alles gar nicht?
    Und: "UN-Berichterstatter bezeichnet die israelische Politik in Gaza als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" (= Zitat taz/ Nahost vom 10.12.'08).
    Die Hamas war übrigens schon die letzten Jahre bereit, Israel und dessen Existenzrecht anzuerkennen. Im Gegenzug allerdings gegen ein Palästina in den Grenzen von 1967. Jeder kann dies wissen, den es interessiert.

  • 04.01.2009 19:20 Uhr

    von Daniel Dilger:

    Der Artikel ist so nicht richtig!

    -Der Raketenbeschuss dauert schon seit 8 Jahren an! Er ging weiter als der Gaza-Streifen geräumt wurde.

    -Wie soll mit der Hamas verhandelt werden? Fakt ist dass sie die Macht im Gazastreifen durch einen Putsch erlangt hat. Spricht man nun mit der Hamas (was diese ohnehin nicht will) würde die Legitimität der PLO in Frage gestellt werden.

    -Ist es nicht ein klares Zeichen dass die arabischen Brüder nicht hinter der Hamas stehen? Selbst Ägypten hat eine Mauer gebaut!

    Schade dass die linken Meinungen meißtens gegen Israel sind.

    Grüße aus Stuttgart
    Daniel D.

  • 04.01.2009 19:19 Uhr

    von Shefmeister:

    Ordentlicher Artikel, wie man es von Uri Avnery gewohnt ist. Herr Grote: Gegen “die Palästinenser” mit der Faschismuskeule auszuholen, mag ja unter Antideutschen furchtbar beliebt sein. Im ernsthaften Diskurs ist für solchen Unsinn aber kein Platz. Hätte hier jemand im Zusammenhang mit Nazi-Verbrechen kommentiert: “Wir (sic) haben unsere Lektion gelernt, die Israelis leider noch nicht”, lieβe der Antisemitismus-Vorwurf nicht lange auf sich warten. Was gibt Ihnen das Recht, ein ganzes Volk so dreist über einen Kamm zu scheren ?

  • 04.01.2009 19:18 Uhr

    von dtjtdjj:

    "Historiker werden darueber diskutieren, ob es nicht die Verproletarisierung Israels durch die massive Einwanderung russischer Juden war, die das Land zerstoert hat. Grossvater vergewaltigt Enkelin und aehnliche Schlagzeilen bestimmen das Bild. Premierminister vergewaltigt Beamtin ist dagegen harmlos. Mag geschmacklos klingen, ist aber die Realitaet. Weit weg von bundesdeutschen Glaubensbekenntnissen."
    Herr/Frau Mosche, was wollen Sie uns damit sagen? In welchem Zusammenhang sehen Sie Russen und nicht-inzesthafte Vergewaltigungen?

  • 04.01.2009 18:51 Uhr

    von berni:

    Danke Uri Avnery,

    Dies ist was Anderes als das brave Abnicken der Barak Olmert Bush Kriegstreiberei durch unsere ach so tolle Kanzlerin.

  • 04.01.2009 18:31 Uhr

    von Jan:

    Herr Avneri saß genauso dicht vor dem Fernseher wie du oder ich es hätten auch machen können. Hamas TV oder Al Dschasira zu gucken ist keine Kunst und auch keine journalistische Leistung. Fanatiker kann man nicht mit Appeasement-Politik bekämpfen. Israel will in Frieden leben, deswegen haben haben sie vor Jahren ihre Soldaten aus dem Gazastreifen abgezogen. Was war der Dank der Hamas? Raketen auf Israel und Aufrüstung während der "Waffenruhe".

  • 04.01.2009 18:00 Uhr

    von J. Ripalda:

    "Uri Avneri sitzt wesentlich dichter am Geschehen!" Hahaha. Ein Märchenonkel...

  • 04.01.2009 17:49 Uhr

    von Mosche:

    Das Gerede von der Vernichtungsideologie der Hamas ist doch dummes Zeug. Richtig lahme Propaganda. Was immer Hamas in ihren Grunssatzprogrammen stehen haben mag, weiss jedes Kind, das Haaretz lesen kann, auch die eneueren Anylysen, wie es wirklich ist. Hamas kann sagen was es will, es wird nicht gehoert. Israel hat nun jeden Anspruch auf eine Sonderrolle verspielt.

    Historiker werden darueber diskutieren, ob es nicht die Verproletarisierung Israels durch die massive Einwanderung russischer Juden war, die das Land zerstoert hat. Grossvater vergewaltigt Enkelin und aehnliche Schlagzeilen bestimmen das Bild. Premierminister vergewaltigt Beamtin ist dagegen harmlos. Mag geschmacklos klingen, ist aber die Realitaet. Weit weg von bundesdeutschen Glaubensbekenntnissen.

  • 04.01.2009 17:17 Uhr

    von Christoph Grote:

    Der Artikel geht leider mit keinem Wort auf die Geiselnahme des israelischen Soldaten ein, ausserdem wird leider auch die Vernichtungsideologie der Hamas nicht erwähnt. Was den wachsenden Einfluss der Fundamentalisten angeht, so ist dieser ganz sicher nicht mit einer Appeasement- Strategie zu bekämpfen. Krieg bedeutet schreckliches Leid, doch wir sollten nicht vergessen, dass die Hamas und andere Verbrecher diesen als heilig erachten. Deutschland und Japan hatten auch mal solche Leute an der Macht, und unser Fanatismus wurde keineswegs mit ständigem Nachgeben kuriert. Wir haben unsere Lektion gelernt, die Palästinenser leider noch nicht...

  • 04.01.2009 16:46 Uhr

    von zacharias:

    Danke, schön das man auch ab und zu die Wahrheit aufgetischt bekommt.

  • 04.01.2009 16:38 Uhr

    von elke:

    auf den punkt gebracht! toller artikel!

  • 04.01.2009 16:34 Uhr

    von Th. Müller:

    Wie anders klingt das doch, als das verlogene Getröte unserer Kanzlerin! Uri Avneri sitzt wesentlich dichter am Geschehen!

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