"Destruktives Streben im Plan Gottes" – so bezeichnet der Erzbischof von Buenos Aires gleichgeschlechtliche Ehen. Am Mittwoch wird über die Zulassung der Homoehe beschlossen.von Jürgen Vogt
Warum heiraten die ganzen Kirchenmänner nicht? Heißt es nicht jeder soll sich vermehren? Religionen sollen aufhören sich in das Privatleben einzumischen. Ihr hattet eure Chance 1000 Jahre lang. Jetzt könnt ihr euch vom Acker machen!
14.07.2010 09:44 Uhr
von DiversityAndEquality:
Wie immer vergisst der Autor, die unbedeutende Tatsache zu erwähnen, dass wir hierzulande von einer Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften - die, solange dieses Institut besteht, nur durch eine Öffnung der Ehe zu erreichen ist - weit entfernt sind.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass sich hierzulande jemals Parlament und Regierungschef mit einer klaren menschenrechtspolitischen Botschaft dafür eingesetzt hätten.
Homosexuelle sind und bleiben in diesem Land mit seiner beispiellosen Geschichte der Unterdrückung und Verfolgung bis hin zur gezielten Ermordung von Schwulen Menschen und Bürger zweiter Klasse.
Und die "christliche", schwarz-gelbe Regierung sorgt zugleich dafür, dass die dringend notwendige Erweiterung des Diskriminierungsschutzes im Inland wie auf europäischer Ebene sabotiert wird, so dass die Menschen in Osteuropa noch nicht einmal minimalen Schutz vor Diskriminierung z. B. am Arbeitsplatz genießen!
Auch lateinamerikanische Länder - neben Argentinien insbesondere Brasilien, wo von der regierenden Arbeiterpartei PT bereits seit geraumer Zeit Gesetzesinitiativen nicht nur zur Öffnung der Ehe sondern für einen umfassenden Diskriminierungsschutz und eine wirksame Ächtung homophober Hassrede im brasilianischen Kongress vorangebracht werden - dürften Deutschland in Sachen Menschen- und Bürgerrechten sehr bald deutlich überholt haben.
14.07.2010 03:11 Uhr
von Katholischer Argentinier:
Sorry die Verallgemeinerung zu orthodoxen Kräften des Judentums und des Islams passt auf Argentinien in keinster Weise. Dort gibt es in Argentinen fast keinen Islam und Judentum; die Zahl islamischer und jüdischer Argentinier ist gering.
In Argentinien leben vorrangig nur Katholiken (über 90 Prozent) sowie Atheisten in geringerem Maße in einigen Grosstädten.
Katholiken 90%, Protestanten 2% und Juden 1%, andere Glaubensrichtungen 6%.
Bitte daher ein wenig genauer auf die Religionszugehörigkeiten der jeweiligen Länder achten.
Der Artikel müßte daher sich "nur" auf die Katholische Kirchenleitung in Argentinien beziehen.
14.07.2010 01:12 Uhr
von Udo Henn:
Die Ehe ist eine Institution, die der Gruendung einer Familie einen rechtlichen Rahmen verleiht. Schon allein deshalb sind Homo-Ehen uberfluessig und absurd.
13.07.2010 18:37 Uhr
von Hub:
>> In anderen Ländern Lateinamerikas ist die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare bislang nur in wenigen Städten und Provinzen möglich <<
Liebe taz, ihr habt unrecht. In Brasilien zB werden homosexuelle Handlungen schon seit 1823 nicht mehr juristisch verfolgt. Vergleicht das mal mit dem ach so liberalen Europa!! Seit 1989 wird die Diskriminierung Homosexueller dort gesetzlich bestraft.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt es in Brasilien, Ecuador, Uruguay, Französisch-Guayana und den Falklandinseln. In den meisten Ländern davon geht die Regelung noch weiter als die der "eingetragenen Partnerschaft", wie sie in Deutschland gilt.
13.07.2010 16:43 Uhr
von dborrmann:
Da wünsche ich den argentinischen Schwulen und Lesben viel Glück. Das wäre ja ein Ding, wenn Argentinien mit seinen Bürgerrechten sogar Deutschland überholt. Die hiesige Blockadepolitik der CDU/CSU, die ja auch von Westerwelle und der FDP bis jetzt nicht aufgelöst werden konnte, würde dann endgültig in den Sumpf hinterwäldlerischen, rechtsreaktionären Gedankengutes gehören.
