Olaf Scholz will die SPD wieder an die Regierung bringen. Erster Schritt in Hamburg: Die schwarz-grüne Schulreform retten. Anders als sein Parteifreund Müntefering hält er Opposition jedoch nicht für Mist.von Christian Füller & Gordon Repinski
Die Schulreform soll nach den Berechnungen eines SPD-Abgeordneten in Hamburg 500 Millionen Euro.
Eine halbe Milliarde also für eine Reform, die schon in Brandenburg und Berlin nachweislich nicht wirksam war, weil sie die Chancen für Kinder aus bildungsfernen Haushalten nicht erhöht hat, bessere Leistungen als vorher zu erbringen.
Man könnte das einfach eine große Geldverschwendung nennen. Wenn da nicht noch weitere Projekte wären (Elbphilarmonie, Stadtbahn, HSH-Nordbank), die ebenfalls jeden finanziellen Rahmen gesprengt haben oder sprengen werden. Und insofern könnte ich einen Menschen verstehen, der behauptet, Hamburg sei auf dem besten Weg in den totalen Bankrott.
22.02.2010 10:49 Uhr
von Elbkoenig:
Hier spricht einer, der mitzuverantworten hat, dass Armut einen großen Teil der Gesellschaft erreicht hat. Einer, der zu den Reformen um ALG II sagt, dass der Staat nicht für die Fürsorge der Menschen zuständig ist. Einer der sagt, dass Bedarfsgemeinschaften sozial gerecht sind, auch wenn man nicht verheiratet ist. Einer der lacht, wenn man ihn fragt, wie man von 280€ ALG II leben soll. Gut gebrüllt Löwe, ich empfehle Ihnen auch mal 4 Monate ALG II, damit Sie wieder klar denken können.
21.02.2010 22:57 Uhr
von M. Stirner:
Wir brauchen Eltern, die für Ihre Kinder sorgen wollen und können. Wir brauchen Eltern, die die Kompetenzen für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder besitzen. Wir brauchen Eltern, die wertvolles Wissen und wertvolle Erfahrung ihren Kindern weitergeben können. Wir brauchen Eltern, die ihren Kindern den Sinn fürs Lernen beibringen können. Wenn sich etwas verändern soll, dann muss sich das staatliche Belohnungssystem für die Reproduktion verändern. Was wir nicht brauchen, ist ein Staat, der sich immer mehr ausbreitet!
21.02.2010 21:58 Uhr
von iBot:
Da hat sich Herr Scholz, gemessen an den enorm suggestiven Fragen, aber ganz gut geschkagen.
21.02.2010 21:11 Uhr
von Meinenase:
Solange man Kinder zwingt die Schule zu besuchen ,um den natürlichen Bewegungsdrang,die Freude am Spielen und Ihren Schlaff zu Rauben,kann von einer Reform keine Rede sein .Pfui Teufel .
21.02.2010 19:54 Uhr
von Siegfried Paul Posch:
Sie müssen mir jetzt sagen: ich nehme nun an, ich sei arbeitslos und Sie hätten Arbeit. Nun beginnen Sie einen Ruhetag, sagen wir: 12 Stunden. Ich kann keinen Ruhetag beginnen, da ich ja nicht arbeite. Jetzt weiter Sie: nach 12 Stunden soll Ihr Ruhetag enden. Der aber für mich noch nicht begonnen hat. Nur, jetzt trotzdem: lebe ich für Sie außerhalb der Zeit? Wenn ich aber zuletzt nicht außerhalb der Zeit lebe, warum ist es dann nicht meine Zeit, die gegenwärtig dem Ende Ihres Ruhetags und dem Beginn Ihrer "Arbeit" Fragen zu stellen hat? Was nennen Sie denn da "A r b e i t"? (Dieses E-Mail stellt eine Fortsetzung meines heutigen Kommentars zum Artikel der "TAGESZEITUNG" - "19.02.2010" - "Arbeitslose unter Verdacht" von Barbara Dribbusch dar - "21.02. 2010 08:17 UHR".) Siegfried P. Posch
21.02.2010 18:45 Uhr
von NOT IN MY BACKYARD:
Meine Schulzeit in Mecklenburg ist noch nicht allzu lang her und ich erinnere mich noch gut, wie in der 5. und 6. Klasse auf dem Gymnasium das große kommen und gehen einsetzte, weil man nach der 4.Klasse schlichtweg noch nicht einschätzen kann, welche Schulform angemessen ist. Dazu kommt, dass bei der Einschätzung vieler Eltern eher der Wunsch der Vater des Gedankens ist, was dem Lernerfolg sicher nicht zupass kommt. Was heißt es denn, wenn alle ihr Kind aufs Gymnasium schicken wollen, aber nicht genügend Plätze da sind? Man braucht vor allem Vitamin B und das ist bei Migranten und Hartz-IV-Empfängern bekanntlich eher rar gesäht. Für mich sieht das nach "Not in my backyard"-Linke aus.
