In Guatemala ist die Ernte aufgebraucht. Laut Regierung werden zwei Millionen Menschen hungern müssen. Und die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren ist chronisch unterernährt.von Toni Keppeler
Dieser Artikel beschreibt die Realität in Guatemala sehr präzise. Ich bin seit sechs Wochen in diesem Land, die meiste Zeit davon in der Hauptstadt.
Das tragische in Guatemala ist, dass es momentan keine Anzeichen gibt für ein Aufbäumen der indigenen Belvökerung gegen die Minderheit des Landes, welches Land und Ressourcen nach belieben aufteilt und veräußert - ihrer sozialen Verantwortung dabei jedoch nicht gerecht wird.
Die Menschen hier wollen nach mehr als 30 Jahren im Bürgerkrieg natürlich nur ihren Frieden haben und viele glauben nicht mehr recht daran, dass ihr Kreuz auf einem Zettel ihre Situation ändert(womit sie wohl nicht ganz unrecht haben werden). Aber ich bin mir sicher das früher oder später dieselbe gesellschaftliche Entwicklung in Guatemala einsetzten wird, welche seit längerem in Venezuela und Bolivien zu beobachten ist.
An Dr. Ludwig Paul Häußler:
Sie sollten ihren - bestimmt wohlgemeinten - Kommentar ins Spansische übersetzen lassen und an Herrn Alvaro Colom schicken - der würde bestimmt sofort eine Arbeitsgruppe schaffen, um das Problem der fehlenden Steuereinnahmen zu beseitigen. Ich erledige gerne die Übersetzung für Sie - das ganze MwSt-frei natürlich. Oder benutzen Sie taz.de nur als Werbeplattform für ihr Bürgergeld?
12.01.2010 18:35 Uhr
von Markus Grätz:
Der Satz pro Familie beträgt pauschal, unabhängig von der Anzahl der Kinder, 300 Quetzales und nicht wie erwähnt 150Q aus dem erwähnten Programm.
12.01.2010 18:35 Uhr
von Markus Grätz:
Der Satz pro Familie beträgt pauschal, unabhängig von der Anzahl der Kinder, 300 Quetzales und nicht wie erwähnt 150Q aus dem erwähnten Programm.
11.01.2010 16:32 Uhr
von Marc:
Vielen Dank für diesen Artikel. Guatemala hat das höchste Helikopter-pro-Kopf-Verhältnis der Welt.
11.01.2010 15:40 Uhr
von enno:
Cubas Nachbarn ... Guatemala, Haiti usw. ...
11.01.2010 14:01 Uhr
von Dr. Ludwig Paul Häußner:
Ernährungssicherheit und Grund-Einkommen ----------------------------------------
Im Artikel ist zu lesen, dass in Guatemala kaum Einkommens- oder Ertragssteuern erhoben werden bzw. anfallen.
Dabei ist sogar in der guatemaltekischen Volkswirtschaft genügend Volkseinkommen vorhanden - nur es ist ungleich verteilt und entzieht sich der Besteuerung.
Abhilfe kann geschaffen werden: durch eine Konsumsteuer! Der guatemaltekische Staat müsste nur die Mehrwertsteuer einführen bzw. falls es sie - in der Art und Weise wie sie in der EU Realität ist - bereits geben sollte, schrittweise erhöhen.
Denn auch die relativ wohlhabenderen Bevölkerungskreise müssen ihr Einkommen einmal ausgeben. Tja, und eben beim Ausgeben fällt dann die MwSt-Steuer an!
Eine Steuerflucht ist praktisch nicht möglich und auch nicht sinnvoll.
Mit den Einnahmen aus der MwSt kann dann pro BürgerIn ein Grund-Einkommen ausgezahlt oder mit der Einkommenssteuerschuld verrechnet werden.
Wie Steuererhebung, Klimaschutz und Ernährungssicherheit zusammenwirken ist in der ordnungspolitischen Studie "Klimaschutz und Ernährungssicherheit" erschienen (als kostenloser Download) im Universitätsverlag Karlsruhe nachzulesen.
