Hamburgs SPD ist gespalten: Danial Ilkanipour hat den profilierten Parteilinken Annen vom Sokkel gekippt. Doch Ilkhanipour selbst sieht sich als großer Versöhner.von Georg Löwisch
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug. Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
04.04.2011 19:00 Uhr
von Axel:
"Putsch der Parteirechten gegen Annen" - Überschrift der sicherlich nicht linksgewogenen Faz.net: von "generalstabsmäßigem Vorgehen", zahlreichen Parteieintritten, Zusammensetzung der Wahlkreiskonferenz, so daß nicht einmal Vorstandsmitglieder, Chance hatten, als Delegierte teilzunehmen und erst als Mehrheiten entsprechend organisiert waren, verkündete I. überraschend seine Kandidatur. "Der 27 Jahre alte Ilkhanipour, Sohn iranischer Einwanderer, hatte den Coup offenbar langfristig vorbereitet und blieb dabei wohl nicht ohne Hilfe." "So wird darauf verwiesen, dass Ilkhanipour früher für den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs gearbeitet hat, der als einer der Sprecher des „Seeheimer Kreises“ als Parteirechter gilt und den Wahlkreis neben dem von Annen, Hamburg-Mitte, innehat."
04.04.2011 18:59 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Nadi:
@Walter Schmidt Eine stinknormale Gegenkandidatur? Für ein Bundestagsmandat wird erwartet, dass die Mitglieder und aktiven Mitglieder die Chance habe, mit den Kandidaten zu diskutieren, ihn oder sie kennen zu lernen. Das ist hier gar nicht möglich gewesen, weil die Delegierten bereits gewählt waren, als klar wurde, es gibt einen Gegenkandidaten. Demokratie als bloße Mehrheitsregel ist wie Gerippe ohne Fleisch = Ein toter Körper.
Ich glaube, dass Ilkhanipour den Fehler seines Lebens begangen hat. Nur aus Geltungssucht und Geldgeilheit hat er sich dieses miese Spiel ausgedacht, aber jetzt kennen ihn wirklich ein paar tausend Menschen im negativen Sinne und das kann nicht angenehm sein. Außerdem ist das Niveau im Bundestag steil über ihm. Was er in Interviews sagt, klingt ziemlich durcheinander und nicht wirklich fundiert. Niels hatte immerhin ein paar Grundlagen und eine Fähigkeit zur logischen politischen Argumentation - ohne abgeschloßenes Studium. Aber Ilkhanipour wirkt auf mich wie ein Frischling - er begibt sich in eine Sphäre, die ihm schon bald als Idioten outen könnte.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt): Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“? Das kann keiner mehr so genau definieren. Zu Hartz: Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür. Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende) Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet. Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser? Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
04.04.2011 18:59 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?
11.02.2011 17:48 Uhr
von Highgrave:
Moin,
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug. Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
11.02.2011 17:48 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt): Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“? Das kann keiner mehr so genau definieren. Zu Hartz: Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür. Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende) Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet. Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser? Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
11.02.2011 17:48 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?
12.12.2008 00:20 Uhr
von Highgrave:
Moin,
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug. Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
21.11.2008 15:12 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
18.11.2008 16:20 Uhr
von Axel:
"Putsch der Parteirechten gegen Annen" - Überschrift der sicherlich nicht linksgewogenen Faz.net: von "generalstabsmäßigem Vorgehen", zahlreichen Parteieintritten, Zusammensetzung der Wahlkreiskonferenz, so daß nicht einmal Vorstandsmitglieder, Chance hatten, als Delegierte teilzunehmen und erst als Mehrheiten entsprechend organisiert waren, verkündete I. überraschend seine Kandidatur. "Der 27 Jahre alte Ilkhanipour, Sohn iranischer Einwanderer, hatte den Coup offenbar langfristig vorbereitet und blieb dabei wohl nicht ohne Hilfe." "So wird darauf verwiesen, dass Ilkhanipour früher für den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs gearbeitet hat, der als einer der Sprecher des „Seeheimer Kreises“ als Parteirechter gilt und den Wahlkreis neben dem von Annen, Hamburg-Mitte, innehat."
18.11.2008 01:31 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
17.11.2008 18:14 Uhr
von Nadi:
@Walter Schmidt Eine stinknormale Gegenkandidatur? Für ein Bundestagsmandat wird erwartet, dass die Mitglieder und aktiven Mitglieder die Chance habe, mit den Kandidaten zu diskutieren, ihn oder sie kennen zu lernen. Das ist hier gar nicht möglich gewesen, weil die Delegierten bereits gewählt waren, als klar wurde, es gibt einen Gegenkandidaten. Demokratie als bloße Mehrheitsregel ist wie Gerippe ohne Fleisch = Ein toter Körper.