21.02.2010 18:08 Uhr
von Hanna:
Hannelore Kraft wird Ende des Jahres schon kein Thema mehr sein. Olaf Scholz hat mit seiner inaktivität als Arbeitsminister die SPD auf Jahre geschwächt und dieses Interview ist wirklich superlieb, hilft ihm aber auch nicht. Und sobald wieder echte Mandate in Hamburg zu verteilen sind, wird sich die Partei dort selber zerlegen, die ist randvoll mit Karrieristen und Profitsuchern, Idealisten sind dort nicht vorhanden. Es geht dort nur um Macht, Karriere und Geld - Scholz hat wohl alles drei, aber gut 150 Leute wollen genau das und sind deswegen SPD-Mitglieder und die reichen, um die Partei komplett kaputt zu machen.
21.02.2010 16:55 Uhr
von vic:
Mit Verlaub, das ist dummes Geschwätz. Es geht bei einer wie auch immer gearteten Schulreform nicht um die Wünsche des Lagerarbeiters und der Lidl-Verkäuferin. Wo es langgeht bestimmt nicht nur in Hamburg die Oberklasse. Und die wünscht eben nicht, dass ihre Prinzen und Prinzesschen mit dem Unterschichtspöbel und Ausländern zur Schule gehen. Allein der Name Schule ist den Eliten zuwider. Steinmeier weiß das natürlich auch. Aber Steinmeier weiß vieles besser und handelt falsch. Opposition? Sorry dass ich lache.
Leserkommentare
10.03.2010 12:08 Uhr
von HamburgerX:
Die Schulreform soll nach den Berechnungen eines SPD-Abgeordneten in Hamburg 500 Millionen Euro.
Eine halbe Milliarde also für eine Reform, die schon in Brandenburg und Berlin nachweislich nicht wirksam war, weil sie die Chancen für Kinder aus bildungsfernen Haushalten nicht erhöht hat, bessere Leistungen als vorher zu erbringen.
Man könnte das einfach eine große Geldverschwendung nennen. Wenn da nicht noch weitere Projekte wären (Elbphilarmonie, Stadtbahn, HSH-Nordbank), die ebenfalls jeden finanziellen Rahmen gesprengt haben oder sprengen werden. Und insofern könnte ich einen Menschen verstehen, der behauptet, Hamburg sei auf dem besten Weg in den totalen Bankrott.
22.02.2010 10:49 Uhr
von Elbkoenig:
Hier spricht einer, der mitzuverantworten hat, dass Armut einen großen Teil der Gesellschaft erreicht hat. Einer, der zu den Reformen um ALG II sagt, dass der Staat nicht für die Fürsorge der Menschen zuständig ist. Einer der sagt, dass Bedarfsgemeinschaften sozial gerecht sind, auch wenn man nicht verheiratet ist. Einer der lacht, wenn man ihn fragt, wie man von 280€ ALG II leben soll.
Gut gebrüllt Löwe, ich empfehle Ihnen auch mal 4 Monate ALG II, damit Sie wieder klar denken können.
21.02.2010 22:57 Uhr
von M. Stirner:
Wir brauchen Eltern, die für Ihre Kinder sorgen wollen und können. Wir brauchen Eltern, die die Kompetenzen für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder besitzen. Wir brauchen Eltern, die wertvolles Wissen und wertvolle Erfahrung ihren Kindern weitergeben können. Wir brauchen Eltern, die ihren Kindern den Sinn fürs Lernen beibringen können. Wenn sich etwas verändern soll, dann muss sich das staatliche Belohnungssystem für die Reproduktion verändern. Was wir nicht brauchen, ist ein Staat, der sich immer mehr ausbreitet!
