Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen Indern und Chinesen: das politische Grundvertrauen in die eigene Regierung. Um so spannender die Unterschiede. Ein Vergleich.von Georg Blume
Super Herr Blume! Wir leben selber schon seit bald 2 Jahren in China, jedoch aber in einem winzigen Dorf im Süden - ja, umgeben von klischeeträchtigen, saftigen Reisfeldern und majestätischen Karstspitzen. Der Artikel hat uns sehr gefreut. Auch wir erleben das positive, erfrischende Grundvertrauen der Chinesen, die ihre Energien lieber anderswie brauchen, als über die Gegebenheiten zu jammern. Zwei Anmerkungen möchte ich aber noch machen: Mehreren geschichtlichen Quellen kann ich entnehmen, dass das Klopapier erstmal in Texten aus China erwähnt wurde und zwar im Jahr 589. Es ist also fragwürdig, ob das Sich-mit-Papier-den-Hintern-putzen wirklich aus dem Westen kam. Und bei uns in der Provinz gibt es die Weltpresse am Kiosk in der nächsten Stadt zu kaufen. Zwar ein paar Tage nach dem Drucktag, aber wen stört ein langsames Leben schon, wenn der Wasserbüffel gemütlich am Gras kaut?
25.11.2009 23:49 Uhr
von Lukas Schäfer:
Indien erinnert Sie also an China vor einigen Jahren? Was steckt dahinter? Die Theorie eines Wachstums, eines Fortschritts, einer westlichen Entwicklung - sprich Modernisierung? Viele viele Menschen versuchen zwar diese Theorie anzuwenden und mit ihr Veränderungen zu beschreiben, aber meiner Ansicht nach fassen diese eurozentristischen Blicke viel zu kurz. Und welchen Sinn macht dieser Vergleich? Die Chinesen oder Indern tun dieses ja auch nicht mit Deutschland und Frankreich o.ä. Gutes Ankommen!
25.11.2009 21:21 Uhr
von Anhaita:
China kenne ich nicht, Indien schon eher, so als halbe Inderin. Beim Lesen mußte ich oft grinsen: kommt mir irgendwie bekannt vor. Lieber Georg Blume, bitte weiter so. Wenn ich nicht schon selbst da sein kann, dann sind ihre Artikel ein guter Ersatz.
24.11.2009 23:24 Uhr
von Eggshell:
Vielen Dank Herr Blume !
Wie schon so oft, sehr differenzierte Berichterstattung und gute Recherche, ein Journalist, der immer kritisch aber mit Empathie berichtete, ein Glücksfall, nicht nur für die Taz. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in Delhi !
24.11.2009 13:42 Uhr
von Adrian Zielcke:
Lieber Herr BLume, herzliche Grüße an XIAOHUA!!! Wie immer bei Ihnen eine wunderbare Geschichte! Ihr Adrian Zielcke Ressortleiter Außenpolitik Stuttgarter Zeitung
23.11.2009 19:22 Uhr
von CaliCa:
Der Artikel ist anschaulich und gut geschrieben. Allerdings stört mich der Sendung-mit-der-Maus-Löwenzahn-Stil. Allein von den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen auf die Landessitten und Kultur zu schließen scheint mir stark vereinfacht. Da finde ich die abschließende Frage zu den Geschlechterverhältnissen auch ein wenig fehl am Platz. China ist nicht gleich Indien, Chinesen sind nicht gleich Inder, auch wenn sich Parallelen ergeben. Die Fragestellung, wieso Chinesen und Inder unterschiedliche Sittenvorstellungen haben, ist nicht aus den Argumenten des Textes zu erschließen.
23.11.2009 19:07 Uhr
von Carmen Paul:
Herzlichen Dank, Herr Blume (alias laohua?)für diesen höchst interessanten Artikel!
Leserkommentare
26.11.2009 02:12 Uhr
von Nadine Hudson:
Super Herr Blume! Wir leben selber schon seit bald 2 Jahren in China, jedoch aber in einem winzigen Dorf im Süden - ja, umgeben von klischeeträchtigen, saftigen Reisfeldern und majestätischen Karstspitzen. Der Artikel hat uns sehr gefreut. Auch wir erleben das positive, erfrischende Grundvertrauen der Chinesen, die ihre Energien lieber anderswie brauchen, als über die Gegebenheiten zu jammern.
Zwei Anmerkungen möchte ich aber noch machen: Mehreren geschichtlichen Quellen kann ich entnehmen, dass das Klopapier erstmal in Texten aus China erwähnt wurde und zwar im Jahr 589. Es ist also fragwürdig, ob das Sich-mit-Papier-den-Hintern-putzen wirklich aus dem Westen kam. Und bei uns in der Provinz gibt es die Weltpresse am Kiosk in der nächsten Stadt zu kaufen. Zwar ein paar Tage nach dem Drucktag, aber wen stört ein langsames Leben schon, wenn der Wasserbüffel gemütlich am Gras kaut?
25.11.2009 23:49 Uhr
von Lukas Schäfer:
Indien erinnert Sie also an China vor einigen Jahren? Was steckt dahinter? Die Theorie eines Wachstums, eines Fortschritts, einer westlichen Entwicklung - sprich Modernisierung? Viele viele Menschen versuchen zwar diese Theorie anzuwenden und mit ihr Veränderungen zu beschreiben, aber meiner Ansicht nach fassen diese eurozentristischen Blicke viel zu kurz. Und welchen Sinn macht dieser Vergleich? Die Chinesen oder Indern tun dieses ja auch nicht mit Deutschland und Frankreich o.ä.
Gutes Ankommen!
25.11.2009 21:21 Uhr
von Anhaita:
China kenne ich nicht, Indien schon eher, so als halbe Inderin. Beim Lesen mußte ich oft grinsen: kommt mir irgendwie bekannt vor. Lieber Georg Blume, bitte weiter so. Wenn ich nicht schon selbst da sein kann, dann sind ihre Artikel ein guter Ersatz.
24.11.2009 23:24 Uhr
von Eggshell:
Vielen Dank Herr Blume !
Wie schon so oft, sehr differenzierte Berichterstattung und gute Recherche, ein Journalist, der immer kritisch aber mit Empathie berichtete, ein Glücksfall, nicht nur für die Taz.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in Delhi !
24.11.2009 13:42 Uhr
von Adrian Zielcke:
Lieber Herr BLume,
herzliche Grüße an XIAOHUA!!!
Wie immer bei Ihnen eine wunderbare Geschichte!
Ihr Adrian Zielcke
Ressortleiter Außenpolitik
Stuttgarter Zeitung
23.11.2009 19:22 Uhr
von CaliCa:
Der Artikel ist anschaulich und gut geschrieben. Allerdings stört mich der Sendung-mit-der-Maus-Löwenzahn-Stil. Allein von den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen auf die Landessitten und Kultur zu schließen scheint mir stark vereinfacht. Da finde ich die abschließende Frage zu den Geschlechterverhältnissen auch ein wenig fehl am Platz. China ist nicht gleich Indien, Chinesen sind nicht gleich Inder, auch wenn sich Parallelen ergeben. Die Fragestellung, wieso Chinesen und Inder unterschiedliche Sittenvorstellungen haben, ist nicht aus den Argumenten des Textes zu erschließen.
23.11.2009 19:07 Uhr
von Carmen Paul:
Herzlichen Dank, Herr Blume (alias laohua?)für diesen höchst interessanten Artikel!