• 18.07.2009

Hunderttausende auf der Straße

Predigt gegen die iranische Führung

Irans Ex-Präsident Rafsandschani greift im Freitagsgebet Revolutionsführer Chamenei an - und fordert die Freilassung von inhaftierten Demonstranten.von Bahman Nirumand

  • 18.07.2009 17:07 Uhr

    von memphis/freiburg:

    Ayatollah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani nutzte das gestrige Freitagsgebet für Kritik am Umgang der Regierung mit den Protesten
    bzgl. der Präsidentschaftswahl und fordert die Freilassung der Oppositionellen und fordert Gerechtigkeit. (!?)

    Einverstanden

    JedeR soll Demonstrieren und Protestieren. Für Meinungsäußerung soll es keine Repression geben. Nirgends.

    Wer aber Moscheen (= Synagogen) abfackelt hat ein Problem, auch mit Autonomen Antiimperialisten.

    Die Opposition von der in Focus, Welt, Spiegel besprochen und von selbigen beworben wird,
    allen voran jetzt Ayatollah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, ist nicht gemäßigt und schon gar der für den er uns ausgegeben wird.

    Wir haben so ziemlich grad den 15. Jahrestag des Bombenanschlages auf die Jüdische Gemeinde in Buenos Aires.

    Was hat Herr Rafsanjani damit zu tun.
    Genau so viel wie das Herr Rafsanjani eigentlich in einer Zelle in Buenos Aires sitzen sollte und nicht hier frech den “”Oppositionellen” geben sollte. Was ein Mist.

    Der, der sich jetzt hinstellt und den Umgang der Regierung mit den Protestierenden kritisiert war der Leading Head jener
    Hisbollah Gruppe die bei dem Anschlag in Buenos Aires auf die Jüdische Gemeinde mehr als 300 Menschen verletzt und 85 getötet hatten.

    Stattgefunden haben die Anschläge am Juli 1994.
    Alberto Nisman, seines Zeichens Argentinischer Staatsanwalt, hat seit 2006 eindeutige Beweise das dieser Rafsanjani maßgeblich und zahlend daran beteiligt war.

    BTW: Und wie ich schon mal sagte, ein anderer dieser “Oppositionellen”, Herr Mussavi hat 1981 1500 Politische Gefangene und 1988 an die 30.000 Gefangene hinrichten lassen.

    Schöne Opposition ist das.

    Man sollte aufpassen.
    Es ist jetzt 31 Jahre her, da verdingten sich Linke als Apologeten des Chomeni-Regimes.
    Einer davon war Joscjka Fischer, der andere Daniel Cohn Bendit.

    Fehler kann man, muss man aber nicht wiederholen.

    grüsse

  • 18.07.2009 13:07 Uhr

    von Dirk Mandel:

    Die Angst in Teheran scheint verschwunden zu sein.... tatsaechlich ist sie es mitnichten. Die Masse der Menschen die jetzt auf die Strasse gehen und demonstrieren haben Angst, denn bei jeder Teilnahme an einer Demo muessen sie damit rechnen nicht nach Hause zurueckzukehren.... und dennoch sagen sie sich, dass etwas passieren muss. Es ist die eher konservative, unpolitische Masse der Menschen, die jetzt kollektiv aeussert, dass etws ueberhaupt nicht mehr in Ordnung ist im Staate Iran. Die Leute freuen sich ueber die Berichterstattung im Ausland, Aktiontage und Solidaritaetsbekundungen und vor allem auch Ausserungen unserer Spitzenpolitiker sind wichtig, da sie den demonstrierenden Menschen im Iran dass Gefuehl geben gehoert zu werden. Allein die Tatsache, dass die Medien berichten, dass ein Grossteil des Volkes gegen die Islamische Regierung unter Chamenei und Ahmadinedschad aufbegehrt wird als Erfolg gewertet, da sich die Iraner die jetzt auf die Strasse gehen von den auslaendischen Medien im allgemeinen zu Unrecht in einen Topf mit der Regierung geworfen sehen.

  • 17.07.2009 19:41 Uhr

    von Juris:

    Eine mutige Tat. Es war nicht nur eine Predigt gegen die iranische Führung es war vor allem eine Predigt für die Rückkehr zu muslimischen Werten.
    Folter, Wahlbetrug und Unterdrückung sind auch nach dem Koran verboten. Die iranische Regierung stellte sich in letzter Zeit immer öfter gegen den Koran. Ein Wächterrat, der auf der einen Seite dafür zu sorgen hat, dass Gesetze eingehalten werden, kann nicht auf der anderen Seite moslemische Gesetze öffentlichkeitswirksam brechen.
    Die iranische Führung hat sich selbst ins Abseits gestellt.
    Es ist eine Frage der Zeit, bis die Scharia auch dort angekommen ist.

  • 17.07.2009 19:19 Uhr

    von Nada:

    Vor ca. einem halben Jahr hat die taz ein Formular zur Erklärung des Austritts aus der Sekte "römisch-katholische Kirche" veröffentlicht.

    Nun ist es an der Zeit, die unterdrückten Menschen im Iran zu unterstützen. Nicht einmal der mächtige Ex-Präsident Rafsandschani kann frei von den ideologischen Fesseln sprechen, die ihm die Mullahs dem Artikel von Bahman Nirumand zufolge angelegt haben.

    Es ist Zeit, dass die taz ein Formular veröffentlicht, mit dem Iranerinnen und Iraner den Austritt aus dem diktatorischen iranischen Islam erklären können.

  • 17.07.2009 18:30 Uhr

    von DeinFernseherLügt:

    Rafsandschānī gilt als Pragmatiker und gewiefter Taktiker, der selbst mit sogenannten "Erbfeinden" durchaus Geschäfte abzuwickeln vermag, so zeigen seine waffenbezogenen Treffen z.B. während des Irak-Iran-Krieges mit amerikanischen und israelischen Regierungsbeamten (Iran-Contra-Affäre), seinen Instinkt für das Notwendige.


    Q:Wiki

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