Nur mit mehr Videoüberwachung komme man gegen die Randalierer, Drogenabhängigen und die Taliban an - das sagt der Berliner CDU-Politiker Peter Trapp im Interview.von Dietmar Kammerer
"Die rot-rote Regierung sieht in der Videoüberwachung eine Gefahr für die BürgerInnen."
Hat Herr Trapp tatsächlich "BürgerInnen" gesagt?
22.09.2009 11:15 Uhr
von Christoph:
"Die Polizeigewerkschaft, in der Sie ja auch Mitglied sind, fordert nicht mehr Überwachungstechnik, sondern mehr Sicherheitspersonal." - "Wenn Videotechnik nichts bringt, warum schützt man dann Gebäude mit Kameras?"
Weil Kameras nix kosten, Sicherheitspersonal aber schon. So kann der Staat viel gefühlte Sicherheit mit noch weniger Personal erreichen. Und die Überwachung der Bildschirme gleich an Privatunternehmen abgeben, das spart noch mehr.
Mir sind ansprechbare Sicherheitsleute tausendmal lieber als sterile Kameras.
22.09.2009 10:15 Uhr
von XsX:
"Ich bin gegen eine solche Kennzeichnung.
Warum?
Weil es alle Polizisten unter einen Generalverdacht stell"
Dann kann ich ja auch mein Nummernschild abschrauben, stellt mich ja auch nur unter Generalverdacht...
21.09.2009 16:55 Uhr
von Bjoern:
Na ja, es ist ja nicht so das Videoüberwachung immer per se schlecht ist. Es gibt Orte, da habe ich vollstes Verständnis für, z.B. Schalterräume, Vorräume mit Geldautomaten, Kunstausstellungen... An öffentlichen Plätzen und in U- und S-Bahnen habe ich aber doch Zweifel, denn die Straftaten, die an diesen Orten vorkommen, handelt es sich im Gegensatz zu den Banken und Ausstellungen nicht nur um Eigentumsdelikte, die man durch die Videos schneller aufklären kann und das entwendete Eigentum dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben kann. An öffentlichen Plätzen geht es oft genug Gewaltdelikte, und hier muss die Prävention im Vordergrund stehen. Was nutzt es dem Mann aus München dass die Täter nun (auch ohne Video) gefasst sind? Nichts! Deshalb muss versucht werden, diese Straftaten im Vorfeld zu unterbinden. Wie das aber passieren soll, da habe ich auch keinen Plan, denn wenn zwei hemmungslose Jugendliche, wie in München, einen Geschäftsmann in Sekunden erschlagen, machen sie das wohl auch mit einem Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes...
21.09.2009 16:09 Uhr
von ich:
Es ist schon sehr bezeichnend, wenn vor lauter Mietmaulerei die innere Logik auf der Strecke bleibt! Aber das merk doch sicher keiner, gelle Herr CDU-Politiker? Denn wer dem Stimmvieh noch nicht einmal zutraut, sich einen Namen zu merken, der muss sich über solche Nebensächlichkeiten schließlich keinerlei Gedanken machen... Treten Sie doch einfach zurück, geben Sie keine Interviews mehr und genießen sie das stille Versinken in der Bedeutungslosigkeit, das sicherlich besser ist, als Selbiges in publikumswirksamer Lächerlichkeit zu begehen...
21.09.2009 12:18 Uhr
von M.B.:
Wer sich sicher fühlen will, zahlt etwas mehr und kann in ein speziell bewachtes Abteil? Und wer es sich nicht leisten kann, darf Angst haben und sich bedrohen lassen? Also leben wir dann in einem Rechtsstaat, in dem die Sicherheit des einzelnen von seinem Geldbeutel abhängt. Großartig!
21.09.2009 11:30 Uhr
von Blues:
Warum ?
Warum ist solch ein Interview bei uns möglich ? Warum werden bei uns Menschen grundlos brutal ermordet ? Warum traut sich fast niemand bei uns zu helfen ? Warum sollen/müssen/werden wir immer extremer überwacht, kontrolliert u. verdächtigt werden ?
Warum gibt es bei uns immer mehr Brutalität u. Gewalt in den Filmen, Büchern, Spielen etc. ? Warum wird Unrecht, Gewalt u. Krieg bei uns immer selbstverständlicher ? Warum darf die USA massenhaft foltern u. morden ? Warum haben immer mehr Kinder von Beginn an keine wirkliche Chance bei uns ? Warum schauen wir gemütlich seit Jahrzehnten zu wie Millionen von Menschen täglich wegen unserer Lebensweise sterben ? Warum ist das Leben eins deutschen Soldaten viel mehr wert als das einer afghanischen Familie ?
Warum leben wir seit Jahrhunderten in Herrschaftssystemen, deren Pfeiler der Eigennutz, der Profit, die Ausbeutung u. die Konkurrenz sind ?
Warum wundern wir uns über die offiziellen Ansichten der Millionen von "Trapps" ?
Wir haben doch mit unserem jahrzehntelangen satten Schweigen u. unserem beruhigenden Gewissensaktionismus dafür mit gesorgt, dass wir uns eigentlich über gar nichts mehr zu wundern u. empören brauchen, oder ?
21.09.2009 11:02 Uhr
von Marcel:
Ein Problem ist ja auch, dass wenn alle sozialen Brennpunkte, wie zB das Kottbussertor, videoüberwacht werden verschwinden die "Verursacher" dieses Brennpunktes nicht, sondern sie verlagern sich nur und verschwinden nicht. Man könnte die "Stop-Debatte" bei Kinderpornoseiten als Beispiel nennen... http://annalist.noblogs.org/gallery/3244/zensursula1.jpg
... um die Verursacher nun endgültig loszuwerden müsste man ja jeden neu entstandenen sozialen Brennpunkt auch überwachen und so weiter. Die einzige logische konsequens ist ein totaler Überwachungsstaat.
Da finde ich die idee von Felix "wie wärs wenn wir jedem baby gleich nen eindeutig identifizierbaren sender einpflanzen, ein tracking netz aufbauen und dann jede bewegung nachvollziehen?" auch nicht schlecht.
