• 25.01.2010

Inhaftierungen in Syrien

Schwarz-Gelb schiebt weiter ab

Auswärtiges Amt und Innenministerium warnen, dass Syrien abgeschobene Asylbewerber inhaftiert. Grüne und Linke wollen einen Abschiebestopp, doch Schwarz-Gelb ziert sich.von Christian Jakob

  • 27.01.2010 11:39 Uhr

    von aso:

    Paradoxon?
    Grün/Links, für ihren Kulturrelativismus bekannt, „ziert sich“...
    Dabei gehört das routinemäßige verhaften von syrischen Staatsbürgern bei Einreise zu normalen typischen landesüblichen kulturellen Gepflogenheiten.
    Wer sich hier empört, macht sich stark des Kulturimerialismus verdächtig.
    Andere Länder, andere Sitten.
    Es findet ja auch wenig Empörung über die Christenverfolgung in Islamstaaten seitens Grün/Links statt.
    Vielleicht verfolgt Syrien eine Doppelstrategie...:
    Durch Verhaftung zurückgereister Asylbewerber, die im Prinzip im Lande unerwünscht sind, erhofft man sich, ihnen damit zukünftig bessere Asylchancen zu geben, um sie besser loszuwerden...
    Und was wäre die Alternative? Grenzen auf für Alle?...

  • 27.01.2010 11:06 Uhr

    von Ram:

    In Syrien gibt es seit der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich ein Gebiet - al-Hasaka - das nach Lesart der Elite in Damaskus widerrechtlich von Kurden besiedelt worden sei. Deswegen verweigert Damaskus einem großen Teil dieser Kurden die Staatsgangehörigkeit. Und diese Menschen suchen natürlich nach einem Ausweg aus ihrer prekären Lage. Und das sind mehrere Tausend Menschen - die Deutschland und auch Frankreich natürlich nicht haben will.

    Ein Teil dieser Menschen lebt in Beirut ohne Papiere, teilweise mit Duldungen, teilweise aber auch ohne alles, ein Teil lebt in West-Berlin auch mit prekärem Status - seit Jahrzehnten.
    Anstattt Asad mal die Pistole auf die Brust zu setzen und ihn zu zwingen, seine Bevölkerung auch die Staatsbürgerrechte zu geben, macht Deutschland jetzt dabei mit, diese Menschen zurück in ihre Nicht-Heimat zu schicken.
    Menschen, die offenkundig die Nase voll haben von Syrien, dürfen sich nicht wundern, wenn sie dort Probleme bekommen. Das trifft besonders auf Kurden zu, denn denen unterstellt die Regierung sowieso mangelnde Loyalität. Und dass Damaskus keine Fortschritte bei Menschenrechten, Demokratie und Grundrechten macht, ist kein Geheimnis.
    Natürlich gibt es auch Regime-freundliche Kurden, die in Damaskus und Aleppo sehr gut in das Regime integriert sind. Nur: Das nützt den Tausenden Menschen nicht, die weder Papiere noch sonst einen Zugang zu einem gefestigten Status haben.

    Die deutsche Regierung kann eine ganze Menge Druck auf Asad ausüben. Aber: Es ist auch ein gutes Geschäft jede Abschiebung in den Libanon mit Geld zu managen. Die Syrer sind da natürlich netter, nur nicht zu den Abgeschobenen.

    Auf jeden Fall brauchen diese Menschen jetzt eine Perspektive - auch die in Deutschland schon lange lebenden.

  • 26.01.2010 15:57 Uhr

    von Amos:

    Mir war schon von vornherein klar, dass Deutschland
    sich mit seiner "Gut-Mensch-Politik" eines Tages Feinde
    schafft-, nämlich dann wenn das Geld- knapp? wird. Milliardäre und Millionäre wollen natürlich nichts damit zu tun haben. Verständlich, die Migranten braucht
    man nur zum Löhnedrücken. Ein Katastrophen- Politik endet in der Katastrophe. Wenn man keine Feinde hat,
    macht man sich eben welche.

  • 26.01.2010 11:02 Uhr

    von Andrea Hassan:

    Ich bin jetzt seit den 1. Oktober 2009 mit meinen Mann verheiratet,der ein Kurde aus Syrien ist.Wir haben weiterhin immer noch Probleme,ihn bei mir anzumelden.Er muss jedebn Monat nach Passau reisen ,um sich eine Verlängerung für seine Duldung abzuholen.
    Dort sagt man Ihn ,das er keine Bezüge oder auch Lebensmittel bekommt,wenn er sich dort länger aufhalten muss und und hier in Braunschweig kann ich ihn nicht anmelden.Man verlangt von ihm auszureisen,um im Visumsverfahren wieder einzureisen.
    Da er aber bis zum heutigen Tag in der kurdische nPartei politisch tätig ist,kan ner auf keinen Fall mit so einen Status dort hin ausreisen,weil 100 % eine Festnahme am Flughafen in Damaskus erfolgen wird.Er kann hier sofort anfangen mit arbeiten,aber leider ist es in seiner Situation unmöglich.
    Wir haben auch einen Rechtsanwalt eingeschaltet,der jetzt eine Gegenklage gemacht hat,das wohl dan nvor dem Gericht in Regensburg verhandelt werden soll.
    Es ist eine phsychische Belastung für die ganze Familie,und ich finde es einfach skandalös wie man mit Mensche nso umgeben kann und sie in ihrer menschenwürde herabsetzen und erniedrigen.
    Da dies nicht nur ein Einzelfall derzeit ist,durch dieses Rücknahmeabkommen,bin ich auch voll dafür dass gegen dieses Abkommen entschieden wird.

    Ich schäme mich als Deutsche, was der Ex Minister fabriziert hat,einfach skandalös,gegen diese armen Menschen.

    Mit freundlichem Gruss Andrea Hassan

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