Hat sich eigentlich neben dem Hinweis auf die femifaschistische Fälschung im Artikel jemand was dabei gedacht, warum die Kommentare erst EINE Woche später in dieser 'Zeitung' erscheinen?
03.08.2008 12:30 Uhr
von Ein Leser:
Ihr Artikel erwähnt nicht, was an der Studie, aus Sicht Deutscher, besonders interessant ist. Er erweckt den falschen Eindruck, dass hier weibliche Schüler als Opfer männlichen Tätern gegenüberstehen.
Tatsächlich ist das Neue an dem Forschungsbericht aber, dass hier ausschliesslich männliche Schüler interviewt werden, die von einer überwiegend weiblichen Täterschaft berichten.
Entsprechende Forschungsergebnisse liegen mittlerweile auch aus Kanada vor, die davon berichten, dass männliche Strassenjungen im wesentlichen von Frauen sexuelle ausgebeutet werden.
Gleiches darf man auch für Deutschland erwarten. Da aber im Bewußtsein der Öffentlichkeit Männer und Jungen nahezu ausschliesslich als Täter, Frauen ausschliesslich als Opfer weiblicher Täterschaft vorkommen, was sich insbesondere auch in den Unterstützungs- und Forschungsgeldern von Bund und Ländern niederschlägt, wäre es wünschenswert, sie würden sich der üblichen journalistischen Ethik verpflichten und hier aufklärerisch tätig werden, indem Sie die Studie zumindest korrekt zitieren, anstatt diese inhaltlich in einer Weise darzustellen, die das eigentlich Interessante an derselben dem Leser nicht nahebringt.
02.08.2008 22:39 Uhr
von Alexander Roslin:
Dieser taz.de - Artikel ist in meinen Augen ein schönes Beispiel für den männerfeindlichen Sexismus, der in der heutigen Gesellschaft schon so alltäglich geworden ist, dass er offensichtlich sinnerfassendes Lesen erschwert. Anders nämlich ist der obige Artikel nicht zu erklären. In der erwähnten Studie wurde nämlich zum ersten Mal nach sexueller Gewalt gefragt, der JUNGEN, nicht Kinder, wie Sie schreibst, zum Opfer fielen. Das wird in Ihrem Artikel mitnichten deutlich. Dazu muss man schon die Studie selbst lesen. Wie ja auch mit keinem Wort der hohe Anteil weiblicher Täter Erwähnung findet: 44 % der 18 Jahre jungen Männer berichten davon, in ihrem bisherigen Leben schon einmal sexuelle Gewalt erfahren zu haben, 31 % von einem männlichen Täter, 44 % von einem weiblichen Täter, 27 % sowohl von männlichen als auch weiblichen Tätern.
Ist es nicht bezeichnend, wie sinnentstellend berichtet wird, wenn nicht Frauen, sondern Männer als Gewaltopfer im Mittelpunkt einer Untersuchung stehen, was ja ohnehin selten genug der Fall ist, und Frauen einen erheblichen Anteil unter den Tätern stellen? PS: Hier die Seite mit der Zusammenfassung: http://www.equityhealthj.com/content/7/1/20
Unten auf der Seite ein Direkt-Link, der klappen müsste.
Kommentar-Icon
02.08.2008 15:53 Uhr
von Steffi Biel:
Interessanter Artikel. Wieso werden hier aber nicht die männlichen Opfer erwähnt?
02.08.2008 15:24 Uhr
von Nickname:
Sie haben offenbar "überlesen", daß es in der Studie explizit um Jungen ging. Die Ergebnisse der Studie sind ziemlich überraschend. Meinen Sie nicht, ihre Leser wären daran interessiert?
Das nenne ich mal wieder "Qualitätsjournalismus". Warum schreiben sie nicht einfach die Bildzeitung ab?
02.08.2008 10:06 Uhr
von Matthias:
Ihr Artikel ist sehr irreführend. In der Studie ging es ausschliesslich um männliche VGW-Opfer, stattdessen schreiben Sie hier von allgemeinen Zahlen und sogar "Für eine in Südafrika geborene Frau sei die Wahrscheinlichkeit, vergewaltigt zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen". Dazu hat jedoch die Studie gar nichts gesagt. Des Weiteren haben Sie unter den Tisch gekehrt, daß die für die Studie herangezogenen Opfer in der Mehrheit von Frauen vergewaltigt wurden (liest sich in ihrem Bericht ganz anders, gell?). Ich kann nur schwer vermuten und bedauern, daß die taz sich auf die political correctness-Seite geschlagen hat; weg von der Wirklichkeit. Schade!