Also ich finde eine Videoüberwachung allgemein und in den meisten einzelfällen nicht gut. Soziales Engagement und Erziehung sollten gefördert werden statt Massen von Geld in überwachung und deren kontrolle zu stecken.
21.09.2009 09:59 Uhr
von Student:
Was bringt'S mir denn wenn gefilmt wird wie ich erschlagen werde? Hilfe kommt doch eh nicht rechtzeitig und von der Ergreifung der Täter hab ich dann auch nix mehr ...
21.09.2009 08:15 Uhr
von DiversityAndEquality:
Leider haben die meisten Leute immer noch nicht begriffen, dass es sich hier um eine widerliche Instrumentalisierung von Gewaltakten zur Etablierung des ultimativen Überwachungsstaates handelt. Dieselbe Funktion erfüllt übrigens auch die so genannte Terrorismus-Debatte - siehe Stichwort "Taliban".
Und kurz nach der Bundestagswahl wird die deutsche Bevölkerung (und nicht nur die) dann mit einer an Dummheit nicht zu überbietenden Propaganda in Sachen der so genannten Schweinegrippe traumatisiert, um sich für die Milliardenprofite gewisser Konzerne, für die der Staat offenbar immer Geld übrig hat, mit einer ebenso unsinnigen wie in ihren Folgen für die Gesundheit völlig unverantwortlichen "Impfung" kollektiv vergiften zu lassen.
Es ist erschreckend, dass die meisten Menschen gar nicht mehr wahrnehmen, wie sie sich von ganz bestimmten Gruppen und deren Spezialinteressen manipulieren, diktieren, ihrer Freiheit und sogar körperlichen Unversehrtheit berauben lassen.
21.09.2009 07:21 Uhr
von der Don:
Bei uns gibt es auch seit einiger Zeit Kameras in den Bahnen und jedesmal wenn ich die sehe, habe ich ein ungutes Gefühl. Ich will einfach nicht gefilmt werden, wenn ich nichts gemacht habe, es will nicht in meinen Kopf, wieso es nötig sein sollte. Dadurch fühle ich mich nicht sicherer, sondern unsicherer! Wir brauchen keine Kameras, wir brauchen mehr Courage in der Gesellschaft. Man denke nur an den einen Fall mit dem toten Geschäftsmann, nur weil er 2 Kindern helfen wollte! Hätten die anderen Leute mit geholfen, wäre das sicher nicht passiert, aber man ist ja immer sich selbst der nächste ... es ist ein gesellschaftliches Problem.
20.09.2009 23:38 Uhr
von DonnyK77:
Hochmoderne Überwachungstechnik an jeder Ecke, aber unsere Polizei funkt noch mit analogen Geräten aus den Siebzigern und ist unterbesetzt. Aber lasst uns doch bitte viel Geld ausgeben um alle Straftaten in U- und S-Bahnen zu dokumentieren auch wenn es sie nicht verhindert, was sollen denn sonst RTL&Co. noch senden. Wäre ja schade wenn ganz Deutschland verpassen würde wie ich zu Tode getreten werde.
“Im Oktober, oder spätestens Mitte November ist Baubeginn am Kottbusser Tor,” so sagte Mildner-Spindler (DieLinke), “dann müssen die Gesundheitsbusse des Fixpunkt woanders parken, denn der Platz wird für die Baumaschinen benötigt.” am 09.07. im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, BVV X-berg/F‘hain. Die Eröffnung eines McDonalds wurde ebenfalls im Ausschuss angesprochen: Es sei doch verständlich, dass herumlungernde Heroin- und Alkoholkonsumenten die Kundschaft abschrecken würden.
Weitere Live-Kurzmeldungen aus dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales sind hier nachzulesen:
http://twitter.com/menschenfreund
"Die Gentrifizierung hat begonnen, der Umbau des Kottbusser Tors hier wird der Grund genannt: wirtschaftliche Interessen!!! 46 days ago Mittelinsel soll entwickelt werden, mehr Aufenthaltsqualität, nicht für die „Süchtigen“ so Mildner-Spindler, übersichtlicher solls werden! 46 days ago Gesundheitsbusse des Fixpunkt werden auf die südliche Siete des Kotti, am ehemaligen Brunnen verbannt, bis der Umbau des Kotti beginnt 10/09 46 days ago Druckraummobil in Verbannung – kuenftig: südlich des Moritzplatzes – östliche Prinzenstrasse, am ehemaligen Wertheimgrundstück 46 days ago Do. 09.07 18:00 BI menschenfreundlich im Ausschuss Gesundheit und Soziales – Beratung über die Abgabestelle für Diamorphin in x-berg/fhain 47 days ago"
Ein weiteres Puzzle-Stück über den Umbau des Kottbusser Tors, aus der Meldung des Landespressedienstes vom 14.08.2009, in der nochmals bestätigt wird, dass der Kotti Video-Musterbahnhof werden soll:
Kleine Anfrage des Abgeordneten Matthias Brauner (CDU) vom 22. Juni 2009 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 24. Juni 2009) – Drucksache 16 / 13 478 – http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-13478.pdf
Vandalismus und Gewalt in Bussen und Bahnen im Jahr 2008 – Was kosten uns die Chaoten?
… „Im Rahmen eines Pilotprojektes „Video-Musterbahnhof Kottbusser Tor“ sollen die Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten eines den Anforderungen optimal gerecht werdenden Videobeobachtungssystems erarbeitet und erprobt werden. Die Erprobung soll unter realen Bedingungen auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor durchgeführt werden. Von dem innerhalb der BVG für Sicherheit zuständigen Bereich und von Vertretern der Landespolizei werden Ideen und Konzepte eingebracht, die auch auch eine präventive Wirkung nach sich ziehen sollen.”…
Auf Grund der anhaltenden Razzien wird die Kriminalitätsstatistik rund um das Kottbusser Tor für das Jahr 2009 einen erheblichen virtuellen Anstieg verzeichnen, da sich Delikte der sogenannten Kontrollkriminalität vervielfacht haben werden und in direkter Korrelation wird die Aufklärungsquote steigen. So werden statistische Fakten geschaffen um Handlungsbedarf zu simulieren.
