Harry Rowohlt über Polyneuropathen
"Viermal pro Jahr die Kante geben"
Wenn sich Übersetzer Harry Rowohlt und Ralf Sotscheck, Irland-Korrespondent der taz, unterhalten, kann man viel über griechische Hirten, Ölschinken und die Lindenstraße erfahren.von
RALF SOTSCHECK
Leserkommentare
14.10.2011 15:26 Uhr
von Dr. Klaus Baum:
Als Polyneuropathiker danke ich Frank Walker für den Hinweis auf die Cranio-Sakral-Therapie. Was in dem Artikel von Harry Rowohlt nicht erwähnt wird: Eine der häufigsten Ursachen für Polyneuropathie ist das Vorhandensein des Mottengiftes Permethrin in allem, was aus Wolle ist. Vor allem in Wollteppichen, Wolldecken, Wollpullovern mit Wollsiegel usw.
Permethrin paralysiert die Nerven.
24.06.2010 13:43 Uhr
von Frank Walker:
Liebe Polyneuropathie-Betroffene,
angesichts der Wortgewalt im Artikel und den Kommentaren habe ich lange gezögert, meine Anmerkung zu schreiben.
Also ganz einfach:
"Ärzte wissen zwar, daß sich Nerven neu bilden können, wissen aber nicht, wann, wo, und warum", so jedenfalls mein "behandelnder" Arzt. Für den Polyneuropathen gibt es seitens der Old-School-Medizin also, zu meiner Kenntnis, nur Schmerzmittel und Rollstühle.
Da es das für mich nicht sein konnte, bekomme ich seit vier Jahren 2-3 mal in der Woche 40 Minuten Cranio-Sacral Therapie. Erst verschwanden die Schmerzen, dann die Krämpfe. Die Füße waren wieder da. Der Vermeidungs-Stempel-Gang gegen den Treibsand wird nun langsam mit PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) wieder aufgebogen.
Probieren Sie es!
Alles Gute und viele Grüße
Frank Walker
16.10.2009 11:40 Uhr
von Felix Nagel:
In Hamburg keine Raucherkneipen? Vielleicht nicht auf der Schanze ;-)
15.10.2009 21:46 Uhr
von Frida Caroline Bruhn :
Sehr geehrter Herr Rohwolt, beste Taz,
nach kurzer Irritation beim Lesen dieses Zwiegesprächs kam ich auf
den Gedanken, sie redeten u.a. evtl. von Edward B. Gordon, dem
hannoveranischen Maler, der mittlerweile in der Mitte Berlins
ansässig ist und sich einen mehr als einfach bemerkenswerten Namen gemacht hat.
Dieser Maler, einer der besten der Daily Painter Bewegung unserer
Zeit, filtert das heutige Berlin in Hinblick auf die speziellen,
außerordentlichen Augenblicke im Rahmen des "Alltäglichen",
gewöhnlichen Lebens.
Er ist weder Brite noch Ire, seine jüdischen Wurzeln würde er jedoch
nie verleumden, und trotzdem kann er malen.
Chagall und Pissarro der Begründer des Impressionismus konnten
übrigens auch malen, sagen die Experten, beides Juden.
Aber, wie Sie selbst im Zusammenhang mit Ihren Übersetzungen sagen,
wovon man keine Ahnung hat, darüber sollte man lieber schweigen.
Ölschinken? Ach nein, was für eine abfällige Bemerkung, von dieser Zeitung
gleich für die Headline Ihres Asterix und Obelix Schlagabtausches
genutzt.
Ich empfinde es als sehr seltsam, in welchem herablassenden Ton Sie die Arbeit dieses großartigen Künstlers in einem Nebensatz abtun.
Vielleicht hängt es mit einer eingeschränkten Wahrnehmung ihrerseits zusammen. Offensichtlich fehlt es Ihnen an Selbstbegrenzung, die ab und an ja vielleicht angebracht wäre, denn Sie hilft die Augen offen zu halten. Schauen Sie sich doch einmal auf der Internetseite des Künstlers um, wenn es ihr Zeitplan erlaubt.
Ich würde Ihnen gern ein einzelnes hervorstechendes Bild nennen, das den Betrachter durch seine einzigartige Präzision, liebevoll auf den Punkt gemischte Farben, erstaunliche Atmosphäre und ein alles durchdringendes Gefühl von Wahrheit gefangen nimmt, aber das wäre zu ungenau.
Das Werk dieses Künstlers ist bereits heute zu umfangreich, um sich in der Rezeption nur auf exemplarische Auszüge zu beschränken.
Obwohl, wenn Sie sich deftige Schamgefühle ersparen wollen, schauen Sie sich die Internetseite lieber doch nicht an.
Ihr Bild Herr Rowohlt ist übrigens schon lange fertig, ich habe es
auf dem blog des Malers gesehen und jetzt hängt es am Kein und Aber
Stand in Frankfurt. Beim Lesen Ihres Dialoges drängt sich der
Eindruck auf, Sie mussten sich malen lassen, als Bühnendeko sozusagen.
Hm, ob das der Maler auch wusste? Keine Ahnung, wie auch immer, sicher
findet diese Arbeit dort, zusammen mit den anderen Autorenportraits
von Edward B. Gordon mehr Wertschätzung als durch Sie und Ihren
Gesprächspartner in diesem Artikel.
Freundliche Grüße,
Ihre
Frida Caroline Bruhn
12.10.2009 12:10 Uhr
von miles:
... schön'n Dank für diesen Klönschnack - so fängt 'ne neue Woche doch gleich viel erträglicher an! Sollte es jetzt immer Montaz' geben; dafür dürfte der Herr Rowohlt auch auf seine Lindenstraßegigs verzichten - die kuck' ich eh nicht.