Sehr geehrte Frau Apin, ich sage Ihnen sie haben überhaupt nicht verstanden, warum die Akademischen Senate der TU und FU diese Forderungen aufgestellt haben. Die Akademischen Senate der Universitäten wollen weitere Kürzungen zu Lasten ihrer Universitäten verhindern. Die Berliner Universitäten verzichten nicht auf Geld, sondern die Berliner Universitäten verzichten auf weitere zukünftige Kürzungen ihrer Finanzmittel. Der Senator Zöllner behauptet, dass er zusätzliches Geld an die Universitäten geben würde. Diese Behauptung ist falsch. Dieses Geld wurde den Beschäftigten unter der Androhung von betriebsbedingten Kündigungen abgepresst und der Senator Zöllner gibt mit seinem sogenannten Masterplan nur einen kleinen Teil der Summe zurück, die den Universitäten ber der letzten Kürzungsrunde des Berliner Senates weggenommen wurde. Wir, die Beschäftigten der Freien Universität Berlin, werden sicherlich schon vor dem 1.1.2010 Lohnerhöhungen fordern. Ich glaube, es wird bald aber spätestene ab 1.1.2010 excellente Arbeitskämpfe an den Berliner Universitäten geben. Die Geschichte der Zielvereinbarungen der Berliner Universitäten mit dem Berliner Senat hat gezeigt, dass die Universitäten immer wieder zu weiteren zusätzlichen Kürzungen gezwungen wurden, obwohl es vorher Zielvereinbahrungen und Zusagen von den zuständigen Senatoren gab, keine wietere Kürzungen zu machen. Die Kürzungen der vergangenen Jahre durch den Berliner Senat haben ihre Spuren hinterlassen, die Berliner Universitäten sind chronisch unterfinanziert. Viele Gebäude der Universitäten sind im schlechten Zustand. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter haben fast immer nur halbe befristete Stellen, aber es wird erwartet, dass die Mitarbeiter Vollzeit arbeiten. Also Vollzeit arbeiten bei halben Lohn. Viele Lehrveranstaltungen werden von Lehrbeauftragten abgehalten, die keine garantierten Arbeitsplätze haben und mit ihren Hungerlöhnen zum akademischen Prekariat gehören. Bei den nichtakademischen Mitarbeitern hat sich Arbeit verdichtet und sie müssen Kurzarbeiten und es gab seit Jahren keine Lohnerhöhungen mehr. Dafür gibt es ja dann die Arbeitsplatzgarantie bis zum 31.12.2009. Viele Stellen an den Universitäten wurden abgebaut und die Arbeit wird durch Fremdfirmen erledigt. Manche Leute von den Fremdfirmen arbeiten für weniger als 5€ die Stunde. usw. Für die Lehre will der Herr Senator aber keine 150 Millionen Euro zuätzlich ausgeben, obwohl er die schlechten Studienbedingungen kennen müßte.
Übrigens, an der Superuni/Stiftung wird es keine akademische Selbstverwaltung für die Mitgliederguppen der Berliner Universitäten geben. Das ist auch ein Grund um gegen die Superstiftung zu sein.
Beste Grüße Clauia Boppert Mitglied im Kuratorium der Freien Universität Berlin Mitglied im Vorstand der GEW Betriebsgruppe an der FFreien Universität Berlin
Leserkommentare
10.07.2008 11:24 Uhr
von Claudia Boppert:
Sehr geehrte Frau Apin,
ich sage Ihnen sie haben überhaupt nicht verstanden, warum die Akademischen Senate der TU und FU diese Forderungen aufgestellt haben. Die Akademischen Senate der Universitäten wollen weitere Kürzungen zu Lasten ihrer Universitäten verhindern. Die Berliner Universitäten verzichten nicht auf Geld, sondern die Berliner Universitäten verzichten auf weitere zukünftige Kürzungen ihrer Finanzmittel. Der Senator Zöllner behauptet, dass er zusätzliches Geld an die Universitäten geben würde.
Diese Behauptung ist falsch. Dieses Geld wurde den Beschäftigten unter der Androhung von betriebsbedingten Kündigungen abgepresst und der Senator Zöllner gibt mit seinem sogenannten Masterplan nur einen kleinen Teil der Summe zurück, die den Universitäten ber der letzten Kürzungsrunde des Berliner Senates weggenommen wurde.
Wir, die Beschäftigten der Freien Universität Berlin, werden sicherlich schon vor dem 1.1.2010 Lohnerhöhungen fordern. Ich glaube, es wird bald aber spätestene ab 1.1.2010 excellente Arbeitskämpfe an den Berliner Universitäten geben.
Die Geschichte der Zielvereinbarungen der Berliner Universitäten mit dem Berliner Senat hat gezeigt, dass die Universitäten immer wieder zu weiteren zusätzlichen Kürzungen gezwungen wurden, obwohl es vorher Zielvereinbahrungen und Zusagen von den zuständigen Senatoren gab, keine wietere Kürzungen zu machen.
Die Kürzungen der vergangenen Jahre durch den Berliner Senat haben ihre Spuren hinterlassen, die Berliner Universitäten sind chronisch unterfinanziert. Viele Gebäude der Universitäten sind im schlechten Zustand. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter haben fast immer nur halbe befristete Stellen, aber es wird erwartet, dass die Mitarbeiter Vollzeit arbeiten. Also Vollzeit arbeiten bei halben Lohn. Viele Lehrveranstaltungen werden von Lehrbeauftragten abgehalten, die keine garantierten Arbeitsplätze haben und mit ihren Hungerlöhnen zum akademischen Prekariat gehören. Bei den nichtakademischen Mitarbeitern hat sich Arbeit verdichtet und sie müssen Kurzarbeiten und es gab seit Jahren keine Lohnerhöhungen mehr. Dafür gibt es ja dann die Arbeitsplatzgarantie bis zum 31.12.2009. Viele Stellen an den Universitäten wurden abgebaut und die Arbeit wird durch Fremdfirmen erledigt. Manche Leute von den Fremdfirmen arbeiten für weniger als 5€ die Stunde. usw.
Für die Lehre will der Herr Senator aber keine 150 Millionen Euro zuätzlich ausgeben, obwohl er die schlechten Studienbedingungen kennen müßte.
Übrigens, an der Superuni/Stiftung wird es keine akademische Selbstverwaltung für die Mitgliederguppen der Berliner Universitäten geben. Das ist auch ein Grund um gegen die Superstiftung zu sein.
Beste Grüße
Clauia Boppert
Mitglied im Kuratorium der Freien Universität Berlin
Mitglied im Vorstand der GEW Betriebsgruppe an der FFreien Universität Berlin