Der Streit über Homosexualität eskaliert, afrikanische und amerikanische Konservative machen gemeinsam mobil. Ein Großaufmarsch wurde kurzfristig abgesagt.von Simone Schlindwein
Um den Alltag der Betroffenen in Uganda ansatzweise nachempfinden zu können, empfehle ich den Blog GayUganda http://gayuganda.blogspot.com/ , den ich auf meinem Blog http://fatalfraktal.wordpress.com/2010/02/25/gayuganda/ vorgestellt habe.
25.02.2010 00:50 Uhr
von fataslfraktal:
@ Elenie: Da die meisten Menschen in Afrika dunkehäutig bis schwarz sind, wird es dort aktuell wohl eher weniger zur Diskriminierungen wegen der Hautfarbe kommen.
18.02.2010 14:13 Uhr
von Suuna:
Kurios ist, dass sich sowohl die anglikanischen und katholischen Erzbischöfe als auch einige hohe moslemische Prediger gegen den Gesetzesentwurf ausgesprochen haben. Der Gesetzesentwurf hat keine Chance, schon allein deswegen, weil es sich Museveni gegenüber den Geberländern nicht leisten kann. http://www.monitor.co.ug/News/National/-/688334/858926/-/wi1k07/-/index.html Die geschichte entwickelt sich zu einer Kraftprobe zwischen den Pfingstkirchen und den etablierten Konfessionen.
Leider wird es in Deutschland immer so dargestellt, als wären alle Ugander passionierte Schwulen-Hasser
18.02.2010 11:44 Uhr
von klaus fink:
im artikel wird ein pikantes detail leider nur kurz angerissen: der gesetzentwurf folgt zeitlich und inhaltlich einer konferenz in kampala, bei der die creme de la creme us-amerikanischer "ex-gay"-organisationen gelegenheit hatte, ihr lügengebäude vor hunderten von politikern, lehrern und polizisten darzulegen. dem text des ugandischen gesetzentwurfs ist die geistige herkunft deutlich anzumerken, folgt sie doch wortwörtlich den kruden thesen von "rekrutierung", "verführung", "lebensstilwahl" und "therapierbarkeit", die wir von genau diesen amerikanischen christlichen fanatikern kennen. die betreffenden haben sich teils gar nicht, teils nur sehr widerstrebend und halbherzig von den verheerenden konsequenzen ihrer "missionstätigkeit" distanziert. offenbar gelten ihnen die entwicklungen in uganda insgeheim eben doch als ein erfolg, der ahnen lässt, welches gesellschaftsbild diese leute wohl auch in den usa und europa gerne durchsetzen würden.
das eigentlich erschreckende ist, dass nicht nur einzelpersonen, sondern große gesellschaftliche gruppen, darunter auch mehrere christliche kirchen, diese hetzkampagne unterstützen und vorantreiben.
der protest ausländischer politiker und diplomaten hat offenbar zumindest ugandas präsident klargemacht, dass er mit einem echten imageverlust seines landes rechnen muss, wenn er nicht wenigstens die todesstrafe verhindert. mir scheint allerdings noch nicht garantiert, dass die todesstrafe wirklich endgültig vom tisch ist. um diese menschenverachtenden gesetze ganz zu verhindern, blieb der protest bislang offenbar zu schwach.
wieder einmal stelle ich mir die frage, ob irgendein staat mit irgendeiner anderen minderheitengruppe so umgehen könnte, ohne einen weltweiten skandal auszulösen. man stelle sich z.b. einen gesetzesentwurf vor, der gefängnisstrafen für jeden vorsieht, der juden nicht der polizei meldet. aber mit homosexuellen kann man es offenbar immer noch machen. uganda beweist es.
18.02.2010 02:26 Uhr
von lalelu:
hey, wo bleiben unsre heißgeliebten islamkritiker? hier zeigt sich schließlich ein weiteres mal, wie menschenverachtend die archaisch-faschistoide ideologie der mosl.. - achso, 'schuldigung, häh? es geht um christen-initiativen? sowas dummes... und dann auch noch förderer aus der westl. kultur! hilfe, mein weltbild bricht zusammen!
würd mal sagen, das schreit nach kirchturm-verbot + einbürgerungstest für abendländer in allen demokratisch-aufgeklärten rechtsstaaten.
17.02.2010 21:40 Uhr
von Andy:
Das ist echt verrückt!
17.02.2010 19:54 Uhr
von herr_guenni:
onlinepetition von avaaz at : http://www.avaaz.org/en/uganda_for_tolerance/50.php
avaaz.org
17.02.2010 17:55 Uhr
von bastapapsta!:
Die einzigste Möglichkleit hier ist die Entwicklungshilfe zu kürzen.....
17.02.2010 17:32 Uhr
von Elenie :
Natürlich ist Homophobie und Rassismus im Allgemeinen sehr schlimm. In diesem Fall finde ich es allerdings besonders beschämend, da die meißten Menschen in Afrika eigendlich wissen müssten wie schlimm Diskriminirung ist, da sie ja auf Grund iherer Hautfarbe häufig angegriffen werden. Da fragt man sich, ob es den "guten" Menschen überhaupt gibt.
