• 06.01.2012

Gutachten über israelische Universität

Politikinstitut zu politisch?

Eine internationale Kommission fordert die Schließung eines israelischen Politikinstituts. Kritiker sehen darin einen Angriff auf linke Wissenschaftler.von S. Knaul / A. Lehmann

  • 11.01.2012 20:49 Uhr

    von Oma Kruse:

    Ich kann ja verstehen, dass das Ergebnis für die BGU äußerst unangenehm ist, aber Aufgabe von Universitäten ist nun einmal Wissenschaft, die gewissen Qualitätsansprüchen genügt und nicht politischer Aktivismus, auch wenn er gut gemeint ist. Dafür gibt es Parteien, Stiftungen, NGOs etc. pp.

    Unschön ist auch, wie massiv hier Druck auf die Gutachter ausgeübt wird.

  • 07.01.2012 20:24 Uhr

    von guntherkummmerlande:

    Wie kann man nur so dumm sein und ausländischen
    Wissenschaftlern politische Verfahrensweisen
    im Umgang mit inländischen Universitäten
    abverlangen.
    Dürfen Wissenschaftler anderer Nationen
    die Bildungsinfrastruktur und die Mittelbewilligung
    beeinflussen?
    Nein! Das sind ausschließlich hoheitliche Aufgaben
    des Staates Israel! Fundierte
    Meinungsäußerung ja, Empfehlungs-, Beratermacht nein!

    Wir dürfen nicht die Handlanger von innerisraelischen
    Konflikten zugunsten kosmopolitischer
    oder alteingesessener Machteliten werden!!!!
    Der völlig gesunde Generationenkonflikt darf
    nicht von außen sabottiert werden.

    Herr Risse hätte auf ganz konkrete Mängel
    in der Ausbildung aufmerksam machen sollen.
    Eine demokratisch organisierte Forschungsgruppe
    hätte mit korrekten Zahlen und mit
    tatsächlicher Expertise der konkreten Arbeiten
    argumentieren müssen und nicht etwa
    mit bloßen Publikationsnennungen in Zeitschriften.
    Nur die konkrete Mängelerfassung wäre mit seine Aufgabe gewesen,
    aber mögliche internationale Konkurrenz
    totmachen zu wollen, ist ein saudummer Anflug
    von Machtmißbrauch.

    Um die Schließung der Fakultät der Politikwissenschaften als Nichtisraeli zu fordern,
    müßte die Fakultät schon eine gewaltige
    Gefahr für die Sicherheit der Menschheit sein.
    Das wird wohl hoffentlich nicht der Fall sein.
    Auch wenn die Fakultät versucht einen Systemsturz
    herbeizuführen, wäre die Existenzfrage legitim,
    aber die dürfen NUR die Israelis stellen.

    Herr Risse respektieren Sie die Staatensouverantiät
    und die Wissenschaftspluralität!

    Ich finde, dass Politikwissenschaft
    mit Politik-machen kaum etwas zu tun hat
    und die wissenschaftliche Neutralität
    und dezidierte Analyse oberstes
    Gebote sind. Doch andere Staaten analysieren
    vielleicht eher die tagesaktuellen Probleme
    nach geeigneten Lösungsstrategien. Solange
    Sie hierbei auch neutral und ergebnisoffen
    und allgemeinwohlorientiert, wissenschaftlich
    und die bürgerlichen Grundrechte respektierend sind,
    hat auch ihre Denkschule eine Berechtigung.


    Gerade in Israel braucht man weniger
    die polit-historische Einordnung, als
    konkrete Lösungen für ernste Ressourcenprobleme
    und soziale Probleme ohne Diskriminierung.

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