• 22.06.2011

Helmkameras für deutsche Soldaten

"Neue Politik der Bilder"

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist bisher gesichtslos, sagt Medienwissenschaftler Karl Prümm. Das soll sich nun ändern - mit Helmkameras für die Soldaten.

  • 24.06.2011 19:09 Uhr

    von gor:

    Interessant: selbst die Taz hat nun diesen Krieg als Teil der deutschen Hegemonialpolitik akzeptiert und beleuchtet diese absurde und unmenschliche Entwicklung (Krieg als Normalität, deutscher Einsatz zu "Verteidigung unserer Demokratie", zur Sicherung von Rohstoffen bzw. Wirtschaftsinteressen, ja auch zur Erreichung eines ständigen Sitzes im Weltsicherheitsrat) mit quasitechnophilem Interesse.

    Fast, so scheint es, leuchtet zwischen den Zeilen das Bedauern auf, nicht wie die Kollegen aus UK oder USA, dieses 'Aben teuer' embedded miterleben zu dürfen.

    Fehlt nur noch die Kooperation der BW mit der DTAG, um die Bilder per Pay per View auf die überdimensionalen Mattscheiben in die Wohnzimmer zu pumpen.

    Mein Gott, wo lebe ich inzwischen??
    Geht es nur mir so?!



  • 23.06.2011 15:25 Uhr

    von Marcus:

    Ich finde die Idee gerade vor dem Hintergrund Verbrechen/Vergehen zu be- oder wiederlegen sinnvoll. Allerdings müssen dafür alle Soldaten eine Frontsolche Kamera erhalten. Nach dem Motto Zivilist beschwer sich von Soldaten geschlagen/Mishandelt worden zu sein und Soldat bestreiten bzw sag Zivilist hatt ihn Angegriffen/Wiederstand geleistet. Aktuell wird der Zivilist nichts beweisen können und der Soldat einen Schlechten Ruf haben. Mit kammera kann man nach überprüfen was geschehen und warum sich der Soldat ruppig verhalten hat. War dieses Verhalten legetim kann es dem Zivilisten erklärt werden(auch wenn er es vieleicht nicht einsieht) wenn nicht kann der Soldat ermant/bestraft werden und der Zivilist entschädigt.


    PS: Ich weis das klappt nur wenn die Soldaten sich nicht decken. Aber während dies Verhalten in einer Einheit noch wahrscheinlich ist besteht bei einer Beschwerdestelle mit Soldaten die eine anderen Einheit angehären vieleicht eine chanse auf Fairnes.

  • 23.06.2011 05:27 Uhr

    von vic:

    Au ja, dann drehen wir auch so geile Kriegsfilme wie die Amis. Ich freu mich schon.

  • 23.06.2011 03:58 Uhr

    von Cabrón:

    Auf eine neue Propaganda-Veranstaltung "Wunschkonzert bei Kerner" 2012 !

  • 22.06.2011 22:37 Uhr

    von emil:

    "Die offiziellen Aufnahmen werden in geschnittener und bereinigter Form, vielleicht zu kompletten Geschichten ausgestaltet, bei den Medien ankommen."

    ich verstehe, krieg in mundgerechten häppchen, damit auch das letzte hänschen versteht, dass das so falsch ja nicht sein kann. sagt mal gehts noch?!

  • 22.06.2011 21:05 Uhr

    von schleusinger, joseph:

    Läuft die Helmkamera im Sarg noch weiter ? Oder warum heisst es immer: Helm ab zum Gebet !

    Diese verlogene preussische Kriegersprache provoziert mich: Beispiel "Feindberührung". Wenn ein Feind einen anderen physisch berühren kann, ist einer von beiden schon tot.

    Sprecht nicht von "Gefecht", denn niemand ficht heute mehr, alle Krieger schiessen.

    Wer sich jetzt noch freiwillig nach Afghanistan meldet, will doch nur mit seiner Helmkamera - auch posthum - ins Fernsehen. Eitelkeit als Kriegsmotivation, das passt zur hedonistischen Triebstruktur des kapitalistisch geprägten Kriegsproleten.

    Ich sage Euch: Zieht nicht aus Karrieresucht und Eitelkeit in den Krieg, denn sowohl die Motive als auch der Krieg sind falsch. Häuslebauender Vater und Ehemann wird man dauerhafter im "Frieden".

    Löst die Bundeswehr auf, schliesst Panzer, Flugzeuge und Raketen ein, gebt jedem Soldaten ein Gewehr mit nach Hause: das ist die einzige wahre Konsequenz aus der deutschen Geschichte.

    World of Warcraft kann man auch am Bildschirm erleben, dafür braucht's kein Afghanistan. Und wem das noch nicht reicht, der besucht solange die endlosen Massengräberfelder der deutschen Welt- und Vernichtungskriege, bis ihm was aufgeht:
    N E I N !

  • 22.06.2011 20:37 Uhr

    von Horst the Wombat:

    Oh Yeah... was für ein klasse Idee.

    Und demnächst folgt:
    Die Helmkamera für den Pflegebereich. Zur Verdeutlichung unter welchen Belastungen die Pflegekräfte stehen...

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