• 10.03.2010

Integrationsschulen in NRW

Von Klasse 1 bis zum Abi

Ab Freitag wird der Kongress "Eine Schule für alle" das gemeinsame Lernen diskutieren. Zwei integrative Grundschulen in NRW wollen das Konzept nach der vierten Klasse fortsetzen.von Bernd Kramer

  • 23.02.2011 14:59 Uhr

    von Thomas Wasilewski:

    Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft
    denen, die ein zerschlagen Gemüt haben. (Psalm 34, 19)
    >
    Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und
    Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.
    (Verfassung für das Land NRW)
    >
    Gottes Wille, die Verfassung des Landes NRW und die
    UN-Behindertenkonvention sind Sprengstoff für die festgefahrene
    Schullandschaft. Die Schulen selektieren und sortieren fleißig weiter
    unter den Augen des Parlaments und des Volkes.
    >
    Beruflicher Corpsgeist, falsch verstandene Solidarität unter Kollegen,
    politischer Fraktionszwang, politische Interessen und Abwägungen,
    ökonomische Zwänge boykottieren seit Jahrzehnten die überfälligen
    Veränderungen im Schulsystem.
    Die Trägheit des Bildungswesens, die Interessen der
    sonderpädagogischen Lehrer am bestehenden Sonderschulsystem, der
    Mangel am politschen Willen zu investieren führt dazu, dass die Eltern
    gegen die SELEKTION zur Förderschule klagen.
    >
    Lösungen sind durchaus vorhanden, werden aber leider beharrlich
    ignoriert, da sie bestehende Strukturen in Frage stellen. Wer soll
    glauben dass sich die Bildungsministerin mit der Lehrerschaft anlegt?
    Herauskommen wird ein fauler Kompromiss der niemanden gerecht wird.
    >
    Hinzu kommt, dass der wirkliche Einfluss der Eltern in der Schule
    gegen Null tendiert. Das heißt, unsere Kinder sind der Schule
    ausgeliefert und wenn man etwas in der Schule kritisiert, bekommt es
    am Ende immer das eigene Kind zu spüren.
    >
    Von den Bürgern wird Zivilcourage gefordert, "für die Würde jedes
    einzelnen einzutreten".
    Sobald aber einer den Mainstream der herrschenden Rückwärtsgewandten
    und der Kleingeister verlässt, beginnt der alltägliche Kampf. Am
    meisten ängstigt es, allein zu stehen, wenn wir uns öffentlich
    einmischen und zum Schluss als Querulant dazustehen.
    >
    Die deutschen Förderschulen finden keine internationale Anerkennung -
    noch können sie Bildungserfolgen ihrer Schüler vorweisen. Die
    deutschen Förderschulen widersprechen der UN-Behindertenkonvention
    doch "Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter dadurch, dass es häufig
    vorkommt" Langfristige gesellschaftliche Teilhabe kann nicht durch
    Ausgrenzung erreicht werden. Das deutsche Sonderschulwesen steht damit
    in der nationalen und internationalen Kritik, die Chancengleichheit von Kindern zu behindern.

    Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in
    Deutschland in Kraft.
    Doch die Zwangszuweisungen zur Förderschule sind in NRW noch möglich.
    Die Rechtsposition wird von der Kultusministerkonferenz vorgegeben,
    die behauptet, dass die Ratifizierung der UN-Konvention durch den Bund
    und die Länder keinen einklagbaren individuellen Rechtsanspruch auf
    gemeinsames Lernen begründet.
    Ade Verfassung, Gottes Wille und UN-Behindertenkonvention!
    >
    Mein Sohn David hat eine LRS, seit 1979 gibt es einen LRS Erlass, der
    in den Schulen kaum umgesetzt wird. Die Grundschule möchte dass "David
    zur Förderschule geht".
    Mit der Petition I.3/15-P-2010-02185-00 Landtag NRW, einen offenen
    Brief an Frau Ministerin Löhrmann und einem Schreiben an UNO
    Generalsekretär Ban Ki-Moon kämpfe ich um seine Würde.
    Die individuelle Förderung an der Grundschule muss ich fast täglich
    erbitten!
    >
    "Kein Kind darf verloren gehen".
    Sprüche aus der Wahlkampfmaschine. Lippenbekenntnisse!
    Entscheidungen werden auf den Nimmerleinstag vertagt und die Leidtragenden sind Kinder und Eltern.
    Denn je länger ein Schüler eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen besucht, desto ungünstiger entwickeln sich seine Leistungen (Studie / Bertelsmann Stiftung).

  • 10.03.2010 13:18 Uhr

    von Dr. Ludwig Paul Häußner:

    Einheitliche Volks- und Höhere Schule

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    Was in diesem Artikel als Novum dargestellt wird gibt es bereits seit 1919 in Form der Freien Waldorfschulen. Schulrechtlich gelten sie als einheitliche Volks- und Höhere Schulen.

    So ist die Freie Waldorfschule Emmendingen, aufgrund eines gegen das Land Baden-Württermberg erfolgreich geführten Gerichtsprozesses die erste Schule mit INKLUSION von Kindern mit Behinderungen in Baden-Württemberg.

    Die Befürworter von "Eine Schule für alle" in NRW müssten einfach nur eine "Einheitliche Volks- und Höhere Schule" beantragen, schließlich darf diese Schulform sich - juristisch - nicht auf die Freien Waldorfschulen beschränken.

    L.P. Häußner, Karlsruhe
    Initiator von www.unternimm-die-schule.de

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