Zunehmend werden bei der Übertragung von Nieren sogenannte Lebendspenden verwendet. Dabei sollte dies, geht man nach Recht und Gesetz, eine Ausnahme bleiben.von Klaus-Peter Görlitzer
"Im "Deutschlandprogramm" der Liberalen heißt es: "Die Nachrangigkeit der Lebendspende sollte aus dem Transplantationsgesetz gestrichen und der zulässige Spenderkreis erweitert werden."
ein schelm... man muss nur mal die situation in anderen ländern nehmen, wo arme menschen auch mal eine niere für bares hergeben. welche bevölkerungsschichten dabei profitieren könnten und was die überproportional wählen ist dabei wohl klar. ...wer böses dabei denkt.
24.09.2009 20:15 Uhr
von dielilalotta:
Naja, so ist das halt - das eine ist das Recht, das andere die Praxis und ersteres hängt letzterem in der Regel hinterher. Der Artikel möchte Glauben machen, es würde ein Missstand aufgedeckt. Der eigentliche Missstand ist doch, dass sich in Deutschland auf anderem Wege nicht hinreichend Spenderorgane aquirieren lassen. In der Praxis ist es für Betroffene ein Riesenglück, eine Lebendspende zu bekommen Das spart bei Nieren im Durchschnitt 7 Jahre Wartezeit an der Dialyse und alle damit zusammen hängenden Folgen, wie beispielsweise eine deutlich verkürzte Lebenserwartung und einen ganze Reihe behandlungsbedürftiger Nebenerkrankungen- mal vom zeitlichen Aufwand und den Einbußen der Lebensqualität unter Dialyse abgesehen. Es ist doch nicht so, dass jeder „Hinz und Kunz“ mal eben seine Niere spendet. Das sind echte Lebensentscheidungen. Die Spender unterziehen sich einem ausgedehnten Screeningprogramm bevor überhaupt die Spendekommission hinzu gezogen wird. Übrigens verpflichten sich die Spender zu ihrem eigenen Schutz zu lebenslanger ärztlicher Nachsorge, damit Risikofaktoren für Nierenerkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Es gibt in der Medizin kaum Bereiche, die so vollständig reguliert und vor allem unabhängig überwacht sind wie Organspende. Worum soll es also gehen - dass alles dem Wortlaut eines 12 Jahre alten Gesetzes entspricht? Mensch, Herr Görlitzer, Sie vergessen, dass hinter Organspende Menschen und Schicksale stehen!
Leserkommentare
25.09.2009 07:59 Uhr
von runzbart:
"Im "Deutschlandprogramm" der Liberalen heißt es: "Die Nachrangigkeit der Lebendspende sollte aus dem Transplantationsgesetz gestrichen und der zulässige Spenderkreis erweitert werden."
ein schelm...
man muss nur mal die situation in anderen ländern nehmen, wo arme menschen auch mal eine niere für bares hergeben.
welche bevölkerungsschichten dabei profitieren könnten und was die überproportional wählen ist dabei wohl klar.
...wer böses dabei denkt.
24.09.2009 20:15 Uhr
von dielilalotta:
Naja, so ist das halt - das eine ist das Recht, das andere die Praxis und ersteres hängt letzterem in der Regel hinterher. Der Artikel möchte Glauben machen, es würde ein Missstand aufgedeckt. Der eigentliche Missstand ist doch, dass sich in Deutschland auf anderem Wege nicht hinreichend Spenderorgane aquirieren lassen. In der Praxis ist es für Betroffene ein Riesenglück, eine Lebendspende zu bekommen Das spart bei Nieren im Durchschnitt 7 Jahre Wartezeit an der Dialyse und alle damit zusammen hängenden Folgen, wie beispielsweise eine deutlich verkürzte Lebenserwartung und einen ganze Reihe behandlungsbedürftiger Nebenerkrankungen- mal vom zeitlichen Aufwand und den Einbußen der Lebensqualität unter Dialyse abgesehen. Es ist doch nicht so, dass jeder „Hinz und Kunz“ mal eben seine Niere spendet. Das sind echte Lebensentscheidungen. Die Spender unterziehen sich einem ausgedehnten Screeningprogramm bevor überhaupt die Spendekommission hinzu gezogen wird. Übrigens verpflichten sich die Spender zu ihrem eigenen Schutz zu lebenslanger ärztlicher Nachsorge, damit Risikofaktoren für Nierenerkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Es gibt in der Medizin kaum Bereiche, die so vollständig reguliert und vor allem unabhängig überwacht sind wie Organspende. Worum soll es also gehen - dass alles dem Wortlaut eines 12 Jahre alten Gesetzes entspricht? Mensch, Herr Görlitzer, Sie vergessen, dass hinter Organspende Menschen und Schicksale stehen!