• 22.01.2010

H&M und Tchibo betroffen

Skandal um falsche Bio-Baumwolle

Nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin: Das gilt offenbar für "Bio"-Baumwolle aus Indien, die an Firmen wie H&M und Tchibo geliefert wurde. Aus der Traum von der korrekten Öko-Klamotte?

  • 19.02.2010 01:25 Uhr

    von Gentechnik:

    In wiefern unterscheidet sich gentechnisch Zuchtmethoden Pflanzen von althergebrachten?
    Soweit mir bekannt ist, bringen solche Pflanzen einen höheren Ertrag auf gleicher Fläche, verbrauchen weniger Wasser und bedürfen weniger Spritzmittel. SIe sind somit ideal, sozialverträglich und verbrauchen nichtsoviel Lebensraum wie nicht gentechnisch besserte Pflanzen.

    Was ist also so schlimm daran, technologie vernüftig einzusetzen, insbesondere da Indien genug eigene biotechnologie herstellt, vermuttlich stammen auch diese verbeserten Baumwollepflanzen aus Indischen Laboren.
    die fleisigen jungen Menschen dort studieren Naturwissenschaften, statt gesinnungsethischem Blödsinn hinzugeben.

    Ich bitte die Leser dieser Zeilen, sich einmal ohne vorgefertigte Meinung mit dem Potential der Gentechnik auseinander zu setzen. Als Stichwörter seinen hier Agrokraftstoffe auf Algenbasis und eine algenbasierte Chemische Industrie
    Fischmehl aus der Retorte zur fütterung von Fischfarmen, anstatt Meere zu Überfischen
    Medikamente wie Insulin

    Aber hauptsache mal gegen die böse Gentechnik geschimpft.
    In dem Artikel wird nicht dargelgt, inwieweit diese Pflanzen dem Ökosystem in Indien abträglicher sind oder den Kunden mit Rückständen stärker belasten wie normale bzw. ohne Chemiekeule hergestellte Baumwolle

  • 15.02.2010 19:58 Uhr

    von Teenager:

    Sowas deprimiert mich wirklich. Bei Lebensmitteln gibt es das einschlägige Biosiegel und man ist in der Lage regional zu kaufen, aber Klamotten? Wie soll man da denn ausweichen?
    Von den ganzen Sachen, die bei den einschlägigen Klamotten-Läden vertrieben wird, ist nur ein Bruchteil als Bio gekennzeichnet. Bislang habe ich immer zu dem Ständer gegriffen, wenn dort etwas passendes war. Das war eh schon wenig. Mir ist es wichtig, dass meine Sachen umweltfreundlich sozial produziert werden, aber wo soll ich die her nehmen?
    Beim Shoppen im der Stadt sind sie bestimmt nicht zu finden und kuckt man sich das Angebot sog. Öko-Versandhäuser, stellt man fest, dass die sich eher an wohlhabende Leute um die 50 richten.
    Lokal beim Bauern krieg ich keine Kleidung.

  • 04.02.2010 23:07 Uhr

    von soso:

    das tolle "bio" sigel ist doch eh nur gekauft in den meisten fällen!!

    regional macht sinn.. aber fair trade und bio sind meist auch nur lobbysachen!

  • 23.01.2010 19:53 Uhr

    von sus:

    warum werden in der taz berichte aus der ftd abgeschrieben, ohne eigene überprüfung oder zusätzliche recherche? dafür bezahle ich diese zeitung nicht.

    @christian: was ist ein fair-trade-hemd wert, wenn es aus gentechnisch veränderter faser hergestellt wurde, wobei man die gesundheit der bauern runiniert und tiere auf dem feld sterben, weil sie genmanipulierte pflanzen gefressen haben? sind nur arbeiterinnen menschen oder zählen bauern auch dazu?

    wer oder was ist hier pervers?

