• 19.10.2008

Haiders Trauerfeier

"Der Hauptmann der Herzen"

Kärntens verunglückter Landeshauptmann wird zum Mythos stilisiert. 25.000 Menschen verabschieden Jörg Haider. Andere spekulieren über einen letzten Besuch in der Schwulenbar.von Ralf Leonhard

  • 11.11.2008 08:18 Uhr

    von kärntnerin:

    An Peter:
    Vergiss es, die Deutschen werden das nie kapieren. Sollen sie ruhig schlecht reden. Die können eh nur nachplappern.

    Ihr Deutschen schaut auf euch und euer Land.
    Jörgl war der beste Politiker den wir in Kärnten bzw. Österreich hatten und ein sehr sympathischer dazu. Ich hab Haider 2 mal getroffen und er war total nett und garnicht überheblich und unnahbar wie alle anderen Politiker. Er war wirklich volksnah. Und nochmal, er war nicht rechtsradikal, sondern rechtspolitisch.
    Und dazu möchte ich nochwas sagen. Ich wohne nun in Wien und wenn da ein Ausländer eine Gemeindewohnung (günstige Wohnung der Stadt) innerhalb von 2 Wochen ohne dass er arbeitet usw. bekommt, man aber als Österreicher nicht mal für so eine Wohnung vorgemerkt wird bzw. mindestens 2-5 Jahre auf so eine warten muss, ja dann schätzt du, dass es einen Politiker im Land gibt, der dieses System ändern will.
    Ich hab nichts gegen Ausländer aber es kann nicht sein, dass die A. mehr Rechte haben und mehr bekommen, als du als Einheimischer.

    In diesem Sinne, Grüsse aus Kärnten

  • 21.10.2008 09:23 Uhr

    von Peter:

    Mir tut es leid um ihn. Er war einer der wenigen, die immer aurichtig zu ihrer Meinung gestanden haben, gleich was andere von ihm hielten. Und eben wegen seiner Geradlinigkeit trauern ihm viele Menschen nach. Er hat halt eingesehen, dass Multikulti gescheitert ist und die nationalen Interessen wieder in dern Vordergrund gerückt werden müssen...

  • 20.10.2008 17:05 Uhr

    von Bernhard:

    Bin mir nicht sicher, was mich mehr schockiert: die führerkultartige Verehrung des toten "Jörgi" in Kärnten, die im Sinne einer falsch verstandenen Pietät von den österreichischen Massenmedien an den Tag gelegte völlige Kritiklosigkeit oder doch die Angst der politischen Gegner vor dem klaren Wort? Ein letztes Mal hypnotisierte Haider Presse und politischen Mitbewerb - so gesehen, kann man ihm die letzte Anerkennung nicht verwehren. Der Rest der "Buberlpartie" wird wohl sang- und klangloser im Äther der Geschichte verschwinden.

  • 20.10.2008 14:12 Uhr

    von ponce45:

    Wenn der Landeshauptmann in spe, der Herr Gerhard Dörfler meint "in Kärnten ist die Sonne vom Himmel gefallen und die Uhren sind stehen geblieben" und er meint damit Haiders Ableben, so wissen wir schon heute, was wir von Herrn Dörfler zu erwarten haben, und hoffen gemeinsam, dass diese gefallene, braune Sonne niemals mehr abgehen mag - und die Uhren bittschön nach dem Takt der Demkoratie und Menschlichkeit ticken mögen!

  • 20.10.2008 12:58 Uhr

    von jan:

    Mit Österreich ist es so wie mit der Süßspeise Punschkrapfen:

    Außen rosa, innen braun und immer ein bisschen betrunken!

  • 20.10.2008 12:56 Uhr

    von Ulrich:

    Die Regierung nimmt an diesem Trauerakt teil, weil er nun mal Landeshauptmann (Ministerpräsident) eines Bundeslandes war.
    Im Übrigen hat der österr. Bundespräsident schon das Notwendige gesagt:
    Haiders Tod sei keine Staatstragödie.
    Und: Haider habe sein Leben durch eigenen Leichtsinn verloren, der ihn auch in seinem politischen Handeln ausgezeichnet habe.

  • 20.10.2008 10:57 Uhr

    von David:

    Ein von Politik seit jeher gelangweiltes Volk sucht sich einen Helden - ein tragischer Unfalltod nach einem kaum für möglich gehaltenen Comeback, der Mythos des beschirmenden Landesvaters, des Mannes, der sich vermeintlich allen Widerständen zutrotz für seine Ideale einsetzt, des Stehaufmännchens aus Kärnten und fertig ist der Lack. In einem Monat wird die Erinnerung an ihn nur noch eine Randnotiz sein. Alles ist eben eitel.

  • 20.10.2008 10:47 Uhr

    von onkelklaus:

    @MArtin:
    Wenn Udo Voigt Ministerpräsident eines Landes wäre, könnte Merkel nur schwer absagen. Gusenbauer war übrigens einer der Wenigen, der auch kritische Untertöne in seiner Rede einbaute. Er hat meiner Meinung nach noch das Beste aus einer besch... Situation gemacht.

  • 20.10.2008 09:41 Uhr

    von Christian:

    Entsetzlich, wie braun verfilzt so viele Österreicher immer noch sind. Unglaublich, dass sogar die Regierung an diesem Trauerakt teilnimmt. In Österreich hätte wahrscheinlich auch Hitler noch einen Staatsakt bekommen. Zum Glück kenne ich auch andere ÖsterreicherInnen!

  • 20.10.2008 00:45 Uhr

    von Martin:

    Mit so viel Alkohol Auto fahren und derart kriminell schnell durch bewohntes Gebiet rasen, daran ist aber auch gar nichts tragisch, man kann von Glück sprechen, dass er dabei niemand anderem geschadet hat. Ein rechtsradikaler Politiker hat damit bis zum Schluß seine menschenverachtende Einstellung unter Beweis gestellt.

    Eine solche Beerdigung mit Teilnehmern bis hin zu Kanzler Gusenbauer läßt einen kalt erschauern. Was ist Österreich nur für ein Land? Was wäre nur bei uns los, wenn etwa Angela Merkel zur Beerdigung von Udo Voigt (Vorsitzender der NPD) gehen würde!

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