Zum Begriff der Kontrollkriminalität: So nennt man die Kriminalitätsphänomene, die in der Regel durch Kontrollen detektiert werden und deshalb ist die Aufklärungsquote entsprechend hoch bei ca. 96 Prozent. Bei Delikten der Kontrollkriminalität gibt es keine Geschädigten die ein Interesse an der Verfolgung der Tat hätten. Noch höher als die Zahl der zum sog. „Hellfeld“ gewordenen Kontrollkriminatätsdelikte, ist die Zahl der im „Dunkelfeld“ verbliebenen. Typische Kontrollkriminalitätsdelikte sind bspw. der zum Konsum bestimmte Besitz illegalisierter Substanzen oder die Benutzung „öffentlicher“ Verkehrsmittel ohne Fahrschein.
20.09.2009 20:22 Uhr
von Felix:
@zelle: "Bin mal gespannt wer hier wieder als erster was von Datenschutz und Überwachungsstaat faselt!!!
Solchen Leuten wünsche ich mal derartige Begegnungen mit Schlägern in U-Bahnstationen oder auf menschenleeren S-Bahnsteigen, hoffentlich ohne Videoüberwachung, denn man könnte ja aufgenommen werden ha ha ha!"
ja, genial. ich hätte da noch eine idee für die videos die man dann aufgenommen hat. die könnte man dann zu einem vorzugspreis verkaufen, ähnlich wie bei der achterbahn auf dem volksfest.
20.09.2009 19:57 Uhr
von Robert:
Die DDR kommt wieder in Mode. Wenn man die Gesellschaft nicht richtig erziehen kann, dann kontrolliert man sie.
20.09.2009 19:37 Uhr
von makeze:
Ich will aber nicht mehr Polizisten und schon garkeine Wachmänner. Ich weiß nicht wie ich das schreiben soll, ohne jemandem zu nahe zu treten, aber allzu oft scheint es mir, als wären sie von einem Menschenschlag der gerne eine gewisse Herrschaft über andere haben. Eine Kamera sagt mir nicht ich soll aussteigen weil ich zu besoffen bin. Jedoch wird sich kein Hüter an mich erinnern wenn ich mich unauffällig verhalte (grade durch Überwachung im Verkehr, kann man rausfinden wo ein später maskierter Täter hergekommen ist). Ist schon verzwickt. Vielleicht sollten wir einfach nicht jeden wie einen potenziellen Verbrecher behandeln...
20.09.2009 18:28 Uhr
von vic:
"Ich wäre dafür, dass man in S- und U-Bahn besondere Waggons einführt. Die Fahrkarte kostet dann etwas mehr, dafür sind dort Sicherheitskräfte. Wer sich sicher fühlen will, geht dorthin. Dann brauchen wir auch keine Videoüberwachung mehr. Leider ist das nie richtig diskutiert worden." ...ja, leider...
Genau, da weiß der Fahrgast immerhin, von wem er auf die Rübe kriegt. Nee stopp, das weiß er natürlich trotz Aufpreis nicht. Ist ja geheim.
20.09.2009 17:46 Uhr
von Christian Treczoks:
Wenn mir ein Politiker eine Kamera zeigen kann, die tatsächlich eine Straftat verhindern könnte, dann kann er sie gerne installieren.
Ansonsten gilt: Eine Kamera kann höchstens dokumentieren, was passiert, aber nicht mal verhindern, dass einem Kind ein Lutscher geklaut wird.
Aber jede Kamera nimmt uns ein weitere Stück Freiheit und Menschenwürde weg. Und gibt sie nie wieder her.
Ich schließe mich Gerd an. Der letzte Absatz ist ja der Hammer - zahl' für deine Sicherheit oder werde draußen ggf verprügelt. Und die Sicherheitsbeamten dürfen sich vermutlich auch nicht aus ihrem Stahl-Safe-Festungs-Whatever-Waggon heraus bewegen - da sind mir die Kammeras schon lieber. Vernünftige Erziehung wäre hier aber besser - nicht nur für die Täter, sondern auch und gerade für die Beobachter. Zivilcourage kann - und muss - man lernen und so langsam wird es höchste Zeit dafür.
20.09.2009 11:30 Uhr
von Korkie:
Videoüberwachung kann Gewalt nicht verhindern aber AUFKLÄREN! Genau das reicht aus um Kameraüberwachung zu rechtfertigen. Wenn ich schon zusammengeschlagen werden, dann sollte wenigstens der Täter bestraft werden. (Das ist mir ein sehr wichtiges Bedürfnis) Viele Videoüberwachungskritiker benutzen falsche Argumentationen um aus Statistiken die Unbrauchbarkeit von Kameraüberwachungen zu suggerieren. Bsp: "Videokameras nutzlos für Aufklärung von Raubüberfällen" Das Raubüberfälle als geplante Handlungen durch die einfache Verwendung einer Sturmhaube auch vor Kameras möglich sind, ist klar. Aber was sagt das über den Nutzen bei Taten die aus dem Affekt geschehen aus? Garnichts. Über Aufklärungsquoten bei solchen Taten will natürlich kein Kritiker reden. Das schadet ja der platten Botschaft, die jeder verinnerlichen sollte: "Kameras sind doof"
20.09.2009 07:20 Uhr
von Gerd:
Auch wenn es schwer gefallen ist - ich habe das Interview bis zum Ende gelesen. Und siehe da: Der dreisteste Vorschlag kommt am Ende! Nur wer bereit ist zu zahlen und es sich leisten kann, soll Sicherheit bekommen. Alle anderen dürfen sich gern in unsicheren U-Bahn-Waggons aufhalten. Zur Entwicklung dieser tollen Idee hat der Mann zweifellos seeeeehr lange nachdenken müssen.
