In Bolivien demonstrieren Indigenas gegen eine Straße, die durch ein Naturreservat gebaut werden soll. Rund tausend Protestierende werden von der Polizei angegriffen.

Verzweifelte Wut: Eine indigene Frau auf der Demonstration gegen die geplante Straße in Bolivien. Bild: dpa
YUCUMO/BOLIVIEN dapd | Mit Schlagstöcken und Tränengas hat die bolivianische Polizei einen Protestmarsch von rund 1.000 Indigenas gegen ein Fernstraßenprojekt durch ein Amazonas-Naturschutzgebiet aufgelöst.
Die Indigenas zogen von der östlichen Provinzhauptstadt Trinidad nach La Paz. Auch Frauen und Kinder waren an dem Marsch beteiligt. Einige der Demonstranten zwangen den Außenminister David Choquehuanca, mit ihnen zu gehen. Sie waren mit Pfeil und Bogen bewaffnet.
Der bolivianische Ombudsmann Rolando Villena kritisierte, die Polizei habe unverhältnismäßige Gewalt angewandt und das Recht der Ureinwohner auf Protest verletzt. Die UN-Gesandte in Bolivien, Yoriko Yasukawa, forderte die Regierung auf, den Dialog mit den Indigenas fortzusetzen.
Präsident Evo Morales hält an der Fernstraße fest, die brasilianische Häfen mit Pazifikhäfen Chiles und Perus verbinden soll. Sie sei für die Entwicklung notwendig.
Die 300 Kilometer lange Fernstraße wird von Brasilien finanziert. Sie würde ein bislang unberührtes, 12.000 Quadratkilometer Naturreservat durchschneiden, in dem 15.000 Ureinwohner leben.
Der Freispruch für einen Richter wird aufgehoben, der einen Angeklagten zur Einschüchterung in eine Gefängniszelle gesperrt hatte. Der Prozess wird nun wiederholt. von Christian Rath

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
27.09.2011 17:11 | Graciela Sanguino
@Christine Wittenburg ...
27.09.2011 10:14 | @gerd
Das Wort "indigen" hat rein garnichts mit Indien zu tun: ...
27.09.2011 02:01 | DerTyp
Liebe Tazler, ...