Ich glaube, dass Ilkhanipour den Fehler seines Lebens begangen hat. Nur aus Geltungssucht und Geldgeilheit hat er sich dieses miese Spiel ausgedacht, aber jetzt kennen ihn wirklich ein paar tausend Menschen im negativen Sinne und das kann nicht angenehm sein. Außerdem ist das Niveau im Bundestag steil über ihm. Was er in Interviews sagt, klingt ziemlich durcheinander und nicht wirklich fundiert. Niels hatte immerhin ein paar Grundlagen und eine Fähigkeit zur logischen politischen Argumentation - ohne abgeschloßenes Studium. Aber Ilkhanipour wirkt auf mich wie ein Frischling - er begibt sich in eine Sphäre, die ihm schon bald als Idioten outen könnte.
17.11.2008 15:44 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt): Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“? Das kann keiner mehr so genau definieren. Zu Hartz: Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür. Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende) Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet. Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser? Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
17.11.2008 09:30 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
16.11.2008 22:36 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?
Leserkommentare
04.04.2011 19:01 Uhr
von Highgrave:
Moin,
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug.
Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
04.04.2011 19:00 Uhr
von Axel:
"Putsch der Parteirechten gegen Annen" - Überschrift der sicherlich nicht linksgewogenen Faz.net:
von "generalstabsmäßigem Vorgehen", zahlreichen Parteieintritten, Zusammensetzung der Wahlkreiskonferenz, so daß nicht einmal Vorstandsmitglieder, Chance hatten, als Delegierte teilzunehmen und erst als Mehrheiten entsprechend organisiert waren, verkündete I. überraschend seine Kandidatur.
"Der 27 Jahre alte Ilkhanipour, Sohn iranischer Einwanderer, hatte den Coup offenbar langfristig vorbereitet und blieb dabei wohl nicht ohne Hilfe."
"So wird darauf verwiesen, dass Ilkhanipour früher für den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs gearbeitet hat, der als einer der Sprecher des „Seeheimer Kreises“ als Parteirechter gilt und den Wahlkreis neben dem von Annen, Hamburg-Mitte, innehat."
04.04.2011 18:59 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Nadi:
@Walter Schmidt
Eine stinknormale Gegenkandidatur?
Für ein Bundestagsmandat wird erwartet, dass die Mitglieder und aktiven Mitglieder die Chance habe, mit den Kandidaten zu diskutieren, ihn oder sie kennen zu lernen. Das ist hier gar nicht möglich gewesen, weil die Delegierten bereits gewählt waren, als klar wurde, es gibt einen Gegenkandidaten. Demokratie als bloße Mehrheitsregel ist wie Gerippe ohne Fleisch = Ein toter Körper.
Ich glaube, dass Ilkhanipour den Fehler seines Lebens begangen hat. Nur aus Geltungssucht und Geldgeilheit hat er sich dieses miese Spiel ausgedacht, aber jetzt kennen ihn wirklich ein paar tausend Menschen im negativen Sinne und das kann nicht angenehm sein.
Außerdem ist das Niveau im Bundestag steil über ihm. Was er in Interviews sagt, klingt ziemlich durcheinander und nicht wirklich fundiert.
Niels hatte immerhin ein paar Grundlagen und eine Fähigkeit zur logischen politischen Argumentation - ohne abgeschloßenes Studium. Aber Ilkhanipour wirkt auf mich wie ein Frischling - er begibt sich in eine Sphäre, die ihm schon bald als Idioten outen könnte.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt):
Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“?
Das kann keiner mehr so genau definieren.
Zu Hartz:
Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür.
Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende)
Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet.
Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser?
Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
04.04.2011 18:59 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
04.04.2011 18:59 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?
11.02.2011 17:48 Uhr
von Highgrave:
Moin,
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug.
Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
11.02.2011 17:48 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt):
Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“?
Das kann keiner mehr so genau definieren.
Zu Hartz:
Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür.
Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende)
Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet.
Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser?
Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
11.02.2011 17:48 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?
12.12.2008 00:20 Uhr
von Highgrave:
Moin,
ich kenne Danial seit gefühlten 100 Jahren: Ja, es war der Fehler seines Lebens und Ja, er redet leider viel unschlüssiges Zeug.
Seine früher so idealistische Denkweise hat sich leider in krudes Machtstreben verwandelt.
21.11.2008 15:12 Uhr
von Eduardt Storberg:
Das was in Eimsbüttel abging, war keine stinknormale Gegenkandidatur. Wenn sich diese Person der Partei wirklich zur Wahl gestellt hätte, wäre er nicht gewählt worden. Seine Wahl beruht auf einer klaren Täuschung durch Deligierte seines Flügels. Die Deligierten haben sich öffentlich für eine Unterstützung von Annen ausgesprochen und nur so die Unterstützung ihrer Distrikte erhalten. Erst als die Wahl vorbei war haben sie dieses Mandat mißbraucht. Der ehemalige erste Bürgermeister Henning Voscherau bezeichnet den Kandidaten deshalb öffentlich als "Betrüger". Man kann nur hoffen, dass die Eimsbüttler über dieses Verhalten informiert werden und dieses Mandat nicht an diese Person fällt
18.11.2008 16:20 Uhr
von Axel:
"Putsch der Parteirechten gegen Annen" - Überschrift der sicherlich nicht linksgewogenen Faz.net:
von "generalstabsmäßigem Vorgehen", zahlreichen Parteieintritten, Zusammensetzung der Wahlkreiskonferenz, so daß nicht einmal Vorstandsmitglieder, Chance hatten, als Delegierte teilzunehmen und erst als Mehrheiten entsprechend organisiert waren, verkündete I. überraschend seine Kandidatur.