13.07.2010 15:26 Uhr
von Daphne Apollonia:
Super!!! Hoffentlich trifft das Senat eine positive Entscheidung für die gleichgeschlechtliche Ehe am Mittwoch!!! Wenn Gott schon beim WM seine "argentinidad" nicht gezeigt hat, sollte er sich mindestens jetzt für Gerechtigkeit einsetzen und das Senat bei seiner Entscheidung erleuchten! Gut wäre es auch, wenn der gute Gott seine Leute (Bischöfe, Erzbischöfe, Papst usw.) dazu bringen würde, keinen Missbrauch (nicht nur Kindesmissbrauch sondern alle Formen davon) mehr auszuüben. Am besten wäre es aber, wenn er die Kirche abschaffen würde!!!
13.07.2010 15:13 Uhr
von Eberhard:
Die Kirche läuft Sturm. Wiedereinmal. Nur weil sich Menschen lieben und nicht der kirchlichen Moral entsprechen. Diese eigenartigen Stürmer! Sie lief nicht Sturm beim Kindesmissbrauch. Nicht einmal ein Windhauch. Was denkt denn die Kirche, was ihr Boss (Gottle) denkt? Ein Gott scheint die Homo-Ehe keineswegs zu stören. Oder gibts Meldunggen von oben?????? Immer dieser eregierte Zeigefinger! Diese sexuellfeindliche Verkampfung. Diese Ohnmacht. Diese Angst..... vor sich selbst!!
13.07.2010 15:00 Uhr
von Wolfgang:
Geht man nach einer sogenannten Entscheidung Gottes, sind Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle, Atheisten, Buddisten, Islamisten, Bildzeitungsleser, Horror-Fans, Kriegsverbrecher, kranke Priester und andere im sogenannten Schöpferplan enthalten und von ihm ausnahmslos akzeptiert. Sonst hätte ja die "Faust Gottes" doch völlig anders gehandelt. Oder?
13.07.2010 14:56 Uhr
von Nemo:
gibts noch einen artikel zu gleichgeschlechtlichen beziehungen in der türkei, iran, irak, saudiarabien, neukölln... ? vermutlich nicht!
13.07.2010 14:29 Uhr
von Sebastian:
Na immerhin werden keine Menschen hingerichtet wie es bei der Religion des Friedens der Fall wäre.
Leserkommentare
14.07.2010 12:29 Uhr
von Sisi:
Warum heiraten die ganzen Kirchenmänner nicht? Heißt es nicht jeder soll sich vermehren?
Religionen sollen aufhören sich in das Privatleben einzumischen.
Ihr hattet eure Chance 1000 Jahre lang. Jetzt könnt ihr euch vom Acker machen!
14.07.2010 09:44 Uhr
von DiversityAndEquality:
Wie immer vergisst der Autor, die unbedeutende Tatsache zu erwähnen, dass wir hierzulande von einer Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften - die, solange dieses Institut besteht, nur durch eine Öffnung der Ehe zu erreichen ist - weit entfernt sind.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass sich hierzulande jemals Parlament und Regierungschef mit einer klaren menschenrechtspolitischen Botschaft dafür eingesetzt hätten.
Homosexuelle sind und bleiben in diesem Land mit seiner beispiellosen Geschichte der Unterdrückung und Verfolgung bis hin zur gezielten Ermordung von Schwulen Menschen und Bürger zweiter Klasse.
Und die "christliche", schwarz-gelbe Regierung sorgt zugleich dafür, dass die dringend notwendige Erweiterung des Diskriminierungsschutzes im Inland wie auf europäischer Ebene sabotiert wird, so dass die Menschen in Osteuropa noch nicht einmal minimalen Schutz vor Diskriminierung z. B. am Arbeitsplatz genießen!
Auch lateinamerikanische Länder - neben Argentinien insbesondere Brasilien, wo von der regierenden Arbeiterpartei PT bereits seit geraumer Zeit Gesetzesinitiativen nicht nur zur Öffnung der Ehe sondern für einen umfassenden Diskriminierungsschutz und eine wirksame Ächtung homophober Hassrede im brasilianischen Kongress vorangebracht werden - dürften Deutschland in Sachen Menschen- und Bürgerrechten sehr bald deutlich überholt haben.
14.07.2010 03:11 Uhr
von Katholischer Argentinier:
Sorry die Verallgemeinerung zu orthodoxen Kräften des Judentums und des Islams passt auf Argentinien in keinster Weise. Dort gibt es in Argentinen fast keinen Islam und Judentum; die Zahl islamischer und jüdischer Argentinier ist gering.