  • 23.01.2010 17:57 Uhr

    von Björn Hens:

    Selbst gentechnisch verunreinigte Biobaumwolle ist besser als der konventionelle Mist! Und was wäre die Menschheit, wenn sie bei jedem kleinen Rückschlag oder Betrugsversuch andere aufhören würde, weiter zu kommen! Bio, regional, fair und vegan! Treasuring Life! :) Und ne Relativierung des Artikels gibts bei Kirsten Brodde: http://www.kirstenbrodde.de/?p=655 (Falls die Meute sich weiter informieren will, bevor sie die Heugabeln und Fackeln weiter schwenkt) ;)

  • 23.01.2010 16:16 Uhr

    von rare hog:

    "man ... habe mit dem örtlichen Zertifizierer gesprochen, damit sich ein solcher Fehler nicht wiederholt."
    1. das war kein "fehler", sondern BETRUG!

    2. man hat also ein wattebällchen geworfen - wow!!!!!!!!!!
    wenn man es wirklich ernst gemeint hätte, dann würde man zertifikate von diesem zertifizierer einfach nicht mehr akzeptieren. so ist es nur eine ermutigung, weiter zu fälschen.

  • 22.01.2010 13:52 Uhr

    von forester01737:

    @ Biogehirn:

    "Wer wirklich etwas Gutes tun will, sollte zum Bsp. beim örtlichen Bauern kaufen, da kann er noch relativ sicher sein, dass er auch das bekommt, was er will."

    Ja, auf jeden Fall! Aber der sollte auch "Bio" sein. Ich finde aber, dass dieses "Bio" inzwischen ein unschönes Wort ist, weil es den ganzen Schindluder, der damit getrieben wird, mit einschließt. Also z.B. den "Bio-MigMac" oder ähnliches.

    Es geht doch darum, dass die Menschen auf der ganzen Welt ihre Natur, ihre Heimat, ihre Regionen erhalten können! Da kann es nicht die Lösung sein, so weiter machen zu wollen wie bisher, nur alles in "Bio". Manche nennen die Lösung des Problems Verzicht, ich nenne sie: Nachdenken über das "warum", "woher" und "wie" unserer lebensnotwendigen Stoffkreisläufe und eine Anpassung unseres Begriffes von Lebensqualität, so dass diese dann besteht, wenn Natur und Menschen nicht darunter leiden.

    Beispiel: Nicht "Bio"-Baumwolle aus Indien, sondern meinetwegen Hanffaser oder Leinen von einem Bauern in der eigenen Region, der so gut bezahlt wird, dass er naturverträglich wirtschaften kann. Und dann aus diesem Stoff bitte nicht jede Woche ein neues Leiberl. Wenn man will, kann man sich auch immer wieder über ein Produkt freuen, das lange hält.

  • 22.01.2010 12:13 Uhr

    von MArtin:

    Wieso aus der Traum? Betrug wird es immer geben!

  • 22.01.2010 12:01 Uhr

    von Biogehirn:

    Das ist doch klar.

    Die Unternehmen sind doch nicht bescheuert. Man gründet zum Beispiel eigene Institute, die sich dann Öko-, Bio- usw Siegel verleihen. Für sogenannte Bioprodukte kann man dann gleich den dreifachen Preis verlangen, weil es genug Naive gibt, die das kaufen (eigentlich in guter Absicht).

    Wann gibt es denn endlich Bio-Hamburger und Bio-Cola bei Mc Donalds? Nur noch eine Zeitfrage...

    Wer wirklich etwas Gutes tun will, sollte zum Bsp. beim örtlichen Bauern kaufen, da kann er noch relativ sicher sein, dass er auch das bekommt, was er will.

    Ansonsten gilt, Holzauge, sei wachsam.

  • 22.01.2010 11:33 Uhr

    von Chris:

    Dann einfach keine Biowolle aus Indien mehr kaufen
    punkt

  • 22.01.2010 11:27 Uhr

    von Christian:

    Das Problem ist natürlich auch, dass Bio-Baumwolle nicht automatich gleich zu setzen ist mit fair gehandelter Baumwolle.
    Die Baumwolle mag noch so sehr Bio sein...wenn ein Arbeiter/eine Arbeiterin dafür 16 Stunden am Tag hart malochen muss für einen beschissenen Dreckslohn, wieviel ist ein Pullover aus dieser Bio-Baumwolle dann noch wert?
    Boykottiert so´n Scheiß endlich mal...pervers!

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