Eine internationale Kommission fordert die Schließung eines israelischen Politikinstituts. Kritiker sehen darin einen Angriff auf linke Wissenschaftler.von S. Knaul / A. Lehmann
Ich kann ja verstehen, dass das Ergebnis für die BGU äußerst unangenehm ist, aber Aufgabe von Universitäten ist nun einmal Wissenschaft, die gewissen Qualitätsansprüchen genügt und nicht politischer Aktivismus, auch wenn er gut gemeint ist. Dafür gibt es Parteien, Stiftungen, NGOs etc. pp.
Unschön ist auch, wie massiv hier Druck auf die Gutachter ausgeübt wird.
07.01.2012 20:24 Uhr
von guntherkummmerlande:
Wie kann man nur so dumm sein und ausländischen Wissenschaftlern politische Verfahrensweisen im Umgang mit inländischen Universitäten abverlangen. Dürfen Wissenschaftler anderer Nationen die Bildungsinfrastruktur und die Mittelbewilligung beeinflussen? Nein! Das sind ausschließlich hoheitliche Aufgaben des Staates Israel! Fundierte Meinungsäußerung ja, Empfehlungs-, Beratermacht nein!
Wir dürfen nicht die Handlanger von innerisraelischen Konflikten zugunsten kosmopolitischer oder alteingesessener Machteliten werden!!!! Der völlig gesunde Generationenkonflikt darf nicht von außen sabottiert werden.
Herr Risse hätte auf ganz konkrete Mängel in der Ausbildung aufmerksam machen sollen. Eine demokratisch organisierte Forschungsgruppe hätte mit korrekten Zahlen und mit tatsächlicher Expertise der konkreten Arbeiten argumentieren müssen und nicht etwa mit bloßen Publikationsnennungen in Zeitschriften. Nur die konkrete Mängelerfassung wäre mit seine Aufgabe gewesen, aber mögliche internationale Konkurrenz totmachen zu wollen, ist ein saudummer Anflug von Machtmißbrauch.
Um die Schließung der Fakultät der Politikwissenschaften als Nichtisraeli zu fordern, müßte die Fakultät schon eine gewaltige Gefahr für die Sicherheit der Menschheit sein. Das wird wohl hoffentlich nicht der Fall sein. Auch wenn die Fakultät versucht einen Systemsturz herbeizuführen, wäre die Existenzfrage legitim, aber die dürfen NUR die Israelis stellen.
Herr Risse respektieren Sie die Staatensouverantiät und die Wissenschaftspluralität!
Ich finde, dass Politikwissenschaft mit Politik-machen kaum etwas zu tun hat und die wissenschaftliche Neutralität und dezidierte Analyse oberstes Gebote sind. Doch andere Staaten analysieren vielleicht eher die tagesaktuellen Probleme nach geeigneten Lösungsstrategien. Solange Sie hierbei auch neutral und ergebnisoffen und allgemeinwohlorientiert, wissenschaftlich und die bürgerlichen Grundrechte respektierend sind, hat auch ihre Denkschule eine Berechtigung.
Gerade in Israel braucht man weniger die polit-historische Einordnung, als konkrete Lösungen für ernste Ressourcenprobleme und soziale Probleme ohne Diskriminierung.
Leserkommentare
11.01.2012 20:49 Uhr
von Oma Kruse:
Ich kann ja verstehen, dass das Ergebnis für die BGU äußerst unangenehm ist, aber Aufgabe von Universitäten ist nun einmal Wissenschaft, die gewissen Qualitätsansprüchen genügt und nicht politischer Aktivismus, auch wenn er gut gemeint ist. Dafür gibt es Parteien, Stiftungen, NGOs etc. pp.
Unschön ist auch, wie massiv hier Druck auf die Gutachter ausgeübt wird.
07.01.2012 20:24 Uhr
von guntherkummmerlande:
Wie kann man nur so dumm sein und ausländischen
Wissenschaftlern politische Verfahrensweisen
im Umgang mit inländischen Universitäten
abverlangen.
Dürfen Wissenschaftler anderer Nationen
die Bildungsinfrastruktur und die Mittelbewilligung
beeinflussen?
Nein! Das sind ausschließlich hoheitliche Aufgaben
des Staates Israel! Fundierte
Meinungsäußerung ja, Empfehlungs-, Beratermacht nein!
Wir dürfen nicht die Handlanger von innerisraelischen
Konflikten zugunsten kosmopolitischer
oder alteingesessener Machteliten werden!!!!
Der völlig gesunde Generationenkonflikt darf
nicht von außen sabottiert werden.
Herr Risse hätte auf ganz konkrete Mängel
in der Ausbildung aufmerksam machen sollen.
Eine demokratisch organisierte Forschungsgruppe
hätte mit korrekten Zahlen und mit
tatsächlicher Expertise der konkreten Arbeiten
argumentieren müssen und nicht etwa
mit bloßen Publikationsnennungen in Zeitschriften.
Nur die konkrete Mängelerfassung wäre mit seine Aufgabe gewesen,
aber mögliche internationale Konkurrenz
totmachen zu wollen, ist ein saudummer Anflug
von Machtmißbrauch.
Um die Schließung der Fakultät der Politikwissenschaften als Nichtisraeli zu fordern,
müßte die Fakultät schon eine gewaltige
Gefahr für die Sicherheit der Menschheit sein.
Das wird wohl hoffentlich nicht der Fall sein.
Auch wenn die Fakultät versucht einen Systemsturz
herbeizuführen, wäre die Existenzfrage legitim,
aber die dürfen NUR die Israelis stellen.
Herr Risse respektieren Sie die Staatensouverantiät
und die Wissenschaftspluralität!
Ich finde, dass Politikwissenschaft
mit Politik-machen kaum etwas zu tun hat
und die wissenschaftliche Neutralität
und dezidierte Analyse oberstes
Gebote sind. Doch andere Staaten analysieren
vielleicht eher die tagesaktuellen Probleme
nach geeigneten Lösungsstrategien. Solange
Sie hierbei auch neutral und ergebnisoffen
und allgemeinwohlorientiert, wissenschaftlich
und die bürgerlichen Grundrechte respektierend sind,
hat auch ihre Denkschule eine Berechtigung.
Gerade in Israel braucht man weniger
die polit-historische Einordnung, als
konkrete Lösungen für ernste Ressourcenprobleme
und soziale Probleme ohne Diskriminierung.