"Der 27 Jahre alte Ilkhanipour, Sohn iranischer Einwanderer, hatte den Coup offenbar langfristig vorbereitet und blieb dabei wohl nicht ohne Hilfe."
"So wird darauf verwiesen, dass Ilkhanipour früher für den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs gearbeitet hat, der als einer der Sprecher des „Seeheimer Kreises“ als Parteirechter gilt und den Wahlkreis neben dem von Annen, Hamburg-Mitte, innehat."
18.11.2008 01:31 Uhr
von Jonensen:
Wird der Herr denn jetzt automatisch von den linken Eimsbüttlern in den Bundestag gewählt, oder dürfen die an der Urne auch anders entscheiden? Die Grünen haben ja z.B auch manchmal ganz gute Kandidaten.
17.11.2008 18:14 Uhr
von Nadi:
@Walter Schmidt
Eine stinknormale Gegenkandidatur?
Für ein Bundestagsmandat wird erwartet, dass die Mitglieder und aktiven Mitglieder die Chance habe, mit den Kandidaten zu diskutieren, ihn oder sie kennen zu lernen. Das ist hier gar nicht möglich gewesen, weil die Delegierten bereits gewählt waren, als klar wurde, es gibt einen Gegenkandidaten. Demokratie als bloße Mehrheitsregel ist wie Gerippe ohne Fleisch = Ein toter Körper.
Ich glaube, dass Ilkhanipour den Fehler seines Lebens begangen hat. Nur aus Geltungssucht und Geldgeilheit hat er sich dieses miese Spiel ausgedacht, aber jetzt kennen ihn wirklich ein paar tausend Menschen im negativen Sinne und das kann nicht angenehm sein.
Außerdem ist das Niveau im Bundestag steil über ihm. Was er in Interviews sagt, klingt ziemlich durcheinander und nicht wirklich fundiert.
Niels hatte immerhin ein paar Grundlagen und eine Fähigkeit zur logischen politischen Argumentation - ohne abgeschloßenes Studium. Aber Ilkhanipour wirkt auf mich wie ein Frischling - er begibt sich in eine Sphäre, die ihm schon bald als Idioten outen könnte.
17.11.2008 15:44 Uhr
von Ex-Juso:
Hier ein paar Aussagen von Danial Ilkhanipour( Welt):
Was ist aus Ihrer Sicht heute „links“?
Das kann keiner mehr so genau definieren.
Zu Hartz:
Die Rente mit 67 wie die Agenda 2010 überhaupt ist der SPD sicher schwer gefallen. Aber sie ist notwendig, wenn man sich die demographische Entwicklung anschaut. Deshalb bin ich dafür.
Die Grünen sind inzwischen sehr pragmatisch und machtbewusst geworden. Vor allem viele der jüngeren Mitglieder sind ziemlich windschnittig, die ihre Karriere fest im Blick haben. (Zitat Ende)
Und wenn ich das lese, glaube ich dem kein Wort. Ich habe vielmehr den Eindruck der sagt irgendetwas. Mindestens sein eigenes Karrieredenken hat er sehr deutlich und für jeden nachvollziehbar herausgearbeitet.
Und bei Johannes Kahrs als Linker oder Flügelloser?
Der nimmt die Menschen einfach nicht ernst und hat wohl noch nicht verstanden, was er da eigentlich angezettelt hat.
17.11.2008 09:30 Uhr
von Freit und Selbstverantwortung:
Ich finde es richtig, daß der Niels sich nach 26 Semestern Studium vielleicht doch noch einmal den Abschlußprüfungen nähern kann, wenn er nicht mehr so viel Zeit damit verschwendet in der Politik Unsinn zu erzählen. Dem Steuerzahler wird es auch besser gehen, wenn Herr Annen einen Abschluß macht, kann er vielleicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen.
Bedenklich stimmt die Aufregung über die Wahl des Mannes mit gelungenem Migrationshintergrund. Was bitte ist undemokratisch, wenn jemand seine Kandidatur ordnungsgemäß anmeldet. Muß man das drei oder vier Jahre vorher machen? Ist es in der SPD wieder soweit, daß man lieber Zellelfalten haben möchte als Wahlen. Dann seid ehrlich und vereinigt Euch mit Die Linke zur SED 2.0
16.11.2008 22:36 Uhr
von Walter Schmidt:
Seit wann ist eine stinknormale Gegenkandidatur ein Putsch, und seit wann macht sich die "taz" zum Fürsprecher stalinistischer Praktiken gegen sog. "Rechtsabweichler" in der SPD?