Der Sozialpsychologe Bernd Simon hat nachgewiesen, dass junge Migranten deutlich schwulen- und lesbenfeindlicher sind als ihre deutschen Altersgenossen.von A. Lang-Lendorff
Das Problem liegt also auch bei der Mehrheitsgesellschaft? Na klar, wenn es um mangelnde Integration geht, ist doch eigentlich sogar die Hauptschuld bei der Mehrheitsgesellschaft zu suchen. Die kulturellen und religiösen Beweggründe werden inzwischen angesprochen, aber aus falscher Fairness gleich wieder abgewertet.
"Die Mehrheitsgesellschaft muss eindeutig zeigen, dass sie Homosexuelle vollständig akzeptiert. Nur so kann sie den Migranten signalisieren, dass auch sie Schwule und Lesben als gleichberechtigt betrachten müssen," sagt Bernd Simon. So wird man die unter Migranten überproportional stark vorhandene Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben wohl nicht abbauen. Im Gegenteil: Damit würde aus Sicht entsprechender Einwanderergruppen lediglich bewiesen, dass unsere Gesellschaft nicht ihren traditionellen, antiquierten Wertvorstellungen entspricht, die Abneigung gegenüber unserer Gesellschaft wird wachsen. Man kann sich ja mal die Texte deutsch-türkischer Rapper durchlesen.
Die Werte einer modernen Gesellschaft müssen Einwanderern viel stärker vermittelt, im Zweifel eben auch eingefordert werden.
11.06.2008 14:04 Uhr
von Gero:
@Benoit, @Clara:
Es bringt doch überhaupt nichts die "Schuldfrage" klären zu wollen. Wenn wir an den Verhältnissen etwas ändern wollen, müssen wir uns nach den Ursachen umsehen. Genau das hat die taz in dem Interview getan und das finde ich gut. Und wenn Integration ein Problem ist, dann muss das auch benannt werden dürfen. Für die Integration ist nun mal die Gesellschaft mitverantwortlich. Ohne gesellschaftliche Beteiligung und Unterstützung wäre es sonst "Assimilation", und die wollen wir doch nicht verlangen, oder?
11.06.2008 12:34 Uhr
von Benoit:
Super. Dafür braucht ihr jetzt einen Sozialpsychologen?!! Um festzustellen, dass viele Türken schwulenfeindlich sind? Wow!!! Glückwunsch!!! Das ist ja ein intellektuelles Fest!!!!!
Oder braucht ihr ihn, um wieder den Dreh zu kriegen, warum eigentlich ja nur die Deutschen Schuld an der Schwulenfeindlichkeit der Türken?
Euch tazler interessieren Menschenrechte überall, nur vor der eigenen Haustür ist euch das scheißegal.
Ich hab schon zweimal was auf die Fresse bekommen, weil ich mit einem Freund Hand in Hand spaziert bin (- das dürfen in Kreuzberg wohl nur die Türken) und ich denke nicht daran wegzuziehen. Ich will auch nicht jammern, ich will nur sagen: von Euch ganzen überkorrekten linken Polit-Apparatschiks hab ich so dermassen die Schnauze voll...
10.06.2008 21:55 Uhr
von Clara:
Junge, Junge
- das ist die Dialektik der taz.
Ein paar Türken schlagen Homosexuelle zusammen und Schuld ist die deutsche Mehrheitsgesellschaft.
Leserkommentare
11.06.2008 16:42 Uhr
von s.fuchs:
Das Problem liegt also auch bei der Mehrheitsgesellschaft? Na klar, wenn es um mangelnde Integration geht, ist doch eigentlich sogar die Hauptschuld bei der Mehrheitsgesellschaft zu suchen. Die kulturellen und religiösen Beweggründe werden inzwischen angesprochen, aber aus falscher Fairness gleich wieder abgewertet.
"Die Mehrheitsgesellschaft muss eindeutig zeigen, dass sie Homosexuelle vollständig akzeptiert. Nur so kann sie den Migranten signalisieren, dass auch sie Schwule und Lesben als gleichberechtigt betrachten müssen," sagt Bernd Simon.
So wird man die unter Migranten überproportional stark vorhandene Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben wohl nicht abbauen. Im Gegenteil: Damit würde aus Sicht entsprechender Einwanderergruppen lediglich bewiesen, dass unsere Gesellschaft nicht ihren traditionellen, antiquierten Wertvorstellungen entspricht, die Abneigung gegenüber unserer Gesellschaft wird wachsen. Man kann sich ja mal die Texte deutsch-türkischer Rapper durchlesen.
Die Werte einer modernen Gesellschaft müssen Einwanderern viel stärker vermittelt, im Zweifel eben auch eingefordert werden.
11.06.2008 14:04 Uhr
von Gero:
@Benoit, @Clara:
Es bringt doch überhaupt nichts die "Schuldfrage" klären zu wollen. Wenn wir an den Verhältnissen etwas ändern wollen, müssen wir uns nach den Ursachen umsehen. Genau das hat die taz in dem Interview getan und das finde ich gut. Und wenn Integration ein Problem ist, dann muss das auch benannt werden dürfen. Für die Integration ist nun mal die Gesellschaft mitverantwortlich. Ohne gesellschaftliche Beteiligung und Unterstützung wäre es sonst "Assimilation", und die wollen wir doch nicht verlangen, oder?
11.06.2008 12:34 Uhr
von Benoit:
Super. Dafür braucht ihr jetzt einen Sozialpsychologen?!! Um festzustellen, dass viele Türken schwulenfeindlich sind? Wow!!! Glückwunsch!!! Das ist ja ein intellektuelles Fest!!!!!
Oder braucht ihr ihn, um wieder den Dreh zu kriegen, warum eigentlich ja nur die Deutschen Schuld an der Schwulenfeindlichkeit der Türken?
Euch tazler interessieren Menschenrechte überall, nur vor der eigenen Haustür ist euch das scheißegal.
Ich hab schon zweimal was auf die Fresse bekommen, weil ich mit einem Freund Hand in Hand spaziert bin (- das dürfen in Kreuzberg wohl nur die Türken) und ich denke nicht daran wegzuziehen. Ich will auch nicht jammern, ich will nur sagen: von Euch ganzen überkorrekten linken Polit-Apparatschiks hab ich so dermassen die Schnauze voll...
10.06.2008 21:55 Uhr
von Clara:
Junge, Junge
- das ist die Dialektik der taz.
Ein paar Türken schlagen Homosexuelle zusammen und Schuld ist die deutsche Mehrheitsgesellschaft.
Junge, Junge...