01.08.2008 18:25 Uhr
von Ihr Name Radex:
Dass in der Studie erwiesenermaßen 18% aller Männer von Frauen vergewaltigt wurden, verschweigt die TAZ wohlweisslich...
01.08.2008 16:33 Uhr
von Peter Müller:
Trauen sich Journalisten heute nicht mehr, die Originaltexte zu lesen? Oder sollte die TAZ wider besseres Wissen Angaben aus der Studie unterschlagen haben? Dort heißt es nämlich im Abstract: "Some 32% said the perpetrator was male, 41% said she was female and 27% said they had been forced to have sex by both male and female perpetrators. Male abuse of schoolboys was more common in rural areas while female perpetration was more an urban phenomenon." Kurz und knapp: 32% der Opfer berichteten über männliche und 41% über WEIBLICHE Täter, pardon: Täterinnen. Diese tauchen in ihrer Nachricht nicht auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
01.08.2008 13:55 Uhr
von Alexander Rolin:
Wenn es sich um diese Studie handeln sollte: http://www.equityhealthj.com/content/pdf/1475-9276-7-20.pdf
- es handelt sich jedenfalls um die selben Autoren, die Zeit stimmt überein und es handelt sich um Südafrika, sogar die Zahlen stimmen überein, nur von Ihrer AutorIn völlig sinnentstellend interpretiert - dann ist ihr Artikel ein schönes Beispiel für Sexismus, antimännlichen Sexismus. In der Studie wurde nämlich zum ersten Mal untersucht, inwieweit männliche Schüler von sexueller Gewalt betroffen sind. 44 % der Befragten ( nur Jungen!) gaben an, Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein. Davon berichteten 32 % von einem männlichen Täter, 41 % von einem weiblichen Täter,27 % wurden sowohl von Männern als auch Frauen mißbraucht. Nachzulesen auf Seite 3 der Studie! All das wird in ihrem Artikel nicht erwähnt, sondern so getan, als handele es sich hier um eine Untersuchung, die das übliche Klischee bestätigte Männlicher Täter - Weibliches Opfer. Ist männerfeindlicher Sexismus schon so tief verwurzelt in manchen Köpfen, daß er sinnerfassendes Lesen unmöglich macht?
Leserkommentare
09.08.2008 22:31 Uhr
von qed:
Hat sich eigentlich neben dem Hinweis auf die femifaschistische Fälschung im Artikel jemand was dabei gedacht, warum die Kommentare erst EINE Woche später in dieser 'Zeitung' erscheinen?
03.08.2008 12:30 Uhr
von Ein Leser:
Ihr Artikel erwähnt nicht, was an der Studie, aus Sicht Deutscher, besonders interessant ist. Er erweckt den falschen Eindruck, dass hier weibliche Schüler als Opfer männlichen Tätern gegenüberstehen.
Tatsächlich ist das Neue an dem Forschungsbericht aber, dass hier ausschliesslich männliche Schüler interviewt werden, die von einer überwiegend weiblichen Täterschaft berichten.
Entsprechende Forschungsergebnisse liegen mittlerweile auch aus Kanada vor, die davon berichten, dass männliche Strassenjungen im wesentlichen von Frauen sexuelle ausgebeutet werden.
Gleiches darf man auch für Deutschland erwarten.
Da aber im Bewußtsein der Öffentlichkeit Männer und Jungen nahezu ausschliesslich als Täter, Frauen ausschliesslich als Opfer weiblicher Täterschaft vorkommen, was sich insbesondere auch in den Unterstützungs- und Forschungsgeldern von Bund und Ländern niederschlägt, wäre es wünschenswert, sie würden sich der üblichen journalistischen Ethik verpflichten und hier aufklärerisch tätig werden, indem Sie die Studie zumindest korrekt zitieren, anstatt diese inhaltlich in einer Weise darzustellen, die das eigentlich Interessante an derselben dem Leser nicht nahebringt.
02.08.2008 22:39 Uhr
von Alexander Roslin:
Dieser taz.de - Artikel ist in meinen Augen ein schönes Beispiel für den männerfeindlichen Sexismus, der in der heutigen Gesellschaft schon so alltäglich geworden ist, dass er offensichtlich sinnerfassendes Lesen erschwert.
Anders nämlich ist der obige Artikel nicht zu erklären.
In der erwähnten Studie wurde nämlich zum ersten Mal nach sexueller Gewalt gefragt, der JUNGEN, nicht Kinder, wie Sie schreibst, zum Opfer fielen.
Das wird in Ihrem Artikel mitnichten deutlich. Dazu muss man schon die Studie selbst lesen.
