Gott ist ein schweinischer Künstlerarsch mit manchmal grausamen Plänen. Christoph Schlingensief über Religion, das Arbeiten in anderen Kulturen und das Diktiergerät als Mülleimer.
taz_halde_1390825706
12.11.2008
Interview mit Christoph Schlingensief
"Verdammt glücklich"
Gott ist ein schweinischer Künstlerarsch mit manchmal grausamen Plänen. Christoph Schlingensief über Religion, das Arbeiten in anderen Kulturen und das Diktiergerät als Mülleimer.
Ein Festspielhaus in Kamerun, ich bin mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. In einem Land in dem in manchen Regionen die Arbeitslosenquote über 90% liegt, indem jedes 5. Kind vor seinem 6. Lebensjahr stirbt, indem es keine Notfallversorgung und nur eine katastrophale Krankenversorgung gibt, indem die durchschnittliche Lebenserwartung unter 50 Jahren liegt, indem intelligente junge Menschen oft kaum eine Aussicht auf eine Ausbildung, geschweige den auf ein Studium haben braucht es ein Festspielhaus? Ein Festspielhaus(es gibt so etwas in der Art bereits in Yaounde), dass lediglich von den wenigen weißen Botschaftern und dem korrupten Regime besucht wird? Ich wünsche Herrn Schlingensief gesundheitlich von Herzen alles Gute. Gleichzeitig bitte ich ihn aber auch von Herzen, davon abzusehen ein Festspielhaus in Kamerun oder einem anderen afrikanischen Land zu bauen. Im Namen vieler Kameruner bitte ich Sie inständig keine (evtl. auch noch öffentlichen) Gelder dafür zu verschwenden. Das braucht Kamerun nun wirklich nicht.
05.12.2008 00:31 Uhr
von suzie:
nein, das mit verstellung und krebs ist schlicht unsinn. aber sich zu fragen, was kann ich besser machen in meinem leben, das ist ja nie verkehrt, mit krebs oder ohne krebs. ich fand vom schlingensief einiges jedenfalls ganz ganz toll. und wünsche ihm gesundheit.
14.11.2008 15:42 Uhr
von joerg:
Soso, Verstellungen lösen Krebserkrankungen aus und Afrika füllt den weißen Mann mit Geist und Spiritualität. Was für unkritische Fragen, was für ein seichtes Gespräch voller Klischees.
13.11.2008 08:11 Uhr
von schraibfeler:
I don't want to start any blasphemous rumours, but I think that god's got a sick sense of humor. And when I die I expect to find him laughing!
Leserkommentare
30.12.2008 18:11 Uhr
von Eine Pflegewissenschaftlerin:
Ein Festspielhaus in Kamerun, ich bin mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. In einem Land in dem in manchen Regionen die Arbeitslosenquote über 90% liegt, indem jedes 5. Kind vor seinem 6. Lebensjahr stirbt, indem es keine Notfallversorgung und nur eine katastrophale Krankenversorgung gibt, indem die durchschnittliche Lebenserwartung unter 50 Jahren liegt, indem intelligente junge Menschen oft kaum eine Aussicht auf eine Ausbildung, geschweige den auf ein Studium haben braucht es ein Festspielhaus? Ein Festspielhaus(es gibt so etwas in der Art bereits in Yaounde), dass lediglich von den wenigen weißen Botschaftern und dem korrupten Regime besucht wird?
Ich wünsche Herrn Schlingensief gesundheitlich von Herzen alles Gute. Gleichzeitig bitte ich ihn aber auch von Herzen, davon abzusehen ein Festspielhaus in Kamerun oder einem anderen afrikanischen Land zu bauen. Im Namen vieler Kameruner bitte ich Sie inständig keine (evtl. auch noch öffentlichen) Gelder dafür zu verschwenden. Das braucht Kamerun nun wirklich nicht.
05.12.2008 00:31 Uhr
von suzie:
nein, das mit verstellung und krebs ist schlicht unsinn. aber sich zu fragen, was kann ich besser machen in meinem leben, das ist ja nie verkehrt, mit krebs oder ohne krebs.
ich fand vom schlingensief einiges jedenfalls ganz ganz toll. und wünsche ihm gesundheit.
14.11.2008 15:42 Uhr
von joerg:
Soso, Verstellungen lösen Krebserkrankungen aus und Afrika füllt den weißen Mann mit Geist und Spiritualität. Was für unkritische Fragen, was für ein seichtes Gespräch voller Klischees.
13.11.2008 08:11 Uhr
von schraibfeler:
I don't want to start any blasphemous rumours,
but I think that god's got a sick sense of humor.
And when I die I expect to find him laughing!
Depeche Mode, Blasphemous Rumours, 1984