• 06.04.2009

Hamburger Gemeinde schließt Vorsitzenden aus

Judentum nur vorgetäuscht

Die Jüdische Gemeinde Hamburg schließt ihren ehemaligen Vorsitzenden aus. Die Vorfahren, auf die er sich bislang stets berief, sollen angeblich nie existiert haben.von Sven-Michael Veit

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Jos Fritz:

    Ein wirklich guter Witz, wie man ihn sich besser nicht ausdenken könnte.

    Lea (Edith Renate Ursula) Rosh ist schließlich auch ziemlich jüdisch.

    Russische Immigranten sind plötzlich beschnitten (zumindest gefühlt), wenn sie in Deutschland ankommen - falls sich kein Opa ausgraben ließ, der bei der SS war.

    Gleiches Recht für alle, auch für gefühlt-jüdische Christdemokraten!

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Mephane:

    @freies-denken:
    "Also wenn H. ehemals Vors. sich immer darauf berufen hat, ist das eine deutliche Aussage."

    Das sagt aber nichts darüber aus, ob er nur selbst einem Irrtum oder einer Täuschung unterlag, oder dies vorsätzlich tat.

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Jack Stern:

    kann den man verstehen jüdische vorfahren oder eine enge binding in irgend einer weise ist für eine politische kariere im westen vor allem in brd von vorteil. mann kann einem wenigsten antisemitismus nicht vorwerfen. und so ein land soll mit anderen westlichen ländern den frieden in palestina sichern wie lächerlich.

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von freies-denken:

    @Mephane
    "Die Vorfahren, auf die er sich bislang stets berief,"
    Also wenn H. ehemals Vors. sich immer darauf berufen hat, ist das eine deutliche Aussage.
    Ich kenne meine Vorfahren :-)

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Nigredo:

    Ist Deutschland in der Moderne angekommen?
    Wenn sich selbst in der CDU inzwischen die Verhältnisse umgekehrt haben und sich Nichtjuden für Juden ausgeben, dann scheint der Antisemitismus kurz vor dem Ende...


    PS: Realsatire oder schmutzige Wäsche? Wankum wirft ausgerechnet Juden vor, sie hätten "wirtschaftlich keine Ahnung" (wenigstens dieses Klischee musste jetzt raus)

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von archimedes:

    @ juni verse: teilweise bist du falsch informiert und hast auch nicht ganz aufmerksam gelesen. jede/r kann auch zum judentum als glaubensgemeinschaft konvertieren. das hat der herr wankum aber - im artikel ausdrücklich erwähnt - selbst nach eigener aussage nie getan, hätte er aber tun können. im judentum gibt es aber tatsächlich bis heute aus sehr sehr alten zeiten noch diesen rest an 'clan'/stammes-kriterium als ein kriterium der zugehörigkeit, aber nur eines von mehreren. es hat sich übrigens durch die geschichte - v.a. eine geschichte des verfolgt-und-diskriminiert-werdens (früher als kleine ethnie zwischen antiken großreichen, bis hin zum imperium romanum, bis bar kochba etc, danach v.a. durch die christlichen und muslimischen mehrheitsgesellschaften), paradoxerweise ausgerechnet durch eben solche aufgedrückte muster von außen, erhalten.

    @ Werner Lorenzen-Pranger: sehe ich in der tendenz ähnlich, aber es gbit da auch gewisse unterschiede/schattierungen innerhalb der cdu.

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Kopfschüttel:

    Auch wenn das Judentum eine Religion ist, unterliegt es doch bestimmten Regeln. Daher gibt es natürlich Definitionen von Juden. Wie man Katholike durch die Taufe wird, so kann man zum jüdischen Glauben konvertieren. Dazu muss man bestimmte Aufgaben erfüllen (Beschneidung, Taufe,...).
    Man ist aber auch von Geburt Jude, wenn die Mutter Jüdin ist.
    Die jüdische Glaubenszugehörigkeit wird sozusagen über die mütterliche Linie vererbt.
    Da er verneint, dass er konvertiert ist und seine Mutter anscheinend keine Jüdin war, ist also Herr Wankum kein Jude.
    Bei einem Religionsverband schon ein wichtiges Kriterium. man stelle sich vor, der Leiter der Diakonie ist Atheist ;-)