20.09.2009 02:30 Uhr
von vic:
Schuhe auf dem Sitz, Taliban in der U-Bahn - ich krieg mich nicht mehr ein. Dann brauchen wir aber auch akustische Kontrolle. Nur für den Fall, dass da jemand furzt.
19.09.2009 21:05 Uhr
von gelderlander:
Statt mehr Überwachungsstaat wäre mir mehr Polizei lieber.
1.) Die Kamera kommt nicht zu Hilfe, wenn ich Opfer eines Überfalls werde,
2.) Was passiert mit den Aufnahmen?
19.09.2009 20:19 Uhr
von DiversityAndEquality:
Könnte die widerliche Angsttreiberei und Freiheitsberaubung durch die herrschende Klasse (bzw. deren Vollstrecker) besser offengelegt werden als mit einem derart entlarvenden, im Grunde skandalösen Interview???
19.09.2009 14:11 Uhr
von instroemen:
Ist das Interview bewusst so gehalten oder kann es sein, dass hier auf sprachlichem wie inhaltlichem Niveau nicht besonders viel passiert ist? Antworten auf die Fragen weichen aus, Videoaufzeichnungen können eigentlich nichts, außer Sachbeschädigung mindern. Aber deshalb sind Kameras wichtig, um Straftaten gegen Personen vorzubeugen? Nein, so funktioniert Argumentation einfach nicht.
19.09.2009 13:07 Uhr
von Tim Peters:
LoL! Das ist ja echt der größte Witz das Interview:
Letzte Woche kam es zu einer Videoüberwachung der Berliner Polizei. Zwei Beamte wurden von Demonstranten gefilmt, während sie einen Mann zusammenschlugen. Wie halten Sie es mit der Forderung, dass Beamte individuell gekennzeichnet werden müssen, damit sie im Falle des Falles zur Verantwortung gezogen werden können? Ich bin gegen eine solche Kennzeichnung. Warum? Weil es alle Polizisten unter einen Generalverdacht stellt. Jede Kamera, die auf mich gerichtet ist, macht mich auch verdächtig. Sehen Sie! Gegen Videoüberwachung sein aber für die Kennzeichnungspflicht der Polizei. Die Ängste der Polizisten vor Falschbeschuldigungen sind meiner Ansicht nach gerechtfertigt.
Ey, da sieht man doch wieder, dass diese Ganzen Überwachungsfaschisten kein vernünftiges Argument für ihre Ansichten haben -.- Will Polizisten ungestraft auf Kinder und Frauen einprügeln lassen, aber der Mensch als Kollektiv darf ruhig rundum überwacht werden..
19.09.2009 12:55 Uhr
von zelle:
Bin mal gespannt wer hier wieder als erster was von Datenschutz und Überwachungsstaat faselt!!!
Solchen Leuten wünsche ich mal derartige Begegnungen mit Schlägern in U-Bahnstationen oder auf menschenleeren S-Bahnsteigen, hoffentlich ohne Videoüberwachung, denn man könnte ja aufgenommen werden ha ha ha!
19.09.2009 10:55 Uhr
von P. B.:
Überwachungskameras sind kalte, technische Gegenstände, die durch ihr laufendes Beobachten in die Privatsphäre der Beobachteten eindringen. Wie bitte können sie eine U-Bahn freundlicher machen? Sie täuschen die, die durch sie ein Sicherheitsgefühl empfinden. Denn dass wirklich jemand zusieht und rechtzeitig ein Helfer aufgrund dessen reagieren kann, ist sehr unwahrscheinlich.
Ein freundlicher menschlicher Wächter - ob nun von einem privaten Sicherheitsdienst oder von der Polizei - wäre mir allemal lieber. Und er könnte ohne Verzögerung eingreifen, wenn jemand Ärger macht.
Das Grundproblem ist der Rationalisierungszwang. Sicherheit wollen alle, aber die Personalkosten will keiner tragen. Menschen können eine Gesellschaft zum Guten verändern, nicht Kameras!
19.09.2009 10:31 Uhr
von K. Annmanich:
Das ist ja mal ein Augenöffner. Kameras haben wollen , und man kann einen Totalitären Staat nicht verhindern. tztztz
19.09.2009 09:13 Uhr
von voxst:
Sehr geehrter Hr. Trapp,
wie kann es sein, das Sie für Videoüberwachung (der Bürger) aber gegen die Kennzeichnungspflicht der Polizisten sind?
19.09.2009 03:13 Uhr
von Wishu:
Also den letzten Vorschlag mit den gesicherten Waggons finde ich wirklich gut.
19.09.2009 01:48 Uhr
von Felix:
na wunderbar O_o warum ist mir jetzt kotzübel nach dem ich das interview gelesen hab? wie wärs wenn wir jedem baby gleich nen eindeutig identifizierbaren sender einpflanzen, ein tracking netz aufbauen und dann jede bewegung nachvollziehen?
ist ja furchtbar was sich da für abgründe auftun *schauder*
18.09.2009 22:25 Uhr
von nomar:
Hallo? Die Totalüberwachung der Bevölkerung befürchten, aber für die Überwachung öffentlicher Plätze sein?
18.09.2009 20:28 Uhr
von marleen:
und er (peter trapp) ist für videoüberwachung aba gegen eine dienstnr der polizei!
18.09.2009 19:03 Uhr
von Corax:
Oh. Mein. Gott. Meint der Mann das ernst? Meint er das wirklich ernst? Ich meine, ja, jeder, der das schleimige Ding zwischen seinen Ohren benutzen kann weiß mittlerweile, dass CDU und CSU unwählbar sind und muss nicht durch solche Aussagen bekräftigt werden. Warum geht es mir dann so nahe? Glaube ich, dass der großteil der Bevölkerung wirklich so dumm ist, um auf dieses Geschwätz reinzufallen? Da jagd ja wirklich eine Bombe die andere...
Leserkommentare
02.10.2009 17:16 Uhr
von Georg:
"Die rot-rote Regierung sieht in der Videoüberwachung eine Gefahr für die BürgerInnen."