In Argentinien leben vorrangig nur Katholiken (über 90 Prozent) sowie Atheisten in geringerem Maße in einigen Grosstädten.
* http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Argentinien.html
Katholiken 90%, Protestanten 2% und Juden 1%, andere Glaubensrichtungen 6%.
Bitte daher ein wenig genauer auf die Religionszugehörigkeiten der jeweiligen Länder achten.
Der Artikel müßte daher sich "nur" auf die Katholische Kirchenleitung in Argentinien beziehen.
14.07.2010 01:12 Uhr
von Udo Henn:
Die Ehe ist eine Institution, die der Gruendung einer Familie einen rechtlichen Rahmen verleiht. Schon allein deshalb sind Homo-Ehen uberfluessig und absurd.
13.07.2010 18:37 Uhr
von Hub:
>> In anderen Ländern Lateinamerikas ist die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare bislang nur in wenigen Städten und Provinzen möglich <<
Liebe taz, ihr habt unrecht. In Brasilien zB werden homosexuelle Handlungen schon seit 1823 nicht mehr juristisch verfolgt. Vergleicht das mal mit dem ach so liberalen Europa!! Seit 1989 wird die Diskriminierung Homosexueller dort gesetzlich bestraft.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt es in Brasilien, Ecuador, Uruguay, Französisch-Guayana und den Falklandinseln. In den meisten Ländern davon geht die Regelung noch weiter als die der "eingetragenen Partnerschaft", wie sie in Deutschland gilt.
13.07.2010 16:43 Uhr
von dborrmann:
Da wünsche ich den argentinischen Schwulen und Lesben viel Glück. Das wäre ja ein Ding, wenn Argentinien mit seinen Bürgerrechten sogar Deutschland überholt.
Die hiesige Blockadepolitik der CDU/CSU, die ja auch von Westerwelle und der FDP bis jetzt nicht aufgelöst werden konnte, würde dann endgültig in den Sumpf hinterwäldlerischen, rechtsreaktionären Gedankengutes gehören.
13.07.2010 15:26 Uhr
von Daphne Apollonia:
Super!!! Hoffentlich trifft das Senat eine positive Entscheidung für die gleichgeschlechtliche Ehe am Mittwoch!!! Wenn Gott schon beim WM seine "argentinidad" nicht gezeigt hat, sollte er sich mindestens jetzt für Gerechtigkeit einsetzen und das Senat bei seiner Entscheidung erleuchten! Gut wäre es auch, wenn der gute Gott seine Leute (Bischöfe, Erzbischöfe, Papst usw.) dazu bringen würde, keinen Missbrauch (nicht nur Kindesmissbrauch sondern alle Formen davon) mehr auszuüben. Am besten wäre es aber, wenn er die Kirche abschaffen würde!!!
13.07.2010 15:13 Uhr
von Eberhard:
Die Kirche läuft Sturm.
Wiedereinmal. Nur weil sich Menschen lieben und nicht der kirchlichen Moral entsprechen. Diese eigenartigen Stürmer!
Sie lief nicht Sturm beim Kindesmissbrauch. Nicht einmal ein Windhauch.
Was denkt denn die Kirche, was ihr Boss (Gottle) denkt?
Ein Gott scheint die Homo-Ehe keineswegs zu stören.
Oder gibts Meldunggen von oben??????
Immer dieser eregierte Zeigefinger! Diese sexuellfeindliche Verkampfung. Diese Ohnmacht. Diese Angst.....
vor sich selbst!!
13.07.2010 15:00 Uhr
von Wolfgang:
Geht man nach einer sogenannten Entscheidung Gottes,
sind Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle, Atheisten, Buddisten, Islamisten, Bildzeitungsleser, Horror-Fans, Kriegsverbrecher, kranke Priester und andere im sogenannten Schöpferplan enthalten und von ihm ausnahmslos akzeptiert. Sonst hätte ja die "Faust Gottes" doch völlig anders gehandelt. Oder?
13.07.2010 14:56 Uhr
von Nemo:
gibts noch einen artikel zu gleichgeschlechtlichen beziehungen in der türkei, iran, irak, saudiarabien, neukölln... ? vermutlich nicht!
13.07.2010 14:29 Uhr
von Sebastian:
Na immerhin werden keine Menschen hingerichtet wie es bei der Religion des Friedens der Fall wäre.