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von A.S. Reyntjes:

    Lässige Angelegenheit, die mich an einen alten Sprachbeleg zu "lässig" erinnert:

    "und ist uns menschen leჳჳic
    ze wiჳჳen wie, wo, wenne (gemeint: die Geheimnisse der Gottheit)". (SUCHENWIRT 41, 96)
    Peter Suchenwirt? Ein Wappendichter des 14. Jahrhunderts.

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Nassauer:

    Einfach Göring fragen, der bestimmt, wer Jude ist...

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von freies-denken:

    Na, das ist doch mal ne skandalöse Mogelpackung, Nummer 2.,denn Nummer 1.hatte auch mal behauptet eine "Vertriebene" zu sein und dann kam ganz Nebenbei der Spruch von Erika Steinbach, "Man muss kein Wal sein um Wale zu schützen" Ein Schelm; der böses, denken mag…. ;-)

  • 04.04.2011 19:12 Uhr

    von Banjo Hansen:

    Ich will auch Jude sein!

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Jos Fritz:

    Ein wirklich guter Witz, wie man ihn sich besser nicht ausdenken könnte.

    Lea (Edith Renate Ursula) Rosh ist schließlich auch ziemlich jüdisch.

    Russische Immigranten sind plötzlich beschnitten (zumindest gefühlt), wenn sie in Deutschland ankommen - falls sich kein Opa ausgraben ließ, der bei der SS war.

    Gleiches Recht für alle, auch für gefühlt-jüdische Christdemokraten!

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Harry N.B.:

    An den Kommentaren hier sieht man wieder, wie saudoof viele Deutsche Nichtjuden sein können ! Und das immer noch über 70 Jahre nach dem Obergestörten !
    Ansonsten finde ich es ein starkes Stück was da in Hamburg passiert.
    Mal sehen, ob es rechtliches Nachspiel gibt. Das wäre ja wohl noch drin, meine ich.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Mephane:

    Es steht nirgends in dem Artikel, dass er seine Vorfahren vorsätzlich "erfunden" hat - wenn er nun selbst auch davon ausging, eine jüdische Mutter gehabt zu haben, wäre es ja auch reichlich absurd, zum jüdischen Glauben zu konvertieren, da er ja - woran er auch selbst glaubt - seit Geburt bereits solchen ist!

    Anders gesagt: Ausschließlich bei vorsätzlichem Vortäuschen wäre der Rauswurf gerechtfertigt. Davon ist aber im taz-Artikel nichts zu erkennen.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Nassauer:

    Einfach Göring fragen, der bestimmt, wer Jude ist...

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Banjo Hansen:

    Ich will auch Jude sein!

  • 08.04.2009 15:21 Uhr

    von Jos Fritz:

    Ein wirklich guter Witz, wie man ihn sich besser nicht ausdenken könnte.

    Lea (Edith Renate Ursula) Rosh ist schließlich auch ziemlich jüdisch.

    Russische Immigranten sind plötzlich beschnitten (zumindest gefühlt), wenn sie in Deutschland ankommen - falls sich kein Opa ausgraben ließ, der bei der SS war.

    Gleiches Recht für alle, auch für gefühlt-jüdische Christdemokraten!

  • 07.04.2009 11:02 Uhr

    von Harry N.B.:

    An den Kommentaren hier sieht man wieder, wie saudoof viele Deutsche Nichtjuden sein können ! Und das immer noch über 70 Jahre nach dem Obergestörten !
    Ansonsten finde ich es ein starkes Stück was da in Hamburg passiert.
    Mal sehen, ob es rechtliches Nachspiel gibt. Das wäre ja wohl noch drin, meine ich.

  • 07.04.2009 08:35 Uhr

    von Mephane:

    @freies-denken:
    "Also wenn H. ehemals Vors. sich immer darauf berufen hat, ist das eine deutliche Aussage."