Hat Herr Trapp tatsächlich "BürgerInnen" gesagt?
22.09.2009 11:15 Uhr
von Christoph:
"Die Polizeigewerkschaft, in der Sie ja auch Mitglied sind, fordert nicht mehr Überwachungstechnik, sondern mehr Sicherheitspersonal." - "Wenn Videotechnik nichts bringt, warum schützt man dann Gebäude mit Kameras?"
Weil Kameras nix kosten, Sicherheitspersonal aber schon. So kann der Staat viel gefühlte Sicherheit mit noch weniger Personal erreichen. Und die Überwachung der Bildschirme gleich an Privatunternehmen abgeben, das spart noch mehr.
Mir sind ansprechbare Sicherheitsleute tausendmal lieber als sterile Kameras.
22.09.2009 10:15 Uhr
von XsX:
"Ich bin gegen eine solche Kennzeichnung.
Warum?
Weil es alle Polizisten unter einen Generalverdacht stell"
Dann kann ich ja auch mein Nummernschild abschrauben, stellt mich ja auch nur unter Generalverdacht...
21.09.2009 16:55 Uhr
von Bjoern:
Na ja, es ist ja nicht so das Videoüberwachung immer per se schlecht ist. Es gibt Orte, da habe ich vollstes Verständnis für, z.B. Schalterräume, Vorräume mit Geldautomaten, Kunstausstellungen... An öffentlichen Plätzen und in U- und S-Bahnen habe ich aber doch Zweifel, denn die Straftaten, die an diesen Orten vorkommen, handelt es sich im Gegensatz zu den Banken und Ausstellungen nicht nur um Eigentumsdelikte, die man durch die Videos schneller aufklären kann und das entwendete Eigentum dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben kann.
An öffentlichen Plätzen geht es oft genug Gewaltdelikte, und hier muss die Prävention im Vordergrund stehen. Was nutzt es dem Mann aus München dass die Täter nun (auch ohne Video) gefasst sind? Nichts! Deshalb muss versucht werden, diese Straftaten im Vorfeld zu unterbinden. Wie das aber passieren soll, da habe ich auch keinen Plan, denn wenn zwei hemmungslose Jugendliche, wie in München, einen Geschäftsmann in Sekunden erschlagen, machen sie das wohl auch mit einem Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes...
21.09.2009 16:09 Uhr
von ich:
Es ist schon sehr bezeichnend, wenn vor lauter Mietmaulerei die innere Logik auf der Strecke bleibt! Aber das merk doch sicher keiner, gelle Herr CDU-Politiker?
Denn wer dem Stimmvieh noch nicht einmal zutraut, sich einen Namen zu merken, der muss sich über solche Nebensächlichkeiten schließlich keinerlei Gedanken machen...
Treten Sie doch einfach zurück, geben Sie keine Interviews mehr und genießen sie das stille Versinken in der Bedeutungslosigkeit, das sicherlich besser ist, als Selbiges in publikumswirksamer Lächerlichkeit zu begehen...
21.09.2009 12:18 Uhr
von M.B.:
Wer sich sicher fühlen will, zahlt etwas mehr und kann in ein speziell bewachtes Abteil?
Und wer es sich nicht leisten kann, darf Angst haben und sich bedrohen lassen?
Also leben wir dann in einem Rechtsstaat, in dem die Sicherheit des einzelnen von seinem Geldbeutel abhängt. Großartig!
21.09.2009 11:30 Uhr
von Blues:
Warum ?
Warum ist solch ein Interview bei uns möglich ?
Warum werden bei uns Menschen grundlos brutal ermordet ?
Warum traut sich fast niemand bei uns zu helfen ?
Warum sollen/müssen/werden wir immer extremer überwacht, kontrolliert u. verdächtigt werden ?
Warum gibt es bei uns immer mehr Brutalität u. Gewalt in den Filmen, Büchern, Spielen etc. ?
Warum wird Unrecht, Gewalt u. Krieg bei uns immer selbstverständlicher ?
Warum darf die USA massenhaft foltern u. morden ?
Warum haben immer mehr Kinder von Beginn an keine wirkliche Chance bei uns ?
Warum schauen wir gemütlich seit Jahrzehnten zu wie Millionen von Menschen täglich wegen unserer Lebensweise sterben ?
Warum ist das Leben eins deutschen Soldaten viel mehr wert als das einer afghanischen Familie ?
Warum leben wir seit Jahrhunderten in Herrschaftssystemen, deren Pfeiler der Eigennutz, der Profit, die Ausbeutung u. die Konkurrenz sind ?
Warum wundern wir uns über die offiziellen Ansichten der Millionen von "Trapps" ?
Wir haben doch mit unserem jahrzehntelangen satten Schweigen u. unserem beruhigenden Gewissensaktionismus dafür mit gesorgt, dass wir uns eigentlich über gar nichts mehr zu wundern u. empören brauchen, oder ?
21.09.2009 11:02 Uhr
von Marcel:
Ein Problem ist ja auch, dass wenn alle sozialen Brennpunkte, wie zB das Kottbussertor, videoüberwacht werden verschwinden die "Verursacher" dieses Brennpunktes nicht, sondern sie verlagern sich nur und verschwinden nicht. Man könnte die "Stop-Debatte" bei Kinderpornoseiten als Beispiel nennen... http://annalist.noblogs.org/gallery/3244/zensursula1.jpg
... um die Verursacher nun endgültig loszuwerden müsste man ja jeden neu entstandenen sozialen Brennpunkt auch überwachen und so weiter.
Die einzige logische konsequens ist ein totaler Überwachungsstaat.
Da finde ich die idee von Felix "wie wärs wenn wir jedem baby gleich nen eindeutig identifizierbaren sender einpflanzen, ein tracking netz aufbauen und dann jede bewegung nachvollziehen?" auch nicht schlecht.
Also ich finde eine Videoüberwachung allgemein und in den meisten einzelfällen nicht gut.
Soziales Engagement und Erziehung sollten gefördert werden statt Massen von Geld in überwachung und deren kontrolle zu stecken.