21.02.2010 21:58 Uhr
von iBot:
Da hat sich Herr Scholz, gemessen an den enorm suggestiven Fragen, aber ganz gut geschkagen.
21.02.2010 21:11 Uhr
von Meinenase:
Solange man Kinder zwingt die Schule zu besuchen ,um den natürlichen Bewegungsdrang,die Freude am Spielen und Ihren Schlaff zu Rauben,kann von einer Reform keine Rede sein .Pfui Teufel .
21.02.2010 19:54 Uhr
von Siegfried Paul Posch:
Sie müssen mir jetzt sagen: ich nehme nun an, ich
sei arbeitslos und Sie hätten Arbeit. Nun beginnen
Sie einen Ruhetag, sagen wir: 12 Stunden. Ich kann
keinen Ruhetag beginnen, da ich ja nicht arbeite.
Jetzt weiter Sie: nach 12 Stunden soll Ihr Ruhetag
enden. Der aber für mich noch nicht begonnen hat.
Nur, jetzt trotzdem: lebe ich für Sie außerhalb der
Zeit? Wenn ich aber zuletzt nicht außerhalb der Zeit
lebe, warum ist es dann nicht meine Zeit, die
gegenwärtig dem Ende Ihres Ruhetags und dem Beginn
Ihrer "Arbeit" Fragen zu stellen hat? Was nennen Sie
denn da "A r b e i t"? (Dieses E-Mail stellt eine
Fortsetzung meines heutigen Kommentars zum Artikel
der "TAGESZEITUNG" - "19.02.2010" - "Arbeitslose
unter Verdacht" von Barbara Dribbusch dar - "21.02.
2010 08:17 UHR".)
Siegfried P. Posch
21.02.2010 18:45 Uhr
von NOT IN MY BACKYARD:
Meine Schulzeit in Mecklenburg ist noch nicht allzu lang her und ich erinnere mich noch gut, wie in der 5. und 6. Klasse auf dem Gymnasium das große kommen und gehen einsetzte, weil man nach der 4.Klasse schlichtweg noch nicht einschätzen kann, welche Schulform angemessen ist. Dazu kommt, dass bei der Einschätzung vieler Eltern eher der Wunsch der Vater des Gedankens ist, was dem Lernerfolg sicher nicht zupass kommt. Was heißt es denn, wenn alle ihr Kind aufs Gymnasium schicken wollen, aber nicht genügend Plätze da sind? Man braucht vor allem Vitamin B und das ist bei Migranten und Hartz-IV-Empfängern bekanntlich eher rar gesäht. Für mich sieht das nach "Not in my backyard"-Linke aus.
21.02.2010 18:08 Uhr
von Hanna:
Hannelore Kraft wird Ende des Jahres schon kein Thema mehr sein. Olaf Scholz hat mit seiner inaktivität als Arbeitsminister die SPD auf Jahre geschwächt und dieses Interview ist wirklich superlieb, hilft ihm aber auch nicht. Und sobald wieder echte Mandate in Hamburg zu verteilen sind, wird sich die Partei dort selber zerlegen, die ist randvoll mit Karrieristen und Profitsuchern, Idealisten sind dort nicht vorhanden. Es geht dort nur um Macht, Karriere und Geld - Scholz hat wohl alles drei, aber gut 150 Leute wollen genau das und sind deswegen SPD-Mitglieder und die reichen, um die Partei komplett kaputt zu machen.
21.02.2010 16:55 Uhr
von vic:
Mit Verlaub, das ist dummes Geschwätz. Es geht bei einer wie auch immer gearteten Schulreform nicht um die Wünsche des Lagerarbeiters und der Lidl-Verkäuferin.
Wo es langgeht bestimmt nicht nur in Hamburg die Oberklasse. Und die wünscht eben nicht, dass ihre Prinzen und Prinzesschen mit dem Unterschichtspöbel und Ausländern zur Schule gehen.
Allein der Name Schule ist den Eliten zuwider.
Steinmeier weiß das natürlich auch. Aber Steinmeier weiß vieles besser und handelt falsch.
Opposition? Sorry dass ich lache.