    Das sagt aber nichts darüber aus, ob er nur selbst einem Irrtum oder einer Täuschung unterlag, oder dies vorsätzlich tat.

  • 06.04.2009 17:30 Uhr

    von Jack Stern:

    kann den man verstehen jüdische vorfahren oder eine enge binding in irgend einer weise ist für eine politische kariere im westen vor allem in brd von vorteil. mann kann einem wenigsten antisemitismus nicht vorwerfen. und so ein land soll mit anderen westlichen ländern den frieden in palestina sichern wie lächerlich.

  • 06.04.2009 16:34 Uhr

    von freies-denken:

    @Mephane
    "Die Vorfahren, auf die er sich bislang stets berief,"
    Also wenn H. ehemals Vors. sich immer darauf berufen hat, ist das eine deutliche Aussage.
    Ich kenne meine Vorfahren :-)

  • 06.04.2009 15:05 Uhr

    von Mephane:

    Es steht nirgends in dem Artikel, dass er seine Vorfahren vorsätzlich "erfunden" hat - wenn er nun selbst auch davon ausging, eine jüdische Mutter gehabt zu haben, wäre es ja auch reichlich absurd, zum jüdischen Glauben zu konvertieren, da er ja - woran er auch selbst glaubt - seit Geburt bereits solchen ist!

    Anders gesagt: Ausschließlich bei vorsätzlichem Vortäuschen wäre der Rauswurf gerechtfertigt. Davon ist aber im taz-Artikel nichts zu erkennen.

  • 06.04.2009 14:50 Uhr

    von Nigredo:

    Ist Deutschland in der Moderne angekommen?
    Wenn sich selbst in der CDU inzwischen die Verhältnisse umgekehrt haben und sich Nichtjuden für Juden ausgeben, dann scheint der Antisemitismus kurz vor dem Ende...


    PS: Realsatire oder schmutzige Wäsche? Wankum wirft ausgerechnet Juden vor, sie hätten "wirtschaftlich keine Ahnung" (wenigstens dieses Klischee musste jetzt raus)

  • 06.04.2009 14:43 Uhr

    von malte:

    an juni verse: lese den text doch nochmal...da er wohl durch seine vorfahen nicht jüdisch ist und auch verneint dass er zum judentum übergetreten ist, ist es denk ich verständlich, dass die jüdische gemeinde in hamburg nicht ganz glücklich mit der situation ist.

  • 06.04.2009 14:41 Uhr

    von archimedes:

    @ juni verse: teilweise bist du falsch informiert und hast auch nicht ganz aufmerksam gelesen. jede/r kann auch zum judentum als glaubensgemeinschaft konvertieren. das hat der herr wankum aber - im artikel ausdrücklich erwähnt - selbst nach eigener aussage nie getan, hätte er aber tun können. im judentum gibt es aber tatsächlich bis heute aus sehr sehr alten zeiten noch diesen rest an 'clan'/stammes-kriterium als ein kriterium der zugehörigkeit, aber nur eines von mehreren. es hat sich übrigens durch die geschichte - v.a. eine geschichte des verfolgt-und-diskriminiert-werdens (früher als kleine ethnie zwischen antiken großreichen, bis hin zum imperium romanum, bis bar kochba etc, danach v.a. durch die christlichen und muslimischen mehrheitsgesellschaften), paradoxerweise ausgerechnet durch eben solche aufgedrückte muster von außen, erhalten.

    @ Werner Lorenzen-Pranger: sehe ich in der tendenz ähnlich, aber es gbit da auch gewisse unterschiede/schattierungen innerhalb der cdu.

  • 06.04.2009 13:47 Uhr

    von freies-denken:

    "Die Jüdische Gemeinde Hamburg schließt ihren ehemaligen Vorsitzenden aus. Die Vorfahren, auf die er sich bislang stets berief, sollen angeblich nie existiert haben."
    Vertrauensbruch und Lüge dürfen nicht belohnt werden. Das hätte sich Herr ehemals Vorsitzender früher überlegen müssen.