21.09.2009 09:59 Uhr
von Student:
Was bringt'S mir denn wenn gefilmt wird wie ich erschlagen werde? Hilfe kommt doch eh nicht rechtzeitig und von der Ergreifung der Täter hab ich dann auch nix mehr ...
21.09.2009 08:15 Uhr
von DiversityAndEquality:
Leider haben die meisten Leute immer noch nicht begriffen, dass es sich hier um eine widerliche Instrumentalisierung von Gewaltakten zur Etablierung des ultimativen Überwachungsstaates handelt. Dieselbe Funktion erfüllt übrigens auch die so genannte Terrorismus-Debatte - siehe Stichwort "Taliban".
Und kurz nach der Bundestagswahl wird die deutsche Bevölkerung (und nicht nur die) dann mit einer an Dummheit nicht zu überbietenden Propaganda in Sachen der so genannten Schweinegrippe traumatisiert, um sich für die Milliardenprofite gewisser Konzerne, für die der Staat offenbar immer Geld übrig hat, mit einer ebenso unsinnigen wie in ihren Folgen für die Gesundheit völlig unverantwortlichen "Impfung" kollektiv vergiften zu lassen.
Es ist erschreckend, dass die meisten Menschen gar nicht mehr wahrnehmen, wie sie sich von ganz bestimmten Gruppen und deren Spezialinteressen manipulieren, diktieren, ihrer Freiheit und sogar körperlichen Unversehrtheit berauben lassen.
21.09.2009 07:21 Uhr
von der Don:
Bei uns gibt es auch seit einiger Zeit Kameras in den Bahnen und jedesmal wenn ich die sehe, habe ich ein ungutes Gefühl. Ich will einfach nicht gefilmt werden, wenn ich nichts gemacht habe, es will nicht in meinen Kopf, wieso es nötig sein sollte.
Dadurch fühle ich mich nicht sicherer, sondern unsicherer!
Wir brauchen keine Kameras, wir brauchen mehr Courage in der Gesellschaft. Man denke nur an den einen Fall mit dem toten Geschäftsmann, nur weil er 2 Kindern helfen wollte! Hätten die anderen Leute mit geholfen, wäre das sicher nicht passiert, aber man ist ja immer sich selbst der nächste ... es ist ein gesellschaftliches Problem.
20.09.2009 23:38 Uhr
von DonnyK77:
Hochmoderne Überwachungstechnik an jeder Ecke, aber unsere Polizei funkt noch mit analogen Geräten aus den Siebzigern und ist unterbesetzt.
Aber lasst uns doch bitte viel Geld ausgeben um alle Straftaten in U- und S-Bahnen zu dokumentieren auch wenn es sie nicht verhindert, was sollen denn sonst RTL&Co. noch senden. Wäre ja schade wenn ganz Deutschland verpassen würde wie ich zu Tode getreten werde.
20.09.2009 22:47 Uhr
von menschenfreund:
Quelle: http://de.indymedia.org/2009/08/258995.shtml
“Im Oktober, oder spätestens Mitte November ist Baubeginn am Kottbusser Tor,” so sagte Mildner-Spindler (DieLinke), “dann müssen die Gesundheitsbusse des Fixpunkt woanders parken, denn der Platz wird für die Baumaschinen benötigt.” am 09.07. im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, BVV X-berg/F‘hain. Die Eröffnung eines McDonalds wurde ebenfalls im Ausschuss angesprochen: Es sei doch verständlich, dass herumlungernde Heroin- und Alkoholkonsumenten die Kundschaft abschrecken würden.
Weitere Live-Kurzmeldungen aus dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales sind hier nachzulesen:
http://twitter.com/menschenfreund
"Die Gentrifizierung hat begonnen, der Umbau des Kottbusser Tors hier wird der Grund genannt: wirtschaftliche Interessen!!! 46 days ago
Mittelinsel soll entwickelt werden, mehr Aufenthaltsqualität, nicht für die „Süchtigen“ so Mildner-Spindler, übersichtlicher solls werden! 46 days ago
Gesundheitsbusse des Fixpunkt werden auf die südliche Siete des Kotti, am ehemaligen Brunnen verbannt, bis der Umbau des Kotti beginnt 10/09 46 days ago
Druckraummobil in Verbannung – kuenftig: südlich des Moritzplatzes – östliche Prinzenstrasse, am ehemaligen Wertheimgrundstück 46 days ago
Do. 09.07 18:00 BI menschenfreundlich im Ausschuss Gesundheit und Soziales – Beratung über die Abgabestelle für Diamorphin in x-berg/fhain 47 days ago"
Ein weiteres Puzzle-Stück über den Umbau des Kottbusser Tors, aus der Meldung des Landespressedienstes vom 14.08.2009, in der nochmals bestätigt wird, dass der Kotti Video-Musterbahnhof werden soll:
Kleine Anfrage des Abgeordneten Matthias Brauner (CDU) vom 22. Juni 2009 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 24. Juni 2009) – Drucksache 16 / 13 478 – http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-13478.pdf
Vandalismus und Gewalt in Bussen und Bahnen im Jahr 2008 – Was kosten uns die Chaoten?
… „Im Rahmen eines Pilotprojektes „Video-Musterbahnhof Kottbusser Tor“ sollen die Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten eines den Anforderungen optimal gerecht werdenden Videobeobachtungssystems erarbeitet und erprobt werden. Die Erprobung soll unter realen Bedingungen auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor durchgeführt werden. Von dem innerhalb der BVG für Sicherheit zuständigen Bereich und von Vertretern der Landespolizei werden Ideen und Konzepte eingebracht, die auch auch eine präventive Wirkung nach sich ziehen sollen.”…
Auf Grund der anhaltenden Razzien wird die Kriminalitätsstatistik rund um das Kottbusser Tor für das Jahr 2009 einen erheblichen virtuellen Anstieg verzeichnen, da sich Delikte der sogenannten Kontrollkriminalität vervielfacht haben werden und in direkter Korrelation wird die Aufklärungsquote steigen. So werden statistische Fakten geschaffen um Handlungsbedarf zu simulieren.
