• 10.12.2009

Haus der Kleinen Forscher

10.000 kleine Revolutionen von unten

Morgen wird die 10.000ste Kita zum "Haus der Kleinen Forscher" ernannt. Der Schnellkurs in Neugier bringt einen völlig neuen Lernbegriff in die Kitas.von Christian Füller

  • 10.12.2009 16:54 Uhr

    von ciffi:

    @karl kraus: die allerwenigsten privaten schulen gibt es bei den grundschulen. da sind sie strenggenommen nicht mal erlaubt. da musste allerdings im grundgesetz nachgucken und nicht bei wiki, mister superbrain. den rest kommentier ich erst gar nicht. weia

  • 10.12.2009 13:13 Uhr

    von gerd.:

    @Karl Kraus
    "Zurzeit wird so getan, als müsse man Kindern 'einfach nur die Möglichkeit zum selbstständigen Lernen bieten', damit aus ihnen die tollen Leistungsträger von morgen werden. Das ist Bullshit"

    Nein, das ist kein Bullshit, sondern es funktioniert. In Summerhill seit über 80, in Sudbury-Schulen seit gut 40 Jahren.

    "dabei aber nicht ein einziges Mal richtig in die Tiefe geführt wurde"
    Kinder und Jugendliche führen sich selbst in die Tiefe. Leider trainieren wir es ihnen mit Eintritt in die erste Klasse ab - sobald ihnen vorgeschrieben wird, was, wie und wann sie es zu lernen haben. Jetzt aber 45 min Mathe. Oder eine Wochen Projektarbeit über den Wald. Interessier dich gefälligst dafür!
    Wenn Kinder in die Tiefe gedrängt werden, dann haben sie entweder riesiges Glück gehabt, dass es zufälligerweise ihren Interessen entsprach, oder sie werden alles mögliche lernen, und davon ganz viel sekundäres Wissens (à la wie komme ich hier mit einer brauchbaren Note durch) und absolut uneffektiv im Vergleich zu eigenmotiviertem Lernen.

  • 10.12.2009 12:33 Uhr

    von Rüdiger Kalupner:

    ".. die offene Suche nach Antworten in die Schulen zu tragen, ist eine veritable Kampfansage." Wer eine solche Kampfansage formuliert, sollte die Dinge auch auf den Durchsetzungs-Punkt zu Ende denken.

    Das Ergebnis des Zu-Ende-Denkens kann ich hier angeben: Die Idee und der Wunsch nach einer 'Ordnung einer KREATIVEN Gesellschaft' ist eine fundamentale und revolutionäre Kampfansage an jedes Ancien Régime, d.h. an des herrschende 2%Wachstumszwang-Regime. Das ist die 'Idee', deren Zeit gekommen ist. DIE KREATIVEN werden ihren evolutionslogischen Vormachtanspruch in der Politik anmelden müssen, d.h. die Systemfrage stellen, und den Machtkampf-Parteien auf dem Wahlzettel und mit einem kulturrevolutionären KREATIVEN-Projekt-Programm entgegentreten.

    Wenn die Machtfrage an das aus ökonomischen Interessen gewachsene Anti-KREATIV-SYSTEM nicht gestellt wird, kommt immer nur eine weitere Anti-KREATIV-Variante heraus. Nicht nur im Bildungsbereich. Den Fehler 'Denkfaul und Feig' sollten wir uns nicht länger leisten. Sonst heißt es noch in 100 Jahren "Es wird Zeit, dass die Kleinen Forscher die Schulen erobern."

    DIE KREATIVEN waren schon immer die natürlichen, über- und dennoch stets unterlegenen Gegner, die geheimen Tot-Feinde und manchmal auch die Totengräber der MÄCHTIGEN, der KONFLIKTAUSBEUTER, des Ancien Régimes, der Stoibers usf. Wir haben bisher nur nicht erkannt, dass wir, DIE KREATIVEN, einen natürlichen Vormachtanspruch in der Demokratie haben und ihn organisieren sollten. Doch jetzt haben wir erkannt.

  • 10.12.2009 10:05 Uhr

    von Axel Dörken:

    In meinen Augen ein toller Schritt in eine andere Richtung:

    Der Abschied von der Paukerei und von der Schulung (der Vorgabe, was als "richtig" zu gelten hat).

    In meinen Fall hatte diese "prähistorische" Plackerei und diese "prähistorische" Er-Zieh-ungsart (Ich zieh dich dahin, wo ich dich haben will) dazu geführt, dass ich mich nach der Schule für Jahrzehnte geweigert habe zu lernen.

    Tragisch. Das Schulsystem, wie wir es alle erlebt haben und wie es heute noch vom Kultusministerium als sinnvoll hochgehalten wird, hat ver-sagt!

    Das zu erkennen kann die Gunst der Stunde sein.

  • 09.12.2009 21:52 Uhr

    von Karl Kraus:

    Au weia, hier hat aber einer mal so gar keine Ahnung, wovon er spricht. Fröbel bei Wikipedia nachschlagen gildet nicht! Zunächst mal ist die Massenflucht der Grundschuleltern auch dadurch so viel stärker, weil es mehr private Grundschulen und grundschulähnliche Projekte gibt als Alternativen zu Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen. Darüber hinaus scheint hier jemand auch noch Bildung und Lernen in einen Topf zu werfen. Zum Lernen benutzen Schulen sinnvollerweise in der Tat individualisierte Methoden. Für die Bildung aber, die eben nicht nur in Methodenkompetenz oder ein paar Gruppenergebnissen besteht, bedarf es eines Lehrers. Und für den tiefen, exemplarischen Einstieg in ein Thema, für die vollständige Durchdringung eines Phänomens braucht es MeisterInnen. Zurzeit wird so getan, als müsse man Kindern "einfach nur die Möglichkeit zum selbstständigen Lernen bieten", damit aus ihnen die tollen Leistungsträger von morgen werden. Das ist Bullshit, der sich bald auch als solcher erweisen wird. Nämlich dann, wenn jeder irgendwie seins vor sich hin gelernt hat, dabei aber nicht ein einziges Mal richtig in die Tiefe geführt wurde von jemandem, der - man höre und staune - ein Fach auch studiert hat. Diese Schülergeneration wird genau so zufällig gut oder nicht gut sein, wie die, die jetzt kritisiert wird.

  • 09.12.2009 16:59 Uhr

    von Vldck:

    Ein Schritt weiter in eine Welt in der Freizeit nichts mehr Wert ist. Die Menschen werden langsam darauf vorbereitet 24 Std. am Tag zu Arbeiten...

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