• 03.09.2009

Irakische Flüchtlinge in Dänemark

Nach Kirchenasyl folgt kalte Abschiebung

Trotz der prekären Sicherheitslage im Irak werden 22 Flüchtlinge in einer Nacht- und Nebelaktion ausser Landes geschafft. Auch die jüdische Gemeinde in Kopenhagen protestiert.von Reinhard Wolff

  • 04.09.2009 09:13 Uhr

    von Olli:

    Wieder einmal ein Bericht der etwas Sprachlosigkeit auf den ersten Blick hervorruft. Das ist ja auch das Ziel der Medien, andere Leute auf etwas aufmerksam zu machen. In der Praxis ist es jedoch so, dass die Regierung die geltenden Gesetze einhalten muss. Sicherlich ist eine Abschiebung für jeden einzelnen eine Tragödie die zu der schlechten Situation noch hinzukommt. Andererseits, da ich selber im Asylverfahren gearbeitet habe, gibt es sehr viele Menschen die nur aus wirtschaftlichen Interesse nach Europa kommen. Das sind über 95%, denn dijenigen die wirklich politisch aktiv sind, bleiben in den jeweiligen Herkunftsländer um dort etwas zu ändern. Hinzu kommt noch, dass die Menschen praktisch aus einer Gesellschaft kommen, die es in Europa vor vielen hunderten oder tausenden Jahren gab. Diese Unwissenheit wird dann von kriminellen Menschenhändler ausgenutzt, die den Leuten das gelbe vom Ei versprechen. Die Enttäuschung ist dann entsprechend groß, wenn die Abschiebung kommt. Viele haben durch die Ausreise hohe Schulden, die sie nicht abbezahlen können. Es sind sehr traurige Schicksale, aber Gesetze müssen eingehalten werden.

  • 03.09.2009 13:57 Uhr

    von aso:

    Die Asylgesetzgebung wäre wertlos, wenn Abgelehnte trotzdem bleiben könnten.
    Dann könnte man sich das Ganze sparen, und gleich sagen "Grenzen auf für Alle"...

  • 03.09.2009 13:32 Uhr

    von Lars:

    Und wieder einmal werden Menschen in den fast sicheren Tod zurückgeschickt. Leute, die das verhindern wollen werden hierbei grundlos von bewaffneten Überfalltruppen gefangen gehalten bis die Aktion vorüber ist.

    Ein trauriger Tag für die Menschheit, eing uter Tag für die Festung Europa.

    Ich kann kaum ausdrücken, wie wütend mich das macht. Ich muß mich doch sehr zurückhalten, um diesen Kommentar nicht derart mit Kraftausdrücken zu untermauern, daß er nicht mehr an das Licht der Öffentlichkeit gerät.

  • 03.09.2009 11:45 Uhr

    von Mr. Burns:

    "Um Protesten aus dem Weg zu gehen, waren die Anwälte der Asylsuchenden nicht unterrichtet worden, wurden DemonstrantInnen über den Abflughafen in die Irre geführt und ein Bus mit 54 Mitgliedern der Aktion "Kirchenasyl" in siebenstündige "Vorbeugehaft" genommen.

    Na und! Genau so muss es gemacht werden. Daran sollte sich die deutsche Politik ein Beispiel nehmen. Es geht doch!

  • 03.09.2009 11:23 Uhr

    von Marti:

    Wieso eigentlich nicht gleich "Bleiberecht für alle", das wäre doch gerechter, als nur diejenigen zu behalten, die am effektivsten die Werbetrommel für sich rühren können.

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