Zum Begriff der Kontrollkriminalität:
So nennt man die Kriminalitätsphänomene, die in der Regel durch Kontrollen detektiert werden und deshalb ist die Aufklärungsquote entsprechend hoch bei ca. 96 Prozent. Bei Delikten der Kontrollkriminalität gibt es keine Geschädigten die ein Interesse an der Verfolgung der Tat hätten. Noch höher als die Zahl der zum sog. „Hellfeld“ gewordenen Kontrollkriminatätsdelikte, ist die Zahl der im „Dunkelfeld“ verbliebenen. Typische Kontrollkriminalitätsdelikte sind bspw. der zum Konsum bestimmte Besitz illegalisierter Substanzen oder die Benutzung „öffentlicher“ Verkehrsmittel ohne Fahrschein.
20.09.2009 20:22 Uhr
von Felix:
@zelle:
"Bin mal gespannt wer hier wieder als erster was von Datenschutz und Überwachungsstaat faselt!!!
Solchen Leuten wünsche ich mal derartige Begegnungen mit Schlägern in U-Bahnstationen oder auf menschenleeren S-Bahnsteigen, hoffentlich ohne Videoüberwachung, denn man könnte ja aufgenommen werden ha ha ha!"
ja, genial. ich hätte da noch eine idee für die videos die man dann aufgenommen hat. die könnte man dann zu einem vorzugspreis verkaufen, ähnlich wie bei der achterbahn auf dem volksfest.
20.09.2009 19:57 Uhr
von Robert:
Die DDR kommt wieder in Mode. Wenn man die Gesellschaft nicht richtig erziehen kann, dann kontrolliert man sie.
20.09.2009 19:37 Uhr
von makeze:
Ich will aber nicht mehr Polizisten und schon garkeine Wachmänner. Ich weiß nicht wie ich das schreiben soll, ohne jemandem zu nahe zu treten, aber allzu oft scheint es mir, als wären sie von einem Menschenschlag der gerne eine gewisse Herrschaft über andere haben.
Eine Kamera sagt mir nicht ich soll aussteigen weil ich zu besoffen bin. Jedoch wird sich kein Hüter an mich erinnern wenn ich mich unauffällig verhalte (grade durch Überwachung im Verkehr, kann man rausfinden wo ein später maskierter Täter hergekommen ist).
Ist schon verzwickt. Vielleicht sollten wir einfach nicht jeden wie einen potenziellen Verbrecher behandeln...
20.09.2009 18:28 Uhr
von vic:
"Ich wäre dafür, dass man in S- und U-Bahn besondere Waggons einführt. Die Fahrkarte kostet dann etwas mehr, dafür sind dort Sicherheitskräfte. Wer sich sicher fühlen will, geht dorthin. Dann brauchen wir auch keine Videoüberwachung mehr. Leider ist das nie richtig diskutiert worden." ...ja, leider...
Genau, da weiß der Fahrgast immerhin, von wem er auf die Rübe kriegt. Nee stopp, das weiß er natürlich trotz Aufpreis nicht. Ist ja geheim.
20.09.2009 17:46 Uhr
von Christian Treczoks:
Wenn mir ein Politiker eine Kamera zeigen kann, die tatsächlich eine Straftat verhindern könnte, dann kann er sie gerne installieren.
Ansonsten gilt: Eine Kamera kann höchstens dokumentieren, was passiert, aber nicht mal verhindern, dass einem Kind ein Lutscher geklaut wird.
Aber jede Kamera nimmt uns ein weitere Stück Freiheit und Menschenwürde weg. Und gibt sie nie wieder her.
20.09.2009 17:10 Uhr
von Pirat:
http://www.piratenpartei-aachen.de/sites/default/files/giftliste_v21.pdf
SPD, Grüne, CDU/CSU, FDP - alle unwählbar
20.09.2009 14:12 Uhr
von Just@nuhb:
Ich schließe mich Gerd an. Der letzte Absatz ist ja der Hammer - zahl' für deine Sicherheit oder werde draußen ggf verprügelt. Und die Sicherheitsbeamten dürfen sich vermutlich auch nicht aus ihrem Stahl-Safe-Festungs-Whatever-Waggon heraus bewegen - da sind mir die Kammeras schon lieber.
Vernünftige Erziehung wäre hier aber besser - nicht nur für die Täter, sondern auch und gerade für die Beobachter. Zivilcourage kann - und muss - man lernen und so langsam wird es höchste Zeit dafür.
20.09.2009 11:30 Uhr
von Korkie:
Videoüberwachung kann Gewalt nicht verhindern aber AUFKLÄREN!
Genau das reicht aus um Kameraüberwachung zu rechtfertigen.
Wenn ich schon zusammengeschlagen werden, dann sollte wenigstens der Täter bestraft werden. (Das ist mir ein sehr wichtiges Bedürfnis)
Viele Videoüberwachungskritiker benutzen falsche Argumentationen um aus Statistiken die Unbrauchbarkeit von Kameraüberwachungen zu suggerieren.
Bsp: "Videokameras nutzlos für Aufklärung von Raubüberfällen"
Das Raubüberfälle als geplante Handlungen durch die einfache Verwendung einer Sturmhaube auch vor Kameras möglich sind, ist klar.
Aber was sagt das über den Nutzen bei Taten die aus dem Affekt geschehen aus? Garnichts.
Über Aufklärungsquoten bei solchen Taten will natürlich kein Kritiker reden. Das schadet ja der platten Botschaft, die jeder verinnerlichen sollte:
"Kameras sind doof"
20.09.2009 07:20 Uhr
von Gerd:
Auch wenn es schwer gefallen ist - ich habe das Interview bis zum Ende gelesen. Und siehe da: Der dreisteste Vorschlag kommt am Ende! Nur wer bereit ist zu zahlen und es sich leisten kann, soll Sicherheit bekommen. Alle anderen dürfen sich gern in unsicheren U-Bahn-Waggons aufhalten.
