• 04.02.2010

IT-Bundesbeauftragte benannt

Eine Juristin für alle Fälle

Innenminister de Maizière hat seine Staatssekretärin Rogall-Grothe zur offiziellen IT-Beauftragten des Bundes berufen. Mit Computern hatte sie bislang nur wenig zu tun.von Ben Schwan

  • 06.02.2010 08:37 Uhr

    von Stefan:

    Unglaublich.

    Ach, eigentlich nicht. Passt ins Gesamtbild. 8-|

    ***

    Mal ehrlich: Ich als Informatiker wäre für den Posten eben nicht automatisch geeignet, denn neben den nur technischen Aspekten liegt der Schwerpunkt bei diesem Amt wohl eher auf gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Aspekten. Und die meisten meiner Kollegen haben es damit leider nicht so, insbesondere mit den sozialen Themen. Aber letztlich sollte die Person ja wohl der Regierung die IT-Fachthematik vermitteln.

    Daher halte ich es für einen Fehler, jemanden auszusuchen, der sich mit der IT-Thematik bisher nicht oder kaum beschäftigt hat. Was von Politikern angerichtet wird, die keinen Sinn für IT haben, wurde uns in letzter Zeit ja häufiger eindrucksvoll gezeigt.

    Wie schon oben gefragt: Wieso gibt es kein Auswahlverfahren, das die Eignung berücksichtigt?

    PS: Warum schreiben hier alle "von Leien"?!?

  • 05.02.2010 22:39 Uhr

    von jimmygjan:

    Ein Jurist

    kann alles, macht alles, ist alles !!!

    Der Mensch beginnt für Juristen erst mit dem bestehen des 2. Staatsexamens. Alles andere ist sowieso unter seiner Würde!

    Solche Menschen brauchen sich nicht zu bewerben, die werden gesucht und angesprochen.

    Was sind dagegen lächerliche IT-Fachkräfte?

    Nichts genaugenommen, überhaupt die Blasphemie zu besitzen einen IT-Fachmann mit einem Juristen zu vergleichen, ist das Allerletzte!

    "Der Untertan" von Heinrich Mann lässt grüßen!

  • 05.02.2010 18:12 Uhr

    von Harry:

    z.B.: Guttenberg hatte vorher auch nix mit Militär, Armee, Verteidung o.ä. zu tun...trotzdem macht ers jetzt! Geht da eben nur um politische Kompetenzen in diesen Bereichen...ob das jetzt sinnvoll ist, steht auf nem ganz anderen Blatt!

  • 05.02.2010 17:34 Uhr

    von RaveKev:

    Wo kommen wir hin, wenn ich als Informatiker auf einmal einen Meisterbetrieb als KFZ-Mechaniker aufmach?!?
    Alle Leute, die von mir Bremsen bekommen, hängen 2 Tage später am Baum.

    Wieso müssen sich die in der Politik nicht bewerben?
    Ich muss mich auch bewerben, und es wird nachgesehen, ob ich die nötigen Qualifikationen mitbringe.

    Warum gillt dies nicht für Politiker.

    Wie schon so oft gelesen und erlebt: Von Leien regiert!


    Und dann wundert man sich, dass das Land vor die Hunde geht.

    -RaveKev

  • 05.02.2010 09:23 Uhr

    von hagvtr:

    na wo ist das Problem, sie muß ja nur die richtigen Berater haben...die könnten dann ja auch gleich von den einschlägigen Profiteuren bezahlt werden, obwohl natürlich der Amtsbereich des 'Bundes-CIO' ;-) so beschränkt ist, da lohnt sich sowas kaum

  • 05.02.2010 09:12 Uhr

    von shizzobi:

    Von Leien regiert, wie gehabt.

  • 05.02.2010 09:09 Uhr

    von Cato :

    Ist doch klar ! Juristen können doch alles !

  • 04.02.2010 22:52 Uhr

    von CorazonOfMine:

    Hauptsache Juristin, aber keine Ahnung von IT. Und dann IT-Bundesbeauftragte ?
    Ich bin echt sprachlos. Ist denn in Deutschland alles Banane ??? -.-

    Liebe Bundesregierung, bitte stellen sich mich als IT-Bundesbeauftragten ein.
    Ebenso wie Ihre aktuelle Amtsinhaberin verfüge ich über keinerlei Praxiserfahrung. Aber studiere momentan im Bereich IT und sehe mich der Aufgabe gewachsen.

    Vielen Dank im Voraus.

    Gruß

  • 04.02.2010 21:54 Uhr

    von hundertziegen:

    Die Bundesrepublikanische Version von "The IT crowd" :)
    Aber, etwas mehr Quote erfüllt, da sollten die Konsequenzen einer solchen Entscheidung doch nicht überdramatisiert werden.
    Und die Dame ist ja Juristin, die sind ja bekanntlich Supermänner/frauen und von Haus aus für alles qualifiziert.
    Ja ja, wir leben in spannenden Zeiten...lächerlicher, dödeliger und inkompetenter kann es kaum noch werden...und da fragt man sich noch, wieso der normale, aber dennoch denkende, Bürger diesen politischen Affenstall mittlerweile abgrundtief verabscheut, und ganz sicher nicht mehr achtet oder respektiert.

  • 04.02.2010 21:36 Uhr

    von Charly:

    Ehrlicher wäre es gewesen, eine/n Chimpansen auf den Posten zu setzen.

  • 04.02.2010 18:39 Uhr

    von Stefan:

    Na prima, Juristin und Internetausdruckerin - das klingt nach Zypries 2.0 :( . Was stand eigentlich in der Stellenausschreibung: kann seinen PC mit Mühe einschalten und eigenständig einen Brauser öffnen?

  • 04.02.2010 17:37 Uhr

    von Mtaaawe:

    "Mit Computern hatte sie bislang nur wenig zu tun."

    Sagt alles. Warum auch jemanden nehmen, der aufgabenspezifische Kompetenzen vorweisen könnte? Unsere neue Regierung demonstriert erneut, dass wichtige Posten nach Parteibuch und Connections vergeben werden.

  • 04.02.2010 17:22 Uhr

    von anke:

    Prima. Eine Beauftragte, die zwar keine Ahnung hat, dafür aber als "zentraler Ansprechpartner für [...] Wirtschaftsvertreter für die Zusammenarbeit in IT-Fragen" fungiert, ist gewiss der Traum aller Bundes-Geschäfts-"Freunde".

  • 04.02.2010 17:14 Uhr

    von Andreas H.:

    Wieso besetzt man ein solches "Amt" mit jemandem, der von Computertechnologie keinen blassen Schimmer hat?

    Es reicht doch nicht, wenn jemand schon mal "Berührungspunkte mit moderner Rechentechnik" hatte. Versteht die gute Dame auch etwas davon, wie die Hardware funktioniert? Was man beim Aufbau von Netzwerken besser beachten und besser auf gar keinen Fall tun sollte?

    Mein Fazit: Außer Titeln nichts gewesen...

  • 04.02.2010 17:05 Uhr

    von P.S.:

    Wer sollte besser für den Poste einer Bundes-CIO geeignet sein als eine Juristin die knappe 50 Jahre alt ist und noch nie etwas mit Informationstechnologie zutun hatte.
    Wieso sollte man da auch jemanden einsetzen der Ahnung von der Materie hat. Derjenige könnte ja sinnvolle und konstruktive Arbeit leisten.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder