Grüne will brasilianische Präsidentin werden
Angriff der Abtrünnigen
Im Mai 2008 trat sie als Umweltministerin Lulas zurück. Jetzt will die Grüne Marina Silva Nachfolgerin des brasilianischen Staatschefs werden. Und für den Erhalt des Regenwaldes kämpfen.von Gerhard Dilger
Leserkommentare
18.08.2009 13:33 Uhr
von marina:
@ jan z. volens: vieles sehe ich ähnlich wie du. in den usa wurde der niederang des öffentlichen verkehrs durch den verkauf der straßen bahnen an general motors eingeleitet. straßenbahnen gibt es jetzt fast nur noch in san francisco und wieder! in portland (oregon) und wenigen andern städten. in deutschland sitzen in den aufsichtsräten der bahn herren, die selbst lieber in sprit fressenden, klima schädlichen limousinen fahren. viele pkw wären durchaus okay, wenn es twike active wären, oder liegeräder mit ultraleichter karrosserie (in deutschland regnet es oft und ist dann auch oft kalt) und optional unterstützendem elektromotor, dessen strom 100% regenerativ erzeugt sein sollte. letzteres geht in deutschland nicht mit planzen. dann müssten noch mehr lebensmittel importiert werden. anderswo fehlen dann umso mehr anbauflächen. es geht aber lngfristig zu mehr als 80% mit windkraft, v.a. offshore, v.a. mit bojen in mehreren km abstand zur küste, vgl. http://www.arcadis.de , http://www.kusan.de , http://www.ritec-industries.de , http://www.sway.no . brasilien sollte mehr bundespolizei und militär einsetzen, um die illegalen zerstörungen im amazonas zu beenden. außerdem sollten zuerst die menschen in brasilien satt sein, bevor ein einziges gramm früchte, getreide, gemüse oder kaffee exportiert wird (viele millionen hektar land dienen nur dem anbau von futtermitteln für europäische schweine, wie du sicher weißt). daran ist nicht nur europa, v.a. die fleisch und wurstesser, sondern auch brasilien schuld (v.a. je mehr sie das wissen und die macht haben, es zu ändern)
18.08.2009 03:57 Uhr
von jan z. volens:
"Die Konservativen freuen sich!" - erkennt Sr. Dilger am Ende seiner sehr erstklassigen Information. Die "Konservativen" habe ueberall "ihre" Schlaeferagenten in den NGOs, den Umwelt-und-Menschenrechts-Organisationen. Acredite nisto!" Dazu kommt noch der "Glaube" an das Jenseits! Assim jamais chegamos: So kommen wir nie "an". Die "Konservativen" kaempfen gegen den Umweltschutz wo das ihnen Profit kostet - und befuerworden den Umweltschutz in Laendern welche sie nicht voll beherrschen koennen und welche sie deshalb so schwach wie moeglich begrenzen. Das groesst Umweltproblem ist das Privatauto - die wichtigste Industrie in Deutschland. Lula wie Obama muessen sich nach hinten biegen und vieles "unchanged" lassen - nur um wenigsten einige soziale Fortschritte durchzukaempfen. Die Europaer und die Amis sollten aus ihren Autos steigen - das ware Klimaschutz. Brasilien zumindest bepflanzt neues Agrarland mit Bohnen und Zuckerrohr - nicht ideal aber doch "gruen".Wenn die Europaer den Urwald erhalten moechten - dann waere ein Kompensation fuer Brasilien zu erwaegen. Lula hat das selbe Problem wie Obama, Putin und Hu Jin Tao - keine vollkommene Kontrolle ueber die Provinzverwaltungen .
18.08.2009 02:41 Uhr
von Claudio Struck:
Nach der ersten Wahlumfrage kann Marina Silva zum jetzigen Zeitpunkt gerade mal mit 3% der Stmmen rechnen (Quelle: Datafolha, 16.08.), weit entfernt von den 16%, die Dilma zugerechnet werden. Trotzdem kommt der Kandidatur der ehemaligen Umweltministerin eine herausragende Bedeutung für die brasilianische Politik im Allgemeinen und der Umweltpolitik im Besonderen zu. Da sieht man auch schon mal gerne darüber hinweg, dass Marina Silva zum Thema städtischer Umweltschutz in ihrer Amtszeit recht wenig eingefallen ist.