Zur Entwicklung dieser tollen Idee hat der Mann zweifellos seeeeehr lange nachdenken müssen.
20.09.2009 02:30 Uhr
von vic:
Schuhe auf dem Sitz, Taliban in der U-Bahn - ich krieg mich nicht mehr ein.
Dann brauchen wir aber auch akustische Kontrolle. Nur für den Fall, dass da jemand furzt.
19.09.2009 21:05 Uhr
von gelderlander:
Statt mehr Überwachungsstaat wäre mir mehr Polizei lieber.
1.) Die Kamera kommt nicht zu Hilfe, wenn ich Opfer eines Überfalls werde,
2.) Was passiert mit den Aufnahmen?
19.09.2009 20:19 Uhr
von DiversityAndEquality:
Könnte die widerliche Angsttreiberei und Freiheitsberaubung durch die herrschende Klasse (bzw. deren Vollstrecker) besser offengelegt werden als mit einem derart entlarvenden, im Grunde skandalösen Interview???
19.09.2009 14:11 Uhr
von instroemen:
Ist das Interview bewusst so gehalten oder kann es sein, dass hier auf sprachlichem wie inhaltlichem Niveau nicht besonders viel passiert ist? Antworten auf die Fragen weichen aus, Videoaufzeichnungen können eigentlich nichts, außer Sachbeschädigung mindern. Aber deshalb sind Kameras wichtig, um Straftaten gegen Personen vorzubeugen? Nein, so funktioniert Argumentation einfach nicht.
19.09.2009 13:07 Uhr
von Tim Peters:
LoL!
Das ist ja echt der größte Witz das Interview:
Letzte Woche kam es zu einer Videoüberwachung der Berliner Polizei. Zwei Beamte wurden von Demonstranten gefilmt, während sie einen Mann zusammenschlugen. Wie halten Sie es mit der Forderung, dass Beamte individuell gekennzeichnet werden müssen, damit sie im Falle des Falles zur Verantwortung gezogen werden können?
Ich bin gegen eine solche Kennzeichnung.
Warum?
Weil es alle Polizisten unter einen Generalverdacht stellt.
Jede Kamera, die auf mich gerichtet ist, macht mich auch verdächtig.
Sehen Sie! Gegen Videoüberwachung sein aber für die Kennzeichnungspflicht der Polizei. Die Ängste der Polizisten vor Falschbeschuldigungen sind meiner Ansicht nach gerechtfertigt.
Ey, da sieht man doch wieder, dass diese Ganzen Überwachungsfaschisten kein vernünftiges Argument für ihre Ansichten haben -.-
Will Polizisten ungestraft auf Kinder und Frauen einprügeln lassen, aber der Mensch als Kollektiv darf ruhig rundum überwacht werden..
19.09.2009 12:55 Uhr
von zelle:
Bin mal gespannt wer hier wieder als erster was von Datenschutz und Überwachungsstaat faselt!!!
Solchen Leuten wünsche ich mal derartige Begegnungen mit Schlägern in U-Bahnstationen oder auf menschenleeren S-Bahnsteigen, hoffentlich ohne Videoüberwachung, denn man könnte ja aufgenommen werden ha ha ha!
19.09.2009 10:55 Uhr
von P. B.:
Überwachungskameras sind kalte, technische Gegenstände, die durch ihr laufendes Beobachten in die Privatsphäre der Beobachteten eindringen. Wie bitte können sie eine U-Bahn freundlicher machen? Sie täuschen die, die durch sie ein Sicherheitsgefühl empfinden. Denn dass wirklich jemand zusieht und rechtzeitig ein Helfer aufgrund dessen reagieren kann, ist sehr unwahrscheinlich.
Ein freundlicher menschlicher Wächter - ob nun von einem privaten Sicherheitsdienst oder von der Polizei - wäre mir allemal lieber. Und er könnte ohne Verzögerung eingreifen, wenn jemand Ärger macht.
Das Grundproblem ist der Rationalisierungszwang. Sicherheit wollen alle, aber die Personalkosten will keiner tragen. Menschen können eine Gesellschaft zum Guten verändern, nicht Kameras!
19.09.2009 10:31 Uhr
von K. Annmanich:
Das ist ja mal ein Augenöffner.
Kameras haben wollen , und man kann einen Totalitären Staat nicht verhindern. tztztz
19.09.2009 09:13 Uhr
von voxst:
Sehr geehrter Hr. Trapp,
wie kann es sein, das Sie für Videoüberwachung (der Bürger) aber gegen die Kennzeichnungspflicht der Polizisten sind?
19.09.2009 03:13 Uhr
von Wishu:
Also den letzten Vorschlag mit den gesicherten Waggons finde ich wirklich gut.
19.09.2009 01:48 Uhr
von Felix:
na wunderbar O_o
warum ist mir jetzt kotzübel nach dem ich das interview gelesen hab?
wie wärs wenn wir jedem baby gleich nen eindeutig identifizierbaren sender einpflanzen, ein tracking netz aufbauen und dann jede bewegung nachvollziehen?
ist ja furchtbar was sich da für abgründe auftun *schauder*
18.09.2009 22:25 Uhr
von nomar:
Hallo?
Die Totalüberwachung der Bevölkerung befürchten, aber für die Überwachung öffentlicher Plätze sein?
18.09.2009 20:28 Uhr
von marleen:
und er (peter trapp) ist für videoüberwachung aba gegen eine dienstnr der polizei!
18.09.2009 19:03 Uhr
von Corax:
Oh. Mein. Gott. Meint der Mann das ernst? Meint er das wirklich ernst? Ich meine, ja, jeder, der das schleimige Ding zwischen seinen Ohren benutzen kann weiß mittlerweile, dass CDU und CSU unwählbar sind und muss nicht durch solche Aussagen bekräftigt werden. Warum geht es mir dann so nahe? Glaube ich, dass der großteil der Bevölkerung wirklich so dumm ist, um auf dieses Geschwätz reinzufallen?
Da jagd ja wirklich eine Bombe die andere...