Interview über Vergewaltigungs-Prozesse
"Würgemale am Hals"
Heute begann der viel beachtete Prozess gegen Jörg Kachelmann: Rechtsmedizinerin Saskia Guddat über das Dilemma von Missbrauchsopfern und die Probleme der Spurensicherung.von Antje Lang-Lendorff
Leserkommentare
06.09.2010 13:04 Uhr
von betroffene:
Schön zu lesen, dass es medizinisches Personal gibt, das sich bemüht, eine Retraumatisierung zu vermeiden.
Leider gibt es auch psychosomatische Kliniken, die dem Opfer abwechselnd einreden wollen, es hätte gar keine Übergriffe erlebt, seine Wahrnehmung würde nur nicht stimmen (es gibt Gerichtsakten, der Täter wurde verurteilt, Aktenzeichen in meinem Besitz), es hätte nur sagen sollen: "Das ist ein Übergriff, ich möchte das nicht.", und schon sagt der Täter: "Oh Verzeihung, habe ich gar nicht gemerkt." oder man würde selbst in kriminellen Kreisen verkehren, sonst würde man ja "mit so etwas" nicht zusammenkommen. Fazit: Ich bin retraumatisiert und für die Krankenkasse zu gestört, wenn nicht mal die Reha geholfen hat, aber die Privatkliniken haben ihren Umsatz gemacht.