  • 06.04.2009 13:34 Uhr

    von Erklärbär:

    Jüdische Glaubenszugehörigkeit vererbt sich über die mütterliche Blutlinie, ist also die Mutter Jüdin, ist das Kind automatisch auch Jude.
    Man kann auch zum Judentum konvertieren, indem man bestimmte Rituale erfüllt (Beschneidung, Taufe etc.).
    Da Herr Wantum nicht konvertiert ist, wird natürlich Ahnenforschung betrieben, um die Blutlinie nachzuvollziehen.

  • 06.04.2009 12:54 Uhr

    von Kopfschüttel:

    Auch wenn das Judentum eine Religion ist, unterliegt es doch bestimmten Regeln. Daher gibt es natürlich Definitionen von Juden. Wie man Katholike durch die Taufe wird, so kann man zum jüdischen Glauben konvertieren. Dazu muss man bestimmte Aufgaben erfüllen (Beschneidung, Taufe,...).
    Man ist aber auch von Geburt Jude, wenn die Mutter Jüdin ist.
    Die jüdische Glaubenszugehörigkeit wird sozusagen über die mütterliche Linie vererbt.
    Da er verneint, dass er konvertiert ist und seine Mutter anscheinend keine Jüdin war, ist also Herr Wankum kein Jude.
    Bei einem Religionsverband schon ein wichtiges Kriterium. man stelle sich vor, der Leiter der Diakonie ist Atheist ;-)

  • 06.04.2009 11:53 Uhr

    von Erwin Lindemann:

    Hat viele Vorteile: Beim Türsteher an der Disco, bei der Politesse, ein einfachen "Sie haben wohl was gegen Juden, sind Sie Antisemit" kann in Deutschland Tür und Tor öffnen. Klar, dass es da Trittbrettfahrer gibt, welche die deutsche Betroffenheit schamlos ausnutzen.

    Da ist mir der Herr Turtur sympatischer, der war nur Scheinriese...

  • 06.04.2009 11:51 Uhr

    von A.S. Reyntjes:

    Lässige Angelegenheit, die mich an einen alten Sprachbeleg zu "lässig" erinnert:

    "und ist uns menschen leჳჳic
    ze wiჳჳen wie, wo, wenne (gemeint: die Geheimnisse der Gottheit)". (SUCHENWIRT 41, 96)
    Peter Suchenwirt? Ein Wappendichter des 14. Jahrhunderts.

  • 06.04.2009 11:31 Uhr

    von juni verse:

    also ich bin eigentlich so erzogen worden, dass judentum eine religion darstellt. was diese typen da aber machen ist, dass sie ahnenforschung als vorraussetzung für die besetzung bestimmter posten heranziehen, ihre kulturelle identität also "völkisch", der abstammung und nicht der religionszugehörigkeit nach begründen. das ist im eigentlichen sinne rassistisch, weil es das amt nicht an ein bekenntnis sondern eben an das blut koppelt.
    ich fordere die jüdische gemeinde auf, ihr verhalten und ihre argumentationsmuster mal zu überdenken!

  • 06.04.2009 11:28 Uhr

    von Nassauer:

    Einfach Göring fragen, der bestimmt, wer Jude ist...

  • 06.04.2009 11:02 Uhr

    von Werner Lorenzen-Pranger:

    Nach der "Erbschaft jüdischer Vermächtnisse" will man nun in der Union auch gern selbst Jude sein. Guter Ablenkungsversuch vom tiefbraunen Erbe dieser unappetitlichen Partei!

  • 06.04.2009 10:10 Uhr

    von freies-denken:

    Na, das ist doch mal ne skandalöse Mogelpackung, Nummer 2.,denn Nummer 1.hatte auch mal behauptet eine "Vertriebene" zu sein und dann kam ganz Nebenbei der Spruch von Erika Steinbach, "Man muss kein Wal sein um Wale zu schützen" Ein Schelm; der böses, denken mag…. ;-)

  • 06.04.2009 10:04 Uhr

    von Banjo Hansen:

    Ich will auch Jude sein!

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