Leserkommentare
25.02.2010 11:27 Uhr
von fatalfraktal:
Um den Alltag der Betroffenen in Uganda ansatzweise nachempfinden zu können, empfehle ich den Blog GayUganda http://gayuganda.blogspot.com/ , den ich auf meinem Blog http://fatalfraktal.wordpress.com/2010/02/25/gayuganda/ vorgestellt habe.
25.02.2010 00:50 Uhr
von fataslfraktal:
@ Elenie: Da die meisten Menschen in Afrika dunkehäutig bis schwarz sind, wird es dort aktuell wohl eher weniger zur Diskriminierungen wegen der Hautfarbe kommen.
18.02.2010 14:13 Uhr
von Suuna:
Kurios ist, dass sich sowohl die anglikanischen und katholischen Erzbischöfe als auch einige hohe moslemische Prediger gegen den Gesetzesentwurf ausgesprochen haben. Der Gesetzesentwurf hat keine Chance, schon allein deswegen, weil es sich Museveni gegenüber den Geberländern nicht leisten kann.
http://www.monitor.co.ug/News/National/-/688334/858926/-/wi1k07/-/index.html
Die geschichte entwickelt sich zu einer Kraftprobe zwischen den Pfingstkirchen und den etablierten Konfessionen.
Leider wird es in Deutschland immer so dargestellt, als wären alle Ugander passionierte Schwulen-Hasser
18.02.2010 11:44 Uhr
von klaus fink:
im artikel wird ein pikantes detail leider nur kurz angerissen: der gesetzentwurf folgt zeitlich und inhaltlich einer konferenz in kampala, bei der die creme de la creme us-amerikanischer "ex-gay"-organisationen gelegenheit hatte, ihr lügengebäude vor hunderten von politikern, lehrern und polizisten darzulegen. dem text des ugandischen gesetzentwurfs ist die geistige herkunft deutlich anzumerken, folgt sie doch wortwörtlich den kruden thesen von "rekrutierung", "verführung", "lebensstilwahl" und "therapierbarkeit", die wir von genau diesen amerikanischen christlichen fanatikern kennen. die betreffenden haben sich teils gar nicht, teils nur sehr widerstrebend und halbherzig von den verheerenden konsequenzen ihrer "missionstätigkeit" distanziert. offenbar gelten ihnen die entwicklungen in uganda insgeheim eben doch als ein erfolg, der ahnen lässt, welches gesellschaftsbild diese leute wohl auch in den usa und europa gerne durchsetzen würden.
das eigentlich erschreckende ist, dass nicht nur einzelpersonen, sondern große gesellschaftliche gruppen, darunter auch mehrere christliche kirchen, diese hetzkampagne unterstützen und vorantreiben.
der protest ausländischer politiker und diplomaten hat offenbar zumindest ugandas präsident klargemacht, dass er mit einem echten imageverlust seines landes rechnen muss, wenn er nicht wenigstens die todesstrafe verhindert. mir scheint allerdings noch nicht garantiert, dass die todesstrafe wirklich endgültig vom tisch ist. um diese menschenverachtenden gesetze ganz zu verhindern, blieb der protest bislang offenbar zu schwach.
wieder einmal stelle ich mir die frage, ob irgendein staat mit irgendeiner anderen minderheitengruppe so umgehen könnte, ohne einen weltweiten skandal auszulösen. man stelle sich z.b. einen gesetzesentwurf vor, der gefängnisstrafen für jeden vorsieht, der juden nicht der polizei meldet. aber mit homosexuellen kann man es offenbar immer noch machen. uganda beweist es.
18.02.2010 02:26 Uhr
von lalelu:
hey, wo bleiben unsre heißgeliebten islamkritiker?
hier zeigt sich schließlich ein weiteres mal, wie menschenverachtend die archaisch-faschistoide ideologie der mosl.. - achso, 'schuldigung, häh? es geht um christen-initiativen? sowas dummes... und dann auch noch förderer aus der westl. kultur! hilfe, mein weltbild bricht zusammen!
würd mal sagen, das schreit nach kirchturm-verbot + einbürgerungstest für abendländer in allen demokratisch-aufgeklärten rechtsstaaten.
17.02.2010 21:40 Uhr
von Andy:
Das ist echt verrückt!
17.02.2010 19:54 Uhr
von herr_guenni:
onlinepetition von avaaz at : http://www.avaaz.org/en/uganda_for_tolerance/50.php
avaaz.org
17.02.2010 17:55 Uhr
von bastapapsta!:
Die einzigste Möglichkleit hier ist die Entwicklungshilfe zu kürzen.....
17.02.2010 17:32 Uhr
von Elenie :
Natürlich ist Homophobie und Rassismus im Allgemeinen sehr schlimm.
In diesem Fall finde ich es allerdings besonders beschämend, da die meißten Menschen in Afrika eigendlich wissen müssten wie schlimm Diskriminirung ist, da sie ja auf Grund iherer Hautfarbe häufig angegriffen werden.
Da fragt man sich, ob es den "guten" Menschen überhaupt gibt.