"Bild" wittert in der Liebigstraße 14 ein "Terrornest". Der Eigentümer des einst besetzten Hauses in Friedrichshain hat den BewohnerInnen gekündigt. Nun droht die Räumung. Auslöser des Konflikts ist eine Tür. Die taz guckt dahintervon Luise Strothmann
Leserkommentare
26.01.2010 11:58 Uhr
von Symbadischer:
Na dann mal auf zum Festival!
Das ist doch mal symbadisch und unterstützundswürdig!
Schade nur, daß hier kein Link zur Internetseite des Projektes angegeben war.
Hier isser:
http://liebig14.blogsport.de/
23.01.2010 10:30 Uhr
von Karla Kater:
Eine wunderschöne Aussage:
"Wenn es die Hausprojekte in Friedrichshain nicht mehr gäbe, würde Katja hier nicht mehr wohnen. "Zu weiß, zu homogen", sagt sie über den Kiez. Die Liebigstraße 14 sei ein Mikrokosmos, an dem man das sperrige Wort "Gentrifizierung" sichtbar machen könne."
Statt sozialer Mischung Homogenisierung der Wohnviertel mit allen weiteren Erscheinungen der Privatisierung - private Kinderläden und Schulen, Grünflächen mit Zutrittsbeschränkungen - alles was das entsolidarisierte neoliberale Subjekt benötigt.
23.01.2010 00:13 Uhr
von john vegas:
Nun ja,Beulker kam anfangs auch zu runden Tischen,das ist aber schon ein Jahrzehnt her.
Da kein Kompromiss möglich wurde verschärften sich die Fronten und keiner war noch irgendwo gesprächsbereit.
Das es so aussieht liegt aber nicht nur an der Gentrifizierung alleine.
Die Hausprojekte haben sich größtenteils isoliert und kaum Kontakt zu ihrem nachbarschaftlichen Umfeld.
Den meisten Anwohnern ist es egal was dort passiert und einige freuen sich sogar wenn es vorbei ist.
Was hier fehlt ist schon seit langem ein auf-einander zugehen.
Gründe für die Isolierung ist vor allem die Angst vor Repression,vor Zivilpolizisten oder "privaten Gegnern" dieses Mikrokosmoses.
Ich persönlich finde man sollte schon seit langem mal die Türen für jeden öffnen um mehr über dieses Leben zu erfahren.Die Polizei weiss doch eh "was abgeht".
Zb Mainzer Straße anfang der 90er.Ok es waren andere Zeiten aber dort war ein nachbarschaftlicher Background stark spürbar.Die Menschen wurde unterstützt jeder auf seine Art.
Tja und die andere Seite die Gentrification tut dazu auch was sie kann.
Sie hat die Nachbarn ausgetauscht.Es wohnen noch viele alteingessene die mit dieser ganzen Problematik aufgewachsen sind aber auch schon einge sind zugezogen die dieses Flair als Hobby,als Spaß als Stimmung sehen anstatt den politischen Charakter der da hinterstecken sollte.
Also mich wundert das alles nicht.Es war klar das die Aufwertung kommt,es war klar das Investoren hier den großen Reibach sehen,es war klar das es nicht so einfach ist dagegen anzukämpfen.Aber die linke hier steckt immernoch in den 80ern und 90ern fest,träumen von alten Idealen,kleben Plakate und veranstalten Demonstrationen die ausser ihnen kaum einer noch wahrnimmt,im Zeitalter des Internets.Überwachung 2.0.,und einer aufgeklärten Gesellscahft für die das alles lange nichts neues ist.
Ok langer Text...ich wünsch ihnen viel gutes und hoffe das das keiner verbissen sieht sondern eher als Ansporn für neue Ebenen der Kommunikation,der Interaktion und ganz wichtig:Zusammen leben und nicht alleine zusammen leben!
PS:Euer Bäcker frohlockt nur so weil ihr fleissig bei ihm einkauft.