Wie ja auch mit keinem Wort der hohe Anteil weiblicher Täter Erwähnung findet:
44 % der 18 Jahre jungen Männer berichten davon, in ihrem bisherigen Leben schon einmal sexuelle Gewalt erfahren zu haben, 31 % von einem männlichen Täter, 44 % von einem weiblichen Täter, 27 % sowohl von männlichen als auch weiblichen Tätern.
Ist es nicht bezeichnend, wie sinnentstellend berichtet wird, wenn nicht Frauen, sondern Männer als Gewaltopfer im Mittelpunkt einer Untersuchung stehen, was ja ohnehin selten genug der Fall ist, und Frauen einen erheblichen Anteil unter den Tätern stellen?
PS: Hier die Seite mit der Zusammenfassung:
http://www.equityhealthj.com/content/7/1/20
Unten auf der Seite ein Direkt-Link, der klappen müsste.
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02.08.2008 15:53 Uhr
von Steffi Biel:
Interessanter Artikel. Wieso werden hier aber nicht die männlichen Opfer erwähnt?
02.08.2008 15:24 Uhr
von Nickname:
Sie haben offenbar "überlesen", daß es in der Studie explizit um Jungen ging. Die Ergebnisse der Studie sind ziemlich überraschend. Meinen Sie nicht, ihre Leser wären daran interessiert?
Das nenne ich mal wieder "Qualitätsjournalismus". Warum schreiben sie nicht einfach die Bildzeitung ab?
02.08.2008 10:06 Uhr
von Matthias:
Ihr Artikel ist sehr irreführend. In der Studie ging es ausschliesslich um männliche VGW-Opfer, stattdessen schreiben Sie hier von allgemeinen Zahlen und sogar "Für eine in Südafrika geborene Frau sei die Wahrscheinlichkeit, vergewaltigt zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen".
Dazu hat jedoch die Studie gar nichts gesagt.
Des Weiteren haben Sie unter den Tisch gekehrt, daß die für die Studie herangezogenen Opfer in der Mehrheit von Frauen vergewaltigt wurden (liest sich in ihrem Bericht ganz anders, gell?). Ich kann nur schwer vermuten und bedauern, daß die taz sich auf die political correctness-Seite geschlagen hat; weg von der Wirklichkeit.
Schade!
01.08.2008 18:25 Uhr
von Ihr Name Radex:
Dass in der Studie erwiesenermaßen 18% aller Männer von Frauen vergewaltigt wurden, verschweigt die TAZ wohlweisslich...
01.08.2008 16:33 Uhr
von Peter Müller:
Trauen sich Journalisten heute nicht mehr, die Originaltexte zu lesen? Oder sollte die TAZ wider besseres Wissen Angaben aus der Studie unterschlagen haben?
Dort heißt es nämlich im Abstract: "Some 32% said the perpetrator was male, 41% said she was female and 27% said they had been forced to have sex by both male and female perpetrators. Male abuse of schoolboys was more common in rural areas while female perpetration was more an urban phenomenon."
Kurz und knapp: 32% der Opfer berichteten über männliche und 41% über WEIBLICHE Täter, pardon: Täterinnen. Diese tauchen in ihrer Nachricht nicht auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
01.08.2008 13:55 Uhr
von Alexander Rolin:
Wenn es sich um diese Studie handeln sollte:
http://www.equityhealthj.com/content/pdf/1475-9276-7-20.pdf
- es handelt sich jedenfalls um die selben Autoren, die Zeit stimmt überein und es handelt sich um Südafrika, sogar die Zahlen stimmen überein, nur von Ihrer AutorIn völlig sinnentstellend interpretiert - dann ist ihr Artikel ein schönes Beispiel für Sexismus, antimännlichen Sexismus.
In der Studie wurde nämlich zum ersten Mal untersucht, inwieweit männliche Schüler von sexueller Gewalt betroffen sind.
44 % der Befragten ( nur Jungen!) gaben an, Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein.
Davon berichteten 32 % von einem männlichen Täter,
41 % von einem weiblichen Täter,27 % wurden sowohl von Männern als auch Frauen mißbraucht.
Nachzulesen auf Seite 3 der Studie!
All das wird in ihrem Artikel nicht erwähnt, sondern so getan, als handele es sich hier um eine Untersuchung, die das übliche Klischee bestätigte Männlicher Täter - Weibliches Opfer.
Ist männerfeindlicher Sexismus schon so tief verwurzelt in manchen Köpfen, daß er sinnerfassendes Lesen unmöglich macht?