• 29.06.2009

Honduras Präsident aus Amt gejagt

Ein Putsch der alten Schule

Die honduranische Armee stürzt den Staatspräsidenten Manuel Zelaya. Selbst Parteifreunde unterstützen die Militärs.von Cecibel Romero

  • 02.07.2009 03:05 Uhr

    von noch einer:

    Eine "Meinungsumfrage" die mit internationalen Entwicklungshilfegeldern hätte finanziert werden sollen, sollte unter Umständen etwas kritischer beäugt werden, als dies derzeit in den internationalen Medien der Fall ist...

  • 30.06.2009 15:55 Uhr

    von horst.pachulke:

    Sie meinen seine Meinungsumfrage? Wenn er so unpopulär war und seine Ideen auch - weswegen musste man ihn, bevor er seine Umfrage mache konnte, schnell, schnell absetzen? Er hatte wohl ganz gute Ideen, die angekommen wären. Sonst hätte man ja mit legalen Mitteln gegen ihn opponieren können.
    Ich möchte ja nicht in Obamamania verfallen - aber dass er den Putsch so auffasst wie er ihn genannt hat glaube ich ihm. Er ist nicht nur dem Namen nach Demokrat. Die Vorgänge in Honduras jedoch sind eindeutig undemokratisch.

  • 30.06.2009 11:03 Uhr

    von Martin:

    @ JulioMa: Zelaya wurde also verfassungsmäßig abgesetzt, wie es auch in Deutschland gehandhabt würde? Man würde also dann auch in Deutschland Frau Merkel im Schlafanzug in ein Dríttland per Militär unter Androhung der Erschießung in ein Drittland ausfliegen lassen? Und haben Sie vielleicht auch noch einen Tipp, wo man das beantragen kann?

  • 30.06.2009 10:36 Uhr

    von Martin:

    Traurig, aber wahr: die Macht kommt nun einmal aus den Gewehrläufen und das Geld haben die Reichen, um sich diese zu kaufen, so dass das alte Muster der Konterrevolution, der Allianz von Militär, Kapital und Kirche, direkt oder indirekt von den USA unterstützt, wie wir es aus der Geschichte Lateinamerika kennen, offenbar schnell wieder aufleben kann. Denn die Distanzierung der US Regierung von dem Putsch nehme ich überhaupt nicht ernst. Zelaya ist nun einmal leider nicht Chavez und agierte wohl in letzter Zeit mehr oder weniger im Niemandsland, war nur formell an der Macht. So kann man nicht vorgehen, nicht in Lateinamerika. Chavez, der hier in der Taz so oft kritisiert wurde, hat die Armee und hat bewaffnete Gruppen der Volkssolidarität in jedem Dorf auf seiner Seite, überall. Undemokratisch? Führerkult? Politische Diktatur bei Chavez? Kann alles sein, aber keine Diktatur der US Konzerne und Ölindustrie, keine Diktatur der 'Gorillas'.

  • 30.06.2009 10:35 Uhr

    von JulioMa:

    Der Artikel stimmt nicht. Nein, kein "Putsch der alten Schule", auch wenn die Überschrift echt reißerisch ist; deshalb aber trotzdem falsch. Wie sogar den kürzesten Radioberichten in D zu entnehmen war, hat sich der ehem. honduranische Präsident Zelaya selber über jedes Recht gestellt. Und wurde dafür von den verfassungsgemäßen Organen des Landes (ganz verfassungsgemäß) abgesetzt. Das würde überall anders, auch in D, genauso gehandhabt. Wieso berichtet ihr verfälscht? Weil es keinen 'bösen', angeblich 'linken', Präsidenten geben darf? Doch, sowas gibt's auch.

  • 30.06.2009 06:06 Uhr

    von vic:

    Ein Militärputsch ist niemals eine Lösung.
    Egal gegen wen, egal wo. Das Militär hat seine Aufgabe, so bescheuert sie ist.
    Die Regierung zu stürzen gehört jedenfalls nicht dazu.

  • 29.06.2009 18:46 Uhr

    von Lopez:

    Das klingt nach alten Muster!!!
    Und ist nicht das was in das Jahr "2009" passt.
    Wehe den Honduranischen Volk!!!
    Und nur wegen den paar Familien die die "Macht" und das Geld haben...

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