Weitere Informationen zum Thema Grundeinkommen und Konsumsteuer unter bei
Leserkommentare
16.02.2010 04:43 Uhr
von Norbert S.:
Dieser Artikel beschreibt die Realität in Guatemala sehr präzise. Ich bin seit sechs Wochen in diesem Land, die meiste Zeit davon in der Hauptstadt.
Das tragische in Guatemala ist, dass es momentan keine Anzeichen gibt für ein Aufbäumen der indigenen Belvökerung gegen die Minderheit des Landes, welches Land und Ressourcen nach belieben aufteilt und veräußert - ihrer sozialen Verantwortung dabei jedoch nicht gerecht wird.
Die Menschen hier wollen nach mehr als 30 Jahren im Bürgerkrieg natürlich nur ihren Frieden haben und viele glauben nicht mehr recht daran, dass ihr Kreuz auf einem Zettel ihre Situation ändert(womit sie wohl nicht ganz unrecht haben werden).
Aber ich bin mir sicher das früher oder später dieselbe gesellschaftliche Entwicklung in Guatemala einsetzten wird, welche seit längerem in Venezuela und Bolivien zu beobachten ist.
An Dr. Ludwig Paul Häußler:
Sie sollten ihren - bestimmt wohlgemeinten - Kommentar ins Spansische übersetzen lassen und an Herrn Alvaro Colom schicken - der würde bestimmt sofort eine Arbeitsgruppe schaffen, um das Problem der fehlenden Steuereinnahmen zu beseitigen. Ich erledige gerne die Übersetzung für Sie - das ganze MwSt-frei natürlich. Oder benutzen Sie taz.de nur als Werbeplattform für ihr Bürgergeld?
12.01.2010 18:35 Uhr
von Markus Grätz:
Der Satz pro Familie beträgt pauschal, unabhängig von der Anzahl der Kinder, 300 Quetzales und nicht wie erwähnt 150Q
aus dem erwähnten Programm.
12.01.2010 18:35 Uhr
von Markus Grätz:
Der Satz pro Familie beträgt pauschal, unabhängig von der Anzahl der Kinder, 300 Quetzales und nicht wie erwähnt 150Q
aus dem erwähnten Programm.
11.01.2010 16:32 Uhr
von Marc:
Vielen Dank für diesen Artikel. Guatemala hat das höchste Helikopter-pro-Kopf-Verhältnis der Welt.
11.01.2010 15:40 Uhr
von enno:
Cubas Nachbarn ...
Guatemala, Haiti usw.
...
11.01.2010 14:01 Uhr
von Dr. Ludwig Paul Häußner:
Ernährungssicherheit und Grund-Einkommen
----------------------------------------
Im Artikel ist zu lesen, dass in Guatemala kaum Einkommens- oder Ertragssteuern erhoben werden bzw. anfallen.
Dabei ist sogar in der guatemaltekischen Volkswirtschaft genügend Volkseinkommen vorhanden - nur es ist ungleich verteilt und entzieht sich der Besteuerung.
Abhilfe kann geschaffen werden: durch eine Konsumsteuer! Der guatemaltekische Staat müsste nur die Mehrwertsteuer einführen bzw. falls es sie - in der Art und Weise wie sie in der EU Realität ist - bereits geben sollte, schrittweise erhöhen.
Denn auch die relativ wohlhabenderen Bevölkerungskreise müssen ihr Einkommen einmal ausgeben. Tja, und eben beim Ausgeben fällt dann die MwSt-Steuer an!
Eine Steuerflucht ist praktisch nicht möglich und auch nicht sinnvoll.
Mit den Einnahmen aus der MwSt kann dann pro BürgerIn ein Grund-Einkommen ausgezahlt oder mit der Einkommenssteuerschuld verrechnet werden.
Wie Steuererhebung, Klimaschutz und Ernährungssicherheit zusammenwirken ist in der ordnungspolitischen Studie "Klimaschutz und Ernährungssicherheit" erschienen (als kostenloser Download) im Universitätsverlag Karlsruhe nachzulesen.
Weitere Informationen zum Thema Grundeinkommen und Konsumsteuer unter bei
www.unternimm-die-zukunft.de zum Download.
L.P. Häußner. Karlsruhe